- Handlung
- Animation
- Figuren
- Musik
- Déjà-vu-Faktor
„Flame of Recca“ ist eine Anime-Serie aus dem Jahr 1997, die auf dem gleichnamigen Shōnen-Manga von Noboyuki Anzai basiert. Sie umfasst 42 Folgen und adaptiert die ersten 17 von 33 Bänden der Vorlage lebendig, mit viel Action, Dramatik und guter Laune. -
Inhalt:
Meine Meinung:
Ich habe die Serie Anfang der 2000er gesehen und war recht begeistert. Die Story ist spannend und flott erzählt und es kommen praktisch keinerlei Längen auf. Handwerklich ist die Farbpalette zwar ein wenig pastell-blass geraten, aber die Animationen für eine TV Produktion unglaublich qualitativ, fast auf OVA-Niveau, vor allem bei den äußerst spannenden Kämpfen im Turnier. Das Ganze ist dazu noch von Hand auf Cels animiert, ohne digitale Kolorierung oder CGI-Effekte zu beinhalten. Chapeau!
Parallelen zu „Yu Yu Hakusho“:
Allerdings habe ich kurz nach „Flame of Recca“ dann seinerzeit die etwas ältere (und weit erfolgreichere) Serie „Yu Yu Hakusho“ gesehen; ebenfalls animiert von Studio Pierrot unter der Regie von Noriyuki Abe. Und das sind tatsächlich nicht die einzigen Parallelen zwischen beiden Serien. Nein, denn nach einer Weile drängte sich mir das Gefühl auf, dass es sich bei „Flame of Recca“ um ein ziemlich dreistes Rip-Off handelt, in dem der „Skin“ lediglich auf Ninja-Mythologie gedreht wurde.
Die Ähnlichkeiten fand ich dabei so verblüffend dass ich sie nicht mehr auf typische Shōnen-Klischees zurückführen kann. Beispielsweise hat fast jede Figur aus „Flame of Recca“ ein klar erkennbares Gegenstück in „Yu Yu Hakusho“. Recca selbst spiegelt Yusuke Urameshi wider, Domon erinnert stark an Kuwabara, Tokiya an Kurama und Kaoru an Hiei. Selbst die „Sidekicks“ und Heilungsfiguren wie Yanagi lassen sich problemlos auf Botan oder Keiko übertragen.
Doch nicht nur die Figuren gleichen sich, auch die Struktur der Handlung finde ich nahezu identisch. Es gibt einen Trainings-Arc, eine Rettungsmission, dann das zentrale Turnier, bei dem die Teams in fünf-gegen-fünf-Duellen gegeneinander antreten und jeder Kämpfer eine klar definierte Rolle einnimmt, vom Brute-Force-Typ über den Techniker bis zum dunklen Rivalen, der zum persönlichen Erzfeind des Helden wird.
Am deutlichsten wurde mir die Kopie im Turnier selbst. Die Gegnerteams spiegeln exakt die Teams aus dem Dark Tournament von „Yu Yu Hakusho“ Ein Team mit Gimmick-Kämpfern zu Beginn, ein technisches oder wissenschaftlich manipuliertes Team, ein Ninja-Team, ein monsterhaftes Team und schließlich der Endgegner, der eine persönliche Verbindung zum Helden hat.
Sogar das Motiv des Wissenschaftlers, der seine Kämpfer manipuliert, findet sich in beiden Serien; im FoR-Turnier übernimmt Genjuro dieselbe Funktion wie Dr. Ichigaki in YYH. Kurios!
Das alles ist so nah am Original, dass ich „Flame of Recca“ kaum noch als eigenständige Serie sehen kann; der Ninja-Mythos ist im Grunde nur ein äußerlicher Anstrich auf ein bereits etabliertes Erfolgsrezept.
Das bedeutet allerdings nicht, dass mir „Flame of Recca“ keinen Spass gemacht hätte. Im Gegenteil hatte ich die Serie innerhalb einer Woche damals weggeatmet, hoffte nach dem etwas offenen Ende auf mehr, aber die Serie wurde weder fortgesetzt geschweige denn mit einem Remake beehrt. Schade eigentlich.
Fazit:
„Flame of Recca“ bleibt somit ein temporeicher, actiongeladener Shōnen-Anime mit spannendem Storytelling und beeindruckender, handgezeichneter Animation; gerade die Turnier-Kämpfe sind ein echter Hingucker. In Sachen Originalität muss der Zuschauer jedoch Abstriche machen. Die Parallelen zu „Yu Yu Hakusho“ sind unverkennbar, die Figuren und Storystrukturen stark angelehnt. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt aber eine kurzweilige, unterhaltsame Serie, die sich (fast)an einem Stück verschlingen lässt. Für Fans klassischer Shōnen-Turnier-Action definitiv sehenswert.
Inhalt:
Recca Hanabishi ist ein Teenager, der total auf Ninjas steht, so sehr, dass er jedem erzählt, wer ihn im Kampf besiegt, bekommt ihn als persönlichen Ninja-Sidekick. Logisch, dass er dadurch ständig in Schlägereien gerät. Dann trifft er Yanagi, ein Mädchen, das jede Verletzung heilen kann, und schwupps schwört Recca ihr Treue und wird ihr Bodyguard.
Nun wirds richtig interessant. Recca entdeckt, dass er selbst die Macht hat, Feuer zu kontrollieren. Und noch besser, er ist der Sohn eines alten Ninja-Clans, der vor 400 Jahren von Oda Nobunaga ausgelöscht wurde. Die Hokage-Ninjas hatten magische Waffen, die madōgu, die übersinnliche Kräfte verleihen, Wind, Tempo, Stärke, das volle Paket eben.
Natürlich taucht auch der Bösewicht Kōran Mori auf, der ewig leben will und deshalb Yanagi entführen will. Recca und seine Freunde geraten mitten in den Ura Butō Satsujin, ein Turnier, bei dem alle, die diese magischen Waffen benutzen, gegeneinander kämpfen. Wer wird siegen?
Nun wirds richtig interessant. Recca entdeckt, dass er selbst die Macht hat, Feuer zu kontrollieren. Und noch besser, er ist der Sohn eines alten Ninja-Clans, der vor 400 Jahren von Oda Nobunaga ausgelöscht wurde. Die Hokage-Ninjas hatten magische Waffen, die madōgu, die übersinnliche Kräfte verleihen, Wind, Tempo, Stärke, das volle Paket eben.
Natürlich taucht auch der Bösewicht Kōran Mori auf, der ewig leben will und deshalb Yanagi entführen will. Recca und seine Freunde geraten mitten in den Ura Butō Satsujin, ein Turnier, bei dem alle, die diese magischen Waffen benutzen, gegeneinander kämpfen. Wer wird siegen?
Meine Meinung:
Ich habe die Serie Anfang der 2000er gesehen und war recht begeistert. Die Story ist spannend und flott erzählt und es kommen praktisch keinerlei Längen auf. Handwerklich ist die Farbpalette zwar ein wenig pastell-blass geraten, aber die Animationen für eine TV Produktion unglaublich qualitativ, fast auf OVA-Niveau, vor allem bei den äußerst spannenden Kämpfen im Turnier. Das Ganze ist dazu noch von Hand auf Cels animiert, ohne digitale Kolorierung oder CGI-Effekte zu beinhalten. Chapeau!
Parallelen zu „Yu Yu Hakusho“:
Allerdings habe ich kurz nach „Flame of Recca“ dann seinerzeit die etwas ältere (und weit erfolgreichere) Serie „Yu Yu Hakusho“ gesehen; ebenfalls animiert von Studio Pierrot unter der Regie von Noriyuki Abe. Und das sind tatsächlich nicht die einzigen Parallelen zwischen beiden Serien. Nein, denn nach einer Weile drängte sich mir das Gefühl auf, dass es sich bei „Flame of Recca“ um ein ziemlich dreistes Rip-Off handelt, in dem der „Skin“ lediglich auf Ninja-Mythologie gedreht wurde.
Die Ähnlichkeiten fand ich dabei so verblüffend dass ich sie nicht mehr auf typische Shōnen-Klischees zurückführen kann. Beispielsweise hat fast jede Figur aus „Flame of Recca“ ein klar erkennbares Gegenstück in „Yu Yu Hakusho“. Recca selbst spiegelt Yusuke Urameshi wider, Domon erinnert stark an Kuwabara, Tokiya an Kurama und Kaoru an Hiei. Selbst die „Sidekicks“ und Heilungsfiguren wie Yanagi lassen sich problemlos auf Botan oder Keiko übertragen.
Doch nicht nur die Figuren gleichen sich, auch die Struktur der Handlung finde ich nahezu identisch. Es gibt einen Trainings-Arc, eine Rettungsmission, dann das zentrale Turnier, bei dem die Teams in fünf-gegen-fünf-Duellen gegeneinander antreten und jeder Kämpfer eine klar definierte Rolle einnimmt, vom Brute-Force-Typ über den Techniker bis zum dunklen Rivalen, der zum persönlichen Erzfeind des Helden wird.
Am deutlichsten wurde mir die Kopie im Turnier selbst. Die Gegnerteams spiegeln exakt die Teams aus dem Dark Tournament von „Yu Yu Hakusho“ Ein Team mit Gimmick-Kämpfern zu Beginn, ein technisches oder wissenschaftlich manipuliertes Team, ein Ninja-Team, ein monsterhaftes Team und schließlich der Endgegner, der eine persönliche Verbindung zum Helden hat.
Sogar das Motiv des Wissenschaftlers, der seine Kämpfer manipuliert, findet sich in beiden Serien; im FoR-Turnier übernimmt Genjuro dieselbe Funktion wie Dr. Ichigaki in YYH. Kurios!
Das alles ist so nah am Original, dass ich „Flame of Recca“ kaum noch als eigenständige Serie sehen kann; der Ninja-Mythos ist im Grunde nur ein äußerlicher Anstrich auf ein bereits etabliertes Erfolgsrezept.
Das bedeutet allerdings nicht, dass mir „Flame of Recca“ keinen Spass gemacht hätte. Im Gegenteil hatte ich die Serie innerhalb einer Woche damals weggeatmet, hoffte nach dem etwas offenen Ende auf mehr, aber die Serie wurde weder fortgesetzt geschweige denn mit einem Remake beehrt. Schade eigentlich.
Fazit:
„Flame of Recca“ bleibt somit ein temporeicher, actiongeladener Shōnen-Anime mit spannendem Storytelling und beeindruckender, handgezeichneter Animation; gerade die Turnier-Kämpfe sind ein echter Hingucker. In Sachen Originalität muss der Zuschauer jedoch Abstriche machen. Die Parallelen zu „Yu Yu Hakusho“ sind unverkennbar, die Figuren und Storystrukturen stark angelehnt. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt aber eine kurzweilige, unterhaltsame Serie, die sich (fast)an einem Stück verschlingen lässt. Für Fans klassischer Shōnen-Turnier-Action definitiv sehenswert.
Beitrag wurde zuletzt am 01.09.2025 12:23 geändert.
