• TypTV-Serie
  • Episoden47 (~)
  • Veröffentlicht05. Apr 2006
  • HauptgenresLiebesdrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeWeiblich

Anime Beschreibung

Anime: Nana
© 矢沢漫画制作所/集英社・VAP・マッドハウス・NTV
Nana Komatsu fährt nach Tokio, um ihren Freund Shoji zu treffen. Im Zug passiert es, dass sie neben Nana Osaki sitzt, die auch nach Tokio will, um ihren Traum als Musikerin wahr werden zu lassen. Sie ist die Frontsängerin ihrer Punkband "Blast" und versucht in Japan erfolgreich zu werden, wo ihr Freund Ren als Gitarrist bei der Band "Trapnest" spielt. Beide haben den gleichen Namen und beide bauen schnell eine Freundschaft zueinander auf. Auf der Suche nach einer Wohnung in Tokio kreuzen sich ihre Wege erneut. Schließlich entscheiden sie sich zusammen zu wohnen, was das Band zwischen den beiden "Nanas", die jetzt zusammen durch ihre Lieben, Leben und Karrieren schreiten, stärkt.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Death-Note#1
Nun widme ich mich einem Anime, der zu Unrecht total unbekannt ist! Insider wissen ich sage das viel zu oft, aber wer sich NANA entgehen lässt ist selber schuld. Einer der Besten Animes 2007, wenn nicht einer der Besten überhaupt, er bekommt deswegen die höchstmögliche Bewertung die je gegeben habe und reiht sich zu den meiner Meinung nach Besten drei Animes ein. Nach Titeln wie Bokura ga Ita oder Kanon 2006 ist es schwer noch daran zu glauben, dass es etwas besseres im Bereich Romance/Drama gibt, naja jeder kann sich mal täuschen, aber diesmal bin ich mir absolut sicher: NANA ist das absolute Nonplusultra in diesem Genre. Eine kleine Warnung noch bevor ihr weiterlest, ich empfehle NANA nicht jedem, da der Anime deutlich erwachsener und ernster ist, wie viele andere Josei oder Shoujos, dies sollte man sich vor Augen führen wenn man diesen beginnt, auch wenn das vielleicht erst auf den zweiten Blick erkennbar ist. Es fast nichts was ich auszusetzen habe, NANA ist in allen Belangen traumhaft. Optisch ansprechend, ein Fest für die Ohren, charmant, witzig, süß und doch anspruchsvoll. Wieder eine Geschichte aus dem alltäglichen Leben, dass zwei Mädchen mit dem Namen Nana auf harte Proben stellt. Der Anime befasst sich mit Zielen und Träumen, die so unterschiedlich sind und doch so viel gemeinsam haben. Können Stolz und Ehre wichtiger sein als die wahre Liebe? Ein Traum voller großer Gefühle, ein zufriedenes Leben oder volle Aufopferung? Ein Anime der über den Begriff Liebe weit hinaus geht und volle Dramatik in jeder Sekunde besitzt. Nach einem zugegebenermaßen guten, aber nicht perfekten Start steigert sich NANA immer weiter bis hin zu ungeahnten Ebenen, die weit über fast jedes andere Anime hinausgehen und alles andere in seinen Schatten begräbt. Vorhanden ist vor allem eines: pures Gefühl. Wer sich dazu durchringt sich diesen Anime anzuschauen, wird etwas nie zuvor gesehen wahrhaft miterleben. Etwas das einen nicht richtig sitzen lässt und einen dazu veranlasst sich eine Folge nach der Anderen anzusehen. Einzigartig und atemberaubend, etwas das im Gedächtnis fest verankert bleibt und man beim Gedanken daran noch einmal alles zu fühlen bekommt was man mit dieser Serie erlebt hat. Freude, Trauer und Tränen. Ein unvergessliches Fest für alle Drama und Shoujo/Josei Fans, man muss diesen Anime gesehen haben, glaubt mir doch.

Zeichenstil

Wie sollte es anders zu erwarten sein, Madhouse hat hier klasse Arbeit abgeliefert und einen sehr schönen Zeichenstil geschaffen, er ist zwar anders und nicht damit zu vergleichen, aber vom Niveau her mindestens so gut wie der von Death Note. Das heißt in Sachen Zeichenqualität einer TV Produktion ganz weit oben verliert in diesem Bereich nur ein ganz klein bisschen gegen Tengen Toppa Gurren Lagann. Insgesamt ist eine sehr hohe Detailverliebtheit festzustellen, bei Räumen, Objekten und auch die Umwelt lassen sich wirklich gut anschaun. Die wahre Detailtiefe merkt man allerdings erst bei den Charakteren. Diese wurden liebevoll und mit Präzision geschaffen. Sehr beeindruckend würde nicht im geringsten beschreiben wie toll ich das Charakterdesign finde und deshalb sage ich einfach mal 2007 gab es kein besseres, das muss schon was heißen, sind doch ausgerechnet 2007 so viele Toptitel in die Toplist eingestiegen, aber keiner davon kann NANA in diesem Punkt das Wasser reichen. Die Designs für die beiden Nanas (Komatsu und Osaki) sind grandios gelungen. Während Komatsu-Nana ein kleines naives, aber unglaublich süßes und zugleich attraktives Mädchen darstellt, gibt sich dem ersten Eindruck nach Osaki-Nana ganz anders. Nach dem ersten Anblick könnte man sie als Punk bezeichnen oder man sollte sogar. Den Charakter der Charaktere lässt sich auch oft nach dem Design beurteilen, das ist es was man sich nach den Ersten Folgen denkt, dies mag sich aber gegebenenfalls ändern, seit gespannt^^. Was auch sehr stark auffällt ist das der Zeichenstil auf Shoujo getrimmt ist, so sind die Mädchen alle unglaublich gut aussehend und sexy und den einen oder anderen Bishounen trifft man auch nicht grundlos. Ein einziger Minuspunkt sei noch erwähnenswert, nämlich mir sind die Auftritte der Bands etwas zu unspektakulär inszeniert, oft nur einige Standbilder. Mag sich jetzt sehr schlimm anhören, deswegen nehme ich schon mal was von Soundbereich voraus: Der Anteil der Auftritte den die Bands haben hält sich doch in Grenzen, da der Anime auf andere Dinge mehr wert legt, deswegen ist dies auch verschmerzbar. Um es noch einmal zusammenzufassen: Madhouse liefert wieder einmal hervorragende Arbeit, eine der Besten dieses Studios.

Sound

Wer weiß das es sich u. a. auch um Bands dreht und jetzt so was wie Beck erwartet, der wird sein blaues Wunder erleben, denn im Gegensatz dazu besinnt sich NANA auf ganz andere Dinge. Der Fakt das Bands im Spiel sind spielt zwar eine Rolle jedoch bekommt man (fast) keine Auftritte zusehen und die die man sieht sind doch recht unspektakulär wie schon oben genannt. Innerhalb des Animes besinnt man sich auf eine extrem starke BGM und innerhalb der Erzählung rund um die Band sind nicht deren Auftritte sondern das Zusammenspiel der Mitglieder und die Konflikte im Mittelpunkt. Das heißt aber nicht, dass man die Songs der beiden Bands nicht zu hören bekommt, sie sind neben den eben genannten Auftritten manchmal in der BGM vorhanden, die Protagonisten sehen sie im Fernsehen oder hören sie von CDs, außerdem bilden die Songs der Bands (Blast, Trapnest) die Openings und Endings der Serie. Wobei wir beim nächsten Punkt wären, die OP und ED sind die Besten die ich je gehört habe, besonders hervorzuheben sind OP 1+2 sowie ED 3, das heißt nicht das mir die anderen nicht gefallen haben, das Aufgebot ist in seiner Gesamtheit fast perfekt. Die Bands im Einzelnen: Trapnest geht als klassische J-Rock/Pop Band durch, die durch ihr Aussehen und nicht zuletzt durch ihre Sängerin Reira viele Fans unter den Schülern haben. Blast hingegen bemüht sich eine reine Punkband zu sein. Das sollte als Erläuterung genügen, da ja wie schon gesagt nicht unbedingt die Musik der Bands im Vordergrund steht.

Story

NANA erzählt die Geschichte von zwei jungen Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen nach Tokyo gekommen sind und nun, wie der Zufall es will, sich zusammen eine Wohnung teilen. Beide verfolgen andere Ziele und sind eigentlich grundverschieden, dennoch sind sie sich auf Anhieb sympathisch und werden gute Freunde. Die Story weiß wirklich zu überzeugen, sei es durch ihre Erzählweise oder durch immer wieder überraschende Wendungen. In der ersten Storyhälfte wechseln sich Humor und Dramatik sehr gut ab, je länger der Anime dauert desto größer wird der Dramaanteil. Der Anime steigert sich vom Anfang bis zum Ende ohne große Längen zu besitzen, lediglich Folge 6 hätte man sich sparen können. Doch was macht diese einfach zu sein scheinende Story so stark? Sie wird, ich will nicht sagen komplex, aber sehr vielschichtig und lässt genug Platz für Charakterentwicklung. Was die Geschichte hinter NANA so interessant macht ist der Fakt, dass alles sehr realistisch gehalten wird, ich habe nie das Gefühl bekommen: Das ist jetzt unmöglich oder so kann es nicht gewesen sein. Aber auch das ist noch nicht der Hauptgrund, das wirklich entscheidende ist, das egal welchen Weg die Story einschlägt man immer noch gefesselt vor dem Bildschirm sitzt, das mag sich jetzt komisch anhören, aber im Verlauf hatte NANA einige richtig große Hammer parat, die man erstmal verdauen muss und egal ob einen diese nun gefallen oder nicht, man schafft es nicht seinen Blick abzuwenden. Das was geschieht ist einfach zu beeindruckend inszeniert und zu echt um einfach wegzuschauen bzw. gelangweilt zu werden. Solche Geschichten sind und bleiben nun mal die Besten. Obwohl der Manga und somit auch die Story noch nicht abgeschlossen ist, ist das Ende einfach grandios bzw. man hat sich den besten Punkt ausgesucht um die erste Staffel zu beenden, falls es denn eine zweite geben sollte, womit ich aber auch rechne. (Mehr dazu im Aufzählungspunkt Manga). Man könnte es eine Art Cliffhänger nennen, ich persönlich zwar nicht, aber es besitzt die Merkmale von einen. Folge 47 vermittelt das Gefühl von einem Abschluss und gleichzeitig erweckt sie den Anschein als gäbe es doch noch was, das hätte ich gesagt wenn ich nicht gewusst hätte das der Manga noch weiter geht. Als Fazit kann ich nur sagen, eine sehr atemberaubende Story mit einen tollen Ende, das Lust auf hoffentlich mehr macht.

Charaktere

Wie bei so vielen anderen auch, steht und fällt der Anime mit seinen Charakteren. Hier bei NANA heißt das vor allem eines, er steigt schnurstracks wie ein Pfeil gen Himmel. Ich nehme alles zurück was ich über den Cast der zahlreichen anderen Animes gesagt habe. Es wird sich sehr stark bemüht die Charaktere liebenswert zu machen oder eben zu vergraulen so dass man sie hasst. Egal ob so oder so, es ist sofort von vornherein eins garantiert, man wird sofort emotional eingebunden entweder mit Zuneigung oder Abneigung und dieses Prinzip geht auf. Es ist einfach nur faszinierend das Verhalten der Charaktere zueinander mitanzuschauen und zu beobachten wie sie auf jeweilige Ereignisse Reagieren. Bei KEINEM anderen Anime habe ich so mit den Charakteren mitgefiebert und bei KEINEM anderen Anime waren die Charaktere so sympathisch. Komatsu-Nana (Hachi) scheint auf den ersten Blick ein Charakter zu sein den man hasst oder liebt (ich liebe sie^^). Sie ist sehr naiv und das dürfte einige stören. Zu Beginn scheint sie auch noch ein bisschen oberflächlich, aber mit der Zeit zeigen sich sehr viel tiefere Charakterzüge bei ihr. Die ernstere Stimmung die der Anime nach und nach annimmt überträgt sich nahtlos auf die Charaktere. Die andere Nana, Osaki, ist so ziemlich das komplette Gegenteil von Hachi. Sie kommt von Anfang an sehr mysteriös rüber und zeigt oft die coole Seite. Charakterentwicklung wird hier nicht nur praktiziert sondern auch großgeschrieben. Jede Tat hat eine Wirkung und das wirkt sich auf die Charaktere, ihr Verhalten und ihr Bewusstsein aus. Die Protagonisten von NANA sind allesamt einzigartig, da es so viele gibt kann ich leider nicht zu jedem was schreiben, aber nochmals sei gesagt, hier sieht man die Creme de la Creme aller Animecasts. Die beiden Nanas sind meine absoluten Lieblinge, wenn es um die weiblichen Darsteller geht, bei den Männern haben es auch einige unter meine persönlichen Top Ten geschafft (Ren, Yasu, Nobu, Shin). Anzusehen wie das Schicksal dieser Leute ihren Lauf nimmt, war das Beste was ich in meiner Animelaufbahn gesehen habe, so viel Gefühl, Liebe, Hass, Humor und Drama findet man nirgends.

Manga

Der Anime beinhaltet nicht alle Kapitel des Mangas, da dieser noch nicht abgeschlossen ist. Es gibt also durchaus Grund für uns auf eine zweite Staffel zu hoffen, ich jedenfalls bete darum. Den Manga werde ich nicht lesen, da es mir sonst nur die mögliche zweite Staffel spoilern würde.

Fazit

Jeder der bis hierher gelesen hat, kann sich ja denken was ich von dem Anime halte und in der Tat ich halte NANA für ein Meisterwerk, das auf einer Ebene mit meinen bisherigen Lieblingen Death Note und Kaleido Star steht. Eine Sorte von der es leider viel zu wenige gibt. Für alle erfahrenen Romance/Drama Fans viel mehr als ein Geheimtipp.
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#2
Steht man vor der Aufgabe eine Schwäche von NANA zu benennen, dann wäre es wohl der Umstand, dass einem nach diesem Anime andere Serien mit hoher Wahrscheinlichkeit ziemlich oberflächlich vorkommen werden. NANA zeichnet ein realitätsnahes Bild einer Gruppe von jungen Erwachsenen, die ausziehen um ihre Träume zu verfolgen und dabei oft an ihren eigenen Schwächen scheitern.


NANA wird in der Regel als als Josei klassifiziert, was ein weit passenderes Bild vermittelt als Shoujo es täte. Hier gibt es keine idealisierten High School Romanzen oder Dramen nach Schema F, hier steht das Leben von jungen Erwachsenen im Vordergrund, bei dem man die mitunter harte Realität von Beziehungen aufzeigt. Niemand hat eine Garantie auf persönliches Glück und trotz gutem Willen aller Beteiligten scheitert Liebe schlussendlich, ohne dass sich dafür ein eindeutiger Schuldiger ausmachen lässt. Die Charaktere sehen wie ihr Leben oft in die falsche Richtung läuft, kommen aber nicht gegen ihre Persönlichkeit an und geben schlussendlich wieder ihren eigenen Schwächen nach. NANA präsentiert ein Drama, das weniger durch externe Faktoren ausgelöst wird, als vielmehr durch das Verhalten seiner Charaktere. Logischer Nebeneffekt daraus ist natürlich, dass die Figuren sehr vielschichtig sind und in 47 Episoden auch einiges an Charakterentwicklung erfahren. Im Mittelpunkt stehen Nana Osaki und Nana/Hachiko Komatsu, zwei unterschiedliche Frauen mit stark unterschiedlichem Hintergrund, die jeweils ihren eigenen Traum verfolgen. Während für die eine ihre berufliche Karriere als Punksängerin im Vordergrund steht, sieht die andere in der Liebe und im persönlichen Glück ihr höchstes Ziel. Aus einer Zufallsbekanntschaft im Zug entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und gleichzeitig eine Art gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis, das zeigt, dass man sich gegenseitig umso tiefere Wunden zufügen kann, je näher man sich steht. Doch auch bei den Nebencharakteren wird einem eine große Palette unterschiedlichster Typen abseits des Mainstreams geboten, deren Dramen nicht weniger überzeugend sind als die der Hauptpersonen und die ebenfalls glaubhaft ihre inneren Konflikte vermitteln. Gleichzeitig verzichtet man aber darauf, das Leben wirklich aller Personen künstlich dramatisch verlaufen zu lassen bzw. lässt das Drama nicht ausbrechen sondern deutet es nur an. Nicht Schwarz-Weiß-Kontraste zwischen völligem Glück und totaler Verzweiflung stehen im Vordergrund, sondern die Fähigkeit des Menschen sich schlussendlich doch mit seiner Situation zu arrangieren und auch suboptimale Lösungen zu akzeptieren.

Um nicht einen falschen Eindruck entstehen zu lassen, muss natürlich auch der Comedypart erwähnt werden, denn trotz der obigen Beschreibung ist der Anime keineswegs eine rein tragische Geschichte, sondern gefüllt mit viel Dialoghumor und Slapstick, samt entsprechender animationstechnischer Überzeichnungen, was vor allem zu Beginn stark ausgeprägt ist und erst im Verlauf langsam zu Gunsten des Dramateils reduziert wird, jedoch bis zum Schluss einen wichtigen Teil des Anime darstellt.

Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte der gelungene Soundtrack, auch wenn er mit echtem Punk nur noch wenig zu tun hat und eher in den rockigen Bereich geht bzw. auch in den Pop (was für meinen persönlichen Geschmack aber nur von Vorteil ist) Vor allem die Openings und Endings sind sowohl musikalisch als auch stimmungsmäßig äußerst gelungen.

Fazit:
NANA beginnt sympathisch und eher locker, baut den Charakter seiner Hauptpersonen aber schon von Anfang an auf und lässt diese dann ein Leben voller Rückschläge, Erfolge und Freundschaft durchleben, das sich nicht an gängigen Klischees orientiert sondern durch die Nüchternheit und auch schon fast Schonungslosigkeit seiner Entwicklung realistischer wirkt als nahezu alle anderen Anime. Die für die Comedy überzeichneten Charaktere wandeln sich im Dramateil zu vielschichtigen Figuren, die glaubhaft ihre Persönlichkeit darstellen, an der sie mitunter auch selbst verzweifeln. Ein Charakterdrama erster Güte, das von Episode zu Episode an Intensität zu gewinnen scheint und dessen größtes Manko es wohl ist, nur einen Teil des noch laufenden Mangas zu umfassen.
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#3
Nana ist ein gutes Liebesdrama rund um das Musikgeschäft, das mich auf ganzer Linie überzeugt hat.

Früher mal stand hier ein anderer Text, aber ich muss einiges, was ich über den Anime schrieb, etwas relativieren. Nana ist erstens Shoujo (kein Josei) und zweitens ein Melodrama mit all seinen Tropen. Nicht, dass das den Anime schlechter macht, aber verklären sollte man ihn auch nicht. Wie bei Ai Yazawas anderen Werken besticht Nana durch eine gut geschriebene Geschichte, interessante Figuren und viel Dialoghumor, der den ernsten Stellen nicht auf die Füße tritt. Die Geschichte handelt genauso von Freundschaft, dem beruflichen Werdegang bzw. allgemein dem eingeschlagenen Lebensweg wie von den Schattenseiten des Musikbusiness. Trotzdem steht das Thema Liebe natürlich im Vordergrund, aber im Gegensatz zu vielen anderen romantischen Geschichten geht es nicht um das Verlieben, sondern um die Konflikte innerhalb von Beziehungen.

Die Charaktere sind Ai Yazawa wieder sehr gut gelungen. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Geschichte zwei Hauptfiguren hat, eben die beiden Nanas, die grundverschiedene Persönlichkeiten haben. Die "Punk-Nana" hat mir aber eindeutig besser gefallen, die andere Nana ist mir etwas zu naiv und lotterhaft. Schön ist auch, dass die männlichen Figuren den weiblichen in nichts nachstehen.

Musikalisch überzeugt der Anime durch einen guten Soundtrack, besonders die Openings können sich hören lassen. Obwohl die Geschichte von Punkbands handelt, sollte man hier aber keinen echten Punk erwarten, sondern eher eine Art Mainstream-Punk bzw. normalen Rock.
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Avatar: Enklave#4
Interessant. Ich wundere mich über mich selbst, dass ich 47 Folgen eines Animes schaue, mit dessen Hauptfigur ich mich so wenig identifizieren kann. Vielleicht lässt sich gerade daran erkennen, dass NANA ein wirklich sehenswerter Anime ist.


Im Kern ist NANA ein Coming-of-Age-Drama, dass vor allem durch die Vielzahl der interessanten Charakterprofile besticht, ohne dass es dabei aber in Verwirrung ausartet. Im Zentrum stehen 2 Mädchen bzw. junge Frauen, deren Namensgleichheit der Startpunkt einer „wahren Freundschaft“ ist (wie man so schön sagt), obwohl oder trotzdem sie eigentlich grundverschieden sind. Neben ihrer unterschiedlichen Herkunft, dem gegensätzlichen Charakter und Outfit dreht es sich dabei vor allem um eins: natürlich die Liebe und ihre (Un-)Annehmlichkeiten. Während die Punkrockerin Nana nicht die Finger vom Musiker Ren lassen kann, obwohl ihr das aufgrund ihrer stolzen Persönlichkeit öfter gegen den Strich geht, hat das Nesthäkchen Nana genau das gegenteilige Problem und kann sich aufgrund ihres naiven Charakters nicht für einen Favouriten entscheiden. Eingebettet sind diese Querelen aber immer in den Rahmen der Freundschaft zwischen beiden Nanas, deren retrospektive Erzählweise der Geschichte einen angenehmen melancholischen Charakter einer turbulenten Erinnerung gibt, die mit Wehmut vor dem inneren Auge vorbeizieht.

Die Stärken von NANA liegen wie gesagt in den vielfältigen sehr authentischen Charakteren, die vor allem durch ihre vielen Fehler überaus menschlich und sympathisch wirken. Im Handlungsverlauf wird immer wieder Wert auf vergangene Ereignisse gelegt, die durch die Charaktere im Laufe ihres nennen wir es mal Erwachsenwerdens noch einmal reflektiert werden. Die Handlung rauscht also nicht einfach nur an dem Zuschauer vorbei sondern wird noch einmal durch das Eingreifen der Figuren re-interpretiert und gewinnt dadurch zusätzlich an Tiefe. Angenehm ist auch das Fehlen von gut- und böse-Klischees, bzw. wie damit offenbar ganz absichtlich gespielt wird: Es ist herrlich zu beobachten wie Takumi, der Bassist (?) von Trapnest wiederholt zum Bösewicht aufläuft – nur um dieses Klischee aber gerade wenn man anfangen will ihn zu hassen eine Szene später wieder völlig in Frage zu stellen. Hier merkt man, dass sich die Macher der Strory wirklich ins Zeug gelegt haben und keine Kinderkramgeschichte abliefern wollten – was ihnen in meinen Augen über weite Strecken gelungen ist.

Schwächen: Ich weiß nicht wirklich ob man das Schwäche nennen kann, aber mir kommt es etwas spanisch vor, dass Hachiko-Nana auf der einen Seite eine völlig verpimpelte, naive und egozentrische Figur sein soll, auf der anderen Seite aber sehr erwachsen ihren Beziehungskram zu reflektieren weiß. In meinen Augen geht das nur schwer zusammen und macht den Charakter stellenweise unglaubwürdig. Aber vielleicht ist mein Menschenbild auch nur zu beschränkt oder negativ, wer weiß.
Ein zweiter Punkt der mir weitaus mehr Magenschmerzen bereitet: Ich weiß nicht ob es am Beauty-College-Sponsor liegt, aber NANA vermittelt durchgehend ein eher bedenkliches Bild davon, wie Mädchen/junge Frauen zu sein haben: vom Scheitel bis zur Sohle geschminkt mit quasi-magersüchtiger Figur, teuren Modeklamotten und Alk und Zigaretten bis zum Abwinken als Party- bzw. Coolness-Faktor. Als Kerl kann mir das eigentlich wurst sein, zumal sowas eine Standard-Krankheit von Animes ist, aber wenn Hachi ihre Familie besucht und sich gegenüber Nana dafür schämt, dass ihre Schwester zu fett ist, ist das dann doch etwas zu viel des Guten. Soweit ich weiß haben Mädchen heute schon genug Komplexe, da muss man nicht auch noch in Animes eine Ladung drauf packen.

Vielleicht noch zur Musik, die hier eine zentrale Rolle spielt: Es ist irgendwie ganz witzig zu sehen wie man hier angestrengt versucht hat, die "Punkrock"-Schiene mit Pop-Appeal zu versehen - so beginnen die meisten Songs mit rotzigen Gitarrenriffs, nur um sofort danach in eine durchrationalisierte Weichspülpop-Ballade zu münden, was im Zusammenhang mit den pösen Outfits von Ren, Nana und Nobu schon irgendwie unpassend ist. Insgesamt sind die Songs aber professionell und eingängig, und haben in der haarsträubenden Sinnlosigkeit der lyrics immerhin eine Gemeinsamkeit mit vielen Punksachen. Wer also mit Popmusik etwas anfangen kann findet hierin sicherlich eine sympathische Untermalung der Serie.

Alles in allem ist NANA sehr unterhaltsam, auch wenn es mit dem Druck auf die Tränendrüse manchmal übertrieben wird. Daneben gibt es aber auch viele sehr gute comical reliefs die sich nahtlos in die Handlung einpassen und niemals deplatziert wirken. Die Länge fand ich ok, es gab keine Folge die mir wirklich überflüssig oder langweilig erschien, und selbstverständlich bete ich zum großen Demon-Lord, dass er uns eine Fortsetzung schicken möge.

(rewatch-Faktor: sehr hoch)
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Avatar: ZeRaTuL#5
Anspruch:sehr viel
Action:wenig
Humor:mittel
Spannung:viel
Erotik:mittel
"Hey Nana. Do you remember the day we met?"

NANA erzählt die Geschichte zweier junger Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch in vielen Dingen gleichen, was schon bei ihrem Vornamen beginnt; eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, aber auch die harte Welt des Musikbusiness. Als Nana "Hachi" Komatsu, ein Mädchen aus einfachen bürgerlichen Verhältnissen, und Nana Osaki, eine Rockerbraut, wie man sie sich nur wünschen kann, im Zug nach Tokyo zufällig aufeinandertreffen und ein Gespräch zustande kommt, ahnen die beiden noch nicht, dass sie sich bald ein Apartment teilen werden. Während sich ihre Freundschaft vertieft und die beiden Bands "Blast" und "Trapnest" eine immer größere Rolle spielen, durchleben sie und ihre Freunde eine Geschichte voller Höhen und Tiefen des Lebens.

Die Story: NANA ist im Genre Drama/Romance angesiedelt und muss sich demzufolge mit Kalibern wie Kimi ga Nozomu Eien, Kanon oder Air messen, was eine schwere Aufgabe ist. Doch schafft es diese Serie? Von mir ein klares JA! NANA zeichnet sich durch einen unwahrscheinlich guten und mir sehr sympathischen Cast aus, der mich durch seine Nachvollziehbarkeit und Authentizität immer wieder überrascht hat. Keiner der Charaktere wird simpel schwarz-weiß gezeichnet - bestes Bespiel ist Takumi. Zwar benimmt er sich in vielen Situationen unwahrscheinlich egoistisch und wirkt wie ein absolut unverantwortlicher Mensch, der seine Berühmtheit ausnutzt, doch entpuppt er sich im Laufe der Zeit gleichzeitig als verantwortungsbewusst und bedacht. Und anstatt, dass Shouji einfach in der Versenkung verschwindet, nachdem er nicht mehr gebraucht wird, hat er bis zum Ende der Serie immer wieder Auftritte. In diesem Anime wird dargestellt, wie schwer es doch sein kann, im Leben die richtigen Entscheidungen für sich selbst und andere zu treffen und die Verantwortung dafür zu tragen, was jeder einzelne Chara am eigenen Leib zu spüren bekommt - ganz besonders unsere beiden Heldinnen, deren Freundschaft unter vielen Krisen zu leiden hat. Diese Realitätsnähe und Glaubwürdigkeit hat mir bisher bei vielen Serien gefehlt, ein großes Lob, so sehr hat mich noch nie ein Drama gefesselt!

Die Animation würde ich bei einer Länge von 47 Folgen als durchaus gelungen bezeichnen. Bedingt durch das Genre sind natürlich keine fulminaten Effektfeuerwerke zu erwarten und somit bin ich mit den Darstellungen zufrieden. Die Charaktergestaltung hat mir sehr gut gefallen, ebenso die immer wieder für Comedyeinlagen auf den Bildschirm gemalte Krakelschrift, die, wie häufig in Mangas benutzt, witzige Situationen kommentiert oder hervorruft. Einzig und allein die zahlreichen Konzerte und deren Anteil in den Openings hätte ich mir detailreicher gewünscht - Suzumiya Haruhi hat bewiesen, das es durchaus möglich ist einen Gitarrenriff oder Drums dynamisch und eindrucksvoll auf den Bildschirm zu bringen, da hatte ich mir mehr erhofft. Alles in allem aber dennoch: Gelungen.

Musikalisch hat NANA einiges zu bieten. Weil zwei Bands in dieser Serie eine große Rolle spielen, bekommt man ordentlichen Rock auf die Ohren - sowohl in den Openings als auch in der eigentlichen Serie. Die Endings sind eher ruhige Balladen und haben mir, genauso wie die OPs wahnsinnig gut gefallen, besser hätte es in meinen Augen nicht sein können. Der Intrumentalteil des Soundtracks setzt Genretypisch sehr auf Dramatik und hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ein weiteres großes Lob an die Musikuntermalung, hier ist sehr gute Arbeit geleistet worden, super!

Fazit: Ich hätte nie gedacht, dass es einen Anime gibt, der es schafft Kimi ga Nozomu Eien von meinem Dramathron zu verdrängen, aber NANA hat es geschafft. Kein Drama, kein Cast ist mir bisher so real vorgekommen und ans Herz gegangen wie dieser Anime. Hinzu kommt, dass die Geschichte um Nana und Hachi (ja, es wird viel mit Zahlen gespielt^^) schon allein durch ihre Musikuntermalung einen Stein bei mir im Brett hat. In meinen Augen ein Meisterwerk, das sich absolut zu Unrecht nicht in den Top 10 befindet. Für Dramafans: PFLICHT!
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