Welcome to the N.H.K. (Anime)NHK ni Youkoso! / NHKにようこそ!

  • TypTV-Serie
  • Episoden24 (~)
  • Veröffentlicht10. Jul 2006
  • HauptgenresDrama, Komödie
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonLight Novel
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Welcome to the N.H.K.
© 2006 N・H・Kにようこそ!製作委員会
Tatsuhiro Satou ist bereits seit fast vier Jahren ein so genannter "Hikikomori"; abgeschottet von der Außenwelt lebt er wegen seiner selbst auferlegten Isolation allein in seiner Wohnung. Allerdings trifft er eines Tages auf Nakahara Misaki, ein mysteriöses Mädchen, das sich dazu entschlossen hat, Satou von seinem Hikikomori-Dasein zu befreien. Obendrein muss er mit seinem Otaku-Nachbarn, Yamazaki Kaoru, ein Hentai-Game produzieren und seine Beziehung zu seiner Senpai, Kashiwa Hitomi, einer Verschwörungstheoretikerin, in den Griff bekommen. Welcome to the NHK! ist der witzige, doch sehr aufrichtige Versuch einer Selbstprüfung des Hikikomori Satou und die deprimierende Wahrheit über das wahre Leben.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
Nach einem leicht psychedelisch wirkenden Anfang entwickelt sich Welcome to the NHK zu einer perfekt gelungenen Mischung aus Sozialdrama und Gesellschaftssatire.

Story:
Vor dem Hintergrund des Wegs des Hikkikomori Satou Tatsuhiro in ein normales Leben werden die verschiedenen Kulturphänomene und Missstände der Gesellschaft aufgezeigt und mit einer großen Portion Humor behandelt, ohne das die Situationen dabei aber ihren Ernst verlieren. Neben dem Hikkikomoridasein selbst führt Satous Odyssee durch die Welt der Animes/Eroges, Online Rollenspiele, Selbstmordtreffen, unlauterer Geschäftspraktiken, … und zeigt durch einzelne Personen deren oft grausame Realität auf. Hierbei gelingt der Spagat zwischen Comedy und Drama. Während Anfang und Ende ernst gehalten sind, dominiert im Mittelteil die Gesellschaftssatire.

Charaktere:
Obwohl Satou sicherlich eine tiefgründige Persönlichkeit darstellt, ist es nicht er sondern Misaki, die für mich den interessantesten Charakter des Animes darstellt. Ihr Potential bemerkt man allerdings erst in den späteren Folgen wo sich ihr Hintergrund langsam aufklärt. Zu Beginn gibt einem ihr Charakter eher nur Rätsel auf. Weiters interessant ist Hitomi/Senpai, deren depressive Grundstimmung und Einfluss auf Satou viel zu seinem Schicksal beigetragen haben. Allerdings konnte mich bei ihr die finale Storyentwicklung nicht völlig überzeugen, sie verlief einfach zu glatt für einen so komplexen Charakter wie sie. Yamazaki erscheint einem Anfangs als der typische Otaku, doch auch hier bemerkt man erst später, dass seine Persönlichkeit doch mehr Tiefe hat als vermutet und auch er für typische Probleme der Gesellschaft steht.

Fazit:
Die Mischung aus Drama und Satire in Welcome to the N.H.K. bietet einem einerseits einen äußerst unterhaltenden Anime, andererseits auch Punkte zum Nachdenken. Getragen wird die Geschichte durch die überzeugenden Charaktere, die einem den Anime nur empfehlen lassen. Für mich einer aufgrund des Konzepts besten Animes die ich kenne.
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Avatar: Enklave#2
Der Philosoph Paul Watzlawick hat einmal ein Buch geschrieben, dessen Titel perfekt zu diesem Anime passen würde: „Die Situation ist hoffnungslos, aber nicht ernst“. „Welcome to the N.H.K.“ ist eine erstklassige Tragikkomödie, die uns auf ebenso bittere wie unterhaltsame Weise das Leben jener Verlierer unserer übersättigten Wohlstandsgesellschaft zeigt, die aufgrund von Sozialphobien, Depressionen oder Minderwertigkeitskomplexen aus der Bahn geworfen wurden.
In der Kategorie slice-of-life ist WttNHK neben Koi Kaze mit Sicherheit der beste Anime, und auch sonst rundum ein Meisterwerk. Welcome to the Reality...


Inhalt:
Wir verfolgen den Studienabbrecher Satou in seiner Existenz als Hikikomori, was man hierzulande etwa mit Sozialphobiker übersetzen könnte und dadurch zum Ausdruck kommt, dass sich Satou aus Angst vor dem Scheitern in sozialen Situationen schlicht zuhause einschließt. Dieses Zuhause ist ein Einzimmer-Appartment, das, so unglaublich vermüllt es durch Satous Lebensstil ist, immerhin den Vorteil hat, neben einem alten Bekannten aus Schulzeiten zu liegen. Yamazaki ist allerdings nur wenig besser dran als Satou, da es sich bei ihm um einen Otaku handelt, eine Art maßlosen Manga-Anime-Games-Freak. Rettung kann Satou aus dieser Richtung also kaum erwarten, dann schon eher von Misaki, einem melancholischen jungen Mädchen, welches Satou allabendlich im Park trifft, um ihn von seiner Hikikomori-Existenz zu kurieren. Allerdings haben ihre Therapieversuche wenig Erfolg, da sich Satou allzu leicht von einer ehemaligen Schulkameradin Hitomi ablenken lässt, einer von Verschwörungstheorien besessenen depressiven Schönheit. In 24 Episoden folgt man Satou und seinen Freunden in ihrem tristen Alltag voll von bittersüßem Humor und den hilflosen Versuchen, etwas aus ihrem Leben zu machen oder zumindest sich vor der eigenen Einsamkeit zu verstecken.

Stärken:
WttNHK zeichnet sich vor allem durch ein ungewöhnliches Konzept aus, das man so nicht oft zu sehen bekommt: Auf der einen Seite wird man in eine zutiefst bewegende Erzählung über die Angst und Mutlosigkeit von Menschen, die aus der rasanten modernen Gesellschaft herausgefallen sind oder von ihr überrumpelt wurden, geworfen, deren Tristesse stellenweise an Filme wie Breaking the Waves von Lars von Trier erinnert. Paradoxerweise ist der Anime aber ebenso eine herrliche Komödie, indem er selbst im düstersten Alltag der Figuren komische Momente zu entdecken vermag. Während viele Tragikkomödien diesen Spagat durch ein Wechselspiel melodramatischer und humorvoller Momente versuchen, ist WttNHK so konstruiert, dass beide Stränge parallel zueinander verlaufen, so dass man bei vielen Szenen gar nicht weiß, ob man jetzt eigentlich lachen oder weinen soll.
Eine weitere Stärke von WttNHK liegt in der Kompromisslosigkeit der Alltagsdarstellung: Zwar ist es zum Beginn erst einmal eher unrealistisch bzw. „typisch Anime-like“, dass sich jemand wie Misaki an Satou heranwagt, um ihn aus seiner Misere herauszuhieven. Von diesem Startpunkt abgesehen ist der Handlungsverlauf aber extrem – man könnte auch sagen vernichtend - realistisch gehalten: So bleiben nicht nur wundersame Verwandlungen der vom Leben geplagten Protagonisten in Helden der modernen Welt aus, und selbst die Romanze zwischen Misaki und Satou wird mit jeder Folge eher aussichtsloser als dass sie auf ein happy end zusteuert. Es ist fast, als hätte man die Möglichkeit einer Liebe zwischen den beiden zu Beginn nur deshalb angedeutet, um im Verlauf des Animes nur noch mehr an heiler Anime-Welt zerstören zu können.
Diese Art ist gewissermaßen symptomatisch für diesen Anti-Anime und für das, was seine Besonderheit ausmacht: Hinter jedem Funken Hoffnung, hinter jeder Anwandlung von Enthusiasmus und jeder noch so kleinen Freude Satous und seiner Freunde steckt letztlich – für die Figuren zunächst unsichtbar, für den Zuschauer aber dafür umso deutlicher - nur noch tiefere Enttäuschung. Es ist so unfassbar bitter und gleichzeitig aber eben auch urkomisch, wie Satou und Yamazaki ihrem Nerd-Dasein ein Ende bereiten wollen, indem sie ein nerdiges Hentai-Game produzieren, oder wie beide zusammen mit Misaki dem Schneeball-Marketing-Betrug zu entrinnen glauben, während sie gerade noch viel tiefer reinschlittern. Den Vogel schießt der Anime ab, wenn Satou schonungslos seine eigene Sozialphobie diagnostiziert, um im nächsten Augenblick die Schuld dafür bei einer hahnebüchenden Verschwörung zu suchen. Beide Daumen nach oben für dieses wunderbare wenn auch schmerzhafte Konzept!
Eine weitere Verneigung verdient sich WttNHK über seine Rolle als Parodie der häufig unerträglich kitschigen und kommerzialisierten Welt der Mangas, Animes und Games. Dabei haben die Macher nicht einmal davor zurückgeschreckt, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, indem sie mit Misaki (zunächst) genau eine derjenigen klischeehaften Rollen einführen, die als solche durch Yamazaki im Zuge der Erschaffung des Hentai-Games entlarvt wird - nämlich den Stereotyp des Mädchens, welches ohne jeglichen ersichtlichen Grund auf den mausgrauen Protagonisten anspringt. Hätte ich einen dritten Daumen, wäre dieser jetzt auch noch steil nach oben gerichtet.
Last but not least noch ein weiterer Pluspunkt: Die Musik besonders innerhalb der Folgen ist erste Sahne und optimal auf den Inhalt abgestimmt; auch Intro und Outro sind nicht von schlechten Eltern.

Schwächen: NHK ist ein bisschen sehr auf ein männliches Publikum zugeschnitten, was zwar den Unterhaltungswert bei der entsprechenden Zielgruppe durchaus erhöht, aber trotzdem einen faden Beigeschmack hinterlässt. In meinen Augen hätte es nicht geschadet, das ganze etwas neutraler aufzuziehen. So wie es ist würde ich nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, ob die bessere Hälfte der Menschheit ebenso sehr Gefallen an diesem Anime findet wie der durchschnittliche Seinen.

Fazit: Nachdem ich WttNHK inzwischen schon diverse Male gesehen habe, kann ich ohne Zögern festhalten, dass es sich hierbei zweifellos um einen der besten Animes überhaupt handelt. Die Charaktere sind ebenso einzigartig und tiefgründig wie die Storyline, die Dialoge können in jeder Situation überzeugen, die Animation ist gelungen, der Soundtrack ist aufwändig, abwechslungsreich und passt zum Anime wie die Faust auf's Auge. Ich kann natürlich nicht garantieren, dass das jeder so sieht, aber wenn man wie ich ein Fable für die Schattenseiten des menschlichen Daseins hat, wird man meine Begeisterung sicherlich verstehen können. Selten habe ich beklemmende Emotionen so eindrucksvoll umgesetzt gesehen - die Darstellung der Einsamkeit Satous in einer der letzten Folgen ist zb. einfach der Hammer und kriecht einem wie eine kalte Hand über den Rücken.
Für alle die sich auch regelmäßig fragen, warum das Leben ein nicht enden wollender Weg voller Mühsal, Ungewissheit und häufig auch Einsamkeit ist, hält WttNHK zwar nicht die perfekte Antwort oder Lösung parat, ist aber trotzdem ein Muss. Er schafft es, diese Schattenseiten des modernen Lebens eindringlich zu skizzieren und, anstatt sie mit rosarotem Kommerzmüll zu übertünchen, ihre eigenen unterhaltsamen, manchmal sogar amüsanten Seiten zu entdecken.

(rewatch-Faktor: sehr hoch)
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Avatar: b-s-v#3
Welcome to the NHK - Willkommen in der Welt der Freaks, der Messies und der Sozialversager. Willkommen in einer von Witzen und Otakuism bestimmten Slice-of-Life Geschichte mit beiläufiger Romanze? Eher nicht... auch wenn es zunächst den Anschein macht.


Was bei NHK ni Youkoso! viel mehr vermittelt werden soll, ist eine eindringliche Kritik an der japanischen Leistungsgesellschaft, ihrer inhumanen Auswüchse und der unpersönlichen Kälte, die häufig zwischen den in ihr lebenden Menschen herrscht. Transportiert werden diese Botschaften über die Lebensgeschichte von Satou Tatsuhiro, einem einsiedlerischen "Hikikomori" (Betroffener von Sozialer Phobie) und Studienabbrecher, dessen alltägliche Paranoia und Probleme mit der Existenz als solcher wir hier hautnah miterleben. Mit von der Partie sind Satous ehemaliger Schützling und mittlerweile Gamedesigner in Ausbildung Yamazaki, Hobby-Psychologin Misaki, die versucht Satou aus seiner Isolation zu holen, sowie die Verschwörungstheoretikerin Hitomi, die Satou noch aus der Highschool kennt.

Natürlich ist diese Serie nicht immer bitter ernst oder prügelt einem die Sozialkritik mit dem Dampfhammer ein. Stattdessen ist sie die meiste Zeit augenscheinlich doch recht fröhlich und angenehm. Wenn man sich aber wirklich in unseren Helden hineinversetzt, könnte einem stellenweise schon das Lachen im Halse stecken bleiben, denn die Situation in der er sich befindet ist eigentlich alles andere als amüsant. Passender Weise haben die drei anderen Hauptfiguren dann auch massive Probleme mit sich selbst, nur jeweils auf unterschiedlichen Gebieten. Generell kann man sagen, dass die Charaktere neben der sich sehr kleinschrittig entwickelnden Romanze und der dichten Atmosphäre den mit Abstand stärksten Aspekt dieses Anime bilden.

Auf technischer Seite kann NHK vor allem durch die sehr saubere Arbeit von GONZO überzeugen. Nur minimale Aussetzer und Sparmaßnahmen, meist sehr schöne Hintergründe, ordentliche Umgebungsgestaltung, flüssige Animation und ein Charakterdesign zum verlieben, bei dem vor allem die Mimik unheimlich stark rüberkommt. Soundmäßig gibt es von seichtem Pop bis zu ironischen Rocksongs ala Knorkator einiges zu hören und sowohl Opening als auch Ending können durch Clip und Musik auf ganzer Linie punkten. Starker Sound garantiert, wenngleich das Opening von Round Table für meinen Geschmack etwas asynchron zur Grundstimmung der Serie ist.

Fazit:
Lügen haben kurze Beine... NHK sollte man gesehen haben und im Prinzip führt daran gar kein Weg vorbei. Lebensratgeber für Motivationslose, schöne Lovestory, gute Witze und das richtige Maß an Kritik, auch wenn diese oft etwas überspitzt geäußert wird: Pflichtprogramm!
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Avatar: odesue#4
Ist tatsächlich eine weltweite Verschwörung im Gange? Bin ich wirklich WOW-süchtig? Und verdammt nochmal wie produziert man ein wirklich geiles Hentai-Game?
Diesen und mehr Fragen versucht dieser Anime auf den Grund zu gehen. Und wer jetzt denkt das klingt ja vollkommen beknackt, hat zwar recht aber das ist noch lang nicht alles was "NHK ni Youkoso!" zu bieten hat...



Satou Tatsuhiro ist ein Hikikomori durch und durch. Er lebt vollkommen isoliert von der Außenwelt und ganz allein in seiner kleinen Wohnung, in der er schon seit 4 Jahren sein Dasein als Hikikomori fristet und versucht jeglichen Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden. Denn er ist fest davon überzeugt, dass da draußen eine Verschwörung im Gange ist und versucht dieser mit allen Mittel aus dem Weg zu gehen.
So kann man auch gut verstehen, dass Satou nicht sonderlich begeistert ist, als er auf die süße Nakahara Misaki trifft, die es sich schon bald zur Aufgabe macht ihn aus dieser Situation zu befreien. Nur widerwillig geht er auf ihr Angebot ein, da er ja noch andere Dinge zu erledigen hat. Sei es nun wieder ein Verhältnis zu seiner Senpai Kashiwa Hitomi aufzubauen, die im übrigen die Quelle für all die Verschwörungstheorien ist, oder mit seinem alten Bekannten Yamazaki Kaoru, der sein Otaku-Dasein schon fast wie eine Religion auslebt, das beste Hentai-Game aller Zeiten zu entwickeln.
Doch im Laufe der Zeit fragt sich Satou immer mehr, was Misaki wirklich von ihm will und warum sie mit aller Macht versucht ihm zu helfen.

So pendelt "NHK ni Youkoso!" geschickt zwischen Comedy, Drama und Satire und streift manchmal sogar die Grenze zum Grotesken. Denn wer diesen Anime für leichte Kost hält, wird wahrscheinlich eine böse Überraschung erleben. "NHK ni Youkoso!" konfrontiert den Zuschauer nicht selten mit den Abgründe unserer modernen Gesellschaft und ist sich auch nicht zu Schade oft genug den Finger in die Wunde zu bohren, die am größten ist und besonders weh tut.
Immer mit der nötigen Portion Humor, aber nie mit der Absicht als reine Gagparade zu enden, hält die Serie uns sozusagen den Spiegel vors Gesicht, wobei wir sicher nicht nur einmal einen Teil von uns selbst in der Geschichte wiederfinden.

Dabei setzt der Anime vorwiegend auf seine Charaktere, ohne die das ganze Storygerüst schnell in sich zusammenfallen würde. Sei es nun der von Wahnvorstellungen gejagte Hikikomori Satou, Yamazaki Kaoru der fanatische Otaku, Kashiwa Hitomi die Mutter aller Verschwörungstheorien oder die niedliche Nakahara Misaki, deren wahren Absichten und Pläne erst ganz zum Schluss ins rechte Licht gerückt werden.
Neben der Art und Weise wie sich der Anime mit den reallen Themen unsere heutigen Zeit beschäftigt, sind Sie es die den Anime am "Leben halten".
Dem Zuschauer drängt sich immer die Frage auf: Was treibt diese Personen an, was bringt sie dazu diesen Weg einzuschlagen?

"You don't want the truth. You make up your own truth." Mit dieser Aussage werden all die Figuren letztendlich konfrontiert und müssen zum Schluss einsehen, dass die eigene Vorstellung vom Leben, die sie für die absolute Wahrheit hielten, sich am Ende als Lüge herausstellt und sie mit dieser bitteren Erkenntnis Leben müssen.
Das Ende ist somit auch gut gelungen und passt einfach zum Verlauf der Story.

Diese setzt eigentlich konstant auf einen ruhigen Erzählfluss und kann nur selten Höhepunkte vorweisen. Doch diese haben es dann auf ihre Art in sich, man nehme allein die Episode 13, die für mich einer DER Höhepunkte ist (Satou: What the hell did I come here for? - einfach herrlich).
Zwar sind auch ein paar Abschnitte der Geschichte einwenig langatmig geraten, aber bei so einer Art von Anime kann man das noch verkraften.

Was man von den visuellen Präsentation nicht immer sagen kann. Zwar ist das Charakterdesign recht ansehnlich und die Animationen gehen auch größtenteils in Ordnung, nur hier und da haben sich Phasen eingeschlichen, in welchen der Anime optisch vor allem durch seine (ich sag mal) abstrakte Linienführung auffällt und das im negativen Sinne. Ich weiß nicht ob dies beabsichtigt war, aber mir hat das nicht wirklich gefallen.

Aber diese Mängel macht der Soundtrack mehr als wieder wett und kann auf ganzer Linie überzeugen. Vor allem das Opening "Puzzle" von ROUND TABLE feat. Nino hat es mir angetan und der OST selber passt auch perfekt zu der Serie. Für jeden Gemütszustand gibts den passenen Sound, der den Bildern den perfekten musikalischen Stempel aufdrückt und eine grandiose Atmosphäre schafft.
Von klassischem Jazz, über stimmungsvollem Pop-Rock, bis hin zu melancholischen Countryklängen ist hier alles vertreten und kommt es mal ganz dicke, greift der Anime zu seiner psychedelischen Geheimwaffe namens "Puru Puru Pururin", welche nicht nur Satou in seiner herrlichen Kitschigkeit fast in den Wahnsinn treibt.

Fazit:
Schlussendlich versteht es dieser Anime nicht nur den Zuschauer zu unterhalten, sondern wirft auch Fragen über unsere heutige Gesellschaft auf und schneidet somit auch Themen an, die jeden ansprechen und zum nachdenken anregen sollten. Zwar ist der Anfang einwenig verwirrend, doch hat man sich erstmal damit auseinander gesetzt und die Charaktere ins Herz geschlossen, weiß "NHK ni Youkoso!" zu überzeugen und nimmt einen mit auf einen Trip zu den tiefen Abgründen der menschlichen Psyche, ohne dabei auf einen humorvollen Reiseführer zu verzichten. Animefans, die der Mischung aus Comedy, Drama, Satire und dem Schuss Wahnsinn nicht abgeneigt sind und auf abgedrehte Charaktere stehen, sollten aufjedenfall einen Blick riskieren. Ich für meinen Teil bin schon auf der Suche nach den DVDs, aber wo kann ich sie nur finden? Oh mein Gott, das ist bestimmt Teil dieser verdammten Verschwörung...
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Avatar: Nemesis#5
Ich bin schon seit längerer Zeit auf den Anime aufmerksam geworden, habe ihn mir aber nie angeschaut. Vor ein paar Tagen war es dann aber doch so weit und ich hab mit Welcome to the NHK (WttNHK) angefangen und ich muss sagen, dass ich das schon früher machen hätte sollen.


Story:
Bei WttNHK geht es um Satou, der völlig abgschottet von der Außenwelt in seinem Apartment arbeitslos vor sich hin "lebt". Er räumt nie sein Zimmer auf, faulenzt die Ganze Zeit und verlässt nur für die Notwendigsten Dinge das Apartment... kurz: Er ist ein Hikikomori. Eines Tages trifft er ein Mädchen namens Misaki, welche ihm verspricht, dass sie ihn von seinem Hikikomori-Daseins befreien kann. Satou glaubt dies aber nicht und redet sich ständig selbst ein, dass er ihre Hilfe nicht braucht, weil er ständig leugnet, dass er ein Hikikomori ist. Doch schön langsam kommen für Satou immer mehr Probleme auf und er entscheidet sich doch die Hilfe von Misaki anzunehmen. Und somit beginnt die Geschichte von Satou's Hikikomori-Therapie...

WttNHK zeigt viele Dinge des Hikikomori-Daseins auf und auch, wie deprimierend das Leben doch sein kann. Neben der Comedy, werden hier auch viele andere Dinge angeschnitten. Der Anime ist sehr vielseitig und regt meiner Meinung nach auch zum Nachdenken an. Gegen Ende wird er immer mehr zu einem Drama.

Charaktere:
Die Charaktere bei WttNHK sind auch sehr vielseitig. Satou selbst, der meiner Meinung nach einer der größten Idioten ist, die ich je am Bildschirm gesehen habe, mir aber dennoch sehr sympathisch ist, ist der perfekte Hikikomori. Um zu verstehen, wieso ich ihn für nen Idioten halte, ihn aber dennoch mag, muss man sich den Anime selbst anschauen. Das Highlight unter den Charakteren ist aber meiner Meinung nach nicht Satou, der ja eigentlich der Hauptcharakter von WttNHK ist, sondern Misaki. Misaki ist ein süsses Mädchen, dass Satou die Ganze Zeit nur helfen will, aber von Satou die meiste Zeit nur ignoriert und auch abgeblockt wird, weil er einfach nicht begreift, was sie alles für ihn macht. Außerdem fühlt sie sich von Anfang an auch sehr zu ihm hingezogen. Dann gibt's da auch noch Yamazaki, Satou's Otaku-Nachbar. Anfangs ist Satou von Yamazaki's Otaku-Verhalten total genervt, aber dann langsam überzeugt ihn Yamazaki und kann auch ihn für Animes und dergleichen gewinnen. Außerdem gibt's da auch noch Hitomi, die Satou aus seiner Highschool Zeit kennt. Als seine Senpai und Präsidentin des Literatur-Clubs damals, verbrachten sie viel Zeit miteinander. Dann gibt's da auch noch ein paar andere Charaktere, die aber nicht ganz so erwähnswert sind, wie die genannten und deshalb verrate ich zu denen nichts.

Animationen und Musik:
Der Zeichenstil und die Animationen sind die meiste Zeit sehr gut. Ab und zu schwächelt er aber auch etwas.
Die Musik fand ich auch ganz gut. Die BGM fand ich immer passend.

Fazit:
Welcome to the NHK ist ein sehr interessanter Anime, der sich mit den verschiedensten Weisen des Hikikomori-Daseins beschäftigt und auch etwas zum Nachdenken anregt.
Unbedingt anschauen!
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Anime Kommentare

Avatar: Noa
V.I.P.
#1
Obwohl Welcome to the N.H.K. viele ernste Themen anspricht und eine gute Kritik an die japanische Leistungsgesellschaft ist, ist er mit viel Humor gespickt was den Anime am Anfang seine Ernsthaftigkeit abnimmt. Keineswegs - Welcome to the N.H.K. nimmt sich sehr genau und verbirgt soviel wahres. Unser Protagonist, Tatsuhiro Satou, lebt nun seit vier Jahren daheim als "Hikikomori", Menschen die sich in ihr Zimmer barrikadieren und eine gewisse sozial Phobie haben. Er selbst hat dazu verrückte Theorien wie es dazu kam das er selbst eines Tages nicht mehr zur Uni ging und das studieren von alleine aufgab. Neben Tatsuhiro gibt es noch andere spannende Charaktere wie Misaki Nakahara, ein Mädchen auf welches Tatsuhiro eines Tages trifft und diese ihn von sein Dasein als "Hikikomori" befreien will. Zu Anfang scheint sie eine klischeehafte Person zu sein, doch mit dem voranschreiten des Anime wird auch ihre wahres Potenzial aufgedeckt. Ebenso scheint der Nachbar von Tatsuhiro am Anfang ein klarer "Otaku", also ein großer Fan der mit Leidenschaft sein Geld für sein Hobby ausgibt, anders gesagt ein Nerd. Ebenfalls wird erst viel später seine Tiefen klar und öffnet eine weitere Gesellschaftssatire in diesem Werk. Welcome to the NHK! ist der witzige, doch sehr aufrichtige Versuch einer Selbstprüfung des Hikikomori Tatsuhiro und die deprimierende Wahrheit über das wahre Leben.
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Avatar: MCSens#2
NHK ni youkoso...

So verrückt. Einfach ein unglaublich verrückter Anime mit sehr sehr viel Witz und Ideenreichtum. Abgesehen von den ersten 5 Minuten, ist der Anime schon relativ Realitätsnah gehalten, etwas das mir sehr gefällt. Man erfährt einiges über Japan und seine Nerds, was die wirklich verrückte Handlung definitiv ziemlich glaubwürdig macht!

Vermutlich habe ich bei keinem Anime so gelacht, wie bei diesem. Aber nicht falsch verstehen: Er hat auch ziemliche Tiefe. Leben, Soziales Umfeld, Freunde, alleine sein wollen, Träume, Arbeit, Versagen. Themen die einfach jeden betreffen. NHK lässt einen das alles irgendwie humorvoll betrachten, jedoch mit dem nötigen respekt, denn die im Anime angesprochene Thematik ist ein wirkliches Problem in Japan (Hikikomori) und die faulheit wohl Weltweit.

Wer sich auf eine Talfahrt von Bauchschmerzen vor Lachen und leicht feuchten Augen machen will, sollte definitiv mal reinschauen (und sich nicht von den ersten 5 Minuten abschrecken lassen!)
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Avatar: Rattenjunge#3
Anspruch:viel
Action:mittel
Humor:wenig
Spannung:viel
Erotik:wenig
Auch ich werde auch ein paar Worte zum Anime verlieren.

Es ist einer der wenigen Anime von denen ich mich in den Bann habe ziehen lassen. Dies ist vor allem auf die Realitätsnähe und damit einhergehenden Nachvollziehbarkeit zurückzuführen. Sogar die psychischen Probleme werden je nach Situation in die man sich hineinversetzt ein wenig deutlich und fast schon verständlich. Deswegen finde ich hat der Anime vor allem an dieser Stelle einen sehr guten Job geleistet.

Neben der guten Ausführung wartet NHK noch mit einer durchdachter Geschichte, individuellen Charakteren und einigen Situationen auf, die dem Betrachter die Augen öffnet und dafür sorgt sich Gedanken zu machen.

Ich würde den Anime am meißten den Leuten empfehlen denen es an Motivation mangelt beziehungsweise denen die einen Energieschub brauchen. Zumindest kann ich von mir behaupten, dass ich nachdem ich NHK nun gesehen habe voller Energie bin und gedenke Änderungen anzugehen die schon ein wenig zurück liegen.
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Avatar: Bladerunner#4
Anspruch:10
Action:2
Humor:6
Spannung:6
Erotik:1
Teilweise etwas überzogen aber ansonsten ein Klasse Anime.
Obwohl ich mir vorstellen kann, dass man sich in den Charakter des Protagonisten richtig hineinversetzen können muss um diesen Anime wirklich genießen zu können.
Da ich Schizoid bin und muss ich sagen das dieser Anime mir in allen Aspekten sehr zugesagt hat.
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Avatar: gottesgnade#5
Anspruch:7
Action:4
Humor:8
Spannung:6
Erotik:6
Also es ist ein guter Anime!! Und es macht Laune und Verwirrung ihn zu Schauen! Jedoch hab ich zuerst die Manga's gelesen und sie wahren um einiges besser!! Aber sonst kann ich den Anime nur empfehlen!!
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