#1Wer denkt das Mahou-Shoujo-Animes immer vor Niedlichkeit und Lieblichkeit sprühen müssen, der hat die Rechnung ohne Go Nagai gemacht. „Shin Cutey Honey“ ist Mahou-Shoujo der ganz klar auf das männliche Publikum abzielt und wer Go Nagai kennt der weiß was einen hier erwartet: Nackte Brüste im Akkord, fiese, kaltblütige Dämonen und eine deutlich härtere Gangart in Sachen Gewalt im Vergleich mit handelsüblichen Vertretern aus diesem Genre. Außerdem ist die Atmosphäre düsterer und die Kulisse leicht apokalyptisch. Soviel zum typischen Go Nagai-Anstrich dieser OVA, im Kern allerdings unterscheidet sich „Shin Cutey Honey“ nicht von seinen Artgenossen und vor allem der Handlungsverlauf ist genau so wie man es von einem waschechten Mahou-Shoujo erwarten kann. Das heißt im Klartext: Enemy-of-the-Day-Episoden bis zur Vergasung und daraus resultiert eine standesgemäß simpler Hergang der Story, welche sich selbstverständlich mal wieder darum dreht das die Welt vom Bösen bedroht wird und nur eine auserwählte Kriegerin der Gerechtigkeit und Liebe das Unheil bekämpfen kann. Nach spannenden Wendungen und Überraschungen im Plot braucht mal also gar nicht erst zu suchen. Gleiches gilt für tiefe und komplexe Charaktere, denn der Cast bleibt über die gesamte Spielzeit ziemlich platt und unspektakulär. Klischeeträchtige Figuren wie ein perverser Opa oder der kleine Schwächling der immer von Honey beschützt werden muss, sich schnell in sie verliebt und irgendwann anfängt seinen Mut zusammen zu nehmen, gibt’s als Dreingabe. Von den Bösewichtern gar nicht erst zu reden. Die Bücklinge des Obermotz’ sind nur dazu da um für Action zu sorgen und der Obermotz an sich will halt einfach mal wieder die Welt beherrschen. Kompletter Standard eben. Das man bei diesem Anime keinen Anspruch erwarten kann, dürfte jetzt so ziemlich auch dem Letzten klar sein. Freuen dürfen sich allein Liebhaber von Fanservice und stumpfem Gekabbel mit Knalleffekt, denn davon gibt’s bei „Shin Cutey Honey“ reichlich. Es vergeht keine einzige Episode in der man die attraktive Protagonistin mal nicht entblößt sieht und obendrein besitzt sie auch noch die Fähigkeit sich in die verschiedensten Leute zu verwandeln. So bekommt man auch mal eine nackte Edo-Prinzessin, eine SM-Queen oder eine Kunoichi mit sehr eng anliegendem Kampfanzug zu Gesicht. Der Ecchi-Fan wird hier vor Freude im Dreieck springen, soviel ist mal sicher. Wer sich nicht dazu zählt und wer auch lieber auf die liebreizenden, unschuldigen Mahou-Shoujo-Klamotten abfährt der kann um „Shin Cutey Honey“ getrost einen Bogen machen. Ich persönlich bin von dieser OVA nur wenig begeistert. Die Action macht die 8 Episoden zwar ganz turbulent und stellenweise auch ganz unterhaltsam aber der Rest ist mir einfach eine Spur zu matt. Die viele nackte Haut ist ja ganz nett aber wenn mir das genügen würde, dann würde ich mir keine Hentais anschauen…

Shin Cutey Honey
New Cutey Honey
Cutie Honey, La Guerrera del Amor
Shin Cutey Honey
Cutey Honey: La combattente dell'amore
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