#1- Setting & Story
- Vortrag
- Animation
- Musik
Am Anfang von Lazarus fühlt man sich erstmal so, als käme man gerade zu spät zu einer angesagten Party, auf der man niemanden kennt. Viele der Anwesenden haben eine starke Ausstrahlung und ein selbstsicheres Auftreten, wirken aber doch irgendwie unnahbar und unzugänglich. Man beobachtet sie dann ein wenig in ihrer Interaktion, beim Posen und beim Aufmerksamkeit auf sich lenken, und dann stellt man irgendwann ernüchtert fest, dass da einfach keine Basis ist, auf der man ein Gespräch beginnen könnte oder wollte, weil es da einfach keinen Vibe gibt. Aber first things first....
Setting & Story
Lazarus handelt von einem Odball-Team aus ehemaligen Sträflingen, Spionen, Hackern und anderen Sonderlingen unter der Schirmherrschaft der NSA, denen für Ihre Teilnahme an einer Aktion zur Rettung der Menschheit Amnestie versprochen wird. Da fühlt man sich direkt etwas an Psycho-Pass & co. erinnert. Die Bedrohung, der die Welt sich ausgesetzt sieht, ist hier allerdings nicht das Vorhandensein "böser" Gedanken, sondern der Umstand, dass sich ein als günstiges Schmerzmittel eingeführtes und weltweit nicht mehr wegzudenkendes Medikament plötzlich als toxische Zeitbombe entpuppt. Dahinter steckt ein untergetauchter Wissenschaftler und Universal-Genie, der im Ableben großer Teile der Weltbevölkerung die gerechte Strafe für die habgierige, egozentrische und unbelehrbare Natur des Menschen, sowie die einzige Möglichkeit zur Rettung des Planeten sieht. Falls man ihn aufspüren könne - so verspricht er -, werde er aber die Formel für ein Gegengift herausgeben.
Vortrag
Leider konnte man sich bei MAPPA wohl nicht entscheiden, wo man eigentlich den Fokus von Lazarus setzen, und welche Message man mit der Geschichte vermitteln wollte. Naheliegend wäre natürlich gewesen, die Figuren und ihre Hintergründe zu explorieren. Schließlich trägt der Anime den Namen der Spezialeinheit. Das scheitert aber daran, dass man - wie bereits erwähnt - direkt zu Beginn mit Figuren zugeschmissen wird und diese allesamt irgendwie zu "cool" und zu distanziert präsentiert werden. Backstory gibt es zu ihnen erstmal auch keine, was dazu führt, dass man schnell das Interesse an den Charakteren verliert und man sie fast unsympathisch findet. Eine andere Möglichkeit wäre es gewesen, eine eindringliche Gesellschaftskritik zu formulieren. Dies bleibt aber weitestgehend aus bzw. wird so weit in den Hintergrund gerückt, dass es nicht ernstzunehmen ist. Es wird nicht einmal richtig gezeigt, wie die Welt und ihre Gesellschaften eskalieren und kollabieren, während das vermeintliche Ende Tag für Tag näher rückt. Hinzu kommt, dass der Großteil der Menschen, die an dem Toxin zu Grunde gehen würden, die unteren 90% der Weltbevölkerung wären und zu guten Teilen eben nicht die Eliten, die diese problematischen Besitz- und Gesellschaftsverhältnisse aufrecht erhalten, um von ihnen zu profitieren. Daher erschließt sich mir auch nicht, wie das rechtzeitige Auffinden von Skinner aus reinem Selbsterhaltungstrieb heraus die Weiterlebenswürdigkeit der Menschheit nachweisen soll... Kurzum: Lazarus ist schlecht geschrieben, das Setting ist - wenn man mich fragt - Quatsch und man bekommt selbst beim besten Willen keine Connection zu den Charakteren aufgebaut. Es kommt zu keinem Zeitpunkt ein Gefühl wirklicher Bedrohung auf, es mangelt der Serie an der nötigen Ernsthaftigkeit und in Summe führt das dazu, dass man ein uninteressantes und leider weitgehend langweiliges Kuddelmuddel an Serie vor sich hat.
Optik & Sound
Direkt zu Beginn sieht der Anime leider nicht nach gewohnter MAPPA-Qualität aus. Insbesondere die Charaktere wirken schluderig gezeichnet. Glücklicherweise bessert sich dies bis auf wenige Ausreißer relativ schnell und man bekommt doch einige wirklich toll gemachte Szenen - vor allem Kämpfe - serviert. Das stimmt versöhnlich. Musikalisch sticht Lazarus nicht sonderlich heraus, präsentiert jedoch eine hinreichend breite Musik-Palette von Blues über Jazz bis Tech-House. OP und ED sind nichtssagend, sowohl von den Songs als auch von den Clips her.
Fazit
Unter dem Strich ist Lazarus eine äußerst mittelmäßige Agentengeschichte, die durch mangelnden thematischen Fokus einiges an Potenzial liegen lässt, und die dadurch zumindest bei mir sehr schnell in Vergessenheit geraten wird. Muss man nicht gesehen haben.
Setting & Story
Lazarus handelt von einem Odball-Team aus ehemaligen Sträflingen, Spionen, Hackern und anderen Sonderlingen unter der Schirmherrschaft der NSA, denen für Ihre Teilnahme an einer Aktion zur Rettung der Menschheit Amnestie versprochen wird. Da fühlt man sich direkt etwas an Psycho-Pass & co. erinnert. Die Bedrohung, der die Welt sich ausgesetzt sieht, ist hier allerdings nicht das Vorhandensein "böser" Gedanken, sondern der Umstand, dass sich ein als günstiges Schmerzmittel eingeführtes und weltweit nicht mehr wegzudenkendes Medikament plötzlich als toxische Zeitbombe entpuppt. Dahinter steckt ein untergetauchter Wissenschaftler und Universal-Genie, der im Ableben großer Teile der Weltbevölkerung die gerechte Strafe für die habgierige, egozentrische und unbelehrbare Natur des Menschen, sowie die einzige Möglichkeit zur Rettung des Planeten sieht. Falls man ihn aufspüren könne - so verspricht er -, werde er aber die Formel für ein Gegengift herausgeben.
Vortrag
Leider konnte man sich bei MAPPA wohl nicht entscheiden, wo man eigentlich den Fokus von Lazarus setzen, und welche Message man mit der Geschichte vermitteln wollte. Naheliegend wäre natürlich gewesen, die Figuren und ihre Hintergründe zu explorieren. Schließlich trägt der Anime den Namen der Spezialeinheit. Das scheitert aber daran, dass man - wie bereits erwähnt - direkt zu Beginn mit Figuren zugeschmissen wird und diese allesamt irgendwie zu "cool" und zu distanziert präsentiert werden. Backstory gibt es zu ihnen erstmal auch keine, was dazu führt, dass man schnell das Interesse an den Charakteren verliert und man sie fast unsympathisch findet. Eine andere Möglichkeit wäre es gewesen, eine eindringliche Gesellschaftskritik zu formulieren. Dies bleibt aber weitestgehend aus bzw. wird so weit in den Hintergrund gerückt, dass es nicht ernstzunehmen ist. Es wird nicht einmal richtig gezeigt, wie die Welt und ihre Gesellschaften eskalieren und kollabieren, während das vermeintliche Ende Tag für Tag näher rückt. Hinzu kommt, dass der Großteil der Menschen, die an dem Toxin zu Grunde gehen würden, die unteren 90% der Weltbevölkerung wären und zu guten Teilen eben nicht die Eliten, die diese problematischen Besitz- und Gesellschaftsverhältnisse aufrecht erhalten, um von ihnen zu profitieren. Daher erschließt sich mir auch nicht, wie das rechtzeitige Auffinden von Skinner aus reinem Selbsterhaltungstrieb heraus die Weiterlebenswürdigkeit der Menschheit nachweisen soll... Kurzum: Lazarus ist schlecht geschrieben, das Setting ist - wenn man mich fragt - Quatsch und man bekommt selbst beim besten Willen keine Connection zu den Charakteren aufgebaut. Es kommt zu keinem Zeitpunkt ein Gefühl wirklicher Bedrohung auf, es mangelt der Serie an der nötigen Ernsthaftigkeit und in Summe führt das dazu, dass man ein uninteressantes und leider weitgehend langweiliges Kuddelmuddel an Serie vor sich hat.
Optik & Sound
Direkt zu Beginn sieht der Anime leider nicht nach gewohnter MAPPA-Qualität aus. Insbesondere die Charaktere wirken schluderig gezeichnet. Glücklicherweise bessert sich dies bis auf wenige Ausreißer relativ schnell und man bekommt doch einige wirklich toll gemachte Szenen - vor allem Kämpfe - serviert. Das stimmt versöhnlich. Musikalisch sticht Lazarus nicht sonderlich heraus, präsentiert jedoch eine hinreichend breite Musik-Palette von Blues über Jazz bis Tech-House. OP und ED sind nichtssagend, sowohl von den Songs als auch von den Clips her.
Fazit
Unter dem Strich ist Lazarus eine äußerst mittelmäßige Agentengeschichte, die durch mangelnden thematischen Fokus einiges an Potenzial liegen lässt, und die dadurch zumindest bei mir sehr schnell in Vergessenheit geraten wird. Muss man nicht gesehen haben.
