Elfen Lied (Anime)エルフェンリート

  • TypTV-Serie
  • Episoden13 (~)
  • Veröffentlicht25. Jul 2004
  • HauptgenresActiondrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich, Volljährig

Anime Beschreibung

Anime: Elfen Lied
Den Kern der Story bilden die Diclonius; sie scheinen die nächste Stufe der Evolution zu sein. Es sind Wesen mit hornähnlichen Verformungen an ihren Köpfen. Sie besitzen starke telekinetische Kräfte, die sich in Form von unsichtbaren Armen ausbilden. Aufgrund dieser Kräfte könnten sie mit Leichtigkeit die Menschheit ausrotten. Aus Angst davor werden einige Diclonius von Geburt an eingesperrt, um sie besser studieren zu können. Die anderen werden sofort getötet. Eines Tages kann eine der Diclonius entkommen. Ihr Name ist Lucy und auf ihrer Flucht schlägt sie eine blutige Schneise durch die Reihen der Wachmänner. Sie wird dabei jedoch schwer am Kopf verletzt, stürzt ins Meer und als sie wieder zu sich kommt, hat sie ihr Gedächtnis verloren. Lucy wird von Kouta und Yuka an einem Strand aufgelesen. Von den beiden wird sie von nun an Nyuu genannt, da sie nur noch den Laut „Nyuu“ von sich gibt. Von da an leben die drei Jugendlichen zusammen in einem Haus, ohne von den drohenden Gefahren zu wissen, die noch auf sie lauern werden …
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Charaktere

Anime Zitate

  • Lucy
    When you’re miserable, you need someone more miserable than yourself.
  • Lucy
    Warmth and love. I’m the one who took everything from you…

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Anime Rezensionen

Avatar: DeBaer#1
Als ich die ersten Bilder von Elfen Lied sah war ich überzeugt davon dass es sich hier mal wieder um eine der vielen Knuddelromanzen handelt mit haufenweise süßen Mädchen mit schimmernden Kulleraugen und all dem üblichen Gedöns. Doch schon nach den ersten Sekunden wurde ich einmal mehr eines Besseren belehrt und das schockierende Blutbad das sich mir in den ersten 7 Minuten darbot, traf mich wie ein brutaler Schlag mitten ins Gesicht. Alles was ich mir bezüglich dieses Animes im Vorfeld ausgemalt hatte war in Bruchteilen von Sekunden zerschlagen und von einer Welle aus Blut weggespült worden. Das war der Zeitpunkt von dem an ich meine Augen nicht mehr vom Bildschirm lassen konnte und mich, ohne mich noch irgendwie neu zu orientieren, auf Alles gefasst machte. Die Atmosphäre die von dieser Serie ausgeht ist ganz und gar nicht niedlich, sie ist düster, bedrückend, brutal und depressiv. Selbst die stellenweise auftretenden heiteren Momente konnten nichts gegen das mulmige Gefühl in mir ausrichten das sich von Beginn an in mir breit machte. Ich kann mich an keinen anderen Anime erinnern der bei mir Gemütszustände dieser Art in solchem Ausmaß auslöste und das von Anfang bis Ende. Nüchtern betrachtet ist Elfen Lied im eigentlichen Sinne ein Harem-Anime und beinhaltet auch einige typische Elemente die deutlich darauf hinweisen. Dennoch würde ich Elfen Lied nie im gleichen Atemzug mit einem der renommierten Animes dieser Richtung (wie zB Love Hina) nennen. Die Grundkonzepte gleichen sich zwar aber allein durch diesen befremdend anmutenden teils irritierend unbehaglichen Unterton der sich wie ein rotes Band durch die gesamte Serie windet hebt sich Elfen Lied mehr als deutlich von allen mir bekannten Harem-Shows ab. Und dafür sorgt nicht nur der Gorefaktor: Die Serie ist nicht nur ein grausames Schlachten, auch andere Dinge werden in den Vordergrund gestellt wie zB psychische Labilität, Diskriminierung, Kindesmisshandlung sowie die hässliche Fratze der Korruption und Kaltblütigkeit der Menschen. Hinzu kommt eine gehörige Portion Dramatik die für ein heftiges Wechselbad der Gefühle sorgt und man sieht sich ständig zwischen Tragik und Irritation hin und her gerissen. Ein Meer aus Blut und Tränen legt sich brach und ohne Kompromisse vor dem Zuschauer aus und spielt ohne jede Rücksicht mit dessen Gefühlen. Trotz allem gibt es immer wieder Leute die dem Trugschluss erliegen das Elfen Lied außer exzessiver Gewaltdarstellung und dem präsentieren von nackter Haut nichts zu bieten hat. Es ist zwar ohne Zweifel Fakt das Elfen Lied diese zwei Faktoren beinhaltet aber sie sind nicht der Punkt dieser Serie und weit davon entfernt das zu sein was den Großteil der 13 Episoden hauptsächlich prägt. Vor allem ist EL ein Drama das sich um zwischenmenschliche Beziehungen und traumatische Erlebnisse dreht, inklusive einer tragischen Love-Story. In diesem Anime geht es um neu geschenkte Hoffnung, kaltblütige Individuen und die Sühne einer schweren Schuld. Die Geschichte geht sehr tief und zeigt auf brutale Weise was es heißt ohne Akzeptanz aufzuwachsen, zu leben und wie wichtig es ist Zuneigung zu erfahren. Damit verbunden werden moralische Botschaften wie "Man erntet was man sät." oder "Der Mensch ist sein eigener Teufel.", aufgegriffen und kritisch beäugt. Und genau DAS ist es was Elfen Lied in allererster Linie so großartig macht. Wer sich allein auf die Gewalt und den Ecchi-Anteil konzentriert ist auf dem gänzlich falschen Weg und verpasst genau das was Elfen Lied weit über den durchschnittlich, stupiden Standard-Splatter hinweg hebt. In meinen Augen zumindest ist Elfen Lied ohne jeden Zweifel ein großartiger Anime und ich kann diese Serie nur aller wärmstens empfehlen, selbst Leute mit empfindlichem Magen sollten trotz des hohen Splatteranteils über ihren Schatten springen und mal reinschauen, es lohnt sich!

Animation

An den Animationen habe ich eigentlich nicht viel auszusetzen: Die Charaktere sind vom Design her zwar nicht gerade innovativ ausgefallen aber dennoch sehr gut gezeichnet und nur sehr selten machen sich kleine Unsäuberlichkeiten, wie zB leicht deformierte Gesichter, bemerkbar. Die Backgrounds geizen nicht mit Details und bieten so manches Mal wunderschöne Szenerien die ab und zu fast photorealistisch rüber kommen. Die Farbpallete gibt sich zu einem Großteil sehr farbenfroh, wechselt aber, der Atmosphäre entsprechend, schnell zu dunkleren Tönen und steht der Serie einfach gut, schlicht und ergreifend. Etwas CG wird auch verwendet aber nur sobald die so genannten "Vektoren" der Diclonius zum Einsatz kommen, was IMO recht beeindruckend mit an zuschauen ist. Es ist ganz sicher nichts Bahnbrechendes a la Last Exile was man hier zu sehen bekommt, trotzdem rangiert Elfen Lied von der Animationsqualität ganz klar im oberen Drittel!

Sound

Was einem als erstes zu Ohren kommt ist das sehr ungewöhnliche aber absolut graziöse und stimmungsvolle Opening, welches komplett in Latein gesungen wird und sich einfach klasse anhört. Es hat so einen gewissen traurigen, wehmütigen Touch der einfach PERFEKT zu dieser Serie passt und bei mir durchgängig für Gänsehaut sorgte. Der Song ist beachtlich oft während den Episoden im Hintergrund zu hören, wird aber in vielen verschiedenen Variationen gespielt und lässt somit keine Monotonie aufkommen: Von instrumentaler Klavier- bis zur Männerchorversion ist hier für genug Abwechslung gesorgt. Das Ending hingegen gibt sich eher fröhlich und unbefangen, im krassen Gegensatz zum OP und somit auch erheblich weniger passend. Dennoch liebe ich den Song einfach, seit langem eines der besten EDs die ich gehört habe. Auch von der BGM her präsentiert sich Elfen Lied von der Schokoladenseite: Ein klassisch angehauchter Soundtrack erfreut das Ohr mit seichten Geigen- und Pianoklängen, passt der Serie wie ein Handschuh und verleiht jeder entsprechende Szene die gewünschte Atmosphäre. Von der musikalischen Seite hat mich Elfen Lied voll und ganz überzeugt!

Story

Die Story ist zwar nicht neu und erinnert an eine Mischung aus "Frankensteins Monster" und "Species", das hält sie aber nicht davon ab spannend und interessant zu sein. Das ich es kaum erwarten konnte die nächste Episode zu sehen ist Beweis genug dafür. Der Plot bietet für nur 13 Episoden genug Twists die die Geschichte vertiefen und viele Fragen werden aufgeworfen denen man unbedingt auf den Grund gehen will, was ungemein zum weiterschauen anspornt. Es wird dem Zuschauer nicht alles sofort erzählt und es bleiben zunächst viele Fragen unbeantwortet was den Plot und so manche Beziehung zwischen den Figuren angeht. Die Hintergründe werden nach und nach aufgedeckt und bringen mitunter einige interessante Ergebnisse zu Tage die schockieren und überraschen. Berserk ist erfolgreich mit dieser Schiene gefahren und auch Elfen Lied gelingt es auf diese Weise für einen ordentlichen Anteil an Motivation zu sorgen die Serie weiter zu verfolgen. Im Gegensatz zu Berserk schwächelt Elfen Lied jedoch ein klein wenig in punkto Scriptwriting und manchmal stützt sich der Verlauf der Serie ein wenig ZU heftig auf den Zufall was ein ums andere Mal in etwas unglaubwürdigen Ereignissen gipfelt. Ein kleiner Negativpunkt der aber nicht allzu schwer wiegt und nie komplett aus dem Ruder läuft. Was allerdings weit stärker zu bemängeln ist, ist die Tatsache dass die Geschichte am Ende etwas unvollständig wirkt und viele noch unbeantwortete Fragen im Raum hängen bleiben auf die man gerne eine Antwort gehabt hätte. Trotzdem, auch wenn man nach der letzten Episode sicher nicht ganz mit dem Ergebnis zufrieden sein kann weiß die Story von Elfen Lied nicht zuletzt dank ihrer dramatischen, bedrückenden Natur mitzureißen und den Zuschauer in ihren Bann zu schlagen.

Charaktere

Was die Charaktere angeht ist es ähnlich wie mit der Handlung: Je weiter die Serie fortschreitet desto mehr erfährt man über sie, man bekommt Einblicke in ihre Psyche, lernt sie kennen und verstehen. Man kann sicher sagen dass viele der Figuren typische Haremmerkmale besitzen aber das hat mich eigentlich nie gestört und allzu extrem ausgeprägt sind diese Merkmale auch wieder nicht. Für die relativ kurze Dauer von nur 13 Episoden bekommt man genügend Hintergrundinformationen zu den einzelnen Figuren und ihren tragischen bzw. grausamen Erlebnissen in ihrer Vergangenheit was dabei hilft so manchen Charakter besser deuten zu können und Gefühle ihm gegenüber zu entwickeln. Besonders hervorzuheben sind in dieser Hinsicht Kouta, Lucy und Kurama (zu einem kleinen Anteil würde ich auch Mayu und Nana dazu zählen) die sich später als sehr tragische Figuren entpuppen. Auch Mariko ist erwähnenswert: Sie hat zwar im Vergleich zu den bereits erwähnten Charakteren einen eher kurzen Auftritt, ihr Schicksal hinterlässt am Ende aber einen umso bedrückenderen Eindruck. Letztendlich habe ich, bis auf wenige Ausnahmen, mit so gut wie allen Figuren sympathisieren können und sie sind mir am Ende sehr ans Herz gewachsen.

Wert

Jedem Fan von Splatter ist Elfen Lied ohne Zweifel zu empfehlen aber auch Liebhaber von einfühlsamen, dramatischen Stories kommen bei diesem Anime voll auf ihre Kosten. Für Leute mit schwachen Nerven ist dieser Anime aber definitiv nichts, denn vor allem der krasse Kontrast von erschütternder Gewalt und niedlicher Unschuld kann für einiges an Irritation sorgen! Für mich allerdings ist Elfen Lied ein Pflichtkauf und ich werde mir die Serie ganz sicher noch einige Male anschauen.
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Avatar: Death-Note#2
So, zusätzlich zu meinen normalen Kommentar den ich schon etwas länger gepostet habe (siehe weiter unten) muss ich jetzt noch was schreiben, was mich persönlich sehr stört, ist das so gut wie in jedem Kommentar sowas wie "Trotz des vielen Blutes und des Ecchi Anteils ...". Was soll das heißen?? Es hört sich fast jedesmal so an als ob das was schlechtes wär. Die Story und die Charaktere und der Sound sind großartig und tragen maßgeblich zum Gesamtbild der Serie bei, genauso ist es auf bei den Splatter- und Ecchi-Elementen. Hat sich schonmal jemand gefragt was Elfen Lied wäre wenn es diese beiden Faktoren nicht beinhalten würde...??

"Elfen Lied ist der beste Anime 2004", hörte ich meinen Freund sagen und schaute es an. Siehe da, er hatte völlig recht.

Elfen Lied sieht auf den ersten Blick harmlos aus nette Figuren mit großen Augen. Aber dann ... die erste Folge hat es dann schon in sich. Literweise Blutfontänen werden dem Zuschauen innerhalb der ersten 10 Minuten geboten und nur um in der zweiten Hälfte der Folge eine 360° Drehung zu machen um dem Zuschauer wieder eine heile Welt mit lauter netter Charakteren vorzuspielen ...

Der wie schon angesprochen "nette" Zeichenstil ist stellenweise sehr simpel gehalten. Bei den charakteren sowie auch bei den Hintergründen. Fiel aber nie bzw. selten negativ auf. Auch mit roter Flüssigkeit geizten die Zeichner nicht.

Das ist das Stichwort zum nächsten Punkt, den viele sehen Elfen Lied nur weil sie hier literweise Blut sehen und "geilen" Splatten finden. Doch bei näherem betrachten sind es andere dinge die den Anime ausmachen. Klar das Blut dient dazu die Aufmerksamkeit zu wecken: Und es klappt! Wie schon erwähnt geht es in den ersten Minuten heftig zur Sache und jeder der den Einstieg in den Anime gesehen hat sitzt gespannt vor dem Monitor und möchte wissen wie es weiter geht... so beschreiben viele Elfen Lied als Splatter in dem nur abgetrennte Körperteile rumfliegen, andere wiederum behaupten in Elfen Lied geht es nicht um Gewalt, sondern um ein tragisches Ereignis in der Vergangenheit und eine unglückliche Liebe. Elfen Lied schafft es wie kein Anime zuvor zwei so grundverschiedene Elemente fast perfekt miteinander zu verbinden.

Die Story: Lucy ist ein Diclonius, eine Art weiterentwicklung des Menschen mit "besonderen Kräften".
Sie hat 4 Vektoren (unsichtbare Arme) die sie als Waffe benutzt.

Sie wird in einer Art Forschungslabor mit anderen Diclonius gefangen gehalten. Doch es gelingt ihr schließlich eines Tages zu entkommen. Auf ihrer Flucht hinterlässt sie eine blutige Spur der Verwüstung. Doch bevor sie entkommen konnte wurde sie schwer verletzt und stürzt in den Ozean. Dort wird sie am nächsten Tag von Kouta, der nach 8 Jahren wieder zurück in der Stadt ist, und seiner Cousine Yuka gefunden. Aber Lucy hat wegen der Verletzung anscheinend ihr Gedächtnis verloren...
Eine zweite Persönlichkeit entwickelt.


Auch noch verstärkt zu Erwähnen ist das grandiose Opening, welches hervorragend zu der Serie passt und auch noch eine tiefere Rolle in der Serie spielt...

Die Charaktere: Dafür das der Anime mit 13 Episoden recht kurz ist, bekommt man einen tollen Einblick in die Charaktere. Mich hat besonders der Charakter Kurama berührt. Aber natürlich ist nicht jeder Anime perfekt und so gibt es auch hier bei Elfen Lied eine Schwachstelle und zwar der Charakter Yuka (Koutas Cousine). Auf sie wird zwar in der Serie auch eingegangen, aber sachlich gesehen spielt sie im Verlauf der Serie keine (wichtige) Rolle. Hier an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, weil sonst die Spannung darunter leiden würde.

Alles in Allem ist Elfen Lied ein ..., ich würde schon sagen Meisterwerk das man gesehen haben muss, auch wenn man für Splatter Animes nichts übrig hat, denn dieser Anime bietet so viel mehr
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Avatar: DevilsPlaything#3
"Elfen Lied" reiht sich gnadenlos die Serie polarisierender Animes wie Gantz oder Naruto ein. Dabei gibt es nur Zwei Extreme: Entweder man hasst sie oder man liebt sie. Unbestreitbar ist allerdings der gigantische Erfolge der Serie. Auf den ersten Blick, ist es bereits die Handlung, die den Zuschauer an den Bildschirm fesselt. Doch auf den Zweiten Blick bemerkt man, dass hier Nichts dem Zufall überlassen wurde.
"Elfen Lied" lebt von der Gegensätzlichkeit des Lebens. Fast alles Existierende hat 2 Seiten. Es ist die Gegensätzlichkeit der Elemente, die die Welt im Gleichgewicht hält. Elfen Lied greift dieses Prinzip auf sehr geschickte Weise auf. Doch dieses weltbestimmende Prinzip allein ist noch lange nicht Alles, was der geniale Anime zu bieten hat.


Die Animationen sind entsprechend dem Budget wie zu erwarten großartig ausgefallen. Die Hintergründe sind hervorragend gefertigt, das Charakterdesign ist stimmig und brilliant ausgeführt und die Bewegungsabläufe sind immer klar, detailliert und flüssig. Dabei beschreitet Elfen Lied in Sachen Stilmittel neue Wege. Was als erstes ins Auge sticht, sind die kindlich wirkenden Figuren, die dann auch mit allem Charme der Niedlichkeit zuschlagen, bevor sie unversehens zerfetzt werden. "Elfen Lied" ist bereits vom Manga aus gegensätzlich gestaltet. Umso erfreulicher ist es, da man dieses Schema in den Animationen noch verstärkte. Insgesamt spielt die OVA sehr gekonnt mit dem bewußt eingesetzten Detailreichtum, denn während bei den ruhigeren Passagen sehr auf Einzelheiten geachtet wurde, setzt man in den Action- und vor allem in den zahlreichen Metzel-Szenen auf tonnenweise einfachere Farbausschüttung, die allerdings sehr von der Farbe Rot dominiert werden. Somit unterstreicht der Anime zu "Elfen Lied" nicht nur die Gegensätzlichkeit der Handlung und der Atmosphäre, sondern bietet durch die schematische Umsetzung der Animationen auch einen auffälligen und gewollten Gegensatz zu anderen bluttriefenden Animes wie Gantz oder Sin, wo es sich genau andersrum verhält.

Die audiotechnische Qualität ist leider nur gemäß den heutigen Maßstäben angepasst. Glücklicherweise sind diese inzwischen relativ hoch, so dass wir auch jede Menge gute Umgebungsgeräusche und erstklassige Vertonungen zu hören bekommen. Ein durchaus positiver Aspekt, jedoch auch mit einem weinenden Auge.
Die Musik in "Elfen Lied" zählt sicherlich zu besten Arbeiten, die bislang bei einem Anime geleistet wurden, wenn nicht sogar der beste Soundtrack überhaupt. Schon das wunderschön schwermütige Opening "Lilium" verzaubert mit klassischen Klängen die Ohren, garniert mit Abstraktionen von Gemälden von Gustav Klimt. Nach dem Opening durchzieht eine ebenfalls klassisch arrangierte und schwermütige Untermalung die komplette Serie. Auf diese Weise erreichen die düsteren und melancholischen Anteile der Atmosphäre eine unglaubliche Intensität. Da wirkt das eher poppige Ending irgendwie fehl am Platz, obwohl es im großen und Ganzen auch nicht weiter stört. Bei witzigen Sequenzen ist gänzlich kaum Musik zu hören, so dass der dargestellte Humor direkt ohne Umschweife auf den Zuschauer wirkt.
Bei der ganzen Vorarbeit ging man bei der Synchronisation verständlicherweise auch keine Kompromisse ein. Bekannte und erfahrene Sprecher lassen keine Wünsche offen. Dabei hält sich die Synchro immer an die Vorlage und geben keinen Grund zum Meckern.
Notiz am Rande: Elfen Lied hat seinen Titel von dem leicht anzüglichen deutschen Gedicht "Elfenlied", welches von Eduard Mörike 1828 geschrieben wurde. Die Bezeichnung "Silpelit" stammt auch aus diesem Gedicht. Im Manga wird das Gedicht im 5. Band erwähnt und auch vorgetragen. Allerdings taucht es im Anime nicht auf. Es sei denn . . . vielleicht . . .? (später mehr dazu)

Nun ein paar Worte zur Atmosphäre. Auch hier fällt "Elfen Lied" ein bißchen aus dem Rahmen. Denn während bei den meisten anderen Animes so eine Art Grundstimmung erkennbar ist, entzieht sich der "Elfen Lied" einer genau Kategorisierung. Grundsätzlich beginnt der Anime scheinbar düster und unheimlich, doch schon setzt wieder dieser komische Pop-Art Eindruck ein, weswegen die dargestellte Gewalt nicht gar so entsetzlich rüber kommt. Beim genauen Betrachten all der Splatter-Szenen werden auch direkte Parallelen zu Realfilmen wie "Braindead" und "Return Of The Living Dead" ersichtlich. Wobei wir auch schon beim nächsten Aspekt wären: dem Humor. Ja, es darf durchaus gelacht werden, denn durch die Charaktere und den Handlungsverlauf ergibt sich so manch amüsante Situation. Doch kaum hat man gelacht, wird’s anschließend romantisch, dann wieder tragisch und zum Schluß wieder düster. Um die Riege komplett zu machen gibt`s auch noch einen saftigen Ecchi-Anteil. Oder kurz gesagt: die riesige Vielfalt allein schon in der Atmosphäre machen den Anime um so unterhaltender, da man nie weiß in welche Stimmung "Elfen Lied" nun umschlägt. Die Wechsel gehen dabei auch nicht fließend oder schwimmend von statten, sondern wechseln schlagartig.
Bei näherem Hinsehen erkennt man, dass auch hier das Prinzip der Gegensätzlichkeit eingehalten wurde. Auf Humor folgt Trauer, auf Romantik Tragik und so weiter.

Die Charaktere geizen stellenweise nicht mit Klischees, doch ist diese heftige Ausarbeitung der Charaktere durchaus gewollt. Doch bei allen lassen sich durchaus lebende Menschen als Vorbilder heraus kristallisieren: der Gutmensch, die eifersüchtige Freundin, der zum Verlieren geborene Loser, der cholerische Krieger und und und. Genauso klischeebeladen wie die Figuren an für sich, sind auch ihre vorhersehbaren Handlungen. Doch genau darin liegt die Raffinesse des Animes/Mangas. Man weiß wie sie reagieren und es liegt am Voyeurismus des Zuschauers, dass Denselbigen an den Bildschirm fesselt. Hinzu kommt, dass es für jeden Charakter auch einen Gegencharakter zu geben scheint. So dass auch hier das Prinzip der Gegensätzlichkeit eingehalten wird. Die eigentliche Stärke liegt allerdings in der Darstellung, wie sie sich zu diesen Klischee-Typen entwickelt haben.
Im Mittelpunkt der Atmosphäre sowie der Handlung steht Lucy/Nyu, die praktisch Ying und Yang in einer Person ist und an der dieses Prinzip gnadenlos am stärksten geprägt ist. Dass die Wahl beim Hauptakteur auf eine junge Frau gefallen ist, ist ebenfalls wohl kalkuliert, denn eine Frau beinhaltet nicht nur die Fähigkeit, Leben zu schenken, in ihr kann sich auch eine unglaublich zerstörerische Kraft manifestieren. Durch die Persönlichkeitsspaltung Lucy`s wird dem Ganzen lediglich noch viel mehr Deutlichkeit verliehen. Im einen Moment eine eiskalte, psychopathische und gewaltgeile Zynikerin und im anderen Moment das liebste und aufopfernste Wesen was man sich nur vorstellen kann. Doch ihr Charakter verändert sich mit der Zeit, so dass sie quasi als Dreh- und Angelpunkt die einzige unberechenbare Komponente bleibt.

Die Handlung an für sich geht Hand in Hand mit der Atmosphäre und den Charakteren. Dabei läuft die Story angenehm linear und verzichtet auf zahlreiche Flashbacks, so dass es dem Zuschauer auch stets möglich ist, dem Ganzen zu Folgen. Dabei bleibt die Spannung immer aufrecht, so dass der Unterhaltungswert nie auch nur im Geringsten herabsinkt.
Die berühmt berüchtigte Folge 14 ist mit zwiespältigen Gefühlen zu betrachten. Zum einen ist es sehr erfreulich, dass aufgrund des großen Erfolges eine weitere Episode produziert wurde. Doch damit fängt der Ärger auch schon an. Denn diese Folge enthält offensichtlich Elemente, die eher zur 10. Folge gehören und andererseits welche, die sich der 11. Folge zuordnen lassen. Darum wird besagte Episode auch gerne mal mit der Nummer 10,5 angegeben. Das Problem an der Sache ist nur, dass sich einige Ereignisse nicht mehr linear zum Zeitablauf befinden. Es hat den Anschein, als sei dies nur eine zusammengeschnippselte Episode aus nicht verwendeten Szenen der 10. und 11. Folge.
Beispielsweise Nana`s Aufgaben im Haushalt, die sie in Folge 10 bereits ausübt, obwohl dass erst in der angehängten Episode 14 zur Sprache kam.


Fazit: "Elfen Lied" ist ein ganz großes Muss für jeden Anime-Fan und in meinen Augen ein Meisterwerk ohnegleichen. Die geschickte Inszenierung sowie das Ying und Yang Prinzip sprechen die Zuschauer direkt an. Durch den höllischen Mix aus verschiedenen Bereich, die alle wohl dosiert sind, ergibt sich ein gigantischer Unterhaltungswert. Zudem können wir westlichen Zuschauer uns auch noch geschmeichelt fühlen, denn auffällig ist der offensichtliche leichte Hang zur deutschen Kultur: titelgebend ist das Gedicht "Elfenlied" von Eduard Mörike, zeichnerischen Anreiz gaben die Gemälde von Gustav Klimt und überdies bekamen alle Episoden auch im japanischen Original deutsche Namen.
Allen denen, die bereits dem Charme und der Einzigartigkeit des Anime verfallen sind, sei noch angeraten den Manga zu lesen, welcher aus 13 Bänden besteht. Dieser ist in Sachen Sex und Gewalt dem Anime sogar noch um einiges Vorraus. Hinzu kommen noch einige zusätzliche Personen, mehr Story-Elemente und zu der physischen Gewalt gesellt sich auch noch eine ordentliche Portion psychische Gewalt hinzu.
An für sich könnte der Anime abgeschlossen sein, doch reicht dieser nur vom 1. bis zum Ende des 6. Bandes. Es fehlen also noch die restlichen 7 Bände. ABER - was mein kleines Gothic-Herz unglaublich mit Freude erfüllt hat - Regisseur Mamoru Kanbe hat bereits verlauten lassen, dass ihn der Erfolg von Elfen Lied unglaublich bewegt hat und sich nach ein paar anderen Werken wieder voll und "gantz" Lucy widmen wird. Denn die Arbeiten an der Fortsetzung haben bereits begonnen . . .
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Avatar: resdayn
Freischalter
#4
Elfen Lied erzählt eine schicksalhafte, emotionsgeladene Geschichte, die auf der in einen Nebel aus Blut und Tränen gehüllten Vergangenheit der Protagonisten wurzelt. Ein kontrovers diskutierter Anime, der sich drastischer Stilmittel bedient.

Inhalt:
Die ausufernde Gewaltdarstellung der ersten Minuten lässt sich kaum in Worte fassen. Blutfontänen spritzen, abgetrennte Körperteile fliegen durch die Luft, alles mit wechselnden Kameraeinstellungen visuell sehr effektiv inszeniert. Man kann über das Ausmaß des dargestellten Splatter geteilter Meinung sein, aber z.B. die Szene in der aus einem Quergang zunächst nur das Flackern des Mündungsfeuers zu sehen ist und dann plötzlich die Schützen in Einzelteilen an die gegenüberliegende Wand klatschen, fand ich optisch sehr gelungen.
Es tauchen regelmäßig solche visuellen Extreme auf, und versetzen den ohnehin von der Handlung schon gefesselten oder geschockten Zuschauer nochmal einen zusätzlichen Kick in die Magengrube.
Eine an die Wand gekettete nackte blutüberströmte 15-jährige, die nach ihrem Papa ruft, war für meinen Geschmack schon sehr grenzwertig.

Die Geschichte präsentiert in den ersten Folgen eine Reihe mysteriöser Ereignisse, deren Zusammenhang sich dem Zuschauer im Laufe der rasch voranschreitenden Handlung auf packende Weise enträtselt. Was ist Lucy für ein Wesen, daß sie über solche Kräfte verfügt? Was hat es mit Kohtas Flashbacks und offensichtlichen Erinnerungslücken auf sich? Wie stellt sich Yukas Beziehung zu Kohta dar und warum scheint sie über dessen Vergangenheit mehr zu wissen als er selbst? Das Puzzle was sich hier darbietet besteht aus unzähligen Details und obwohl der Hauptaspekt der Serie später stark in Richtung Drama geht vermeint man fast einen Thriller zu verfolgen, so sehr zieht die Story in ihren Bann. Daß vor allem in den ersten Episoden öfter mal nackte Haut auftaucht möchte ich nicht unerwähnt lassen, schließlich bekommt man ja auch direkt im Vorspann schon ein Closeup von Lucys Brüsten zu Gesicht. Diese Ecchi-Elemente dienen neben den schon erwähnten Schockmomenten als zusätzliche Augenöffner.
Wenn ich nach dem Genuß der gesamten Serie darüber reflektiere ob man die Nacktszenen nicht auch hätte weglassen können, komme ich zu dem Schluß, daß das Gesamtbild dann verfälscht würde. Aber darüber kann man sicherlich streiten und das ist hier auch nur mein persönlicher Eindruck.
Technik:
Beim Charakterdesign gibts kaum etwas zu meckern, die Animationen sind gut, aber nicht herausragend, manchmal gibt es bei den Proportionen kleinere Fehler (z.B. Nana im Halbprofil im Gespräch mit Bandou am Strand - Augen zu tief gerutscht, das sah irgendwie merkwürdig aus). Hintergründe sind zum Teil wirklich hübsch, andere wieder unauffällig, aber insgesamt nie sonderlich detailreich ausgearbeitet. Grafisch hält Elfen Lied mit der dramaturgischen Opulenz nicht schritt. Ausnahme: das Opening - die Eröffnungssequenz sorgt sofort für offene Münder; Photomontagen aus Bildern von Gustav Klimt und den in der Serie vorkommenden Charakteren bilden ein absolut einzigartiges und unverwechselbares Opening. Auch musikalisch gehört es zum Außergewöhnlichsten was sich in der heutigen Animelandschaft vorfinden lässt. Das im Stile eines lateinischen Chorals gesungene Lilium taucht im Laufe der Serie variiert immer wieder auf und jagt mir immer noch jedes Mal einen kleinen Schauer über den Rücken. Es wird effektvoll in Szenen eingesetzt um die dort vorhandene visuelle Intensität (sei es nun Gewaltdarstellung oder Dramatik) stilistisch noch zu überhöhen. Das Ending überrascht dann umso mehr, weil es als eingängiges JPop Stück so gar nicht in das musikalische Gesamtkonzept zu passen scheint. Trotzdem finde ich es sehr gelungen - ich kann es leider nicht rational erklären aber mit einem melancholischen Ending Tune würde für mich bei der Serie irgendwas fehlen.
Neben dem schon erwähnten Lilium-Motiv gibt es noch eine Reihe weiterer Stücke, hauptsächlich klassisch mit Streichern und Piano. Von ruhigen angenehm untermalenden Klängen bis zu psychedelisch anmutenden Begleitstücken in einigen heftigeren Szenen wird hier eine große Bandbreite geboten. Durchweg gelungen kann ich da nur sagen.
Bei der Wahl der Sprachversion empfehle ich deutsch oder japanisch, von der englischen Synchronisation kann ich nur dringend abraten. Die Stimmlagen passen hier einfach nicht, Kohta klingt viel zu alt, Yuka hat eine unerträgliche Fieps-Stimme usw.
Die deutsche Synchro ist dagegen ausgezeichnet gelungen, ich ziehe sie sogar der japanischen vor, da mMn die Stimmen noch ein wenig besser zu den Figuren passen als im Original. Die Übersetzung ist auch nahezu einwandfrei.
Daß Yuka die Kusine von Kohta ist hat man allerdings in der deutschen Synchro einfach mal geschludert.

Charaktere:
Die schizophrene Hauptfigur Lucy/Nyu macht einen immensen Anteil der Faszination aus, die sich beim Schauen dieses Anime einstellt. Lucy wird gleich zu Anfang als kaltblütige Killerin dargestellt, die bar jeglicher Gefühlsregung alles dahinmetzelt was sich ihr in den Weg stellt. Später kommt dann noch eine ausgeprägte sadistische Ader dazu. Ihre Einführung ist vielleicht auch deswegen so extrem um den Zuschauer nicht vergessen zu lassen, um wen es sich hier eigentlich handelt, denn sobald ihr Alter Ego Nyu die Bühne betritt lernen wir eine völlig entgegensetzte Person kennen. Ohne Erinnerung an frühere Ereignisse, ohne Artikulationsfähigkeit und mit geradezu autistischen Wesenszügen vermittelt die hilflose Nyu von der ersten Sekunde ein starkes Mitleidsempfinden. Ihre Versuche die antike Standuhr im Kaede Haus zu reparieren kann man u.a. als Versuch interpretieren ihren eigenen angeschlagenen Geisteszustand wieder ins Lot zu bringen.
MASSIVER SPOILER:
Ich persönlich neige zu der Lesart, daß Lucy/Nyu hier die Schäden die die Vergangenheit bei Kohta angerichtet hat wieder gerade biegen will. Die Uhr als Symbol für den Menschen Kohta bleibt solange funktionsunfähig wie es noch unbewältigte Traumata gibt. Sobald alle losen Enden aufgelöst sind, schlägt die Uhr plötzlich wieder - damit ist für mich auch klar, daß die Person am Tor in der Schlußszene Lucy sein muss, weil ihr Schicksal das letzte ungelöste Rätsel ist, das Kohta noch plagt.

Die später in der Serie häufiger werdenden Rückblenden bauen in Lucy einen überaus komplexen Charakter auf. Das Gespann Kohta und Yuka wird dabei zu Statisten degradiert. Veränderungen finden bei ihnen praktisch nicht statt, die Figuren erscheinen durch ihre Konflikte aber durchaus plastisch und vermitteln einen menschlich sympathischen Eindruck. Logisch lassen sich einige ihrer Handlungen aber nur noch angesichts einer zugrunde liegenden Naivität nachvollziehen.
Wiederum ein interessanter Charakter ist die Kaspar Hauser-artige Nana, die in punkto Selbstfindung und Charakterentwicklung gut ausgebaut wird. Überhaupt zeichnet den Cast eine hohe Memorability aus, sei es nun der innerlich zerrissene Dr. Kurama oder der durchgeknallte Bandou. Lediglich die Drahtzieher im Hintergrund bleiben etwas blass, da auf ihre Motive nicht eingegangen wird.
Gesamteindruck:
Elfen Lied vermischt viele Genre und lässt sich kaum rezensieren ohne den Begriff Gesamtkunstwerk zu gebrauchen. Leise Töne sucht man hier vergebens, der Zuschauer bekommt eine volle Breitseite visueller wie emotionaler Extreme ins Gesicht gedrückt. Ergreifende Szenen sind oft sehr pathetisch mit heftigem Tränenfluss aus großen Kulleraugen dargestellt und wechseln mit überbordenden Gewaltszenen - diese Gegensätzlichkeit verleiht der immer spannend bleibenden Story aber unvergessliche Akzente. Damit bewegt sich Elfen Lied auf einem schmalen Grat: mit einer schwächeren Geschichte wäre auch der Kontext für diese Momente verloren gegangen. So aber erweckt Elfen Lied den Eindruck, daß hier alles bis ins Detail gut durchdacht worden ist, die Schockmomente sind an den richtigen Stellen platziert und das Tempo in dem immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden bevor sich die Zusammenhänge zwischen den Charakteren nach und nach enthüllen macht es kaum möglich beim Schauen eine Pause einzulegen.
Wichtigste Faustregel für alle Interessierten sollte sein nicht durch die Form der Präsentation vorschnell falsche Schlüsse zu ziehen und auf jeden Fall die Serie zu Ende zu schauen.
Elfen Lied - ein Stück Anime-Geschichte, das man sich nicht entgehen lassen sollte!
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Avatar: fieser-fettsack#5
Jeder kennt Elfenlied. Manche Mögen Elfenlied. Manche Hassen Elfenlied. Mein Kommentar richtet sich an meine Mitmenschen, die es kennen und deswegen SPOILER SPOILER SPOILER!!! (Mein Manga wissen lasse ich weg)

Ja, Elfen Lied ist Super, aber was bedeutet schon Super? Der Kirschkuchen von heut Mittag war auch Super, aber die Donauwelle vor 2 Monaten war meisterhaft. Wieso wird Elfen Lied nur mit dem Kirchkuchen und nicht mit der Donauwelle verglichen?

Es fängt schon mal damit an, dass ein Wachmann einfach so in der Sperrzone steht. Warum? Wir wissen es nicht. Vielleicht war er ja ein mexikanischer Gastarbeiter? Oder er hat mit seinen 30 Jahren noch nie eine nackte Frau gesehen? Egal! Weiter geht es mit Lucy, die sich munter durch die Forschungseinrichtung rattert, aber jetzt mal ernsthaft Leute. Dieses Labor wurde extra für Diclonii ausgerichtet und haben für den Notfall keine schlagfähigen Feuerwaffen parat? Man hätte Schlafgas in den Gängen werfen können oder noch schlimmer, man hätte sie mit dem neusten Hit von Daniel Küblböck beschallen können! Und wozu diese Panzertüren? Bei einer Tür musste man nur einen Hebel umlegen und vom Kontrollraum fange ich erst gar nicht an... der Bauleiter vom BER Flughafen und der Sicherheitsdienst (bestimmt eine Zeitarbeitsfirma) haben hier exzellente Arbeit geleistet!
Jetzt wo Lucy dank der Hilfe von Yu Kakuzawa frei ist, kommt endlich jemand auf die Idee mit einem Scharfschützengewehr auf Lucy zu Semmeln, was aber durch den geringen Skill vom Mitarbeiter total in die Hose ging... Lucy erleidet eine Kopfverletzung und *Akte X Musik pfeif * Lucy oder mehr Nyu wird auf geheimnisvolle Art (natürlich gesund, bis auf die Kopfwunde) zum Strand gespült..

So, ich glaube nun kommt der größte Stimmungskiller der Serie, und zwar Kota und Yuka.
Ich könnte jetzt ganze Textwände über die beiden schreiben... hahahaha nur ein Witz. Kota ist der Typische 0815 "Ich lasse mich von Mädchen schlagen und möchte keine Möpse anfassen" Weichei und Yuka halt die 0815 "Ich heule ständig ohne Grund in jeder Episode, weil ich den geneigten Zuschauer einfach auf die Eier gehen möchte". Mehr kommt von denen nicht... wirklich.
Weiter geht es mit unserer Nyu babbelnden Irren, die jetzt nun am Strand hockt und eine Muschel sucht, weil sie vor ein paar Minuten eine Muschel auf grausamste weise ermordet hat!
Jetzt wird es mal wieder interessant und erleben den Quoten Badass Bando in voller Action, aber vorher hat Lucy noch dem Kollegen von Bando ein perfektes Loch in seiner Wampe geschlagen (etwas mehr Übung und Lucy kann bald dekorative Tiermuster reinschlagen).

Nach dem Anfang läuft alles Rund. Wir sehen Nana. Bando kann sich vor seiner kastration retten. Kota wird zu Hugh Hefner.
Im Grunde war alles wunderbar bis Marikos Moment gekommen war. Im Grunde habe ich nichts gegen unsere Frohnatur Mariko, aber mussten es gleich 100 Vektoren sein? Haben sie die Vektoren irgendwann mal Nachts aufm RTL Shoppingsender verkauft? Walter Freiwald: "Diese einzigartigen Vektoren sind nicht im Handel erhältlich!"

Kommen wir mal zum Schluss.
Die vom Labor lernen es nie und schicken mit Mariko wieder ein Elite Team, was mal wieder so viel bringt, als würde man versuchen Paris Hilton dinge wie hohe Mathematik beizubringen. Es ist auch die letzte folge von Elfen Lied die mit einem Schlag, den ganzen und bis dato schönen Anime zu Folge machte. Es sind halt diese kitschigen Szenen wie Kurama und Mariko und noch viel schlimmer war die Szene mit Kota und Lucy. Die ganze Serie war es schön düster (außer das mit Kade und Kota) und plötzlich wie aus dem nichts muss es mit einem dicken Schmatzer enden?
Naja, anschließen möchte ich meinen Text mit einem Gedankengang von Kota abschließen.
"Sie hat meinen Vater getötet und MEINE SCHWESTER! Scheiß drauf, sie hat geile Möpse"
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Anime Kommentare

Avatar: WilliWonka#1
Ich hab den auch damals zu meiner Anime Anfangszeit das erste mal gesehen, weiß gar nicht mehr wo, denke aber das es in einer der Vox Anime Nächte gewesen sein muß.
Damals fand ich ihn genial und auch heute noch nach diversen Rewatchs mag ich ihn, wobei mir erst heutzutage auffällt wie dämlich der männliche Protagonist agiert. ^^
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Avatar: Asane#2
Wie bei Filmen, Erzählungen, Musik, überhaupt bei narrativen Genres kommt es selten darauf an, was erzählt wird, sondern wie es erzählt wird. "Elfen Lied" macht da keine Ausnahme. Und genau da liegen die Probleme: am billigen Abgreifen von Oberflächenreizen.

Gewalt als Selbstzweck trifft Moe als Selbstzweck. Und dass die Gewaltdarstellungen zum großen Teil Selbstzweck sind, erkennt man an der Art der Inszenierung. Anatomische Details sind absolut zu vernachlässigen; durchtrennte Gliedmaßen sehen aus wie ein abgesägter Ast, da ist ja "Happy Tree Friends" noch realistischer. Aber Hauptsache, es spritzen nach jeder Armamputation drei Liter Blut (oder was die Animateure dafür halten) an die Wand.

Und auch die quasi letzte Rettung, dass da irgendwas "symbolisch" oder gar "ironisch gemeint" sein soll, kann weder an der Regie noch an der Story festgemacht werden. Letztlich bleibt die unangenehme Vermutung, dass hier tendenziell unbedarftes Publikum beeindruckt werden soll. Und das ist - wie man sieht - gelungen, und zwar ziemlich gut.

Großer Pluspunkt fürs Opening.
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Avatar: Herautos#3
Dem ist nichts hinzuzufügen !
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#4
Hab den Anime das erste mal im ziemlich jungen Alter gesehen (schätzte mal so 14-15). Um mir eine wirkliche Meinung bilden zu können, müsste ich ihn also irgendwann ein zweites Mal schauen. Mal kucken, welcher Fraktion ich mich dann anschließe, ich tippe ja darauf, dass ich zwischen den Fronten landen werde. ^^
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Avatar: conaly
Moderator
#5
Hi,
hab die erste Folge gesehen -> abgebrochen

(let the hate begin!)
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