Uncle from Another World (2022)

Isekai Oji-san / 異世界おじさん

Rezensionen – Uncle from Another World

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Uncle from Another World“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Ich&AnimeKekssucher#1
Hört mir mal zu Leute.
Wir wäre es, wenn wir sämtliche Isekai Tropen brechen würden? Wenn wir einen Isekai Anime machen, der sich über alle anderen Isekai Anime lustig macht? Mit den dümmsten Cast, den unattraktivsten Protagonisten, der einfach alles will außer in dieser Welt zu sein? Der dort von allen gejagt wird, selber keinen Bock auf alles hat und nichts rafft? Das wäre "Uncle from Another World". So ungefähr.


"Uncle from Another World" ist für mich ein bisschen Merkwürdig. Und zwar insofern, dass ich nicht wirklich weiß, was ich davon halten soll.
Keine Serie hat es jemals geschafft, mich innerhalb so kurzer Zeit zu catchen und wieder zu verlieren, zu catchen und wieder zu verlieren, zu catchen und wieder zu verlieren. Und das durch alle Folgen hindurch. Eigentlich wollte ich deshalb auch warten, bis die letzte Folge kam, aber es gibt jetzt eine Pause bis voraussichtlich Ende November und so lange kann ich mich auch wieder nicht gedulden.


In "Uncle from Another World" geht es um den Onkel, welcher nach 17 langen Jahren aus seinem Koma erwacht. Ganz zufälligerweise verbrachte er diese in einer Fantasy Welt, während moderne Medizin und sein Neffe ihn am Leben erhielt. Er wacht auf und ist kurz davor, dass auch sein Neffe ihn fallen lässt, wie der Rest der Familie es tat. Doch nach einigen Versuchen gelinkt es den Onkel, Magie anzuwenden und so seinen Neffen von der Wahrheit zu überzeugen: 17 lange Jahre hat er in einer anderen Welt gegen Monster gekämpft und war der mächtigste Magier des Landes.

Fetter Disclaimer am Anfang: Die Serie spielt mit den Erwartungen des Zuschauers und macht darin einen ausgezeichneten Job. Zumindest halb. Ihr müsst wissen, es wird sehr schnell klar, dass ein paar Charaktere den Knall nicht mehr gehört haben, allen voran der Onkel. Er ist zwischenmenschlich so schwach, dass er nichts versteht, außer es wird ihm direkt gesagt. Dadurch stolpert er andauernd in echt dumme Situationen, von welchen er nicht mal schnallt, dass er sie selbst auslöste. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wird das sehr voraussehbar, auch wenn es weiterhin recht unterhaltsam ist, machen erst die Reaktionen der anderen Charaktere die Serie witzig. Und witzig ist sie. Das Problem ist nur, dass manche Situation langatmig aufgebaut werden und dann die Witze aus 20km gerochen werden konnten, wodurch es immer wieder Punkte gibt, bei denen man fast einpennt. Zumindest ist es mir so gegangen, dass ich oft zwischen ich "schlaf gleich ein" und "so herzlich lache ich selten" wechselte. Dadurch wirkt die Serie manchmal, als hätte sie sich festgefahren und wüsste nicht, wie sie einen vernünftigen Übergang gestalten könnte. Zum Schluss wird das immer besser, aber vor allem die ersten Folgen fokussieren sich stark auf Charakterentwicklung oder generell halt die Charaktere, wirklich zünden tut die Serie erst später, so ab Folge 4 oder 5. Bis dahin muss man sich also gedulden.

Der zweite Part des Charmes der Serie kommt von zig Popkultur Referenzen. So vergleicht die Serie gerne die Heutige Situation mit der, in welcher der Onkel aufwuchs oder erwähnt Spiele, Phänomene oder sonstiges aus den 2000ern. Und obwohl mich Geschichte und auch Retrospiele sehr interessieren, erkannte selbst ich manche Referenzen nicht – ich will mir nicht vorstellen, wie langweilig solche Szenen für jemanden sind, der keine Ahnung von all dem hat. Man merkt aber eindeutig, dass dem Autor all das am Herzen liegt, solche Emotionen schreibst du nicht einfach, ohne selber Erfahrungen damit gemacht zu haben. Das Zielpublikum ist also auf jedem Fall ein bisschen älter, wenn die Serie auch so einiges an Witz liefert.

Wirklich loben möchte ich den Artstyle, der einfach mal verdammt erfrischend ist. Ich glaube jeder, der Bilder aus dem Anime sah, weiß, was ich meine. Die Animationen tragen diese Serie richtig, durch sie werden viele Situationen erst wirklich witzig. Also Applaus an den Anime dafür. Auch die Musik fällt öfters positiv auf.


Mit meiner Bewertung bin ich sehr zwiegespalten ob ich der Serie drei oder vier Sega Masterdrives geben soll. Klar, vieles hat mich echt zum lachen gebracht, aber gleichzeitig hatte ich mit vielen Szenen meine Probleme. Da die letzten Folgen aber weit besser als die ersten waren und ich mich gerade so fühle, gebe ich 4 – auch wenn ich einen Blick auf die letzten Folgen haben werde und es dann ein Update geben wird.

Edit: Die Serie ist jetzt zu Ende und ich habe nicht mehr viel zu ergänzen. Abgesehen davon, dass ich am liebsten Punkte von der Bewertung abziehen möchte, da sie eine so ewig lange Pause hatte, bleibt mein Eindruck ziemlich identisch. Der Anime wird zum Schluss besser, auch wenn ich das Finale nicht sonderlich mochte. Es versucht irgendwo, einen auf Ernst zu machen, gleichzeitig aber den witzigen Ton der Serie aufrecht zu erhalten, was nicht wirklich funktioniert und mir fehlen, vor allem im Finale, Erklärungen zu so ziemlich allem, was das Worldbuilding betrifft. Ansonsten fand ich es auch leicht enttäuschend, vor allem den 'Slice of Life' Part, also die Hälfte des Finales, welches in der echten Welt spielt. Hier hätte es zum Schluss noch einen großen Knaller und sei es in Form eines kurzen Teasers geben müssen.
Beitrag wurde zuletzt am 15.04.2023 03:30 geändert.
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Avatar: aniSearchler
aniSearchler
#2
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
  • Humor {Subjektiv}
'Sega does what Nintendon't.' Wenn du mit diesen Werbeslogan nichts anfangen kannst, dann wirst du diverse Witze in 'Uncle from Another World' nicht verstehen.

Aber erstmal zum positiven Aspekt, des Animes. Die Gemeinsamkeit mit 'Aesthetica of a rogue hero' ist, dass der Held der anderen Welt wieder ein Bewohner der Erde ist mit den erhaltenen Fähigkeiten der Fantasywelt.'

Nun jetzt zur Kritik. 'Kennste, kennste?' Ja, ich kenne Sega dank den Videos von AVGN und doch scheint es hier eine Tribute a la Tenacious D zu sein, wenn es um diese Firma, ihre ehemaligen Konsolen und Spiele geht. Jedoch ist die euphorische Repetivität des Erwähnens dieses Unternehmens genauso amüsant wie das Verlieren beim Black Jack mit Jack Black. Es rockt nicht. Es ist so als ob ein Stan von Sega den Manga auf den die Show basiert, kreierte und das bemerkt man auch ohne ein paar billigen M&M's zu konsumieren mit Pandora's gleicher Erwartung, dass jede Farbe der M&M's eine andere Geschmacksrichtung hat.

Und ja, wir kennen alle Charakterzüge von den typischen - dere und don't you dare to say it is a lie.

Bedauerlicherweise ist auch das
diverse Aspekte keine ausgewogene
Symbiose sind wie die zwischen Eddie Brock und den Klyntaren Venom.
Stattdessen sind sie wie Schinken und Gemüse im Aspik auf einer Scheibe Brot. Retro und altbacken für eine Generation, welche im Moment übersättigt ist von Isekai jeglicher Art.

Die Verbindung zwischen Isekai Tropes, Referenzen der 2000er und Comedy ist genauso super wie das Internet in Deutschland im Anime.

Plump werden alle Comedyelemente wie ein Zäpfchen eingeführt. Selbst der berühmte britische Isekai Protagonist Mario Mario aus New York, New York musste seinen Humor nicht so herunterspülen wie Uncle from Another world. Denn wie jeder weiß - Er war ein Klempner oder auf Englisch - 'Plumber'. Würde ich bei jedem unlustigen Moment ein Nickel {Amerikanisches Geld} bekommen, dann könnte ich mir ein 'Plumpernickel - NFT' kaufen und dabei abgezockt werden.

Da ist mehr Abwechslung ohne Wechselwährung dabei als in Sun 0)))'s ganzer Diskographie.

Die übertriebenen Gesichtszüge von den Charakteren, welche manchmal vorkommen, sind ohne den Charm der Stands von 'Jojo's bizarre adventure' und ohne humorvollen Timing von 'Grand blue dreaming' zu erkennen.

Das Timing ist des Humors ist wie in 'Polyrythmic Synthjazz Simulation' when it is 'Not quite my tempo.' wie im Film 'Whipflash'.

Hier ist ein sehr abgeändertes Zitat von 'Bob's Burgers' Gene Belcher, das besser illustriert was ich meine - 'The humor based on cheap tropes and facial expressions - Nobody can laugh because of that, unless they don't know 'The big Lebowski' and Monty Python.'

Also - 'Where's the pun, Lebowski aka 'Uncle from another world?'

Vorallem die Nebencharakter und der Protagonist sind Klischees der Tropes. Das an sich wäre schon ein fauler Charakterzug, doch sind diese Individuen simplistisch dargestellt worden und somit kann man sie einfach -dere oder generischer Isekai-Protagonist nennen. Der Neffe scheint ein etwas individuelleren Charakter zu haben.

Da der Onkel viele Dinge nicht versteht, entsteht kleingeistige Comedy, welche meilenweit von allen Animefans entfernt erkannt werden kann. Somit ist der Überraschungseffekt für die Lachmuskeln durchaus als gering und ineffektiv zu sehen. Wenn man den Schabernack schrieb, der auch im Anime zu sehen ist, dann war das bestimmt witziger als im animierten Spektrum. Aber what's the 'Pointe'? das zu erklären, wenn es offensichtlich ist, dass der Anteil der Witze nicht auf einen hohen hohen Niveau ist? Das ist wohl die Gretchenfrage. Nicht zu vergessen -
Im Anime gibt es einen Harem.

Wie kann man den Anime am Besten beschreiben?

Man stelle sich vor Lars Ulrich wäre der Drummer von Meshuggah und die Autorin von Twilight würde die Lyrics schreiben im Stile von Dragonforce, weil die von Blind Guardian das Niveau von J. R. R. Tolkien haben und im Gegensatz zu Dragonforce's Songtexten weniger Power Metal - Klischee's auf den Level unterdurchschnittlicher Fan Fiction Autor*innen auf Wattpad haben.

Stattdessen schaue dir lieber 'The devil is a part - timer' {Deutsche Synchro, weil diese besonders ist} 'El Hazard - Die phantastische Welt' {Deutsche Synchro mit besonderen Synchronstimmen}, 'Those who hunt elves' oder
'Gintama's' Isekai Parodie Arc
an.

Referenzen von Animes - 'Attack on titan' und 'Yu - gi -oh'
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#3
Auf YouTube und Twitch sind Reactions ja ein riesen Ding. Sie imitieren das Gefühl, man schaue sich Content zusammen mit Freunden an. Uncle From Another World verfolgt den innovativen Ansatz, dieses Prinzip auf einen Anime zu übertragen. Es beginnt damit, dass Takafumis Onkel Takehito von seiner Reise aus einer Parallelwelt zurückgekehrt ist. Praktischerweise hat er magische Kräfte mitgebracht und präsentiert seinem Neffen und dessen Kindheitsfreundin Fujimiya die bestrittenen Abenteuer auf einem holographischen Bildschirm. Dadurch, dass diese Serie das Isekai-Genre clever parodiert, geht es klar, dass auf dem künstlichen Monitor bis zu einem gewissen Grad ein Fantasy-Harem flackert. Es ist alles mit großem Augenzwinkern zu verstehen. Onkelchen, den die meisten Bewohner der Anderswelt mit einem Ork verwechseln, ist als extremer Sega-Nerd in fast allem was er tut eine Witzfigur. Da kann er ruhig overpowerten Kram abziehen und hübsche Mädels abschleppen. Anstelle dessen, langweilig zu sein, ist es hier eben witzig. Das Geschehen hat generell eine hohe Dichte an gelungenen Gags, angereichert noch durch die Kommentare der Personen, die sich das Ganze auf dem Monitor angucken.

Abseits der Comedy sind die Charaktere recht charmant. Gerade Elf-Tsundere und Mabel sammeln regelmäßig Sympathiepunkte. Die zu verfolgende Geschichte ist solides Popkornkino. Ich kann tatsächlich nicht ganz genau sagen, warum bei mir der Funke nicht noch mehr übergesprungen ist. Es gab hier und da schon etwas schwächere Episoden und vielleicht fehlten mir auch ein paar überraschende Entwicklungen. Insbesondere was Onkels YouTube-Karriere und generell den Inhalt innerhalb der realen Welt angeht, hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht. Letztendlich hat mich Uncle From Another World aber öfter zum Lachen gebracht und überwiegend gut unterhalten. Insbesondere der frische Ansatz überzeugt. Somit ist diese Komödie definitiv empfehlenswert.
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