My Stepmom’s Daughter Is My Ex (2022)

Mamahaha no Tsurego ga Motokano datta / 継母の連れ子が元カノだった

Rezensionen – My Stepmom’s Daughter Is My Ex

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „My Stepmom’s Daughter Is My Ex“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: CipherDoodKekstitan
Redakteur
#1
Kommunikation ist der Schlüssel zu einer gesunden Beziehung

Ein Satz, der ein wenig abgedroschen wirkt, findet man ihn doch immer wieder in Beratungskolumnen oder hört ihn als einen der ersten Sätze von Beziehungsberatern, wenn dann das Kind in den Brunnen gefallen ist. Jedoch ändert dies nichts daran, dass er vollkommen ins Schwarze trifft. Wir Menschen können keine Gedanken lesen, es ist uns unmöglich in den Kopf eines anderen hinein zu sehen und vollständig zu ermitteln wie sich der Gegenüber fühlt, aus diesem Grund ist eine offene Kommunikation in einer Beziehung sehr wichtig. Dies ist jedoch meist leichter gesagt als getan, denn vor allem wenn Gefühle im Spiel sind wird die Kommunikation schwieriger wenn man den anderen nicht verletzten will. Auch kostet es oft viel Überwindung das Schamgefühl oder den eigenen Stolz zu überwinden und sich zu öffnen.

Dies müssen auch unsere beiden Protagonisten feststellen. Denn anders als viele andere Rom-Com, die mit einer schicksalhaften Begegnung starten oder wo die beiden unfreiwillig zusammen geführt werden, beginnt dieser Titel als die Beziehung zu ende ist und sie sich trennen. Jedoch spielt ihnen das Schicksal einen bösen Streich als ihre Eltern verkünden zu heiraten und sie somit zu Stiefgeschwistern werden. Gibt dies ihnen die Chance über die Vergangenheit zu reflektieren?

Der Anime adaptiert die gleichnamige Light Novel aus der Feder von Kyōsuke Kamishiro mit Illustrationen von Takayaki, den einige vermutlich durch seine Illustrationen zu Arifureta schon kennen. Begonnen hat die Serie als Webnovel über die Plattform Kakuyomu im August 2017 bevor dann ab Dezember 2018 die Veröffentlichung als Light Novel unter Kadokawas Sneaker Bunko Label startete. Aktuell umfasst diese 9 Bände wobei der Anime die ersten 4 Bände behandelt. Eine englische digitale Veröffentlichung findet unter dem Label J-Novel Club statt.

Handlung:
Die beiden recht introvertierten Mittelschüler Mizuto Irido und Yume Ayai lernen sich über ihre Leidenschaft zu Büchern in der Bibliothek ihrer Schule kennen. Sie beginnen miteinander auszugehen, halten Händchen und haben ihren ersten Kuss. Jedoch sollte dieses Glück nicht anhalten, denn zum Ende der Mittelschule trennen sich die beiden nach einigen Missverständnissen über Nichtigkeiten.
Heute sprechen die beiden wenn sie zu dieser Zeit zurück blicken recht sarkastisch von einer "Jugendlichen Indiskretion". Unglücklicherweise ist das Schicksal sehr grausam, als zu Beginn der Oberschule ihre Eltern verkünden zu heiraten und sie somit zu Stiefgeschwistern werden. Jedoch ist es auch eine Möglichkeit auf die Vergangenheit zu blicken und all die Dinge, die man zuvor nicht angesprochen hat nun auszusprechen, aber sind wirklich alle Gefühle einfach verflogen?

Geschwister wider Willen

Charaktere:
Mit oft sehr trockenem Humor und sarkastischen Kommentaren erlebt man unsere beiden Stiefgeschwister immer wieder in kleinen Streitereien. Dabei muss man gestehen hat dies etwas angenehmes gegenüber oft extrem übertriebenen Reaktionen in Rom-Coms. Das hindert allerdings niemanden daran, auch etliche Klischee und Anime typische Tropen durchzugehen, die gefühlt wohl die große Schwäche des ganzen sind.

Mizuto Irido wirkt auf viele beinahe schon zu emotionslos. Er ist in fast jeder Lage ruhig und gelassen und es wirkt als wüsste er auf alles eine Antwort, zumindest ist dies Yumes Ansicht von ihm oft gewesen. Das er in den meisten Situation sehr gefasst reagiert ist nicht verkehrt, jedoch ist auch er nur ein Teenager und es gibt Dinge mit denen er nicht klar kommt oder nicht richtig kommunizieren kann. Eine Seite die er jedoch vor Yume immer versteckt hatte, besonders während ihrer Beziehung.

Yume Ayai, heute Yume Irido, war in der Mittelschule ein extrem schüchternes und introvertiertes Mädchen. In der Oberschule will sie sich nun neu erfinden als Top Schülerin, die in allem glänzt. Darum muss die Brille weg und sie informiert sich über Mode. Ihre Persönlichkeit zeigt einige recht typische Tsundere Züge. Sie neigt oft dazu vorschnelle Schlüsse zu ziehen und unter fälschlichen Annahmen sehr unüberlegt und vorschnell zu agieren, vor allem wenn es um Mizuto geht.

Die beiden Kindheitsfreunde Akatsuki Minami und Kogure Kawanami freunden sich ziemlich schnell mit den Irido Geschwistern an und sind zu Beginn auf eine gewisse weise die treibende Kraft, welche die beiden versucht näher zu bringen. Leider fällt ihre Rolle etwas kürzer als in der Light Novel weil man sie kürzt um sich mehr auf die zentrale Beziehung zu fokussieren.

Die Kindheitsfreunde

Umsetzung:
Technisch bewegt man sich eigentlich auf einem guten TV Anime Niveau für Rom-Coms. Ein wenig würde ich mir wünschen das Studio project No.9 mehr riskiert und dem Charakter Design etwas mehr individuellen eigenen Charm gibt aber man bleibt sehr dicht an den Illustrationen der Vorlage dran. Gut finde ich, dass man wie in der Vorlage nicht nur aus einer Sicht die Geschichte erzählt, sondern die Gedanken beider Protagonisten immer einmal erhält. Obwohl man gestehen muss, Yume hat einen größeren Anteil. Aber das weis zu gefallen, weil man in Rom-Coms doch oft die Gedanken der anderen Partei vermisst. Die Adaption fokussiert sich zu Beginn mehr auf die Gegenwart, was aber auch bedeutet der Anteil von Anime Tropen und Klischees ist höher. Ihre Vergangenheit wird immer nur in kleinen Gedanken zur aktuellen Episode angerissen. Erst im letzten Drittel beginnt man diese Nachzuholen wenn man zu Gunsten des Finale aus dem 4. Band sich auf die Protagonisten fokussiert und einige Kapitel über die Nebencharaktere dafür streicht. Persönlich gefällt mir dies allerdings sehr gut, da es im Rahmen von 12 Episoden dem ganzen einen recht versöhnlichen Abschluss gibt.

Eine potentielle Rivalin?

Fazit:
"My Stepmom’s Daughter Is My Ex" ist eine recht interessante Rom-Com da sie dort beginnt wo eigentlich in der Romantik meist alles zu ende ist, mit der Trennung der Protagonisten. Der Titel wirkt ein wenig wie eine Paar Therapie Sitzung aufgelockert mit sarkastischen Kommentaren und Anime typischen Rom-Com Tropen. Das gibt ihm etwas eigenes wenn die beiden Ex-Geliebten und nun Stiefgeschwister nach und nach Dinge über den anderen und ihre Beziehung lernen, die damals verborgen blieben oder man schlicht nie angesprochen hat. Das Gesamtbild trüben für mich ein wenig die Rom-Com typischen Tropen, welche richtig absurde Züge beginnen anzunehmen als man mit Isana eine "Liebesrivalin" ins Spiel bringt. Trotzdem würde ich im großen und ganzen eine Empfehlung aussprechen. Es ist ein Titel, der uns zeigt wie wichtig Kommunikation in einer Beziehung ist und wie ein Mangel an Kommunikation diese schnell zerbrechen lässt.

Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Anime.

Von Geliebten zu Stiefgeschwister
Beitrag wurde zuletzt am 21.09.2022 15:54 geändert.
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Avatar: Dango-Kekslegende
V.I.P.
#2
Der Anime ist zu Beginn sehr fade, weder Charaktere noch Story oder die Inszenierung können großartig überzeugen und es verläuft sich schnell in Langeweile und Monotonie. Auch sind die Zeitsprünge etwas zu willkürlich und unpassend, man tut gerade so als wären Jahrzehnte dazwischen, gerade weil die Protagonisten in einer unbeschreiblichen Melancholie schwelgen, wenn sie sich daran zurückerinnern. Dabei liegen teilweise nur ein paar Monate dazwischen, was einfach nur irritierend und unpassend ist. Das Setting könnte schon einiges hergeben, vor allem im Bereich Comedy, doch nutzt man dieses Potenzial nicht, was dafür sorgt, dass beim Schauen ein völlig anderes Bild entsteht, als der Titel des Animes erwarten lässt. Erst im späteren Verlauf, ungefähr zu dem Zeitpunkt als Isana Higashira (die mit den großen boobies/oppai) auftaucht und die Protagonisten endlich über ihren Schatten springen, um mit ihrer Vergangenheit, welche gerade einmal 1 bis 2 Jahre zurückliegt, ins Reine zu kommen, fängt der Anime an interessant zu werden. Und auch erst ab diesen Punkt bekommt man endlich mal ein paar tiefere Facetten der Charakter zu Gesicht, welche nicht nur rein oberflächlich sind. Doch hat man diesen Punkt erreicht und beginnt ein wenig Interesse zu zeigen, endet der Anime auch schon, was mich zu Beginn wenig gestört hätte, aber am Ende doch schon ein ganz klitzekleines bisschen schade ist, vielleicht. Es wäre zudem schön gewesen, hätte man die Light Novels unseres Bücher-liebenden Messis, Mizuto, nicht nur als Werbereklame missbraucht, sondern hier und da vernünftig und sinnig in die Story mit eingebunden.
Eins noch zum Schluss, ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass sich wohl jeder ein Kumpel wie Isana wünscht, ganz ohne Hintergedanken, ehrlich.
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