
AsaneV.I.P.
#1Die kleine Yucie hat es schwer. Obwohl sie eigentlich schon 17 ist, steckt sie in dem Körper einer Zehnjährigen und wird deshalb öfter mal getriezt oder einfach nicht für voll genommen. Dabei geht sie auf die Prinzessinnen-Akademie, zusammen mit einer Reihe anderer Mädchen, die ebenfalls auserwählt sind, nach Absolvierung einer Schulung die mächtige Tiara zu tragen, die alle 1000 Jahre einen Wunsch gewährt. Und Yucies Wunsch ist es, endlich wieder groß zu sein, endlich erwachsen zu werden und dann ihren Traumprinzen zu heiraten, den sie ganz sicher noch treffen wird. Allerdings haben ihre Kolleginnen recht ähnliche Wünsche und Vorstellungen, und der Weg zur Trägerin dieser magischen Tiara ist lang und steinig.
Man ahnt es also schon, und nicht nur wegen der optischen Aufbereitung: dies ist ein Kinderanime. Um genau zu sein, ein Anime für kleine Mädchen. Solche, die in ihrer Begeisterung noch schwanken zwischen rosa Einhörner und Ponyhof. Ein Anime für kleine Mädchen und mich.
Daß bei solchen Serien viel Magie und viel Fantasy im Spiel ist, gehört ja zum Standardrepertoire. Was aber hier den Unterschied macht, ist der spielerische Charme verbunden mit einem spielerischen Understatement, und das macht die ganze Show unglaublich sympathisch. Schön zu sehen bei der magischen Straßenbeleuchtung oder den
Magiekreisen. Die gibt's hier natürlich auch, wie in jeder Zauberwelt, aber man muss dafür bezahlen. Ist also gewissermaßen ein Tribut an den Deus ex Machina.
Außerdem gibt es hier nicht nur die Welt der Menschen, sondern insgesamt 5 verschiedene. Unter anderem die Welt der Monster und die Welt des Himmels. Wobei, wenig überraschend, die Welt der Monster wesentlich interessanter ausfällt als die luftigen Gefilde des Elysiums, das eher steril daherkommt und wo es wenig Berichtenswertes zu sagen gibt. Das ging ja schon Dante so.
Der Humor ist zwar manchmal albern und die Pointe verpufft bisweilen, ist aber nie derart oberpeinlich, daß es einen die Wände hochtreiben würde. Womit der Anime am meisten punktet, sind seine Charaktere, die einfach zuckersüß sind und absolut liebenswert, auch die Antagonisten übrigens, und die sogar eine gewisse Charakterentwicklung durchmachen. Müssen sie ja auch, denn um für jene Tiara in Frage zu kommen, werden ihnen Aufgaben auferlegt, bei denen es nicht darum geht, Fertigkeiten zu erlangen, sondern Tugend und Herzensbildung.
Schließlich ist das ein Kinderanime, und daher versäumt er es auch nicht, den Kleinen vor dem Bildschirm die richtigen Werte zu vermitteln. Und weil das so ist, fährt man auch hier die innerbetriebliche Logik auf eher niedrigem Niveau, erzählt die Ereignisse streng episodisch, jedenfalls bis kurz vor Schluss, und daher bleiben Yucie auch einige Varianten dessen, was sonst noch alles hätte schieflaufen können, gnädig erspart. Mit den letzten drei Folgen aber geht der Anime in die Vollen und zeigt auf fast schon drastische Weise auf, daß nichts auf der Welt umsonst zu haben ist, daß also die Erfüllung eines Wunsches mit schmerzhaftem Verlust einhergehen kann. Sogar eher abgebrühten Erwachsenen mag da an manchen Stellen das Herz stocken.
Fazit:
Ein großartiger Anime über Freundschaft und ein 26-teiliger Grundkurs in Sachen Selbstvertrauen. Diese knuffige, sympathische und herzerwärmende Serie jedoch als das größte Werk von Gainax zu apostrophieren, wie man das auf aniBD lesen kann – soweit würde ich dann doch nicht gehen.
Edit: Das erste Ending hat mir's besonders angetan, wo man in schönen, berührenden Bildern einige Stationen auf Yucies Lebensweg einfängt. Zu sehen auf Youtube.
Man ahnt es also schon, und nicht nur wegen der optischen Aufbereitung: dies ist ein Kinderanime. Um genau zu sein, ein Anime für kleine Mädchen. Solche, die in ihrer Begeisterung noch schwanken zwischen rosa Einhörner und Ponyhof. Ein Anime für kleine Mädchen und mich.
Daß bei solchen Serien viel Magie und viel Fantasy im Spiel ist, gehört ja zum Standardrepertoire. Was aber hier den Unterschied macht, ist der spielerische Charme verbunden mit einem spielerischen Understatement, und das macht die ganze Show unglaublich sympathisch. Schön zu sehen bei der magischen Straßenbeleuchtung oder den
Magiekreisen. Die gibt's hier natürlich auch, wie in jeder Zauberwelt, aber man muss dafür bezahlen. Ist also gewissermaßen ein Tribut an den Deus ex Machina.
Außerdem gibt es hier nicht nur die Welt der Menschen, sondern insgesamt 5 verschiedene. Unter anderem die Welt der Monster und die Welt des Himmels. Wobei, wenig überraschend, die Welt der Monster wesentlich interessanter ausfällt als die luftigen Gefilde des Elysiums, das eher steril daherkommt und wo es wenig Berichtenswertes zu sagen gibt. Das ging ja schon Dante so.
Der Humor ist zwar manchmal albern und die Pointe verpufft bisweilen, ist aber nie derart oberpeinlich, daß es einen die Wände hochtreiben würde. Womit der Anime am meisten punktet, sind seine Charaktere, die einfach zuckersüß sind und absolut liebenswert, auch die Antagonisten übrigens, und die sogar eine gewisse Charakterentwicklung durchmachen. Müssen sie ja auch, denn um für jene Tiara in Frage zu kommen, werden ihnen Aufgaben auferlegt, bei denen es nicht darum geht, Fertigkeiten zu erlangen, sondern Tugend und Herzensbildung.
Schließlich ist das ein Kinderanime, und daher versäumt er es auch nicht, den Kleinen vor dem Bildschirm die richtigen Werte zu vermitteln. Und weil das so ist, fährt man auch hier die innerbetriebliche Logik auf eher niedrigem Niveau, erzählt die Ereignisse streng episodisch, jedenfalls bis kurz vor Schluss, und daher bleiben Yucie auch einige Varianten dessen, was sonst noch alles hätte schieflaufen können, gnädig erspart. Mit den letzten drei Folgen aber geht der Anime in die Vollen und zeigt auf fast schon drastische Weise auf, daß nichts auf der Welt umsonst zu haben ist, daß also die Erfüllung eines Wunsches mit schmerzhaftem Verlust einhergehen kann. Sogar eher abgebrühten Erwachsenen mag da an manchen Stellen das Herz stocken.
Fazit:
Ein großartiger Anime über Freundschaft und ein 26-teiliger Grundkurs in Sachen Selbstvertrauen. Diese knuffige, sympathische und herzerwärmende Serie jedoch als das größte Werk von Gainax zu apostrophieren, wie man das auf aniBD lesen kann – soweit würde ich dann doch nicht gehen.
Edit: Das erste Ending hat mir's besonders angetan, wo man in schönen, berührenden Bildern einige Stationen auf Yucies Lebensweg einfängt. Zu sehen auf Youtube.
Beitrag wurde zuletzt am 04.10.2025 10:01 geändert.

Petite Pri Yucie
Petite Princess Yucie
Yucie
Yucie































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