• TypTV-Serie
  • Episoden26 (~)
  • Veröffentlicht05. Okt 2005
  • HauptgenresDrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich

Anime Informationen

Anime Beschreibung

Das Gerücht um eine mysteriöse Webseite verbreitet sich, besonders unter Jugendlichen, wie ein Lauffeuer. Es heißt, dass einem jede Nacht um genau 0 Uhr Zugang zur besagten Seite von Jigoku Tsushin gewährt wird. Jeder, der unter einem bestimmten Menschen leidet, oder der von einer anderen Person geplagt wird, erhält hier die Möglichkeit dessen Namen einzugeben. Kurz darauf erscheint die junge Ai Enma, die sich selbst als Höllenmädchen (Jigoku Shoujo) vorstellt. Sie vergibt eine Strohpuppe mit einer roten Schnur um den Hals, welche, wenn man die Schnur löst, einen Vertrag zwischen Ai und demjenigen, der sie um Hilfe gebeten hat, besiegelt. Dieser Vertrag besagt, dass der gehasste Mensch durch Ai in die Hölle gebracht wird. Jedoch fordert das Höllenmädchen eine Gegenleistung bei ihrem Bittsteller für diesen Dienst: Sobald dieser nämlich stirbt, wandert seine Seele ebenfalls direkt in die Hölle …

Ai Enma erhält außerdem Unterstützung durch ihre 3 Assistenten Ren, Hone Onna und Wanyuudou.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Zitate

  • Ai ENMA

    O pitiful shadow bound in darkness,
    Looking down upon people, and causing them pain.
    A soul drowned in sinful karma...
    Want to try dying this once?

  • Ai ENMA

    When one person is cursed, two graves are dug.

  • Ai ENMA

    I consign this grievance to hell.

Anime Forum

Anime Rezensionen

Avatar: animus
Administrator
#1
Ein kleines Mädchen aus der Hölle wird per Internet von leidgeplagten Erdlingen kontaktiert, damit sie diese von ihrem Peiniger befreit. Erinnert von der Frage „wie weit ist das Verhalten derjenigen moralisch vertretbar, die sich an die 'Höllenkorrespondenz' wenden?“ her stark an Genrevertreter wie Death Note, ist jedoch bei weitem nicht so gut inszeniert.


Ähnlich episodenhaft wie Mushishi kommt auch Jigoku Shoujo daher. Der Anime ist als eine Art Ansammlung von dramatisch angehauchten Kurzgeschichten zu sehen, die mal mehr und mal weniger gelungen sind, jedoch allesamt dem selben Schema folgen. Das beginnt in jeder Episode damit, dass einer Person so lange Unrecht widerfährt, bis sich diejenige über das Internet an die 'Höllenkorrespondenz' und somit das junge Höllenmädchen Enma Ai wendet. Auch der Ausgang jeder Folge ist im Großen und Ganzen so eintönig, wie der restliche Verlauf an sich. Das zu Beginn noch so interessante Konzept ist irgendwann abgenutzt, es stellt sich eine gewisse Eintönigkeit ein und der Anime beginnt eine leicht ermüdend Wirkung zu entwickeln, gerade wenn man das Verhalten der Personen nicht mehr nachvollziehen kann, die Enma Ai um Hilfe rufen.

Man bekommt bei Jigoku Shoujo eine Vielzahl an aus dem Leben gegriffenen und gut durchdachten Episoden vorgesetzt, die nicht nur tragisch sein wollen – sie sind es auch, und zwar ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Diese hochwertigen Episoden werden allerdings regelmäßig von welchen abgelöst, deren Verlauf bei mir auf großes Unverständnis traf. Nicht jeder Beweggrund ist gut ausgearbeitet und gerade bei einem solch ernsten Thema, sprich ein Mensch hat die Möglichkeit einer anderen Person das Leben zu nehmen und sie in die Hölle zu schicken, ist eine nachvollziehbare Vorgeschichte für mich ein absolutes Muss. Das dies nicht immer gegeben ist, stößt einmal negativ auf. Zudem versucht Jigoku Shoujo weitestgehend realistisch zu bleiben - mal von der Tatsache der per Internet erreichbaren 'Höllenkorrespondenz' abgesehen. Nun konnte sich da wohl jemand nicht ganz entscheiden, denn eine kleinere Anzahl an Episoden ist extrem übernatürlich gestaltet und wirken daher so an den Haaren herbeigezogen, dass sie den Sehgenuss zusätzlich trüben. Im späteren Verlauf entwickelt sich ein eigenständiger Plot um einen Reporter der sich das Ziel setzt, Enma Ai’s Werk zu beenden. Dieser geht allerdings im eintönigen Kurzgeschichtenschema unter und entwickelt sich daher zu schleppend, um besonders positiv aufzufallen.

Der Serie zugute zu führen ist das Charakterdesign, der Soundtrack sowie die detail- und abwechslungsreichen Hintergründe. Dadurch, dass der Anime stets demselben Schema folgt, sind aber leider auch einige Recap-Szenen in jeder Episode enthalten. Kurze Erwähnung sollte außerdem noch das grandiose Finale finden, das einen tollen und sehr tragischen Ausklang bietet.
Der Anime lässt sich durchaus gut empfehlen, ihn an einem Stück anzuschauen könnte jedoch schnell ermüdend wirken. Man sollte sich mit Jigoku Shoujo Zeit zu lassen. Da der Anime sowieso durchgehend demselben Ablauf folgt, ist ein Break in der Serie kein Beinbruch und täte ihm und dem Zuschauer meiner Meinung nach Recht gut.
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Avatar: Nemesis#2
Achtung! Dieses Review bezieht sich nur auf die 1.Staffel von Jigoku Shoujo. Am Ende des Reviews können aber auch noch meine Eindrücke zu den anderen bisher erschienenen Staffeln eingesehen werden. Das Ganze ist dennoch Spoilerfrei.

Jigoku Shoujo war mir schon lange ein Begriff. Sei es wegen dem Höllenmädchen selbst oder wegen Vendel's Fanseite. Mehr als das konnte ich aber mit dem Anime nie in Verbindung bringen. Nachdem mir der Anime aber dann von zwei Freunden empfohlen wurde, habe ich mit Jigoku Shoujo auch gleich angefangen und wurde nicht enttäuscht.


Präsentation/Inszenierung:
Das Setting von Jigoku Shoujo hat sehr schnell meine Interesse geweckt. Der Episodenhafte Aufbau der Story bei Jigoku Shoujo ähnelt sehr dem von Mushishi. So kommen auch hier in jeder Episode andere Charaktere vor. Lediglich zwei Charaktere, neben dem Höllenmädchen und dessen Helfern, kommen in mehreren Episoden vor. Diese sind ein Reporter und dessen Tochter, die sich auf die Suche machen, das Höllenmädchen zu treffen und sie davon zu überzeugen ihre Höllenhotline einzustellen. Die Probleme der Menschen, die sich an das Höllenmädchen wenden, reichen von Mobbing bis zu Mord. So kommen oft einige sehr gut inszenierte Episoden vor, die aber auch von einigen nicht so tollen Episoden abgelöst werden.
Der größte Schwachpunkt an Jigoku Shoujo ist, dass sich einfach alles zu sehr wiederholt und eintönig wird. Was anfangs die ersten Episoden noch wirklich sehr spannend daherkommt, wird gegen Ende des Animes immer langweiliger. Irgendwann kann man die Worte des Höllenmädchens an ihre Klienten auswendig, weil sie sich in fast jeder Episode wiederholen. Dennoch bietet der Anime auch Abwechslung. Sei es in den verschiedenen Geschichten der jeweiligen Episoden oder in dem spannend inszeniertem Finale, dass die letzten Episoden andauert.

Charaktere:
Wie oben bereits erwähnt kommen in jeder Episode andere Personen vor. Lediglich das Höllenmädchen, dessen Helfer, der Reporter und dessen Tochter kommen in mehreren bzw. jeder Episode(n) vor. Das Höllenmädchen, Enma Ai genannt, ist ein sehr ruhiges Mädchen. Sie hat eine tragische Vergangenheit und ihre Handlanger; Ren Ichimoku, Hone Onna und Wanyuudou helfen ihr stets bei den Nachforschungen, die sie oft über ihre Klienten anstellt. Erwähnenswert sind dann noch der vorhin angesprochene Reporter und dessen Tochter, die auch ein größere Rolle im Anime spielen.
Über die restlichen verschiedenen Charaktere, die, wie bereits erwähnt, immer andere sind, gibt es nicht viel zu sagen. Einige sind etwas interessanter als andere, aber im Grunde sticht keiner wirklich hervor.

Animationen und Musik:
Der Zeichenstil und die Animationen bei Jigoku Shoujo sind sehr schön anzusehen. Was an dem Zeichenstil etwas auffällt sind die Augen mancher Charaktere. Man braucht sich nur ein paar Screenshots anzuschauen, um zu sehen was ich meine. Die Animationen laufen auch immer flüssig ab, also gibts von meiner Seite hier nichts zu bemängeln. Auch die vielen schönen und abwechslungsreichen Hintergründe haben mir sehr gut gefallen.
Der Soundtrack von Jigoku Shoujo ist meiner Meinung nach einmalig. Abwechslungsreiche und mystisch klingende Songs sorgen hier für eine wunderschöne Musikuntermalung der einzelnen Szenen. Auch das Opening hat mir sehr gut gefallen. Das Ending lässt jede Episode schön mysteriös ausklingen.

Fazit:
Jigoku Shoujo bietet ein interessantes Setting, dass sich mit vielen Menschenproblemen beschäftigt. Jedoch könnte der Anime für einige schnell etwas langweilig werden, wegen den vielen Wiederholungen. Wer sich aber von sowas nicht abschrecken lässt und am Anime dranbleibt, wird mit einigen sehr guten Episoden und am Ende auch mit einem sehr spannenden Finale belohnt.
Anschauen lohnt sich!
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Staffel 2:
Staffel 2 gefiel mir insgesamt sogar noch etwas besser als Staffel 1. Hier verläuft nicht ständig alles nach dem gleichen Schema, wie beim 1.Teil. So beginnen hier einige Episoden damit, dass der Faden schon gezogen wurde oder die Episode setzt in der Mitte der Geschichte an und man wird erst laufend darüber aufgeklärt, um was es in dieser Episode eigentlich geht. Der grundlegende Ablauf ist zwar dennoch fast gleich geblieben, aber bei Staffel 2 wird das Ganze in meinen Augen etwas interessanter erzählt. Außerdem gibt es auch einen Neuzugang in der Gefolgschaft von Enma Ai, aber dazu will ich nicht mehr verraten. Weiters kann ich sagen, dass mich auch das Finale der 2.Staffel wieder überzeugt hat.
__

Staffel 3:
Nachdem mir Staffel 1 und Staffel 2 ziemlich gut gefallen habe, hab ich mich natürlich auf die 3.Staffel gefreut. Die Erzählweise orientiert sich hier wieder eher etwas an der 1.Staffel. So läuft hier so gut wie jede Episode nach demselben Schema ab, wie man es schon aus der 1.Staffel kennt. Auch am Ende gibt es hier wieder, wie man es von den beiden Vorgängern gewohnt ist, ein tolles Finale! Weiters gibt es auch in dieser Staffel wieder einige Neuzugänge bei den Charakteren. Abschließend kann ich sagen, dass die 3.Staffel meiner Meinung nach ziemlich ebenbürtig mit den ersten beiden Staffeln ist. Wen es also nicht stört, dass die 3.Staffel auch wieder nach demselben Schema wie die Vorgänger abläuft, dem kann ich auch die 3.Staffel von Jigoku Shoujo voll empfehlen!

Meine Wertungen:
Jigoku Shoujo 1: 8.4
Jigoku Shoujo 2: 8.5
Jigoku Shoujo 3: 8.5
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#3
Jigoku Shoujo ist ein netter, kurzweiliger Episodenanime, der einem immer eine schöne Prise "Horror" serviert, wenn man mal Lust darauf hat.

Die meisten Episoden sind gleich aufgebaut: Man sieht wie jemand dazu gebracht wird Enma Ai zu rufen und was schlussendlich der Auslöser ist, die gehasste Person tatsächlich in die Hölle zu schicken und damit auch sein eigenes Schicksal zu besiegeln. Gerade wenn dieses Prinzip anfängt etwas zu langweilen, wird eine Geschichte um einen Reporter und seine Tochter eingeflochten, der auf das Phänomen der Jigoku Shoujou aufmerksam wird und nun versucht die Rachemorde zu verhindern. Dieser zusätzliche Handlungsstrang bringt dann wieder etwas Abwechslung in die Serie. Er nimmt gegen Ende hin immer mehr Platz ein und stellt auch die Grundlage für das Finale dar.


Wie in vielen Episodenanimes ist Charakterentwicklung keine der Stärken, allerdings bekommt man vor allem gegen Schluss in diesem Punkt doch noch was serviert.

Fazit:
Jigoku Shoujou ist der ideale "Horror"-Snack für Zwischendurch. Die Fälle sind halbwegs abwechslungsreich (und inkludieren ein gewisses befriedigendes Gefühl wenn die Zielperson für ihre Taten zur Hölle fährt) und es wird noch rechtzeitig eine kleine Story eingeflochten, womit der Punkt Charaktere auch noch etwas bedient wird. Worin der Anime auf jeden fall zum Topbereich zählt ist die Atmosphäre, getragen von der gelungenen Animation.
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Avatar: Eliholz
V.I.P.
#4
Anspruch:sehr viel
Action:wenig
Humor:nichts
Spannung:sehr viel
Soundtrack:10
In Jigoku Shoujo geht es um Menschen und deren Probleme im Alltag, die sie auf eine bestimmte Person zurückführen können. Genau für solche Situationen scheint es die Höllenkorrespondenz mit dem Höllenmädchen Ai Enma zu geben, die im Namen jener Person Rache nimmt.


Der Anime bleibt weitestgehend streng episodisch, denn bis auf die Nachforschungen eines freien Journalisten mit seiner Tochter, welche aber erst gegen Ende im äußerst packenden Finale an großer Bedeutung gewinnt, folgt der Anime einem wiederkehrenden Schema: In einer Folge werden die zwei Personen und deren unmittelbares Umfeld involviert, die als Auftraggeber und Racheopfer mit der Höllenkorrespondenz verbunden sind. Die Fragen sind hierbei: Warum wendet sich die Person an das Höllenmädchen und aus welchem Grund wird sie, nachdem sie nachgedacht hat, schlussendlich den Vertrag eingehen.
Dabei tragen der Journalist und seine Tochter zur Abwechslung bei, durch die man das Geschehen aus einer anderen Perspektive betrachten kann. Zur Vielfalt tragen aber auch die verschiedenen Rachemotive und Hintergründe der Verzweifelten bei, wenn sie einem auch manchmal weniger plausibel erscheinen oder einfach nicht so hervorragend durchdacht sind wie bei manch anderer Person. Außerdem ist es jedes mal interessant, den Akt der Rache zu verfolgen sowie in einigen Fällen Ai Enmas Reaktionen auf die Sachlage.

Die Charaktere sind, denke ich, das Herzstück der Serie. So zum Beispiel das sich rächen wollende Opfer und dessen Racheziel, die in jeder Episode für Spannung sorgen -meistens viel, selten weniger. Sie sind nicht flach und bieten für eine einzige Episode viel Tiefe.
Da man als Zuschauer durch die objektive Sichtweise den Tod nie als wahres Lösungsmittel sieht, taucht nach einigen Episoden der Journalist auf, der diese Sichtweise teilt und dem Betrachter als Identifikationsfigur und Sympathisant dient. Die Dialoge zwischen ihm und seiner Tochter über das Höllenmädchen sind interessant zu verfolgen, aber auch deren charakterliche Entwicklung zueinander. Wenn sie auch träge voranschreitet, sind sie dennoch ein Anreiz neben den gelungenen Kurzgeschichten die nächste Episode zu schauen und für das Finale sowieso.
Vergessen dabei darf man aber auf keinen Fall Ai Enma und ihre helfenden Hände, die Informationen über den jeweiligen Fall sammeln. Das Höllenmädchen erscheint dabei stets mysteriös, sie offenbart nur selten und auch nur andeutungsweise ihre Emotionen. Genau das macht sie aber so interessant. Man kann über ihre Motive spekulieren und es ist einfach ungemein fesseln ihre im Hintergrund voranschreitende Entwicklung zu verfolgen. Ein wahrhaft faszinierender Charakter!

Zu den Animationen kann man einfach nur Lob aussprechen. Abwechslungsreiche und detailreiche Charakterzeichnungen, wunderschön und liebevoll gestaltete Hintergründe, flüssige und keine hektischen Bewegungen verleihen dem Anime schon eine enorm dichte Atmosphäre, welche zusätzlich noch durch den fantastischen Soundtrack unterstützt, der jedes Geschehen perfekt untermalt und die Emotionen der beteiligten Personen noch einmal hervorhebt. Somit trägt er seinen nicht geringen Teil zur Spannung bei. Vor allem das Opening ist mit das beste, was ich je erleben durfte. Es gibt sowohl akustisch als auch visuell die Stimmung des Anime erschreckend gut wieder.

Ich empfehle diesen Anime jeden, der kurze Geschichten mit einer Prise Horror und einer mysteriösen Person mag, alle anderen sollten aber auch einen Blick riskieren.
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Avatar: Rasparr#5
Drama:9
Spannung:8
Horror:4
Anspruch:4
Humor:0
Zwei Gräber erscheinen, wenn man einen Menschen verdammt... was würde passieren, wenn man jedem Menschen die Möglichkeit gibt, selbst ein Death Note zu führen? Eines ist sicher, die Menschen werden dadurch nicht nicht langfristig glücklich. Denn der Preis ist die eigene Seele...

Jigoku Shojou konstruiert ein unheimliches Konzept: Im Austausch gegen die Möglichkeit, nach dem Tod in den Himmel aufzufahren wird einem die einmalige Gelegenheit gewährt, einen beliebigen Menschen durch die Shinigami Enma Ai in die Hölle befördern zu lassen. Ob diese sehr unrühmliche Form der Problembewältigung allerdings angemessen ist oder die verdammte Person überhaupt eine Schuld trägt ist dabei völlig gleichgültig. Diese Tatsache stößt dem Journalisten Shibata Hajime sauer auf und er beschließt, dem mysteriösen Höllenmädchen das Handwerk zu legen. Immer mit von der Partie ist seine siebenjährige Tochter Tsugumi, die für ihr Alter teilweise erheblich zu ernst und zu reif wirkt.

Während Hajimes Jagd nach Hinweisen auf Ai und dem Versuch, Menschen vor den Verlockungen der so genannten Höllenkorrespondenz zu retten werden 26 Folgen lang die Abgründe der Menschheit offengelegt. Zwar von durchweg ansprechenden Animationen und stimmungsvoller Gänsehaut-Musik begleitet lassen die zahlreichen Varianten des immergleichen Schemas und die teils exakten Wiederholungen im Großteil der Episoden schnell Langeweile aufkommen. Schon nach drei Folgen wollte ich Ais Erklärungen der "Geschäftsbedingungen" nicht mehr hören und irgendwann stellt der Kopf einfach auf Durchzug. Ausgesprochen wenige wirklich überraschende Momente oder Wendungen bereichern die viel zu große Menge von Folgen. Die selten überzeugenden, semi-tragischen Schicksale der meist weiblichen Rachesuchenden schmälern beim Anschauen irgendwie den Glauben an so etwas wie Vernunft und Moral im Menschen.

Auch Höllenmädchen Ai selbst macht ihrer Funktion als titelgebende Figur wenig Ehre. Kaum einmal ist sie wirklich Gegenstand der Handlung, und wenn sie auftaucht hat man sofort das Gefühl, eine Schallplatte mit Sprung leiere ewig den gleichen Text vor sich hin. Enttäuschend, denn eigentlich hat ihre Seiyuu Mamiko Noto eine sehr schöne Stimme. Dabei ist das Charakterdesign an sich eigentlich sehr gut gelungen. Insbesondere von Ai geht trotz ihrer seltenen und meist wortkargen Auftritte eine mysteriöse Ausstrahlung aus, die einen sofort in ihren Bann zieht. Diese Augen! Schön wie eine kostbare Porzellanpuppe verrichtet sie voll Würde und Schwermut ihr dunkles Tagwerk. In dieser Hinsicht macht sie zumindest einen guten Job als Maskottchen der Serie. Auch der Charakter Hajime wirkt. Durch seine friedvolle und verzeihende Einstellung erscheint er wie eine regelrechte Lichtgestalt in einer Grotte voll rachsüchtiger Unmenschen.

Fazit: Ob das Konzept der Höllenkorrespondenz moralisch vertretbar ist steht für mich außer Frage. Gähnende Langeweile macht sich insbesondere während der Einführung und in vielen weiteren Folgen breit, wenn Hajime (noch) nicht dabei ist. Erschwerend hinzu kommt, dass Jigoku Shojou bierernst ist, es gibt nichts zum Lachen, und das drückt mächtig auf den Spaßfaktor. Die handlungtechnisch schwache Titelfigur und das ca. 10 Folgen zu lange Herumgetrampel auf dem immergleichen Schema stellen die erste Staffel in ein bescheidenes Licht. Und doch halte ich es für möglich, Jigoku Shojou eine alles andere als vernichtende Bewetung zu geben. Denn wer es bis zu den letzten sechs Folgen schafft, der wird von einem Finale überrascht, von dem ich fast behaupten möchte, dass es ausgeschlossen ist, so etwas vorherzusehen. Enma Ai, ich weiß nicht ob ich dich lieben oder hassen soll!

Bringt die schwarze Puppe. Vergeltung wurde 8 von 10 verzweifelten Menschen gewährt.
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Anime Kommentare

Avatar: Asane#1
Immer mal wieder kann man in den Kritiken lesen, die Episoden des Anime würden immer gleich ablaufen, "eintönig" sei das alles, "nutzt sich schnell ab" und ähnliches.

Diese Kritikpunkte teile ich so nicht.

Harmlos fängt es an mit exemplarischen wie eindeutigen Fällen, meist geboren aus schierer Verzweiflung, Rachegelüsten, unerträglichen Notlagen.

Aber schon ab der 3. oder 4. Folge wird die Sache allmählich und unmerklich ambivalenter. Gruppenzwang und die Neigung zu unreflekierter, billiger Rache spielen natürlich eine Rolle. Späterhin mündet das in teilweise bizarre Situationen wie Lynchjustiz oder eine Spielart des traditionellen Doppelselbstmords (心中 - shinjuu); was dann zwangsläufig zu jenen altbekannten philosophischen Fragen führt, die die Menschheit schon seit ein paar Jahrtausenden umtreibt und die jeder wohl noch aus den sattsam bekannten Diskussionen im Deutschunterricht kennt.

Natürlich werden auch hier bewährte dramaturgische Stilmittel eingesetzt (Um mal den Begriff "Klischee" zu umschiffen - pun intended), fallen dem geneigten Zuschauer (in dem Fall: mir) aber wegen anderer Stärken und Qualitäten nicht so sehr auf die Nerven.

Vor allem die Musik vermag es, einen in Bann zu ziehen und ist oft genug allein ausschlaggebend für die Atmosphäre und den dramatischen impact einer Szene.

Mit Eintritt des investigativen Pärchens werden gleich zwei neue Hauptstränge eröffnet. Einerseits wird der Frage nachgegangen, wer oder was hinter all den Ereignissen steht, und anderseits der Hintergrundgeschichte des Höllenmädchens und ihrer Verbindung zur Tochter des Journalisten.

Und apropos Höllenmädchen:
Wenn ich denn dereinst zur Hölle fahren muss, dann aber bitte NUR SO.
(Und ja: manchen ist aber auch nichts heilig.)
Beitrag wurde zuletzt am 09.08.2018 um 03:08 geändert.
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Avatar: Arogamer#2
ShinodaWas mir wirklich fehlte war ein richtiger Gegenspieler für Enma. Der Journalist aus der ersten Staffel war nur ein Pseudo Gegner.
Ich habe bisher nur die erste Staffel angeschaut und kann dem fehlenden Gegenspieler nur zustimmen, da Ai Enma als auch der Journalist den Menschen helfen. Jedoch bestehen auch hier 2 Positionen die sich kontrahieren, zum einen die Meinung Rache gegen Böse Menschen ist das Mittel der Wahl, zum anderen die Meinung der Zweck heiligt die Mittel also Rache. Dies würde ich als sehr wichtiges Spannungsmittel hinzufügen, da man hierdurch in den Konflikt hineingezogen wird und jedesmal wieder nachdenkt, was in diesem Fall angemessen ist.
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Avatar: Tamaki Onizaki#3
Anspruch:sehr viel
Action:wenig
Humor:nichts
Spannung:viel
Erotik:nichts
Ich weiß nicht weshalb,aber mir machte dieser Anime wirklich stellenweise Angst..aber er verdient keine schlechtere Bewertung..das erlebe ich nicht oft..die Atmosphäre ist ziemlich düster,warscheinlich lag es daran..obwohl ich mir schon heftige Horrorstreifen angesehen habe.
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Avatar: JessiErdbeerfan#4
Anspruch:7
Action:7
Humor:2
Spannung:5
Erotik:2
Jigoku Shoujo ist ein Anime in dem es um Enma Ai geht und die Göllen Hotline mit der mann halt leute in die Hölle schicken kann ich fand das Anime eigentlich ganz interesant mann erfärt ein paar hintergründe zu den carakteren und so.
später bekommt der Anime dann auch noch eine richtige story als der Reporter mit seiner Tochter auftaucht
ich Kann denn Anime empfelen sehr interesant und es giebt ja noch 2 weitere staffeln
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Avatar: Jadow333#5
Von der Idee her wirklich gut, nur mangelt es meiner Meinung nach an der Umsetzung, der Anfang war wirklich spannend, aber spätestens nach der 10 Episode wurde es dann doch ein wenig langweilig immer das selbe Prinzip zu sehen. Ich will jetzt nicht unnötig spoilern, wer wissen will was ich meine sollte sich den Anime einfach mal ansehen. Es war jetzt aber auch nicht alles nur schlecht, wie schon gesagt die Idee ist ziemlich gut, der Zeichenstil geht auch in Ordnung und die Musik passt auch recht gut dazu. Alles in Allem also ganz in Ordnung, nur leider nicht gut genug, dass ich mir auch noch die zweite oder dritte Staffel anschauen würde.
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