- Handlung
- Animation
- Charaktere
- Musik
Story:
This Monster Wants to Eat Me ist ein Anime, der sich konsequent dem Lauten und Spektakulären verweigert. Stattdessen setzt die Serie auf Melancholie, langsames Erzählen und eine bedrückende Grundstimmung, die sich wie salziges Meerwasser um die Figuren legt. Wer hier klassischen Horror oder eindeutige Romance erwartet, wird überrascht – denn der Anime ist in erster Linie ein psychologisches Drama mit übernatürlichem Rahmen.
Im Zentrum steht Hinako, ein Mädchen, das nach dem Verlust ihrer Familie innerlich abgestumpft durchs Leben geht. Der Anime macht diesen Zustand audiovisuell spürbar: gedämpfte Farben, lange Einstellungen, wenige Worte. Immer wieder vermittelt die Inszenierung das Gefühl des Ertrinkens – nicht als plakativen Effekt, sondern als unterschwellige Dauerbelastung. Hinakos Alltag wirkt leer, fast bedeutungslos, und genau diese innere Nähe zum Tod macht sie für Monster anziehend.
Diese Monster sind dabei weniger klassische Bedrohungen als metaphorische Figuren. Sie „schmecken“ Hinakos seelischen Zustand, ihre Trauer und Lebensmüdigkeit. Der Anime nutzt dieses Konzept effektiv, ohne es ständig zu erklären, und vertraut darauf, dass das Publikum die Symbolik selbst erschließt.
Der Wendepunkt der Handlung ist die Begegnung mit Shiori, einer Meerjungfrau, die Hinako vor einem tödlichen Angriff rettet – jedoch nicht aus Mitgefühl. Shiori sagt offen, dass sie Hinako selbst essen will, allerdings erst später. Um sie zu einer perfekten Mahlzeit heranwachsen zu lassen, beschließt sie, Hinako zu beschützen. Diese Offenheit wirkt zunächst grausam, entpuppt sich aber als der ehrlichste Umgang, den Hinako seit Langem erlebt hat.
Gerade hier zeigt der Anime seine größte Stärke: die ungewöhnliche Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren. Hinako reagiert nicht mit Panik oder Fluchtinstinkt, sondern mit Akzeptanz. Shiori wiederum ist emotional
unbeholfen, neugierig und überraschend fürsorglich – auch wenn ihre Motivation zutiefst egoistisch bleibt. Die Serie lebt von ruhigen Dialogen, Schweigen und Blicken, die mehr sagen als lange Monologe.
Technisch bleibt der Anime bewusst zurückhaltend. Die Animation ist solide, aber selten spektakulär. Dafür punkten Hintergrundgestaltung und Sounddesign: Meeresrauschen, Wind und Stille werden gezielt eingesetzt, um Hinakos inneren Zustand widerzuspiegeln. Die Musik ist sparsam, verstärkt aber die melancholische Atmosphäre effektiv.
Storyspoiler / Twists
Charaktere:
Hinako:
Ein stilles, innerlich erschöpftes Mädchen, das nach dem Verlust ihrer Familie emotional wie betäubt durchs Leben geht. Ihre Nähe zum Tod macht sie für Monster anziehend, während sie selbst kaum noch einen klaren Lebenswillen verspürt. Hinako sehnt sich weniger nach Rettung als nach jemandem, der ihr ehrlich zuhört.
Shiori:
Eine Meerjungfrau, die Hinako retten will, um sie später selbst zu verspeisen. Direkt, emotionsarm und erstaunlich fürsorglich begleitet sie Hinako aus egoistischen Gründen, entwickelt dabei jedoch zunehmend widersprüchliche Gefühle. Ihr Hunger kollidiert immer stärker mit der entstehenden Bindung.
Miku:
Hinakos Mitschülerin und Freundin und eine der wenigen konstanten menschlichen Bezugspersonen in ihrem Alltag. Offen, freundlich und bodenständig versucht sie, Hinako aus ihrer Isolation zu holen, ohne deren innere Schwere ganz zu begreifen. Gerade durch ihre Normalität bildet Miku einen wichtigen Kontrast zur Welt der Monster.
Fazit / Meinung:
Für mich ist This Monster Wants to Eat Me der klare Gewinner der Fall-2025-Simulcast-Season. Kaum ein anderer Anime der letzten Jahre erzählt seine Geschichte derart ruhig, konsequent und emotional ehrlich. Die Serie verlangt Geduld, belohnt diese jedoch mit einer außergewöhnlich dichten Atmosphäre und einer thematischen Tiefe, die weit über Genregrenzen hinausgeht.
Besonders stark sind dabei 2–3 ganz spezielle Momente, in denen der Anime emotional voll trifft – leise, zurückhaltend und ohne große Effekthascherei. Szenen, bei denen selbst jemand, dem sonst selten die Augen feucht werden, kurz innehalten muss. Wenn ein Anime das schafft, dann ist er nicht nur gut inszeniert, sondern verdammt gut erzählt. Diese Wirkung entsteht nicht durch Pathos, sondern durch Blickwechsel, Pausen und unausgesprochene Gefühle, die lange nachhallen.
Was mir dabei besonders gut gefällt, ist, wie nachvollziehbar alle Charaktere geschrieben sind. Selbst Figuren, die offensichtlich nicht menschlich sind, werden von sehr vertrauten, emotionalen Impulsen geleitet. Dadurch wirken ihre Entscheidungen stets glaubwürdig und greifbar – auch dann, wenn man sie nicht unbedingt teilt oder gutheißt.
This Monster Wants to Eat Me ist ein stiller, schwerer Anime, der keine einfachen Antworten liefert. Er behandelt Themen wie Trauer, Lebensmüdigkeit und Nähe mit bemerkenswerter Sensibilität und nutzt seine übernatürliche Prämisse als emotionale Metapher statt als Selbstzweck. Für Fans von ruhigen, psychologisch geprägten Serien ist das eine außergewöhnlich lohnende Erfahrung – für alle anderen möglicherweise zu langsam oder zu bedrückend, aber gerade darin kompromisslos ehrlich.
This Monster Wants to Eat Me ist ein Anime, der sich konsequent dem Lauten und Spektakulären verweigert. Stattdessen setzt die Serie auf Melancholie, langsames Erzählen und eine bedrückende Grundstimmung, die sich wie salziges Meerwasser um die Figuren legt. Wer hier klassischen Horror oder eindeutige Romance erwartet, wird überrascht – denn der Anime ist in erster Linie ein psychologisches Drama mit übernatürlichem Rahmen.
Im Zentrum steht Hinako, ein Mädchen, das nach dem Verlust ihrer Familie innerlich abgestumpft durchs Leben geht. Der Anime macht diesen Zustand audiovisuell spürbar: gedämpfte Farben, lange Einstellungen, wenige Worte. Immer wieder vermittelt die Inszenierung das Gefühl des Ertrinkens – nicht als plakativen Effekt, sondern als unterschwellige Dauerbelastung. Hinakos Alltag wirkt leer, fast bedeutungslos, und genau diese innere Nähe zum Tod macht sie für Monster anziehend.
Diese Monster sind dabei weniger klassische Bedrohungen als metaphorische Figuren. Sie „schmecken“ Hinakos seelischen Zustand, ihre Trauer und Lebensmüdigkeit. Der Anime nutzt dieses Konzept effektiv, ohne es ständig zu erklären, und vertraut darauf, dass das Publikum die Symbolik selbst erschließt.
Der Wendepunkt der Handlung ist die Begegnung mit Shiori, einer Meerjungfrau, die Hinako vor einem tödlichen Angriff rettet – jedoch nicht aus Mitgefühl. Shiori sagt offen, dass sie Hinako selbst essen will, allerdings erst später. Um sie zu einer perfekten Mahlzeit heranwachsen zu lassen, beschließt sie, Hinako zu beschützen. Diese Offenheit wirkt zunächst grausam, entpuppt sich aber als der ehrlichste Umgang, den Hinako seit Langem erlebt hat.
Gerade hier zeigt der Anime seine größte Stärke: die ungewöhnliche Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren. Hinako reagiert nicht mit Panik oder Fluchtinstinkt, sondern mit Akzeptanz. Shiori wiederum ist emotional
unbeholfen, neugierig und überraschend fürsorglich – auch wenn ihre Motivation zutiefst egoistisch bleibt. Die Serie lebt von ruhigen Dialogen, Schweigen und Blicken, die mehr sagen als lange Monologe.
Technisch bleibt der Anime bewusst zurückhaltend. Die Animation ist solide, aber selten spektakulär. Dafür punkten Hintergrundgestaltung und Sounddesign: Meeresrauschen, Wind und Stille werden gezielt eingesetzt, um Hinakos inneren Zustand widerzuspiegeln. Die Musik ist sparsam, verstärkt aber die melancholische Atmosphäre effektiv.
Storyspoiler / Twists
Im weiteren Verlauf wird deutlich, dass Shioris Wunsch, Hinako zu fressen, nicht nur Hunger ist, sondern auch Ausdruck ihrer eigenen Einsamkeit. Je mehr Hinako beginnt, sich zu öffnen und zaghaft wieder Interesse am Leben zu entwickeln, desto komplizierter wird die Beziehung. Paradoxerweise entfernt sich Hinako damit genau von dem Zustand, der sie für Shiori so begehrenswert gemacht hat.
Der Anime thematisiert diesen Konflikt subtil, aber konsequent: Hinakos langsames Zurückfinden ins Leben steht im direkten Gegensatz zu Shioris ursprünglichem Ziel. Gleichzeitig wird Hinakos anfängliche Gleichgültigkeit gegenüber ihrem eigenen Tod kritisch hinterfragt. Das „Gefressenwerden“ verliert seinen Reiz, je realer das Weiterleben wird.
Statt auf eine klare moralische Lösung zuzusteuern, lässt die Serie viele Spannungen bewusst offen. Liebe, Abhängigkeit, Egoismus und Fürsorge verschwimmen zunehmend – und genau darin liegt die emotionale Tragik der Geschichte.
Der Anime thematisiert diesen Konflikt subtil, aber konsequent: Hinakos langsames Zurückfinden ins Leben steht im direkten Gegensatz zu Shioris ursprünglichem Ziel. Gleichzeitig wird Hinakos anfängliche Gleichgültigkeit gegenüber ihrem eigenen Tod kritisch hinterfragt. Das „Gefressenwerden“ verliert seinen Reiz, je realer das Weiterleben wird.
Statt auf eine klare moralische Lösung zuzusteuern, lässt die Serie viele Spannungen bewusst offen. Liebe, Abhängigkeit, Egoismus und Fürsorge verschwimmen zunehmend – und genau darin liegt die emotionale Tragik der Geschichte.
Charaktere:
Hinako:
Ein stilles, innerlich erschöpftes Mädchen, das nach dem Verlust ihrer Familie emotional wie betäubt durchs Leben geht. Ihre Nähe zum Tod macht sie für Monster anziehend, während sie selbst kaum noch einen klaren Lebenswillen verspürt. Hinako sehnt sich weniger nach Rettung als nach jemandem, der ihr ehrlich zuhört.
Shiori:
Eine Meerjungfrau, die Hinako retten will, um sie später selbst zu verspeisen. Direkt, emotionsarm und erstaunlich fürsorglich begleitet sie Hinako aus egoistischen Gründen, entwickelt dabei jedoch zunehmend widersprüchliche Gefühle. Ihr Hunger kollidiert immer stärker mit der entstehenden Bindung.
Miku:
Hinakos Mitschülerin und Freundin und eine der wenigen konstanten menschlichen Bezugspersonen in ihrem Alltag. Offen, freundlich und bodenständig versucht sie, Hinako aus ihrer Isolation zu holen, ohne deren innere Schwere ganz zu begreifen. Gerade durch ihre Normalität bildet Miku einen wichtigen Kontrast zur Welt der Monster.
Fazit / Meinung:
Für mich ist This Monster Wants to Eat Me der klare Gewinner der Fall-2025-Simulcast-Season. Kaum ein anderer Anime der letzten Jahre erzählt seine Geschichte derart ruhig, konsequent und emotional ehrlich. Die Serie verlangt Geduld, belohnt diese jedoch mit einer außergewöhnlich dichten Atmosphäre und einer thematischen Tiefe, die weit über Genregrenzen hinausgeht.
Besonders stark sind dabei 2–3 ganz spezielle Momente, in denen der Anime emotional voll trifft – leise, zurückhaltend und ohne große Effekthascherei. Szenen, bei denen selbst jemand, dem sonst selten die Augen feucht werden, kurz innehalten muss. Wenn ein Anime das schafft, dann ist er nicht nur gut inszeniert, sondern verdammt gut erzählt. Diese Wirkung entsteht nicht durch Pathos, sondern durch Blickwechsel, Pausen und unausgesprochene Gefühle, die lange nachhallen.
Was mir dabei besonders gut gefällt, ist, wie nachvollziehbar alle Charaktere geschrieben sind. Selbst Figuren, die offensichtlich nicht menschlich sind, werden von sehr vertrauten, emotionalen Impulsen geleitet. Dadurch wirken ihre Entscheidungen stets glaubwürdig und greifbar – auch dann, wenn man sie nicht unbedingt teilt oder gutheißt.
This Monster Wants to Eat Me ist ein stiller, schwerer Anime, der keine einfachen Antworten liefert. Er behandelt Themen wie Trauer, Lebensmüdigkeit und Nähe mit bemerkenswerter Sensibilität und nutzt seine übernatürliche Prämisse als emotionale Metapher statt als Selbstzweck. Für Fans von ruhigen, psychologisch geprägten Serien ist das eine außergewöhnlich lohnende Erfahrung – für alle anderen möglicherweise zu langsam oder zu bedrückend, aber gerade darin kompromisslos ehrlich.

Watashi o Tabetai, Hitodenashi
This Monster Wants to Eat Me
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This Monster Wants to Eat Me
This Monster Wants to Eat Me
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Kommentare
Oh, falscher Button.
Die Figuren gefallen mir mit Ausnahme von Miko auch nicht. Shiori ist unsympathisch und die Hauptfigur Hinako ist viel zu passiv.
Von Girl's Love hab ich im Anime nichts gesehen, das kommt mir eher wie ein Marketing-Kniff vor.