2.5 Dimensional Seduction (2024)

2.5 Jigen no Ririsa / 2.5次元の誘惑

Informationen

Inhaltsangabe

Oberschüler Okumura, Vorsitzender des Manga-Clubs seiner Schule, hat schon vor längerer Zeit beschlossen, seine volle Aufmerksamkeit den zweidimensionalen Frauen zu widmen, denn die dreidimensionale Variante hat ihn bisher nur enttäuscht. Seine Mutter verstarb früh, seine Schwester und seine Mitschülerinnen halten ihn für einen Versager-Otaku und seit die älteren Clubmitglieder die Schule verlassen haben, verbringt er die meiste Zeit alleine im Clubraum und träumt von seiner Lieblings-Waifu Lilliel.

Doch eines Tages stört eine fremde Schülerin seine Einsamkeit. Sie stellt sich als Lilysa vor und eröffnet dem überraschten Okumura, dass sie seinem Club beitreten möchte. Dieser ist davon alles andere als begeistert, doch dann entpuppt sich Lilysa als noch größerer Lilliel-Fan als er selber! Ihr größter Traum ist es, die erotischen Outfits ihrer Heldin selber zu tragen, und sie bittet Okumura darum, sie beim Cosplayen zu fotografieren. Auf der Basis ihrer großen Liebe zu demselben fiktionalen Charakter gibt Okumura schließlich nach und erfüllt ihren Wunsch. Dabei taucht jedoch schnell ein weiteres Problem auf, mit dem er so nicht gerechnet hat: Das dreidimensionale Mädchen interessieren ihn nach wie vor nicht, aber wie sieht es mit zweieinhalb-dimensionalen aus?

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Avatar: call_of_doody#1
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2 Dimensional? 3 Dimensional? Naja, so ein bisschen 2.5 vielleicht.


Eines gleich vorweg: 2.5 Dimensional Seduction feuert die volle Ladung Ecchi-Harem-RomCom-Klischees auf uns ab und macht auch nicht wirklich einen Hehl daraus, dies zu verneinen. Bereits beim Anblick des Covers wird die Ausgangssituation ersichtlich. Es gibt hübsche (und etwas verhungerte) Mädels, die bereitwillig viel Haut zeigen. Prinzipiell catcht man mich mit so etwas sofort, denn das ist eigentlich genau mein Ding. Aber steckt vielleicht auch ein bisschen mehr dahinter? Oder haben wir hier die x-te Auflage des feuchten Traums eines jeden pubertierenden Jugendlichen vor uns? Nun, eigentlich von beidem ein bisschen etwas.

Die Story:

Oberschüler Okamura ist ein Nerd, wie er im Buche steht. Er liebt Mangas, Animes und Videospiele, ist sozial eher, nennen wir es mal "suboptimal" aufgestellt und verbringt nach der Schule die meiste Zeit damit, in seinem Clubraum des Mangaclubs, in welchem er Clubleiter und auch irgendwie auch einziges Mitglied ist, eben jene Medien zu konsumieren. Okamura hat dabei den Gelüsten nach echten Frauen abgeschworen, den Grund dafür erfahren wir im Laufe des Animes. Eine Frau hat ihm allerdings dennoch den Kopf verdreht: das Fantasy-Girl Lilliel, bekannt aus, wie sollte es anders sein, Mangas, Animes und einer Videospielreihe. Okamura macht auch keinen Hehl daraus, wie weit sein Fanatismus zu Lilliel geht. Der gesamte Clubraum ist tapeziert und dekoriert mit Fan-Artikeln von Lilliel und ihren Begleitern. Okamura scheut sich auch nicht, regelmäßig zu betonen, dass all seine Existenz nur darin besteht, Lilliel anzuhimmeln.
Eines Tages platzt jedoch die hübsche Ririsa herein und möchte Mitglied in seinem Club werden. Ririsa ist ebenfalls bekennender Manga-, Anime- und Videospielfan, außerdem eine leidenschaftliche Cosplayerin und ihre absolute Lieblingsfigur ist, welch Wunder, eben jene Lilliel. Um Okamura von ihren Talenten zu überzeugen, schlüpft sie auch kurzerhand in ihr Kostüm, welches dem Original so täuschend ähnlich sieht, dass bei Okamura einige Nervenbahnen im Kopf ihren Dienst quittieren. Ririsas Traum ist es nämlich, mit ihren Cosplays ganz groß raus zu kommen. Da Ririsa das aber nicht allein bewerkstelligen kann (oder will), bittet sie Okamura um Hilfe bei Shootings, den Ausflügen zu den Cons und allgemein um mentale Unterstützung, denn Ririsa ist eigentlich eher schüchtern und fühlt sich nur sicher, wenn sie ihr wahres Ich unter dem Kostüm verstecken kann.

Damit dürfte die Marschrichtung einigermaßen klar sein. Allerdings kann der Anime, zumindest in der ersten Hälfte, storytechnisch tatsächlich noch mit ein paar Überraschungen auftrumpfen, mit denen ich eigentlich nicht gerechnet hätte. So gibt es abseits der typischen "Ich-stolpere-beim-Umziehen-über-meine-eigene-Füße-und-lande-mit-meinem-beachtlichen-Vorbau-im-Gesicht-des-männlichen-Protagonisten"-Szenen unter anderem diverse Versuche, gesellschaftskritisch mit dem Thema Cosplay umzugehen und wie weit man in einer eher konservativ geprägten Gesellschaft als Schülerin damit gehen kann. Allgemein ist dieses Thema dann auch der Dreh- und Angelpunkt des ganzen, begleitet von einer (teilweise etwas zwanghaft versuchten) sozialen Weiterentwicklung des männlichen Hauptcharakters und einer sich vielleicht langsam anbahnenden Romanze. Was mich in der ersten Hälfte aber noch an den Bildschirm fesseln konnte, verblaste im zweiten Teil dann aber Zusehens und man merkte, dass den Autoren hier irgendwie die Ideen ausgingen. Ab Folge 14 oder 15 hab ich den Anime dann erst einmal pausiert, da ich mich satt gesehen hatte und musste mich dann schon ein kleines bisschen zwingen, ihn zuende zu gucken.

Der Cast:

Vorwiegend stereotypisch geben sich also erst einmal das klassische RomCom-Duo die Klinke in die Hand. Ririsa überzeugt dabei tatsächlich als euphorische, zielstrebige, hübsche, emotionale und etwas tollpatschige Oberschülerin. Okamura erfüllt standardmäßig die Rolle des allseits bekannten Außenseiters, der mit seinem Wahn nach Lilliel ein gewisses Fremdschämpotential birgt. Doch was wäre ein Harem ohne weitere Mädchen? Richtig, ziemlich eintönig. Im Laufe der Geschichte kommen weitere Mädels dazu, die mehr oder weniger altbekannte Rollen aufwärmen und den nötigen Pepp in die lustige Runde bringen sollen. Unter anderem haben wir da Okamuras Sandkastenfreundin, die als Model in der Männerwelt heiß begehrt ist, aber eigentlich nur einem Mann verfallen ist: Okamura (warum das so ist, wird ebenfalls im Laufe des Animes erörtert).

Im weiteren Verlauf des Animes kommen noch mehr Charaktere dazu, deren Leben sich, wie bei Ririsa, größtenteils ums Cosplayen dreht. Die einen sind Freund, die anderen Feind und vor allem die letztgenannten sollen aus dem eigentlich sanften Thema Cosplay eine Art Wettkampf machen, welcher zumindest am Anfang sogar zu gefallen weis. Ein Charakter hat es mir dabei besonders angetan: Nagomi. Sie ist das fanatische Gegenstück zu Okamura, steht auf Kriegsfuß mit ihren Konkurrentinnen und hat meiner Meinung nach viel zu wenig Bildschirmzeit bekommen. Ich persönlich hätte gern mehr von ihr gesehen, zumal sie einen neuen Fetisch in mir geweckt hat... Glaube ich zumindest.

Der Zeichenstil:

Optisch reißt 2.5DS keine neuen Welten ein, präsentiert sich aber solide, hochqualitativ und sehr modern. Die Mädels sind hübsch anzusehen, wenngleich man aber sagen muss, dass man sie hier stellenweise schon etwas ausgehungert darstellt. Wenn man, wie auf dem Cover zu sehen, schon die Rippenknochen unter den ständig viel zu knappen und bauchfreien Kostümen hervorstehen sieht, könnte man sich durchaus fragen, ob gewisse Schönheitsstandards hier nicht die ein oder andere Linie überschreiten.
Ansonten gibt es wenig zu klagen, aber auch nicht viel neues zu sehen. Im Alltag bekommen wir die klassischen Emotionen geboten und wenn die Situation dann doch mal etwas zu peinlich wird, erwarten uns die bekannten, peinlich berührten Grimassen.
Sobald die Mädels dann allerdings in ihren Kostümen stecken und die lüsterne Fotografenmeute mit der Kamera draufhält, gibt es für die Zeichner kein Halten mehr und es wird kübelweise Einhornregenbogenglitzerstaub ausgeschüttet, um die Situation ins unermessliche zu steigern.

Fazit:

Anfangs fühlte ich mich echt unterhalten und die ersten 12 bis 13 Folgen war ich auch wirklich am Ball. Mir war anhand der Inhaltsbeschreibung und der Vorschaubilder klar, was mich erwartet und ich wurde auch nicht unbedingt enttäuscht. Als Fan der hier vorliegenden Genres sitzt die Messlatte meiner Erwartungen jetzt aber auch nicht allzu hoch. Der Anime liefert, was der geneigte Mann (und vielleicht auch Frau) sehen möchte. Hübsche Mädels in knappen Outfits, einen männlichen Hauptcharakter, der eben jene Mädchen, warum auch immer, um sich scharrt und das zarte Pflänzchen jugendlicher Gefühle, welches hoffentlich irgendwann mal in einem Geständnis endet. Warum Okamura nun gerade der Auserwählte ist, erschließt sich mir zwar auch nach der 24. Folge nicht wirklich, aber hey, jeder hat ja seine Chance verdient. All das geschieht unter dem Deckmantel des Themas Cosplay, welches hier und da tatsächlich ernst genommen werden kann, vor allem wenn Ririsa und Okamura gesellschaftlich an Grenzen stoßen, deren Überwindung die nötige Spannung bringen soll. Ab der zweiten Hälfte fällt der Anime allerdings ab und ich hatte dann etwas Überwindung nötig, ihn weiter zu gucken. Ob ich bereit für eine weitere Staffel bin, weis ich noch nicht wirklich. Sollte aber eine kommen, dann bitte liebe Autoren, Mut zur Wagnis, denn die Grundlage ist nicht unbedingt die schlechteste.
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Kommentare

Avatar: OjisanKekslehrling
V.I.P.
#1
So, die 24 Folgen der ersten Staffel sind durch, und man kann getrost feststellen, dass sich praktisch keine Handlung entwickelt hat. Das Konzept scheint sich darauf zu beschränken, vor dem Hintergrund eines gefühlsblinden Nerds möglichst viele Soft-Ecchi Szenen zu zeigen, die sich aus den sehr freizügigen (aber noch jugendfreien) Kostümen der Cosplayerinnen als Teil der „Story“ ergeben. Am Ende sind es gleich vier Mädchen mit Modeleigenschaften (natürlich wie immer vom Aussehen her unterschiedlich gecastet), die sich um den Waschlappen von Okumura-senpai scharen … warum auch immer. Hier wurde offenbar Fanservice als tragendes (und einziges) Element der Geschichte geplant.
Na ja, offenbar gibt es dafür einen Markt; die zweite Staffel ist schon freigegeben. Mal schauen, wenn das Wetter dann mies ist, schaue ich vielleicht nochmal rein, ob Okumura doch noch einen Hormonschub bekommt 😝.
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Avatar: searchitKeksnovize#2
CybernetikFrozone
Schade eine Cosplay-ecchi-nudel.
Nicht nur das: Es wird von Folge zu Folge immer langweiliger.
Ich habe bis Folge 9 durchgehalten.
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Avatar: AnyAnime2024#4
Same, freue mich richtig auf den Anime.
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Avatar: Jae#5
Das gibt mir voll My Dress-Up Darling Vibes, hoffe, es wird noch viel mehr Cosplay geben!
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