Anime Beschreibung

Anime: Bokura ga Ita
© 2006 小畑友紀・小学館/ 「僕等がいた」 製作委員会
Nanami Takahashi freut sich auf den Beginn ihres Highschool-Lebens und nimmt sich vor, so viele neue Freunde wie möglich zu finden. In ihrer Schule wird unter den anderen Mädchen viel über einen besonders populären Jungen gesprochen: Motoharu Yano, in den sich angeblich zwei Drittel aller Mädchen in seiner Mittelschulklasse verliebt haben. Ihre Platznachbarin Yuri Yamamoto kann Yano allerdings überhaupt nicht leiden.

Nanami hat keine Ahnung wer Yano eigentlich ist, bis zum Tag der Klassensprecherwahl: Nanami will ihre neue Freundin Mizuguchi als Klassensprecherin vorschlagen, hat aber deren Namen vergessen. Zufällig trifft sie auf dem Flur auf Yano und fragt diesen nach dem Namen dieser Freundin, ohne zu wissen, wen sie da vor sich hat. Yano legt Nanami herein und nennt ihr einen falschen Namen, was ihr einen peinlichen Moment vor der Klasse beschert. Zuerst ist Nanami wütend auf Yano, aber mit der Zeit beginnt sie ihn immer mehr zu mögen.

Im Verlauf der Serie erfährt Nanami einiges über Yanos Freund Takeuchi und über Yamamotos Schwester. Diese starb vor einem Jahr bei einem Autounfall und war Yanos Freundin...
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
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  • Motoharu YANO
    Let’s make our past fade into comparison with the present.
  • Nanami TAKAHASHI
    You may not believe me but, even before he told me his name, I felt as if I already knew who he was.
  • Nanami TAKAHASHI
    Happiness is hot chocolate on a cold day.
  • Masafumi TAKEUCHI
    After all.. love is all about timing..If you don’t say the right thing at the right moment no matter how much fate was involved in the relationship, everything will be ruined. Even if you regret it, it’ll be too late.
  • Masafumi TAKEUCHI
    After all this time, after being by your side and always looking after you I failed to make a place for myself deep within your heart.

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Anime Rezensionen

Avatar: Death-Note#1
"Bokura ga Ita" erzählt eine Liebesgeschichte aus täglichen Leben wie sie spannender nicht sein könnte. Es ist schon ziemlich lange her seit mich das letzte mal ein Anime so gepackt hat. Ich hab ihn sprichwörtlich eingesogen und musste eine Folge nach der anderen schauen, ich wusste das sich vor meinen Augen etwas großartiges abspielte das ich so schnell in einem Anime nicht wieder finden würde, das war mir klar als ich die ersten paar Episoden gesehen hatte und es hat sich Bewahrheitet. Auch wurde diesem Anime bis jetzt viel zu wenig Beachtung geschenkt, viel weniger als er verdient, denn gerademal 35 Bewertungen zum aktuellen Zeitpunkt sind ein Witz. "Bokura ga Ita" hebt sich von so gut wie allen anderen Romance/Drama-Serien ab, woran es liegt das es mir so gut gefallen hat kann ich nicht sagen. Vielleicht liegt es daran das der Anime im Shoujo Genre ist und einen weiblichen Hauptcharakter hat im Gegensatz zu vielen anderen Romance-Anime, das allein schon hat mich dazu bewogen das Schauen anzufangen, denn in der Regel sind Animes mit weiblichen Protagonisten anders. Konkret in diesen Fall heißt es, dass es keine nervigen und völlig unpassenden Ecchi Einlagen gibt, die der Tod für den Anime gewesen wären, außerdem wird auf Harem Elemente verzichtet. Somit wurde wieder ein richtiger Romance-Anime geschaffen, der sich nicht hinter anderen zu verstecken braucht, im Gegenteil. Der Anime hat einen so besonderen Charme, der mich von Anfang tief beeindruckt und an den Bildschirm gefesselt hat. Ja auf den ersten Blick scheint "Bokura ga Ita" wie ein kleiner feiner Anime, doch geht es nach mir liegt er mit KGNE mindestens auf Augenhöhe.

Zeichnungen

Hier gibt es einiges zu sagen, denn was als Erstes auffällt beim anschauen, ist der unverkennbare Zeichenstil, den man erstmal mögen muss. Ich mag ihn. Das Charakterdesign ist wirklich einzigartig, solche Charaktere hat man als Anime-Fan noch nie oder zumindest nicht oft gesehen. Da fällt mir spontan ein: Auffällig, eigenwillig und dennoch hübsch. So könnte man das Aussehen der Protagonisten am Besten beschreiben. Man braucht ja nicht zu erwähnen, dass dies sehr gewagt ist, da es nicht unbedingt jedermanns Sache sein wird. Um genauer ins Detail zu gehen: Charaktere sind allesamt schön gezeichnet, schöne Körper, flüssige Bewegungen usw. Auffälligkeiten gibts aber im Gesichtsbereich, so braucht man sich nur die Screenshots oder das Titelbild anschauen und man weiß was einen erwartert. Das Augenmerk liegt vor allem auf den Augen, sie stechen sofort hervor, weil sich doch in gewisserweise anders gezeichnet sind als das in der Branche üblich ist. Auch in der Seitenansicht fallen die etwas anderen Gesichtskonturen von u.a. der Nase auf, was ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist. Was auch noch sehr auffällig ist, in bestimmten Situationen sind einige Gesichtszüge nicht zu erkennen, so kommt es doch schon mal(oft) vor das man nur ein Auge sieht oder gar kein Auge oder Mund. Dies kommt daher, dass "Bokura ga Ita" sehr viel mit Überblendungen und der Art arbeitet, aber wie schon gesagt sollte man sich anschauen und dann selbst entscheiden ob man es mag oder nicht, ich finde das es insgesamt zur Serie passt und in den jeweiligen Situation super zur Stimmung passt. Bei den restlichen Zeichnungen hält sich der Anime eher zurück, so werden Hintergründe fast nie detailliert oder manchmal sogar überhaupt nicht dargestellt. Auch hier kommen wieder mehr oder weniger Überblendungen zum Einsatz, so wird z.B der Hintergrund mehr oder weniger viel weiß schattiert so dass nur noch das wichtigste zu erkennen ist oder auch andere zur Stimmung passende Hintergründe, das soll jetzt nicht heißen, dass der Anime keine Hintergründe hat, diese rücken nur in den Hintergrund. Nur zu sehr besonderen Stellen oder wenn der Hintergrund wichtig ist, wird er sehr detailliert dargestellt. Genauso wie der Hintergrund werden unwichtige Personen gezeichnet, auch hier hält sich die Detailtiefe "in Grenzen", d.h. unwichtige Leute haben meist kein Gesicht. Das mag sich alles jetzt sehr negativ anhören, es ist aber durchaus positiv gemeint, denn mit der Zeit entwickelt man eine gewisse Symphathie für den Zeichenstil dieses Anime, ich jedenfalls finde ihn super.

Sound

Der Anime besitzt ein weder noch sonderlich gutes noch sonderlich schlechtes "Standard"-Opening. Beim Ending wurde sich richtig mühe gemacht, es wird sehr viel Abwechslung reingebracht, denn der Anime besitzt sage und schreibe insgesamt 11! Endings und das bei nur 26 Folgen. Sehr schön ist auch das es einen vorkommt als wären es für jede Folge ein anderes Ending, denn kein Ending hört man in zwei Folgen hintereinander und so kommt es einem vor als würde jedesmal ein anderes hören. Die Lieder selbst sind allesamt meist etwas ruhig, die dazugehörigen Bilder werden aus der jeweiligen Folge mitgeliefert. Es handelt sich hierbei um einige Ausschnitte aus den Szenen der betreffenden Folge. BGM ist reichlich vorhanden, neben der normalen Begleitmusik, die gelungen ist, wird jede Folge, mir kommt es zumindest so vor, ein kompletter Song eingespielt, der auch immer sehr passend ist.

Story

Im Anime geht es um Nanami Takahashi, die ihr erstes Schuljahr an der Highschool beginnt, wo sie durch eine unglückliche Begebenheit Bekanntschaft mit dem allseitsbekannten Mädchenschwarm Yano macht. Für den anfangs verhassten Yano entwickelt Nanami immer mehr Symphathie. Wie entwickelt sich die Beziehung zwischen Yano und Nanami? Welche Bedeutung hat Yano´s bester Freund Takeuchi? Und was hat es mit Yamamoto und ihrer Schwester auf sich? Eine mitreißende, tragische Liebesgeschichte entwickelt sich in der immer mehr Komplikationen auftauchen und die von vorne bist überzeugt und zum Besten im Genre gehört. Wie ich finde sagt die Anfangsbeschreibung von Gendo bereits ein bisschen zu viel aus. Nichtsdestotrotz wird jeder Romance-Fan die Geschichte für überragend halten, denke ich mal. Erzählweise ist zwar stellenweise etwas langatmig und wird durch viele Standbilder ausgeschmückt, halte ich aber für weniger schlimm, denn die Atmosphäre die dabei rüber kommt ist einfach großartig. Sowieso strahlt "Bokura ga Ita" etwas aus das mich dazu verdammt es zu lieben. Auch enthält die Story ein paar richtige Überraschungen und Wendungen, die deutlich machen das nichts so perfekt ist wie es scheint und die mir immer wieder die Augen aufgerissen haben. Fazit zur Story also: Vielleicht alles schon mal in einen anderen Form so ähnlich dagewesen, doch grandiose Umsetzung und hervorragende Storylinie motivieren auf Dauer über die Gesamtstrecke des Animes! P.S. Wer den Anime wirklich gut findet sollte sich unbedingt das Ende des Mangas ansehen, es geht ein bisschen weiter als das des Animes und ich finde es unbeschreiblich traurig. Für alle die den Anime schon gesehen haben und wissen wollen wie der Manga ausgeht.

Charaktere

Der Cast von "Bokura ga Ita" ist im großen und ganzen super. Für eine 26-teilige Animeserie kommen hier relativ wenig nennenswerte Hauptcharaktere vor als dies bei anderen der Fall ist, was nicht schlecht ist, da dies überhaupt nicht nötig ist und zugleich besser auf vorhandene Charaktere eingegangen werden kann. Genaueren Einblick in die Gedanken bekommt man allerdings nur bei drei Charakteren, nämlich: Yano, Nanami und Takeuchi. Man fühlt richtig mit bei den Entscheidungen die sie Treffen. Wobei diese absolut realistisch und nachvollziebar sind, einige Male war ich richtig erschrocken wie sich die Charaktere verhalten, sich ihre Liebe eingestehen oder verleugnen weil sie meinen das richtige zu tun oder tun zu müssen. Um diese fabelhafte Atmosphäre zu gewährleisten und dauerhaft Spannung zwischen die Beziehung der Charakter zu bringen wird auch der Backround berücksichtigt, so im Falle von Yano. Seine Hintergrundgeschichte bietet genügend Stoff um die Beziehungen weiter voranzutreiben und einige Schlüsselereignisse aus seiner Vergangenheit beeinflussen die Verhaltensweise der Charaktere doch deutlich im Verlauf. Im Großen und Ganzen spielt sich alles zwischen 4-5 Personen ab, deren Schicksale sich immer weiter miteinander verweben. Da das Verhalten der Charaktere eng mit der Story zusammenhängt sind diese ebenso sehr gut gelungen und in diesem Genre nicht von vielen geschlagen worden, wenn überhaupt.

Fazit

Mit "Bokura ga Ita" hatte ich nach langer Zeit wieder das vergnügen einen überdurchschnittlich guten Romance-Anime zu sehen, um genauer zu sein einen der Besten. Für mich wird er in seinem Genre nur von Kanon 2006 oder vll. Honey and Clover geschlagen, wobei man diese doch nicht vergleichen kann und "Bokura ga Ita" in einigen Bereichen deutlich weiter vorn ist und für die "Normalheit" seiner Story ungeahntes Potenzial entfaltet und sich auf eine Ebene mit den ganz Großen erhebt. Für eingefleißte Romance-Fanatiker sowie für große Teile des weiblichen Publikums ist der Anime sicherlich Pflicht. Ich bin allerdings skeptisch ob er für die breite Masse geeignet ist. Also an alle Leute die sich nicht gerade mit diesem Genre identifizieren: Lasst die Finger davon, ihr werdet diesen Anime womöglich als langweilig empfinden. Alle anderen werden ihre Freude dran haben und sollten sich das hier nicht entgehen lassen.
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#2
Bokura ga Ita ist ein feinfühlig und ruhig erzähltes romantisches Drama, das sich auf das Wesentliche konzentriert und dabei nicht ins Kitschige abdriftet.

Das vorherrschende Thema des Anime ist natürlich die Liebe und all die Konflikte, die mit ihr zusammenhängen - so wie man es von einem Shoujo-Anime erwartet. Was den Anime von anderen Shoujo-Anime unterscheidet ist die Intensität mit der die Geschichte erzählt wird. Außerdem bleibt der Anime stets glaubwürdig, bodenständig. Es gibt weder zuckersüssen Kitsch noch ist die Geschichte übertrieben dramatisch. Das führt andererseits dazu, dass der Anime recht ruhig wirkt - jedoch ohne dabei an Spannung zu verlieren. Der Anime ist gerade deswegen, weil er leise Tönen anstimmt, so intensiv. Neben der Romantik geht es im Anime auch noch um die typischen Probleme des Erwachsenwerdens, um die Verarbeitung von Verlust und die Narben, die durch ihn entstehen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass der Anime nicht den ganzen Manga umsetzt und demnach ein relativ offenes Ende besitzt.

Bokura ga Ita hat eine sehr kleine Cast; es gibt nur 4 wichtige Charaktere. Der Vollständigkeit halber müsste man noch einen Charakter, der schon lange tot ist dazu zählen, aber das wars dann auch schon. Alle anderen Figuren sind nur Statisten, die ab und zu mal auftauchen. Nun könnte man denken das wäre ein Nachteil, aber nein, das ist sogar sehr gut so. Gerade weil es so wenig wichtige Charaktere gibt, kann der Anime umso stärker auf sie eingehen und jeder der vier ist auf seine Art sympathisch und interessant.
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Avatar: animus
Administrator
#3
Bokura ga Ita präsentiert sich als solides Romance-Drama ohne besondere Höhen und Tiefen. Um den Anime kurz und knapp zu beschreiben, ist zum einen die schlichte jedoch sehr liebevolle Art der Serie auffällig. Auch wenn ich mich nicht als großartigen Romance-Fan bezeichnen kann, hier konnte auch ich meinen Gefallen finden, hat der Anime doch einige leichte Schwächen als auch Stärken.


Schülerin verliebt sich in gutaussehenden und geachteten Mitschüler, Freund des Mitschülers verliebt sich in die Schülerin. Schon haben wir die altbekannte Dreiecksbeziehung und unseren Beziehungskonflikt, der sich vordergründig durch die ganze Serie zieht. Nanami Takahashi heißt unsere kleine Schülerin, die zudem noch damit auskommen muss, dass ihr Schwarm Yano nicht nur einen distanzierten Charakter aufweist - der Schönling leidet zudem unter dem Umstand seiner verstorbenen großen Liebe. Gefangen in Erinnerungen der Vergangenheit muss Takahashi sich des öfteren behaupten, viele Tränen und Unsicherheit mit inbegriffen. Neben Nanami und Yano reserviert sich noch der erwähnte Freund, genannt Takeuchi, einen Platz in der Serie, der prompt Gefallen an Nanami findet. Um den Drama-Anteil zu perfektionieren, sei auch noch Yuri erwähnt, die als jüngere Schwester Yano's verstorbener Liebe ebenfalls mit in das Beziehungswirrwar gezogen wird.

Bokura ga Ita beginnt vom Spannungsbogen her recht stark, im Verlauf der Serie lässt das Ganze nur leider durch etwaige Längen und das ganze Hin und Her der Protagonisten nach. Das offene Ende trägt weiteres dazu bei, den Anime als einen derjenigen abzuschließen, der den Zuschauer mit gemischten bis hin zu enttäuschten Gefühlen zurücklässt. Eine weiterführende Storyline bietet zwar der gleichnamige Manga, hier wird allerdings nur die Serie bewertet und die ist versucht, teils auch ziemlich erfolgreich das Romance-Genre zu bedienen ohne groß auszuschweifen. Es wird sich auf das wesentliche beschränkt und das nicht nur in Bezug auf die Story.

Auch von der Optik her hält sich Bokura ga Ita sehr dezent, sowohl in der Farbwahl als auch im Charakterdesign. Da mir dieser doch recht eigenwillige Stil allerdings gefiel und das Geschehen angenehm in den Vordergrund gesetzt hat, ist das von meiner Seite aus kaum zu bemängeln. Auch vom Soundtrack zeigt sich die Serie wieder von seiner mäßigen Art, das Opening ist nicht bahnbrechend und auch wenn sich die Anzahl der Endings - 11 insgesamt - doch sehen lässt, der Soundtrack hält sich sehr stark zurück und ist daher schwer bewertbar. Den Romance-Part unterstreicht dieser trotzdem ganz vernünftig.

Genauso empfindlich wie der Plot des Anime verhalten sich auch seine Charaktere. Aufgrund des unverblümten Erzählstils ist auch hier Wert auf Natürlichkeit gesetzt worden, um Persönlichkeiten zu kreieren, deren Lebensgeschichte man gerne verfolgt. Bokura ga Ita enthält dadurch viele sehr zärtliche Szenen, die Unsicherheit des Pärchens Nanami und Yano zieht das Ganze jedoch unnötigerweise in die Länge und gerade das tut dem Anime garnicht gut. Nun muss jeder für sich selbst wissen, ob die seichte Art der Serie etwas für einen ist oder nicht, andernfalls ist Langeweile vorprogrammiert. Durch den zusätzlichen Gebrauch gelungener Situationskomik für mich letztendlich ein sehr einfühlsames Werk, dessen monotoner Ablauf nicht unbedingt gefallen muss. Und auch wenn sich der Unterhaltungswert nicht über den gesamten Ablauf hin halten kann, ist Bokura ga Ita ein angenehmer Anime über Liebe, Verlust und Toleranz. Schön anzusehen.
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Avatar: Rincewind#4
Bokura ga Ita: eine abgerundete Geschichte, mehr aber leider nicht!

Es wird hier die - zugegeben sehr abwechslungsreiche - Entwicklung der Beziehung zwischen Nanami und Yano erzählt. Vom Anfang ihrer Liebe, über die verschiedensten Stolpersteine auf die sie stoßen, bis hin zum offenen Schluss wird hier ein wirklich unterhaltsames Romantikdrama geboten. Dabei wird auf zu heftigen Wellengang verzichtet. Das Boot - umschreiben wir ihre Liebe einmal so - kommt zwar von Zeit zu Zeit ins Wanken, die alles verwüstende Monsterwelle lässt sich aber höchstens am Horizont kurz blicken.


Eine leicht schüchterne, etwas kindliche Heldin (Nanami) trifft hier auf einen recht abgebrühten, immer fröhlichen Helden (Yano) - so scheint es zumindest Anfangs. Yano schleppt jedoch einige Probleme mit sich, die er mit seiner Fröhlichkeit zu überwinden/verbergen sucht. Diese und die daraus resultierenden Schwierigkeiten, gepaart mit der Zögerlichkeit darüber zu sprechen und immer wieder mal aufflammendem Egoismus, machen Bokura Ga Ita zu einem brodelnden Beziehungskessel. Garniert wird das Ganze mit den diversen, für mich recht schwer zu verstehenden, philosophisch angehauchten Gedanken von Nanami über ihr Verhältnis zu Yano.

Trotz dieser Ausgangssituation weiß der Anime mit seiner Dramatik dann doch nicht ganz zu überzeugen. Zu oft drehen sich die Geschehnisse im Kreis, zu oft ist sich die Hauptprotagonistin über ihre Gefühle im Unklaren und zu oft ist der Grund für dieses oder jenes Problemchen dann doch ein anderer als zuerst angenommen, weshalb man das Gefühl bekommt, die Charaktere würden sich kaum weiterentwickeln.

Recht einfach fällt die Animation aus und beschränkt sich, wirklich passend, meist auf die Protagonisten. Häufig sind andere Personen und Statisten nur als Umrisse gezeigt und der Hintergrund ist auf das Nötigste reduziert. Mit jeder Menge Lichteffekten, Farbverläufen und Weichzeichnern wird die Geschichte dann in Szene gesetzt. Was den Soundtrack betrifft hält auch er sich angenehm im Hintergrund und wird nie aufdringlich.

Anm: Gleich in den ersten paar Folgen fielen mir Ähnlichkeiten, was die Art des Humors und die Umsetzung betrifft, zu Kare Kano auf, was ich jetzt mal ganz voreilig auf Zielgruppe und Setting schiebe.

Fazit: Wer auf langsame, verstrickte Schulromanzen steht und wissen will, wie schwierig sich Beziehungen gestalten können, wenn es in entscheidenden Momenten an Einfühlungsvermögen fehlt bzw. Selbstbezogenheit aufblitzt, der sollte Bokura ga Ita nicht verpassen. Allen anderen darf ich hier REC empfehlen, wo mMn in wesentlich weniger Zeit, wesentlich mehr geboten wird.
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Avatar: Takashiyo#5
Bokura ga Ita ist ein ausgesprochen gefühlvoll inszeniertes Liebesdrama, das eine Geschichte aus dem Alltag zweier Liebender erzählt und sich dabei auf das Wesentliche konzentriert, ohne dass dadurch inhaltliche Lücken entstehen, die den Gesamteindruck trüben würden.


Hauptthematik ist die erste große Liebe von Nanami und den damit verbundenen Problemen, die daraus resultieren. Grund dafür ist in erster Linie Yano, in den sie sich verliebt. Katalysator für den Dramateil bildet Yanos vorherige Beziehung, die durch den plötzlichen Tod seiner damaligen Freundin abrupt beendet wurde und er sich davon nie wirklich erholt hat. Allen voran Nanami bekommt ernsthafte Zweifel, ob sie lediglich einen Ersatz für seine verstorbene Freundin darstellt, oder doch wirklich von ihm geliebt wird, als die Person, die sie ist. Auf dieser Grundlage baut die vorherrschende Problematik auf und bleibt dabei stets bodenständig. Es kommt zwar zu feinfühligen Szenen und nervenaufreibenden Konflikten, aber nie zu übertriebenem Kitsch, oder tiefergehendem Drama. Wer letzteres sucht, der sollte lieber zu Kimi ga Nozomu Eien greifen, anstatt dann von Bokura ga Ita enttäuscht zu werden. Des Weiteren ist es ein leider ziemlich ungünstiger Umstand, dass die Animeadaption nicht den kompletten Manga abdeckt und deshalb ein relativ offenes Ende besitzt.

Über die Beziehungsprobleme hinaus werden noch andere Gebiete des menschlichen Erwachsenwerdens behandelt, wie beispielsweise das Verarbeiten von traumatischen Ereignissen aus der Vergangenheit. Einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere erhält der Zuschauer durch den Einsatz von inneren Monologen. Lediglich fünf Protagonisten nehmen in der Geschichte einen hohen Stellenwert ein. Deswegen ist genügend Zeit vorhanden, um jeden dieser gründlich zu durchleuchten, sodass man deren Handeln nachvollziehen kann. Darüber hinaus bildet die immer wieder präsente Situationskomik einen kleinen aber feinen Stimmungsauflockerer.

Optisch erinnert Bokura ga Ita eher an einen Manga als einen Anime. Standbilder werden zum Stilmittel und die Zeichnungen präsentieren sich im stets simpel gehaltenen Gewand. Auf das Nötigste reduziert wurden die Hintergründe und zeugen dadurch nicht von Detailreichtum. Eine überaus gewöhnungsbedürftige Darstellungsweise, mit der man sich gezwungenermaßen anfreunden muss. Ansonsten droht der Abbruch oder eine Verminderung der Endwertung. Wiederum geschickt werden die jeweiligen Szenen mit musikalischen Stücken unterlegt, oft auch mit Gesangsliedern und verleihen diesen einen angenehmen Flair.

Fazit:
Es handelt sich hierbei um einen der besseren Romantiktitel, der es sich zur Aufgabe macht, eine realistische und gleichzeitig ernste Liebesgeschichte zu erzählen. Der Handlungsbogen ist tiefgreifend und wartet mit unvorhergesehenen Wendungen auf, sodass eine kontinuierliche Spannung entsteht.
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Titel

  • Japanisch Bokura ga Ita
    僕等がいた
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 04.07.2006 ‑ 26.12.2006
    Studio: Artland Inc.
  • Englisch Bokura ga Ita
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 07.09.2015
    Publisher: Viewster AG
  • xx Synonyme
    We were there, Wir waren da

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