Neon Genesis Evangelion: The End of Evangelion (Anime)Shinseiki Evangelion Gekijouban: The End of Evangelion / 新世紀エヴァンゲリオン劇場版 The End of Evangelion

  • TypFilm
  • Episoden1 (~)
  • Veröffentlicht19. Jul 1997
  • HauptgenresActiondrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Neon Genesis Evangelion: The End of Evangelion
Ein alternatives Ende der TV-Serie, das die Episoden 25 und 26 durch einen Film ersetzt, welcher nun eine Reihe von Antworten auf Fragen gibt, welche in der Serie offen gelassen wurden: Was wird nun geschehen, da der letzte Engel besiegt wurde und NERV seinen Zweck verloren hat, aber nach wie vor die Kontrolle über zwei EVAs besitzt, mit denen man die Welt zerstören könnte? Wird SEELE es dulden, dass Ikari Gendou sein eigenes Szenario im Third Impact umzusetzen versucht? Und worum ging es eigentlich in der ganzen Geschichte?
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
End of Evangelion liefert das, was der Serie gefehlt hat: ein Ende. Deshalb kann man es eigentlich als Fixbestandteil von NGE sehen, denn ohne diesen Film wird man storymäßig dort schlussendlich etwas in der Luft hängen gelassen. Allerdings würde ich den Film nicht als Alternativerzählung der letzten beiden Folgen sehen, sondern eher als Ergänzung.

Die erste Hälfte des Films liefert einem die wahrscheinlich beeindruckendsten Actionszenen der ganzen Serie. Perfekt inszeniert ist etwa der Kampf Asukas gegen die Angels, der sicherlich eines der Highlights darstellt. In der zweiten Hälfte geht es dann wieder hin zum Stil der letzten Folgen der Serie, sprich es wird ruhiger und philosophischer, was wahrscheinlich einigen Leuten weniger gefallen wird. Bezüglich Charakterentwicklung kann man hier wieder keinerlei Schwächen feststellen. Asukas und Shinjis innere Konflikte und Verzweiflungen sind eine Freude mitanzusehen und bestätigen nur abermals, dass Neon Genesis Evangelion in diesem Punkt noch immer der Spitzenvertreter ist. Aber auch die Nebencharaktere werden nicht vergessen und man bekommt noch einen tieferen Einblick in deren Persönlichkeit.

Das Ende:
Der Film liefert Einblicke in das weitere Schicksal von NERV und den Hauptpersonen, aber es wäre nicht NGE, wenn man hier einen konventionellen Abschluss präsentiert bekommen würde. Wer sich bei einem Anime keinerlei Gedanken darüber machen will, wird hier wieder entäuscht, doch gibt es für die anderen ein mit etwas Denkleistung nachvollziehbares Ende.

Fazit:
Ein absolutes Muss für jeden, der die Serie gesehen hat und auf ein Ende wartet. Bezüglich Action und Charaktere bekommt man hier wieder die ganzen Stärken von NGE präsentiert.
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Avatar: Gendo#2
Alternatives Ende für Neon Genesis Evangelion mit guten Animationen und toller Musik. Man macht es dem Zuschauer aber nicht gerade einfach den Film und insbesondere das Ende des Films zu verstehen.


Review:
End of Evangelion ist ein alternatives Ende für die Serie Neon Genesis Evangelion. Dabei ersetzt End of Evangelion die beiden letzten Episoden (25 und 26) der Serie. Während das reguläre Ende der Serie in einen sehr eigenwilligen Stil gehalten ist, scheint End of Evangelion zunächst leichter zugänglich zu sein. Gerade in der ersten Hälfte des Films wird mehr auf "Action" gesetzt und während sich das ursprüngliche Ende hauptsächlich mit Worten befasst, arbeitet man hier mit "Bildgewalt". Dabei setzt End of Evangelion auf beeindruckende und auch verstörende Bilder, im zweiten Teil des Films aber auch auf völlig unscheinbare Dinge. Die zweite Hälfte des Films erinnert stark an das ursprüngliche Ende und man macht es den Zuschauer nicht wirklich einfach das Ende zu verstehen. Aber gerade die zweite Hälfte des Films kann mit einigen wirklich tollen Szenen überzeugen.

Die Charaktere und auch das Charakteredesign ist bereits aus "Evangelion" bekannt, deshalb gibt es hier auch nichts zu bemängeln. Wie bereits im Review zu "Evangelion" geschrieben, sind die Charaktere ziemlich interessant. Während in der ersten Hälfte des Films Shinji eher im Hintergrund steht, erlebt man in der zweiten Hälfte die Geschehnisse fast nur aus der Sicht von Shinji. Gegen Ende des Films findet bei den Hauptcharakteren eine interessante aber relativ unscheinbare charakterliche Entwicklung statt.

Die Animationen für End of Evangelion wurden großteils von "Production I.G" produziert und sind sehr gut gelungen. Insbesondere können die "Action"-Szenen mit den Evangelions überzeugen. Die Hintergrundzeichnungen sind gelungen, wenn auch End of Evangelion der falsche Film ist um mit solchen Dingen wirklich zu beeindrucken, da es an vielen Stellen im Hintergrund einfach nicht viel zu sehen gibt.

Die Musikuntermalung gefiel mir ausgezeichnet. Vor allem die eingesetzten klassischen Stücke (Bachs "Air" und "Jesu bleibet meine Freude"), aber auch das neu geschriebene Lied "Komm süßer Tod" gefiel mir sehr gut.

Wer glaubt das in End of Evangelion endlich alle Zusammenhänge der Reihe nach erklärt werden, sollte gewarnt sein, denn auch dieser Film hat keine endgültigen Antworten auf alle Fragen, die in der Serie aufgeworfen werden. Bei einigen eingefleischten "Evangelion"-Fans hat der Film einen schlechteren Ruf, da man ihn nur auf Wunsch der Fans produziert hätte. Dieser schlechte Ruf wird dem Film aber wirklich nicht gerecht, denn es zeigt sich doch relativ schnell, dass man sich bei der Produktion des Films genauso viel Mühe gegeben hat wie bei der Produktion der TV Serie. Man sollte sich als Zuschauer einfach darüber freuen zwei verschiedene Varianten zur Auswahl zu haben.
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Avatar: DevilsPlaything#3
Zuweilen muss ich mich echt fragen, welche komischen Mythen durch die Animewelt geistern. So auch mit diesem Film, den Viele für ein alternatives Ende der Serie halten. Doch dabei ist es unmissverständlich klar, dass erst dieser großartige Film das brilliante Finale von Neon Genesis Evangelion darstellt. Ich kann nur vermuten, dass dieses Missverständnis auf einen sehr kurzen Kommentar von HIDEAKI ANNO zurückgeht, in welchem er den Leuten dankt, die ihn zu dem „neuen“ Ende inspiriert haben. Recherchen ergaben allerdings, dass jenes „neue“ Ende auch das wirklich zuerst geplante Ende der Neon Genesis Evangelion-Saga war. Nur konnte HIDEAKI ANNO seine Vorstellungen damals nicht in der einer Serie verwirklichen, weswegen er einen anderen Ausgang der Geschichte vorzog. Aber glücklicherweise war die Serie so erfolgreich, dass man sich von Seiten der Produzenten aus entschied, tatsächlich noch einen Kinofilm zu produzieren, wo HIDEAKI ANNO nun auch seine ursprünglichen Visionen Anime-Wirklichkeit werden lassen konnte. Und schließlich bekam dann der Film dann auch den bezeichnenden Titel Neon Genesis Evangelion – The End Of Evangelion. Aus vertraglichen Gründen wurden dann aber trotzdem noch zwei Folgen produziert, um die Staffel komplett zu machen, was allerdings die miese Qualität dieser beiden letzten Episoden der Serie nicht entschuldigt. Näheres hierzu aber in meiner Review zur Serie.
Um die Zeit bis zum Release von Neon Genesis Evangelion – The End Of Evangelion ein wenig zu überbrücken, kam mit dem ersten Film Neon Genesis Evangelion – Death & Rebirth ein eher unbedeutender Zusammenschnitt der Serie heraus, lediglich für`s Kino aufbereitet. Deswegen möchte ich an dieser Stelle bitten zu verzeihen, denn ich erspare mir deswegen eine Review hierzu. Stattdessen verweise ich nun an den Kommentar von Gendo, der die Verhältnisse in Neon Genesis Evangelion – Death & Rebirth gut darstellt; und was es mir ermöglicht, gleich zum grandiosen Höhepunkt der Franchise zu kommen.

Schon bei der Story merkt man, dass es sich eigentlich um Zwei Folgen der Serie handelt, denn die Handlung des Films setzt genau ab Ende der 24. Episode der Serie an. Die ganzen Fäden die in der Serie gelegt wurde laufen hier kunstvoll und teilweise besonders actionreich zusammen und fast alle offenen Fragen werden endlich beantwortet. Dass es sich eigentlich um Zwei Folgen der Serie handelt, kann man auch sehr schön daran sehen, dass jede dieser Folgen innerhalb des Filmes einen eigenen Abspann hat, die sich auch in der Optik unterscheiden. Es gibt jedoch keine Openings, sondern immer nur ein (sehr) kurzes Intro. Und schließlich ist in der Kapitelwahl der DVD auch von den Episoden 25 (Air) und 26 (Sincerely Yours) zu lesen.
Auch inhaltlich sind diese beide Episoden deutlich getrennt, denn während die erste Hälfte des Film bzw. zuerst laufende Folge noch verhältnismäßig irdisch und bodenständig ist, ist der nachfolgende Rest von ziemlich mythologischer und theologischer Bedeutung. Wer nun also glaubt, dass es hier durchgehend frei von symbolisierten und frei interpretierbaren Bildern bleibt, der täuscht sich natürlich. Aber mehr sei hier nicht verraten. Dabei sei aber betont, dass es im Gegensatz zur Serie hier doch schon den ganzen Film hindurch ziemlich flott und ohne Kompromisse zugeht, was den Streifen doch sehr unterhaltsam spannend macht. Unterbrochen wird das Ganze nur eben vom jeweiligen Abspann. Das kann man durchaus zwiespältig auffassen. Natürlich es auf der einen Seite störend, wenn der Film plötzlich davon unterbrochen wird, andererseits macht dies aufgrund der inhaltlichen und atmosphärischen Trennung durchaus Sinn. Es muss nun also jeder für sich selbst herausfinden, ob das nun gut oder schlecht ist.

Auch bei den den Charakteren gibt es keine Kompromisse mehr. Jeder der Protagonisten hat einen psychischen Schaden, der in der Serie ausführlich dargestellt wurde. Auffällig ist hierbei, dass es sich um schwere Probleme handelt, die aus unserer realen Welt leider allzugut bekannt sind. Was die Lage für unsere Charaktere nun ein wenig aussergewöhnlich macht und verschlimmert, sind die äußeren Umstände eines göttlichen Konfliktes. Und wo hingegen die Serie die Analyse psychischer Probleme war, fungiert der Film als gnadenlose Schocktherapie, denn hier müssen sich die Charaktere ihren Problemen stellen. Ob sie wollen oder nicht. Sie werden also dazu gezwungen. Und da der Film in dieser Hinsicht auf Realismus setzt sind ihre Reaktionen sind unter diesem Druck sehr menschlich und von keiner übertriebenen Bösartigkeit bzw. Heroismus geprägt. Einige machen Fehler, Manche brechen zusammen, Andere stellen sich ihrer Angst und überwinden sich, doch ihre Aufgaben zu erfüllen, während ein Teil wiederum stur seiner Pflicht nachkommt. Wie sich welcher Charakter aber verhalten wird, bleibt dem Zuschauer zunächst ebenso verborgen, was zusätzlich noch Spannung erzeugt.

Auch in der Atmosphäre lässt sich eine durchgehende Trennung beobachten, obwohl wie gesagt der Film durchgehend schnell voranschreitet. Jeder der die Serie gesehen hat, weiß dass gegen Ende der Selbigen eine Konfrontation unausweichlich ist und unmittelbar bevorsteht. Und genau diese Konfrontation zeigt der Film. Action ist also angesagt und die hat es hier wahrlich in sich. Hier scheppert es zunächst an allen Ecken und Ende. Feuer und Explosionen sind dank exzessivem Waffeneinsatz dabei ebenso präsent, wie die Fights zwischen den gigantischen EVAs. Das Maß an Zerstörung ist im wahrsten Sinne des Wortes apokalyptisch. Und tatsächlich kommt auch so Etwas wie Endzeitstimmung auf, wobei das hier gezeigte mehr dem Ragnarök entspricht; der Götterdämmerung. Das ist die letzte Schlacht der Götter, bei dem Alles ein Ende hat oder von Neuem beginnen kann. Und klar, das geht auch nicht ohne Verluste. Beim Ragnarök nicht, wie auch in diesem Film nicht. In diesem Sinne wird es stellenweise auch traurig, aber auch blutig. Und darum spiegelt der Film auch einen unwiderlegbaren Vergleich zwischen den Endzeitgeschichten der verschiedensten Religionen wieder, ohne sich dabei aber eindeutig auf eine konkrete Version festzulegen. Die zweite Hälfte des Films sprüht deswegen nur so vor lauter Mystik und ergießt sich in atemberaubenden Bildern, wobei es nicht weniger actionreich zur Sache geht. Allerdings ohne Zerstörung und Gewalt, dafür sehr vielschichtig und im wahrsten Sinne des Wortes sehr bunt.

Die Animationen unterstreichen die vorangegangen Aspekte mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Und das schließt natürlich den bereits beschrieben Trick ein, schlichte und einfache Charakterzeichnung zu zeigen, während ein aussergewöhnlich dichter Detailreichtum in den EVA- und Actionszenen zu bewundern ist. Was zur Folge hat, dass dem Zuschauer die Größenverhältnisse zwischen EVA, Engeln und Mensch viel besser zugänglich sind. Was hier den großen Unterschied zur Serie markiert, ist die kinogerechte Umsetzung. Die Hintergründe sind noch um ein Vielfaches besser und während die Movements in der Serie anfangs noch ein wenig gestockt haben, fließen sie hier wie Öl. Das Charakterdesign wurde natürlich nicht verändert, sondern ist lediglich ein wenig differenzierter; ebenso wie Mimik und Gestik der Protagonisten. Neu jedoch ist zahlreiche Einsatz moderner Computertechnik, die sich Cel-Shading sei Dank problemlos in die Animationen einfügt und in der ersten Hälfte des Filmes nur schwerlich auszumachen ist, was schon allein für das hohe technische Niveau spricht. In der zweiten Hälfte dagegen schon mehr. Stören tut dies allerdings auch nicht. Viel mehr entfesseln sie zusammen mit der gewöhnlichen Animationstechnik einen einzigartigen Bilderrausch, den man so im Kino bisher noch nie gesehen hatte und bis heute nicht übertroffen wurde. Gegen Ende des Films wurden sogar Realaufnahmen eingebaut.

Der Sound dröhnt entsprechend dem Kampfgetöse auch mit voller Wucht aus den Boxen, was natürlich gegen eine große Geräuschvielfalt auswirkt. Ehrlich gesagt ist das hier aber auch nicht nötig und die Vertonungen die man zu hören kriegt sind allesamt auf sehr hohem Niveau.
Die Musik ist nun wesentlich einseitiger als in der Serie. Beispielsweise wurden die Pop-Elemente rigoros gestrichen. Lediglich das Ending der beiden Folgen – zwar ein anderes Lied als in der Serie, aber trotzdem Jazz – wurde gegenüber der Serie ein wenig mit Orgelsounds und sanften Snaredrums aufgepeppt, damit es ein Bißchen poppiger klingt. Den Großteil der Score machen klassische Arrangements aus, die fast gänzlich auf das Konto von SHIROU SAGISU gehen. Manchmal bestehend aus großmütigen Trompeten und starker Posaune und an einigen Stellen gezeichnet nur von wunderschön solistischen Klavierklängen. Wie vielseitig diese Mann auch ist, beweist er auch mit dem Titeltrack Komm, süßer Tod, der hier von ARIANNE gesungen wird. Ehrlichweiße hört sich die Melodie aber auch teilweise verdächtig stark nach Knockin` on heaven`s door an. Unterstützt wird die großartige Filmmusik von SHIROU SAGISU ausserdem noch von JOHANN SEBASTIAN BACH und seinem Choral Jesu, bleibet meine Freunde, der auch in die Thematik des Films passt.
Zu guter Letzt wurden noch für die Synchronisation die selben Sprecher engagiert wie in der Serie, so dass auch hier ein einheitliches Audiobild bestehen bleibt.

Fazit: Für jeden Fan der Serie ist dieser Film Pflicht, bekam doch erst hier die Saga ihr krönendes Finale. Hier wird dem Zuschauer ein sehr spannender und actionreicher Film auch auf hohem technischen Niveau dar geboten, ohne dass jedoch die Mysthik der Franchise weder untergraben noch überboten wird. Inklusive neuer Fragen und gewaltiger Bildsymbolik. Mussten sich die Fans früher noch gedulden, so können es wir uns im Blue-Ray-Zeitalter leicht machen und nach Ende von Folge 24 der Serie gleich zum Kinofilm Neon Genesis Evangelion – The End Of Evangelion übergehen, was ich nur wärmstens empfehlen kann. Und das macht auch wesentlich mehr Sinn, wenn man sich den Handlungsverlauf betrachtet.
Wer sich jedoch wirklich für eine alternative Version der Serie bzw. der beiden Kinofilme interessiert – jedenfalls war es so angekündigt – für den gibt es eine 4-teilige Kinoreihe, deren erster Film Rebuild Of Evangelion 1.01 – You Are [Not] Alone im Jahre 2007 erschien und deren 2. Teil Rebuild Of Evangelion 2.0 - You Can [Not] Advance erst im Juli 2009 in den japanischen Kinos anlief.
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Avatar: Noa
V.I.P.
#4
The End of Evangelion ist in jeder Hinsicht ein Meisterwerk: Es handelt sich hier um einen ungewöhnlichen und extrem originellen Film, dessen bildgewaltige Erscheinung jenseits des konventionellen Anime liegt. Die Bilder erfolgen mitunter extrem rasant und die Stimmen der Protagonisten überschlagen sich oftmals, sodass es ab und an einige Nerven kostet, dem Geschehnis zu folgen.

Der Kampf Asukas gegen die EVA-Serie zeugt von denkwürdiger Spannung, das überraschende und brutale Ende dieses Kampfes hat vermutlich den ein oder anderen Zuschauer entsetzt. Die Brutalität des Gesamten hält sich trotz allem noch weitestgehend in Grenzen.

Der auf lange Sicht weitaus verstörende Teil beginnt erst in der zweiten Hälfte des Films. Die Handlungsweise und die Erzählstruktur driften nunmehr ins metaphorische und surrealistische ab. Manchen Zuschauern mag der fortwährende Prozess als drogeninspirierter Traum vorkommen, doch sowohl Rahmen- als auch Hintergrundhandlung sind rein philosophisch und dementsprechend faktisch. So erfährt der Zuschauer alles über die Emanationstheorie in Verbindung mit dem Sephiroth (Baum des Lebens), ausgehend von der lurianischen Kabbala. Der religiöse Hintergrund bleibt insofern auch nicht vernachlässigt. Anfang und Ende, Entstehung und Vernichtung des Menschen werden (exemplarisch an der Apokalypse) als eins beschrieben und das Ende der Welt tritt für jeden Menschen individuell auf.
Zum hundertprozentigen Verständnis des erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Hintergrundes, dessen Basiskonzept eben nur angerissen und keineswegs näher erläutert wird, setzt Hideaki Anno eine fortgeschrittene Kenntnis im Bereich Metaphysik und Erkenntnistheorie voraus, der Zuschauer sollte an philosophischen Modellen aller Art, sowie an Religionswissenschaft und Psychologie ein großes Interesse besitzen, ansonsten wird er nichts verstehen und sollte sich lieber von der Serie und vor allem aber auch von The End of Evangelion distanzieren.

Die bereits angesprochenen psychologischen Aspekte, die bereits im regulären Ende der Serie zum Einsatz kamen, werden gegen Ende des Filmes in einem Artilleriefeuer auf den Zuschauer losgelassen. Shinji, dessen Psyche nicht nur labilisiert, sondern im Laufe der Emanation und der Assimilation von Rei/Lilith gänzlich zerstört wird, findet sich im Zuge des von einem ziemlich morbiden Song begleiteten Höhepunktes in einer Art Selbsterkenntnis wieder, während der ihm die Rolle als individueller Entscheider über die eigene, persönliche Welt und Wirklichkeit offenbart wird. Zunächst unverstanden und von Distanzierung zu anderen Menschen geleitet, entscheidet Shinji sich für eine Welt, in der alles eins ist, bzw., es wird ihm gesagt, dies sei die Welt, die er sich gewünscht hatte, doch im Anschluss daran revidiert Shinji diese einsame Wirklichkeit und kehrt, begleitet von der Stimme seiner Mutter, in die "Realität" zurück. Dass darauffolgende Ende lässt sicher den ein oder anderen Zuschauer unbefriedigt, doch ich als subjektives Individuum kann versprechen, dass auch dem normalen Animefan bei voller Konzentration und entsprechendem Hintergrundwissen ein individuell ausfallendes Ende begegnen wird, da ein eindeutiger Abschluss von The End of Evangelion nicht gegeben ist, man aber seine persönliche Antwort durchaus finden kann.

Der Film an sich lohnt sich allemal, es ist mitunter einfach unglaublich, was dort auf dem Fernsehbildschirm vor sich geht, ich garantiere, man hat ein solches Meisterwerk in dieser Form noch nirgends zuvor gesehen. The End of Evangelion führt den Zuschauer in eine Welt, in der das Erlebte Realität und Illusion zugleich ist, in der sowohl Protagonist als auch Zuschauer mit Psyhologie und Philosophie bombardiert werden und in der die Apokalypse als wunderschöner Alptraum erscheint. Ein hochintelligenter, knallharter, bahnbrechender Film. This is Art!
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Avatar: Deeleres#5
Anspruch:sehr viel
Action:viel
Humor:nichts
Spannung:viel
Erotik:wenig
Was dem einen das „Alternative Ende“ ist, ist dem anderen das „Erweiterte Ende“ — die ganze Serie war schon ein streitbares Interpretationsdesaster und dieser Film hat dem die Krone aufgesetzt.

End of Evangelion ist ein Film, der von Anfang bis Ende schwer zu verstehen ist — ohne Vorkenntnis der Materie praktisch gar nicht. Im Grunde liefert er den Fans das, was sie nach dem Ende der Serie haben wollten: Antworten und Ereignisse, die die Serie nicht liefert. Aber die Macher dieses Films machen es dem Zuschauer nicht einfach, diese auch zu finden.



Detailreich in Wort und Bild


Wem ist es aufgefallen? Die E-Mail im Film an Hideaki Anno in der steht „Ich töte dich!“ und schockierende dreißig Minuten vorher die schwerverletzte Asuka, die den selben japanischen Wortlaut der EVA-Serie mehrfach entgegenbringt? Mein alter Kunstgeschichte-Professor würde dieses wahrscheinlich folgend anmerken: „Was wollte uns der Schöpfer damit sagen?“

Das ist nur eines von vielen verstreuten Details, die den ganzen Film einnehmen — das alles in ihrer Anzahl nicht zu knapp. Daraus folgten die vielen ausdiskutierten Bedeutungen der Zuschauer, die sich im Endeffekt auf die drei Gruppen der Pessimisten, der Optimisten und der Realisten definieren lassen können. Der Zuschauer entscheidet dabei nicht selbst, wozu er gehört, eher wird er Anhand seiner Bedeutungserklärung sich selbst einordnen — ob er das auch erkennt, ist jedem durch sein eigenes Selbstbewusstsein oder auch seiner Selbstüberschätzung überlassen.

Das klingt nach einer von mir erbrachten Verurteilung aller Evangelion-Zuschauer — aber man merkt sehr schnell, dass dieser Film sehr grausam ist. Je nach persönlicher Sichtweise vernichtet er alle Hoffnung, es bleibt Hoffnung oder vernichtet alte Hoffnung und ersetzt sie durch eine Neue. Doch der Weg dorthin ist blutig und teilweise sehr brutal — stellenweise wird sogar der größte Optimist alle Hoffnung verlieren, wenn er Details erkennt, wie feindliche Soldaten zunächst Asukas Erwachen überleben, dann aber von der EVA-Serie sinnlos platt getrampelt werden. Irgendwo sollte man noch einen Funken Menschlichkeit behalten.

Dieser Film ist nicht lustig — alles Andere, nur das ist er nicht. Was diesen Film wertvoll macht, ist die Tatsache, dass er die Erwartungen der Zuschauer überstrapaziert. Die Fans wollten ein Finale, das sie verstehen können — sie haben eines bekommen, wo es noch schwerer ist. Hideaki Anno hat es geschafft, das selbe Brett den Zuschauern, der der Serie und dieses Films, zweimal vor den Kopf zu schlagen. Bevor man das merkt, ist der Film nur Gut oder nur Schlecht.


Das deutsche Ende von Evangelion


Wenn man etwas lobt, mit meinen eigenen Worten „Ich finde diesen Film besser als die gesamte Serie!“ — dem aufmerksame Kommentarleser wird auffallen, dass ich End of Evangelion etwas schlechter bewertet habe als die Serie. Kunstgeschichte-Professor: „Warum hat der Kommentator das getan?“

„Mir ist schlecht.“

Wer in der Deutschen bzw. Englischen Synchronisation und deren Bedeutungsbetonung von Asukas letzten Worten Erkenntnisse gewinnen möchte ist selber Schuld. Das noch ernsthaft zu kommentieren, fällt mir wirklich schwer.

„Oh bitte, gebt dem armen Kind eine Tablette, ein Rennie oder ein Magenbitter!“


Die deutsche Dialogregie der Filme ist stellenweise besser als in der Serie. Im Vergleich zu Death+Rebirth und der entsprechenden Szenen in der Serie fällt dieser Unterschied sehr gut auf — das ändert aber nichts in der Tatsache, dass ich den Vorgängerfilm für total überflüssig halte, geschweige an der Bildqualität der DVD von Panini nichts abgewinnen kann. Tatsächlich habe ich Death+Rebirth mit einem Halben Stern bewertet, und diesen hat er nur wegen der sehr guten deutschen Synchronisation verdient. Während End of Evangelion in der deutschen DVD-Fassung eine ähnlich schlechte Bildqualität hat wie D+R und es mich dort sehr verärgert hat, hatte ich mich hier bereits — schlicht und einfach — schon damit abgefunden.

Dennoch wurde hier aus meinem Blickwinkel an mindestens zwei entscheidenden Stellen im Film, besonders im allerletzten Satz, unnötigerweise Fehler im Tonfall gemacht, die nicht hätten sein dürfen — aber um das beurteilen zu können muss man den japanischen Originalton kennen.


Einordnung zur Serie


Wie in der Einleitung von mir angemerkt wurde ist es eine Streitfrage. Was dem einen das „Alternative Ende“ ist, ist dem anderen das „Erweiterte Ende“. Ich stelle Ersteres bewusst in Frage, da sich aus meinem Blickwinkel eine kopierte Meinung etabliert hat, die sich auf der Aussage der Macher begründet — und dieser wird allem Ernstes Glauben geschenkt, obwohl man sich selbst diesen Film angesehen hat?

Es gibt einen Grund, warum man dieses wirklich nicht tun sollte: Es schränkt die Interpretationsmöglichkeiten sehr stark ein. Jemand der die Serie bis zum Ende gesehen hat, hat auch mitbekommen, dass es eine Hoffnung auf Erlösung gab. Diesen Film dann mit dem Wort „Alternativ“ zu belasten, kann diesen Film sehr schnell als Gegenentwurf zur Serie einordnen. Mit der fortschreitenden Handlung könnte der letzte und vielleicht auch der entscheidende Funke Hoffnung verloren gehen und das Ganze keinen weiteren Sinn und keine Lust mehr machen.


Die Klassik und die Endgültigkeit


Shiro Sagisu heißt der Komponist der Serie und dieses Films — man merkt leider, dass seine Arbeit ist hier ein Lückenfüller für die Namen Johann Sebastian Bach ist. Das er das besser kann als unser Leipziger Hauskomponist, hört man erst zehn Jahre später bei Evangelion:1.0 und erst recht bei 2.0 und 3.0.
Nichtsdestotrotz ist gerade die Auswahl von Bachs „Luft“ der Namensgeber des ersten Teils die prägend für den gesamten Abschnitt des Films – persönlich ist dieses Stück für mich inzwischen untrennbar mit Asukas Gewaltrausch verbunden und wird es wahrscheinlich für den Rest meines Lebens sein.

Eine abschließende Aussage über diesen Film, die ich ohne Widerstand von meiner selbst, aus der allgemeinen Meinung zitieren möchte:

„Welchen Eindruck man von End of Evangelion bekommt, liegt ganz alleine bei einem selbst.“
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Anime Kommentare

Avatar: Asane#1
Hat man die TV-Versionen der letzten beiden Folgen gesehen, möchte man doch gerne wissen, wie das Ganze wirklich ausging - und vor allem, warum.

Kennt man nun diesen Film, kann es sein, dass man mit der TV-Version durchaus zufrieden ist. Erinnert sich jemand daran, wer denn überhaupt überlebt hat - und warum?
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Avatar: Bluerising#2
Schließe mich zu 100% dem Kommentar von BK-201 an:
Dieser Film ist das beste Beispiel, wie man einen anfangs meisterhaften Anime verunstalten kann. Das Ende des Animes war schlecht, zum Teil aufgrund eines Budgetmangels. Dieser Film macht das ganze nicht viel besser. Die Story ist zwar interessant, diese konnten die Macher jedoch nicht erflogreich umsetzen. Es kommen unnötige "hentaiartige" Szenen vor, die nicht zum Anime passen. Wie im Animeende auch, endet es wieder in wirren Bildern mit wirren Sätzen, die sich ewig ziehen.
Der Großteil der Fans sieht hier einfach über die deutlichen Schwächen hinweg. Es ist einfach schade, dass hier wieder soviel Potential verschenkt wurde. Die Macher schaffen es einfach nicht, die Wendungen und Komplexität der Handlung glaubwürdig darzustellen.
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Avatar: technano#3
der film ist genauso abgefuckt wie das ende der serie.
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Avatar: elfe#4
Wer von Neon Genesis Evangelion nicht genug hat, sollte sich unbedingt End of Evangelion anschauen.
Man kann sagen, dass EoE die Fortzetzung von NGE ist.
Neon Genesis Evangelion hatte für mich viele Fragen offen gelassen, die jetzt durch den Movie zum Teil ausgeführt wurde.
Aber es blieb so einiges an Fragen noch offen, wenn auch nicht viel.
Die Qualität sind gleich gelieben, was mir als Evangelion- Fan sehr gefällt.
Die Serie und der Movie gehören zu meine Favoriten unter den Animes, die ich gesehen hab und ich glaub auch, dass so schnell es kein Anime toppen kann. Das Opening von EoE ist sehr angenehm... 'Komm süßer Tod'. Kann ich nur empehlen es an zu hören...
Also mein Tipp, schaut doch mal selbst rein und verschafft euch eure eigene Meinung, es sich wird sch lohnen ;)
Ich jedenfalls freue mich auf jeden neuen Kommentar zu End of Evangelion, um andere Meinungen zu lesen...
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Avatar: Klotzkopf#5
Ein alternatives Ende zur Serie. Der Film ist meiner Meinung nach gut gelungen, allerdings hat mich das Ende genau wie bei der Serie ziemlich verwirrt, sodass ich immernoch nicht genau weiß was da nun abging.
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