KamiKatsu: Meine Arbeit als Missionar in einer gottlosen Welt (2023)

Kami Naki Sekai no Kamisama Katsudou / 神無き世界のカミサマ活動

Rezensionen – KamiKatsu: Meine Arbeit als Missionar in einer gottlosen Welt

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „KamiKatsu: Meine Arbeit als Missionar in einer gottlosen Welt“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#1
„Kamikatsu“ ist schon ein wilder Cocktail. Es ist stellenweise sogar eine spannende Story. Aber irgendwie wurde heftiger, irrsinniger Fanservice untergemischt. Ich sehe vor meinem inneren Auge einen Autoren, der hochkonzentriert mit Federkiel an seinem Schreibtisch über eine tiefgründige Handlung grübelt. Doch in regelmäßigen Schüben überkommen ihn sexuelle Gelüste und stören seine Konzentration. Darum ist der Dresscode für Damen in seiner Geschichte auf Bunny-Kostüme oder sonstige lächerlich freizügige Tracht beschränkt. Zudem erschafft er in Roy einen Charakter, dessen 5 Hirnzellen sich nur um die leiblichen Vorzüge des weiblichen Geschlechts drehen. Aber das Erstaunliche: Auf irgendeiner Ebene wird hier eine abenteuerliche Geschichte über die Etablierung einer Religion in einer zuvor ungläubigen Welt erzählt. Der Protagonist schlüpft dabei in die Rolle eines Missionars und ist bei der Gewinnung von Anhängern sehr gewitzt. Seine manipulative Art ist grundsätzlich auch ein spannender Ansatz. Ich würde sogar sagen, dass die erste Story-Arc mich in mancher Hinsicht überzeugt hat. Jedoch übernimmt im Laufe der Episoden das innere Tier des Autoren mehr und mehr gewaltsam das Ruder. Das Boot steuert zunehmend auf überaus exotische Gewässer zu.

Der Fanservice eskaliert mitunter derart seltsam, dass ich mein Blinzeln gern mal ein paar Sekunden länger gestreckt habe um meine Unschuld bewahren zu können. Ausnahmsweise bin ich auch froh, es mit einer zensierten Version zu tun gehabt zu haben. Zugegeben, es stand sogar ein Abbruch dieses Animes im Raum. Aber irgendwie hat mich eine Mischung aus Neugier und Beharrlichkeit doch über die Ziellinie befördert, sodass ich euch meine geistigen Ergüsse zu diesem Werk kredenzen kann. „Kamikatsu“ ist speziell. Und das oft auch auf eine nicht gerade positive Art und Weise. Dennoch wollte ich wissen, wie dieser ganze Kauderwelsch sein Ende findet. Langweilig war es tatsächlich fast nie. Manchmal wars lustig, manchmal mysteriös. Manchmal aber auch einfach nur unangenehm. Bevor ich es vergesse, seien noch kurz die hässlichen CGI-Animationen angesprochen. Ernsthaft empfehlen will man das monströse Konstrukt „Kamikatsu“ eigentlich niemanden. Zumindest hab ich euch hiermit gewarnt, bevor ihr nichtsahnend über den Anime stolpert und in einen geistigen Abgrund stürzt. Ich gehe mir jetzt erstmal die Augen mit Weihwasser läutern.
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Avatar: Ich&AnimeKekssucher#2
Help me. HELP ME.

Manchmal frage ich mich echt, warum ich das hier mache. Ich schreibe Reviews als Hobby, ich mache aus diesen Reviews Hobbymäßig Youtube Videos (abonniert mich lol) aber dann kommt irgendwann der Punkt, wo aller Spaß, den ich beim schreiben, beim Video aufnehmen und editieren, absolut ganz und gar nicht die Qualen ausgleichen kann, die ich während des Schauens des Anime hatte. Und oft schaue ich die Serie trotzdem durch - doch dieses mal nicht.

Und dabei beginnt der Anime so vielversprechend - ein Typ soll der nächste Anführer einer Sekte werden und wurde sein Leben lang darauf vorbereitet, also quasi gequält. Dementsprechend hat er überhaupt keinen Bock auf Religion, vor allem, als er in einem finalen Ritual ertränkt werden soll. Doch er wacht in einer fremden, mittelalterlichen Welt auf, nur um den merkwürdigsten Handjob aller Zeiten zu bekommen und anschließend kastriert zu werden.

Bis zu diesem Zeitpunkt könnte die Serie noch ganz witzig werden. Sie ist zwar ein bisschen lächerlich, aber mit dem richtigen Humor könnte auch so eine Geschichte witzig sein! Nein, nein das war sie nicht.
Und ich weiß ehrlicherweise nicht, wo ich anfangen soll.
Zunächst fällt auf, dass die Animationen sehr stark an einen Visual Novel erinnern - später verwenden sie wirklich schlecht editierte, echte Aufnahmen. Diese - nennen wir es mal nett ungewöhnliche Grafik - mag man noch aushalten, wenn man sich für die Geschichte interessiert. Aber die war von Anfang an maximal nervig.
Erst haben wir keine Ahnung, wohin die Geschichte führen soll. Eigentlich beobachten wir den Protagonist die ganze Zeit, wie er immer wieder auf die Schnauze fliegt und sich blamiert, auch wenn eigentlich immer alle mit ihm lachen, musste ich mich echt für seine Dummheit schämen. Doch dann macht dieser dumme, unlogische, witzige kleine Anime eine so dunkle Wende, dass ich mein Getränk fast vor den Bildschirm gespuckt habe. Dabei wird die komplette Atmosphäre, das Genre komplett auf den Kopf gestellt, wodurch das kleine bisschen Charme, den dieser dumme, kleine, witzige, alberne Anime sich doch irgendwie aufbauen konnte, komplett flöten geht. Und das ganze geschieht später nochmal.
Ohne viel zu spoilern, taucht nun die Göttin auf, welche die Sekte seines Vaters verehrte. Sie gibts nämlich wirklich und nun beginnt der wahre Plot des Anime: Der Protagonist möchte nämlich seine neu gewonnenen Freunde schützen, die nun von der Nation bedroht werden. Hierzu muss er allerdings Religion in eine Welt bringen, die weder Götter, Heiliges, Religion oder Wunder kennt, damit seine Göttin mächtiger wird, denn nur sie kann das Dorf und somit seine Freunde retten! Er probiert verschiedene Ansätze aus und machts zum Schluss mit einer sehr fiesen Art, die ich persönlich feiern würde, wenn der Anime für mich nicht schon komplett gestorben wäre und vor allem mit sehr vielen Timeskips. Ich hasse Timeskips.

Kommen wir zu den zwei schönen Plottwists, die ich vorhin erwähnte. Wie sage ich dass, ohne zu Spoilern? Es stellt sich zwei mal heraus, dass nichts so ist wie es scheint und das die Welt in Wirklichkeit viel düsterer ist, als der Anime es einen bisher hat glauben lassen - wisst ihr, was ich noch mehr hasse als Timeskips? Ein "die Welt ist so schön bunt und toll und albern und fröhlich (Doom Musik (aber in schlecht) setzt ein) WELTUNTERGANG; DEPRESSIONEN; DYSTOPIE" - warum beginnt man so albern und meint dann plötzlich, alles komplett brutal und düster und traurig machen zu müssen?!
Dazu fehlen sämtliche Erklärungen - auch wenn sich scheinbar eine Erklärung anbahnt, stellt sich dann plötzlich heraus, dass es nur eine Recap Folge war und eigentlich der größte Twist der Serie (bisher) komplett unerklärt bleibt - zumindest zunächst, ich hab danach die Schnauze so voll gehabt, dass ich ihn abbrach.

Im Fazit möchte ich nur sagen, dass der Anime anfing, um sich dann zu genau dem Typ Serie mit allen Elementen zu entwickeln, die ich hasse. Dazu zählen:
- Timeskips
- fehlende/dumme Erklärungen
- Plottwists, die das komplette Konzept der Serie aufm Kopf stellen
- Fanservice, der für eine solch dunkle Story nicht angebracht ist
- dumme Tode (in diesem Fall Selbstmorde)
- Dystopien
Nicht alles davon erklärte ich im Review, das wäre mir aber auch nicht möglich gewesen, ohne die beiden Twists komplett zu erzählen.
Insgesamt ist diese Serie wirklich gottlos - gottlos schlecht. 1 von 5 heiligen Stätten.
Beitrag wurde zuletzt am 14.07.2023 01:44 geändert.
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