Time of Eve (Anime)Eve no Jikan / イヴの時間

  • TypWeb
  • Episoden6 (~)
  • Veröffentlicht01. Aug 2008
  • HauptgenresAlltagsdrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich, Weiblich

Anime Informationen

Anime Beschreibung

In einer nicht allzuweit entfernten Zukunft, möglicherweise in Japan: Die Menschheit benutzt schon lange Roboter; erst seit kurzem gibt es allerdings auch Roboter, die den Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen, die sogenannten Androiden.
Um eine Unterscheidung zu echten Menschen zu gewährleisten, müssen alle Androiden einen über ihren Kopf projezierten Ring tragen. Dennoch passiert es immer wieder, dass die Androiden trotz der massiven Gegenpropaganda seitens der Ethikkommission vermenschlicht werden, anstatt lediglich als Haushaltsgegenstände zu dienen. Doch was passiert, wenn diese Maschinen ein eigenes Bewusstsein entwickeln und ihren Ring einfach ausschalten?

Als der Schüler Rikuo eines Morgens merkwürdige Einträge im Log seines Androiden Sammy feststellt, geht er dem nach und entdeckt das "Eve no Jikan", ein Café, an dessen Eingang explizit eine Diskriminierung zwischen Maschinen und Menschen verboten wird …
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
Warum müssen die guten Dinge nur immer so kurz währen … In gerade einmal sechs Episoden a 15 Minuten wird hier eine der interessantesten sozialen Fragen des Science-Fiction-Genres behandelt, die Liebesbeziehung zwischen Mensch und Roboter. Viel zu kurz wenn man bedenkt wie gelungen das hier geschieht.


Die Welt vor einem sozialpolitischen Scheideweg. Längst sind Roboter äußerlich nicht mehr von den Menschen zu unterscheiden und sind als Gehilfen für die Bevölkerung gang und gäbe. Einher geht mit dieser technischen Entwicklung der immer schwierigere Umgang mit der Frage wo menschliches Leben beginnt und ob eine echte Liebesbeziehung mit Androiden möglich ist. Von offizieller Seite wird Derartiges stigmatisiert und die Roboter durch einen Halo über ihren Kopf eindeutig als solche ausgewiesen, doch werden immer mehr Menschen Opfer ihrer eigenen Gefühle. Verwirrt über die Gefühle zu seiner Androidin endet der Schüler Riko schlussendlich im Cafe „Eve no Jikan“, wo Mensch und Maschine als gleichwertig angesehen werden.

Die Thematik ist keine neue und auch die Geschehnisse sind nicht sehr viel Abseits dessen, was man sich erwarten kann, doch überzeugt der Anime durch seine atmosphärisch gelungene, gefühlvolle Darstellung der Problematik. Man simplifiziert das Thema nicht, sondern zeigt auf wie die Menschen, aber auch Androiden, verschieden darauf reagieren und womit sich ihre Standpunkte begründen lassen. Schon allein durch seine relative Kürze kann man den Anime im größeren Ausmaß als sonst als Denkanstoß sehen, eine Rolle der er sicher gerecht wird. Können Roboter Gefühle haben? Ist es vertretbar sie als reine Sache zu behandeln? Kann die Liebe zu einem Roboter wirklich echt sein? Nur ein paar von mehreren Punkten, die durch Riko und die anderen Besucher des Cafes angesprochen werden.

Fazit:
Einer der wenigen Anime 2008, die thematisch interessant sind. Nicht weil er großartig neue Fragen aufwirft, sondern weil er den Zuschauer dazu bringt sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
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Avatar: LaxLeon#2
Eve no Jikan

Eve no Jikan ist ein wirklich atmosphärisches und geschichtlich stimmiges Sci-Fi-Drama von Yasuhiro Yoshiura mit einem hoch interessanten Charakter-Cast und einer insgesamt tollen Umsetzung in allen Belangen.


Die drei Gesetze der Robotik von Isaac Asimov gibt es schon Jahrzehnte, aber sie so stark involviert und überzeugend präsentiert in einem Werk außerhalb von Hollywood zu sehen, verblüffte mich echt. In einer fernen Zukunft, in der der tägliche Umgang mit Androiden selbstverständlich ist, finden sich eines Tages die beiden Schüler Rikuo und Masaki im Café "Time of Eve" wieder, das eine ganz spezielle Regel hat, an die sich alle Besucher und Kunden halten müssen: Keine Diskrimierung zwischen Menschen und Robotern! Es folgt ein kleines Versteckspiel zwischen den Stammkunden des Lokals und unseren beiden Protagonisten, bei dem sie herauszufinden versuchen, wer von den Kunden denn wohl ein Roboter sein könnte und warum er sich im Eve′s Time aufhält. Dabei werden dem Zuschauer neben einigen interessanten Geschichten zu den Charakteren, vor allem auch wirklich unterhaltsame Comedy und sogar gegen Ende hin ein glaubwürdiges Drama präsentiert. Das ganze wird dann noch durch eine famose optische Aufarbeitung mit wirklich toll ausgearbeiteten Hintergründen, flüssigen Animationen und ansehnlichen Kamerafahrten in Szene gesetzt und durch eine passende BGM untermalt. Einziger Umstand, den man diesem Werk zur Last legen könnte, ist die geringe Spieldauer. Es ist schlichtweg unendlich schade, dass solch ein Werk, mit Potential für mehr als 20 Episoden, in gerade mal 6 kurzen, 15-17 Minuten langen ONAs verarbeitet wird. Das Finale erhält dann glücklicherweise doch knappe 30 Minuten Zeit sich zu entfalten, was man letztlich als wirklich weisen Entschluss deuten kann, da der letzte, der 6 Einblicke in Eve′s Café, mit zu den besten und ansprechendsten zählt.

Fazit:
Yoshiura, der schon bei Pale Cocoon ziemlich gute Arbeit geleistet hatte, überzeugt auch in diesem Werk als Autor und Direktor. Wer also einen kleinen Blick in die Zukunft werfen will, in dem Menschen und Maschinen Seite an Seite leben und aufeinander Rücksicht nehmen müssen, der ist hier goldrichtig. Eve no Jikan sieht klasse aus, ist wirklich von der Thematik her hoch interessant und bietet weiterhin eine nette Plattform und sympathische Charaktere, um das Thema "Mensch & Maschine" glaubwürdig herüber zu bringen. Ein Blick ist für jedermann empfehlenswert, auch in den inoffiziellen Vorgänger Mizu no Kotoba sollte man dann vielleicht bei Gelegenheit reinschauen. - Unverbindliche Anime-Empfehlung by Laxi ;)

In diesem Sinne:
8.5 von 10 geklauten Brillen
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Avatar: Assel#3
Anspruch:8
Action:2
Humor:2
Spannung:8
Erotik:1
Eve no Jikan oder: Eine kleine funkelnde Perle im Ozean der Animes



Mit nur 6 Folge á 15 Minuten scheint diese Anime nur für kurze Zeit zu unterhalten. Dies stimmt bei weitem nicht. Es ist schon eine ganze Weile her, dass es mir ein Anime so angetan hat, ja, sogar manchmal etwas zum Nachdenken angeregt hat.

Story:

Anders als bei z.B. Chobits, wird hier großer Wert auf eine tiefgründige Story gelegt. Vorurteile gegenüber Androiden spielen eine große Rolle und der Aspekt, dass man die meisten, abgesehen vom Halo, optisch nicht von Menschen unterscheiden kann bringen so manchen Charakter in einen persönlichen Zwiespalt. Wie soll man mit all dem umgehen? Die Story wirkt sehr durchdacht und kommt selbst bei nur 6 Folgen nie ins Schlingern, oder wirkt überhastet. Auch die einzelnen kleinen Geschichten eines jeden Charakter fügen sich nahtlos in das Gesamtbild mit ein. Eine immer etwas leicht gedrückte Stimmung rundet das noch mit ab und kleine Comedy-Einlagen der Macher lassen alles nicht zu bitter ernst werden.

Charaktere:


Mich hat hier vorallem überrascht, wie man in der kurzen Zeitspanne des Animes, sie tatsächlich in die Protagonisten hereinversetzen kann. Manche 51 Folgen-Schinken bewältiges das nicht. Jeder Charakter ist extrem gut durchdacht und hat auch einen ihm nicht zu nehmenden Platz in Eve no Jikan.

Animation:


Da kann man nur sagen: TOP! Besser geht es eigentlich nicht. Momentan vielleicht optisch einer der besten Animes. Ein Genuss für das Auge und selbst die CG-Effekte wirken nie aufdringlich, oder zu sehr gekünzelt.

Sound:

Ich muss sagen, ich mag diese leichte melancholische Musik des Animes. Nicht aufgedreht, nicht ausgeflippt, sonder ruhig und ausgegelichen, wie der gesamte Anime. Die Synchronsprecher sind hier auch wunderbar ausgewählt. So ist hier z.B. der aus Code Geass den Lelouch sprechende Jun Fukuyama vertreten, was mir Eve no Jikan noch sympathischer macht.

Fazit:

Eve no Jikan ist bis jetzt noch nicht viel beachtet worden, wahrscheinlich durch die ebend kurze Laufzeit. Nichts desto trotz wartet hier eine kleine Perle auf euch, die es auch verdient von euch verschlungen zu werden. Freunde von leichtem Drama und etwas Romantik kommen voll auf ihre Kosten. Meine Empfehlung: Sofort auf eure To Watch Liste
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Avatar: AnimeChris#4
Anspruch:sehr viel
Action:wenig
Humor:wenig
Spannung:wenig
Erotik:wenig
10 Gebote für uns Menschen, 3 Gebote für Androiden, eine Unendlichkeit an möglichen Gefühlen, Emotionen und Konflikten wenn Mensch und Maschine an einem neutralen Ort aufeinander treffen. Time of Eve bietet dem Animefan eine kurzweilige Geschichte die nie für Langeweile sorgt aber noch lange zum nachdenken anregt.




Eine Tür öffnet sich, ein Schild mit den verhaltensregeln, dass an diesem ort Menschen und Androiden sich gegenseitig respektieren sollen, glüht in pinken neonfarben dem Besucher entgegen und eine süße Frauenstimme heißt jeden Besucher Willkommen. Dass dieser Ort mehr als nur ein kleines Café ist merkt man erst auf den zweiten Blick, denn nichts ist so wie es scheint. Sämtliche Besucher sind Roboter oder besser Androiden, die an diesem geheimen Ort zusammenkommen um sich wie Menschen zu fühlen. Dies ist ihnen sonst in dieser Zukunftsgesellschaft untersagt und Menschen die ihren Hausrobotern zu viel Aufmerksamkeit entgegenbringen werden verpönt. dennoch kommen 2 Menschen in dieses Café und erleben die Welt in der sie leben neu und lernen über den Tellerrand der Gesellschaft hinaus zu blicken und geben uns Zuschauern genug Stoff zum träumen und grübeln.

Erinnert das Grundgerüst dieser kleinen Geschichte an stories die du kennst? Jap, tut es. Viele kennen bestimmt den Film I, Robot. Basierend auf Isaac Asimovs Kurzgeschichte runaround aus dem Jahre 1942, ging es auch hier um die berühmten three laws of robotics - ein Verhaltenskodex der Menschen vor seinen Robotern schützen soll. Doch die frage ist natürlich: Was wenn die Roboter sich über die Gesetze hinwegsetzen oder es Grauzonen gibt, die Platz für eine individuelle Entwicklung und fast menschliche Seite den Robotern erlaubt? Time of Eve nimmt sich 6 Episoden zeit dem etwas nachzugehen und widmet sich dabei Themen wie liebe zwischen Mensch und Maschine, unterscheidet Mensch und Androide nur die Hülle, darf eine Maschine wie ein Mensch behandelt werden, können Maschinen lügen oder Geheimnis haben und natürlich der frage ob sich unsere Gesellschaft in eine falsche ethische Richtung bewegt.

Präsentiert wird das ganze auf höchstem Niveau was die Optik angeht. Hervorragend sind Menschen und Maschinen gezeichnet und man muss sagen die ganze Zukunftswelt ist absolut glaubwürdig dargestellt. Dabei finde ich es klasse wie subtil teilweise die unterschiede zwischen unserer und dieser Zukunftswelt sind. Zeitungen die mit digitalen Papier arbeiten um Videos anzuzeigen, Kleinigkeiten im Haushalt, monitore die mehr wie Hologramme im Raum schweben doch das auffälligsten sind die Ringe, die über den Androidenköpfen Kreisen, so dass man sie jederzeit von Menschen unterscheiden kann. Dies ist nämlich ansonsten nicht mehr möglich, denn sie sehen Menschen zum verwechseln ähnlich. Nur im Café Time of Eve sind die Ringe deaktiviert und auch der Zuschauer weiß zu Anfang nicht wer Mensch und wer Maschine ist.
Toll ist auch die Kameraführung. Viel Perspektivenwechsel, Handgeld Kameraschwenks und Fahrten im Raum verleihen dem ganzen ein tolles Feeling. Hier wurde viel überlegt wie man alles interessant darstellen kann und dies ist gelungen. Besonders schön ist wenn die Kamera als nach außen zoomt und zeigt was man sonst nicht sieht da man eine eingeschränkte Sicht hat- fast schon symbolisch was sich hier das Produktionsteam ausgedacht hat. um das ganze zu erzielen wurde sehr viel mit CGI gearbeitet. Bekanntlich kann das ganz schön in die Hose gehen oder einfach genial sein. Dazwischen ist wenig Raum. Glücklicherweise gehört Time of Eve hier zu den vorbildlichen Produktionen. CGI Hintergründe verschmelzen außerordentlich gut mit den Personen, die perfekt in die Szenerie passen.

Doch nach so viel Lob muss auch etwas kritisiert werden, denn Time of Eve ist leider nicht ganz perfekt.

Die Charaktere gefallen mir wirklich. Alle, auch die meisten Nebenfiguren sind schön gestaltet. Doch leider wird hier nur an der Oberfläche gekratzt, denn die geringe Episodenzahl und die 15 Minuten pro folge sind einfach viel zu wenig um wirkliche Tiefe zu erlauben. Vielmehr sind die Figuren stereotypisch für eine gewisse Art von Mensch oder Roboter zu sehen, die kaum eine Veränderung durchlaufen.
Einzig Rikuo und Masaki, die zwei menschlichen Hauptcharaktere bekommen mehr Aufmerksamkeit, wobei Rikuo in Sachen screentime besser davon kommt und so dem Zuschauer mehr ans Herz wächst... Zumindest bis auf die finale folge. Sie zählt für mich sowieso zu den besten folgen der Serie da man sich mal hier 30minuten für eine Geschichte genommen hat, eine Laufzeit die manch anderen folgen auch sehr gut getan hätte. Dank dieser letzten folge ist Masaki meine Lieblingsfigur, da er eine wirklich tragische Story hat die mich wirklich berührt hat. Viele andere Geschichten sind zwar sehr interessant aber gehen nicht ans Herz.

Weder ans Herz noch ans Ohr geht der Soundtrack. Ein Opening gibt es nicht wirklich und das Ending fand ich sehr lahm. Der sonstige Soundtrack kann als unauffällig oder unaufdringlich gesehen werden. Er passt, aber eben nix weltbewegendes.

Mein Fazit ist zweigeteilt. Ich finde man muss diese Serie unbedingt gesehen haben, da wir es hier mit einer wirklich technisch gelungenen, tiefgründigen Serie zu tun haben, die nicht einfach nur schnell Geld machen will sondern zum nachdenken anregt. Leider habe ich mich oft zwischendurch gefragt ob ich die Serie bald wiederschauen will. Dem spräche ja dank der Kürze nichts entgegen, aber da es keine durchgängige storyline gibt sondern nur Episoden die sehr wenig zusammenhält. Außerdem endet die Serie viel zu abrupt mit der Andeutung dass noch vieles erzählt werden muss... Doch eine zweite Season ist nicht in Sicht und somit sitzt man dann doch etwas unbefriedigt da. Na ich hoff einfach mal und wünsch euch viel Spaß beim schauen frei nach dem Motto der Serie: are you enjoying your Time of Eve? ^^
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Avatar: ANS#5
Neben normalen Robotern, welche schon längst in Benutzung sind, wurden im zukünftigen Japan ebenfalls Androiden in den Alltag der Menschen eingeführt. Gedacht waren sie lediglich als Nutzwerkzeuge, welche dem Menschen sein Leben erleichtern sollten, einige Personen haben jedoch Sympathie für die Androiden entwickelt, woraufhin ein ethisches Problem entstand... 
 
Während das Ethikkomitee mittels Propaganda der Gesellschaft die Ansicht einzutrichtern versucht, dass Androiden keine Menschlichkeit an sich haben und dementsprechend auch anders zu behandeln sind, fragen sich einige, ob sie denn wirklich seelenlose Maschinen seien, wo sie sich vom Menschen äußerlich doch nur insofern unterscheiden, als sie einen Ring über ihrem Kopf als Erkennungszeichen haben.

Der Schüler Rikuo entdeckt bei der Überprüfung seines weiblichen Haushaltsandroiden Sammy seltsame Daten, woraufhin er sie zusammen mit seinem besten Freund Masaki eines Tages verfolgt. Dabei stoßen die beiden auf ein Café mit dem Namen „Eve no Jikan“. Die Hausregel dieses Cafés besagt, Menschen und Androiden seien gleichwertig zu behandeln. Beide entschließen sich, etwas in diesem Café zu verweilen und sehen Androiden auf einmal von ihrer ganz anderen Seite...

Nach dieser kurzen Handlungsbeschreibung muss erwähnt werden, dass dieses hier vorliegende Werk eine für mich höchst ansprechende Grundidee bot, nämlich, wie man es sich schon denken konnte, den Konflikt rund um Menschen und Androiden. Inwiefern unterscheiden sich die einen von den anderen, vom Körper mal abgesehen? Darf ein Mensch einen Androiden wirklich als Haushaltsgerät betrachten? Sind Androiden tatsächlich bloße Maschinen, wie es das Ethikkomitee besagt, oder haben sie eine eigene Seele? Dies sind alles sehr interessante Fragen, welchen allerdings nur sehr wenig Zeit zur Beantwortung bleibt. Es werden nämlich nur schlappe 6 Episoden mit einer durchschnittlichen Länge von 17 Minuten geboten. Diese Tatsache zieht eventuell den Gedanken nach sich, dass sich der Anime in solch kurzer Zeit nicht richtig entfalten kann, und doch schafft man es hier, eine Welt zu erschaffen, welche, zumindest bei mir, mehr Begeisterung hervorrief als die meisten üblichen 12/24Eps-Anime.

Die Ursache hierfür ist das harmonische Gesamtbild der Serie. Der Großteil der Handlung findet in dem vorher erwähnten Café statt und es werden nacheinander Schicksale der Stammgäste beleuchtet. Dieses Konzept mag sich jetzt vielleicht etwas uninteressant anhören, jedoch findet hierbei eine schöne Zusammenarbeit statt: Die magische Caféatmosphäre passt hervorragend zu den sympathischen Charakteren. Das Café ist stets von der Aura des Geheimnisvollen umgeben, es steht ganz im Gegensatz zu der äußeren fiktiven Welt: Es ist der Ort, an dem sich die Androiden von den maschinellen Alltagspflichten losreißen und friedlich zusammen mit Menschen koexistieren, eine Art Oase der Ruhe und des Friedens. Auf der anderen Seite wird den menschlichen Besuchern eine Chance geboten, ihren Horizont bezüglich des Themas Androiden zu erweitern und etwas über die Propaganda des Ethikkomitees hinaus denken zu können.

Dementsprechend finden auch freie nicht aufgezwungene Dialoge zwischen den Cafébesuchern statt, welche ihr Potenzial dank der oben schon angesprochenen guten Charaktere entfalten können. Die zwei Protagonisten Rikuo und Masaki werden mittels dieser Gespräche mit einer ihnen bisher ganz unbekannten Seite der Androiden konfrontiert und müssen nun mit sich selbst abmachen, an was zu glauben ist und an was nicht. Dieser Prozess läuft bei beiden verschiedenartig ab und vor allem Masaki hat diesbezüglich gegen Ende eine dramatische Auseinandersetzung parat. Ja, das Ende ist generell ausgesprochen schön, was einen weitren Pluspunkt darstellt. Jedoch entwickelt sich auch Rikuo im Geschichtsverlauf als Mensch weiter, indem er unter anderem anfängt, seinen eigenen Androiden Sammy mit anderen Augen zu sehen.

Diese kleine Welt von „Eve no Jikan“ wird mithilfe der restlichen Figuren noch viel bunter und lebendiger, am besten hat mir von ihnen die Cafébesitzerin Nagi gefallen, jedoch weiß vor allem auch die kleine Liebesgeschichte von Rina und Kouji zu überzeugen. Außerdem fand ich die optische Präsentation sehr gelungen. Eigentlich habe ich schon viel zu viel verraten, wenn man bedenkt, dass man sich diese Geschichte vermutlich an nur einem Tag anschaut, aber solch ein Werk hat meines Erachtens so viel Aufmerksamkeit verdient.

Fazit:
Diese Serie ist mit Abstand das beste Beispiel für wirkungsvolle Zeitnutzung bei Anime. In gerade mal 6 kleinen Folgen wird der Konflikt Mensch-Android auf eine solch packende und schöne Weise erzählt, dass gar keine Zeit für irgendwelche Schwächen übrig bleibt, außer vermutlich der kurzen Zeit selbst.
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Anime Kommentare

Avatar: Ashikabi#1
Anspruch:wenig
Action:nichts
Humor:nichts
Spannung:wenig
Erotik:nichts
Sci-fi finde ich persönlich klasse. Wenn es um Zukunft, Roboter, Weltraum oder Aliens geht da bin ich mehr als interessiert.

Die Geschichte ist simpel, Roboter entwickeln sich weiter und entdecken Gefühle. So gut es sich anhört, so entteuschend ist das Anime, leider. Ich habe eine einfache romantische Geschichte erwartet in der es um die Beziehung eines Menschen mit einer Roboter-Frau geht, aber nein, 6 Folgen lang geht es hauptsächlich darum dass der Typ in einem Cafe sitzt und Roboter beobachtet die sich wie Menschen verhalten. :-(

Die zeichnerische Leistung ist auch nicht der Burner. Es ist eine Produktion die man vielleicht 1 oder 2 mal angeschaut hat und dann einfach vergisst. Schade eigentlich, aus der Geschichte hätte man etwas machen können!
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Avatar: BuggzBunny#2
Ist auf jeden Fall Geschmacksache mir gefällt es wegen der tollen scifi Atmosphäre.
Wer Scifi und die neue Welt mag sollte auf jeden fall mal reinschnuppern!
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Avatar: Goderion#3
Anspruch:viel
Action:wenig
Humor:wenig
Spannung:mittel
Erotik:nichts
Ich habe erst eine Folge gesehen, bin aber schon hin und weg und kann es kaum erwarten weitere Folgen zu gucken. Wie bereits erwähnt ist der philosophische Ansatz anscheinend sehr ähnlich wie bei dem Film "Ghost in the Shell".
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Avatar: Netghost#4
Anspruch:viel
Action:wenig
Humor:wenig
Spannung:mittel
Erotik:nichts
Eine Anime der sich wieder mal mit der Philosophischen Seite einer Vercyberten Gesellschaft auseinandersetzt. Wem Kusanagis Überlegungen bezügliche ihres Ghostes gefallen hat der ist hier genau richtig.
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Avatar: stinkytoast#5
Ich hoffe ja noch inständig das es irgendwo noch Pläne gibt, daraus einen 23-Min Anime zu machen. Die Serie hat, wie ich finde das Potenzial dafür richtig gut zu werden. So eine 10/11 Episodenumsetzung wäre mehr als perfekt. Gern auch noch mit anderen Charakteren. Die Welt, welche geschaffen wurde ist nämlich definitiv da.
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