Skeleton Knight in Another World (2022)

Gaikotsu Kishi-sama, Tadaima Isekai e Odekakechuu / 骸骨騎士様、只今異世界へお出掛け中

Rezensionen – Skeleton Knight in Another World

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Skeleton Knight in Another World“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: CipherDoodKekstitan
Redakteur
#1
Skelett wieder Willen

Du erwachst eines Tages in einer Welt der Schwerter und Magie im Körper deines übermächtigen Avatars. All deine Ausrüstung steht dir zu Verfügung allerdings hat die Sache einen Hacken, dein Avatar ist ein Skelett!! In dieser Situation findet sich unser Protagonist Arc wieder während er versucht zu verarbeiten was geschehen ist und wie jeder Otaku natürlich dem Traum einer wahr gewordenen Fantasiewelt auslebt.

Content Warnung: Der Anime beginnt direkt mit den ersten Sekunden mit einigen sehr harten Szenen. Explizite Gewaltdarstellung und eine sehr explizite versuchte Vergewaltigung einer Minderjährigen. Crunchyroll warnt ausdrücklich vor dem Inhalt und auch ich möchte warnen, dass diese Szenen für einige Zuschauer verstörend sein könnten.

Der Anime adaptiert die gleichnamige Light Novel aus der Feder von Enki Hakari, welche im Oktober 2014 auf der Self-Publishing Plattform "Shōsetsuka ni Narō" startete und seit Juni 2015 als Light Novel bei Overlap veröffentlicht wird. Zum Zeitpunkt der Rezension sind 10 Bände bisher veröffentlicht. Es gibt auch eine Manga Adaption und beide werden auch offiziell von Seven Seas ins englische übersetzt.

Handlung:
Arc erwacht eines Tages in einer ihm unbekannten Welt der Schwerter und Magie. Er steckt in seinem mächtigen Avatar, den er aus seinem Online Spiel kennt mitsamt seiner mächtigen Ausrüstung. Das wäre doch der Start eines sehr üblichen Isekai gäbe es da nicht einen Hacken, Arc's Avatar ist ein untotes Skelett!! Dazu entschlossen die wahre Gestalt seines Körpers zu verstecken macht er sich auf diese unbekannte Welt kennen zu lernen und eine Aufgabe zu suchen. Als Arc über das Schicksal der von Menschen misshandelten und unterdrückten Elfen kennen lernt, steht seine Aufgabe fest ihnen zu helfen an der Seite der mächtigen Elfen-Kriegerin Ariane. Allerdings was Arc nicht weis, dass er dabei in die Machtspiele der Königsfamilie in Rhoden und dem gespaltenen Kaiserreich Revlon hineingezogen wird.

Skelett in fremder Welt

Charaktere:
Arc ist ein Otaku und Nerd durch und durch. Sein erwachen in einer Fantasiewelt ist wie ein Traum der wahr wird und so lässt er es sich nicht nehmen diese Fantasien auszuleben. Sein übermächtiger Avatar und dessen Fähigkeiten machen ihm dabei auf der einen Seite das Leben leicht gegen seine Gegner aber auch gleichzeitig schwer, denn ein untotes Skelett kommt nicht wirklich positiv an. Arc merkt schnell, dass er keine Reue empfindet beim Tod von Verbrechern und Sklaventreibern, vielleicht eine Folge seines Wechsel in diesen Avatar. Allerdings hat er weiterhin die Moralvorstellungen über Recht und Unrecht eines Menschen aus unseren Modernen Zeiten. Wenn man ehrlich ist, ist Arc einem recht sympathisch auf einer Ebene zwischen Otaku mit seinen übertriebenen Reaktionen und wie er einsteht für seine Kameraden.
Ariane ist die starke Elfenkriegerin an seiner Seite. Es lässt sich nicht leugnen, dass ihr Charakterdesign vor allem den Blick auf ihre 2 sehr hervorstehenden Merkmale lenken soll. Allerdings ist Ariane nicht nur ein Blickfang sondern sehr wohl auch im Kampf begabt und weis sich zu wehren. Die stolze Kriegerin hat jedoch auch einen leichten Minderwertigkeitskomplex gegenüber ihrer großen Schwester. Etwas ungewöhnlich Mädchenhaft ist jedoch ihr Verhalten gegenüber dem süßen Ponta.
Ponta ist ein Geisterwesen, welches Arc auf seinen Reisen begleitet seit er ihn gerettet hat und seine Wunden behandelte. Eigentlich sind Geisterwesen recht scheu gegenüber Menschen jedoch gewinnt er schnell vertrauen gegenüber Arc und zeigt sich als Türöffner für Elfen und Bestienmenschen, die dadurch in ihm eine Person mit reiner Seele sehen.

Fähige Begleiterin

Umsetzung:
Der Anime adaptiert die ersten 3 Bände der Light Novel, allerdings je weiter man in die Geschichte hineingeht umso mehr Anpassungen nimmt man vor. Es fällt stark auf, dass man nach Episode 1 mit jeder weiteren Episode die Gewaltdarstellung herunter fährt bis zu dem Punkt wo Charaktere die eigentlich sterben sollten für die Handlung plötzlich am Leben gelassen werden (Fürst Diento und sein Sohn). Es wirkt ein wenig merkwürdig warum Episode 1 beinahe unberührt die sexuelle- und physische Gewaltdarstellung aus der Vorlage übernimmt aber man danach immer weiter zurückfährt. Wollte man mit einem Schockmoment Zuschauer anlocken? Oder hat man nach der ersten Episode Kritiken bekommen? Vielleicht war auch die Stimmung im Produktionsteam gegen die Gewalt. Wenn ich persönlich etwas dazu sagen würde, die Gewalt ob nun physisch oder sexuell wirkte in der Light Novel für mich ein wenig ungewöhnlich hart wenn man bedenkt wie freundlich und humorvoll teilweise abseits davon vieles ist. Allerdings warum man Personen am Leben lässt die für die Handlung sterben sollten ist etwas merkwürdig, vor allem wenn sie nicht die einzigen sind.

Abseits dessen bemerkt man auch je weiter man voran schreitet, dass Ereignisse ganz entfernt werden aus der Handlung, vermutlich aus Zeitmangel. Bleibt Band 1 noch recht gut intakt (Episode 1-5), verschwindet in Band 2 (Episode 6-9) eine ganze Rettungsaktion einer Gefangenen, und Band 3 (Episoden 10-12) wird dann so extrem stark im Eiltempo durchlaufen und zusammen geschnitten, dass man den Band nur schwer wiedererkennt. Es scheint dieser Zwang auf 12-13 Episoden tut am Ende dem ganzen nicht so gut.

Davon abgesehen gibt es aber auch positives zu berichten. Die zweite Ebene der Erzählung, die Machenschaften in der Königsfamilie Rhoden wird recht gut eingearbeitet muss ich gestehen und zeigt den Zuschauern auf verständliche Weise das größere Bild des ganzen, welches Arc verwehrt bleibt. Es bringt dem ganzen zusätzliche Würze.

Auch optisch muss man dem Studio eingestehen geben sie sich Mühe. Man merkt zwar, dass man Bewegung meist eher durch Stillszenen, Kamerafahrten oder mal einem "Skillflash" ersetzt aber trotzdem kommt denke ich die angedachte Stimmung gut rüber. Auch der Wechsel hin und wieder zwischen 2D und 3D Charakteren fällt nicht störend auf. Die beiden Charaktermodelle sind sich doch so ähnlich das man den Wechsel nur bemerkt wenn man gezielt drauf achtet.

Das Opening sollten wir noch erwähnen, denn dieses ist recht speziell. Es ist sehr rockig und wird von Pellek gesungen. Einigen sagt der Name des Künstlers vielleicht etwas, denn Pellek ist eigentlich englischer Muttersprachler und produziert schon seit vielen Jahren Cover für Anime Titel meist in einem Glam-Rock oder Metal angehauchten Stil. Er selbst war erstaunt, dass seine erste Anfrage aus Japan für ein Opening dann doch auf Japanisch sein sollte 🤣

Misshandlungen durch Menschen

Fazit:
Kann man den Anime nun empfehlen? Hmm sagen wir es mal so, Arc mit seiner Otaku nerdigen Art ist einem schon sympathisch allerdings hat er auch ein paar Schwächen. Arc fehlt annähernd jegliche charakterliche Tiefe. Er folgt seinem Nerddrang und besiegt im Grunde alles ohne große Schwierigkeiten. Tiefe bringt eher alles drumherum, das Schicksal der Elfen und Bestienmenschen sowie die Intrigen und Machenschaften des Adel und der Königsfamilie. Allerdings geht davon auch einiges verloren wenn man in den letzten 3 Episoden so stark durch die Handlung rusht. Daher sagen wir einmal wenn ihr mit dem Schockmoment aus Episode 1 klar kommt können die Charaktere mit ihrer Art einem schon sympathisch sein und das Gerüst drumherum kann das Interesse aufrecht erhalten aber es ist kein Meisterwerk und hat auch ein paar Schwächen, daher bedingt empfehlenswert. Es ist auf alle Fälle kein Verlust eurer Freizeit und kann euch gut unterhalten aber es gibt Titel die einiges besser machen auch, wie sagt man so schön, über Durchschnitt aber weit nicht darüber hinaus.

Empfehlungen:
  • Overlord: Das diese Empfehlung hier erscheint erstaunt wohl wenige was? Auch Ainz erscheint in einer Welt als Skelett und kennt kein Mitgefühl wenn es um seinen Vorteil und den seiner Gefolgsleute geht. Auch hat Overlord eine weitere Erzählebene jenseits des Protagonisten.
  • Tsukimichi: Auch Makoto wird in eine Welt gerufen als extrem übermächtiger Held, allerdings genau wie Arc muss er sein Gesicht verstecken vor den Menschen und sich einen Platz in der Welt suchen.
Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Anime.
Beitrag wurde zuletzt am 23.06.2022 20:53 geändert.
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Avatar: Ich&AnimeKekssucher#2
Eine Fantasy-Welt voller Monster und Magie, wer könnte da widerstehen?! Vor allem der Fantasy-Liebende Otaku Arc, welcher in diese geboren wird, kann sein Glück kaum fassen! Ein kleines Downgrade ist da sein Körper, denn unter seiner prächtigen Rüstung steckt ein knochiges Klappergestell.

Das hier war der einzige Anime, welchen ich aktuell, Folge für Folge, in dieser Season sah. Ein guter Freund lobte ihn gen Himmel und auch wenn ich ihn nicht so wie er gut fand, mochte ich ihn.

Was mir besonders an Arc, dem Protagonisten, gefällt, ist seine nerdige Art. Er will kein Held sein, er will niemanden retten, er will Fabelwesen sehen und vor Freude quietschen, wenn er sie auch noch streicheln kann! Und erstaunlicherweise gelingt es ihm auch, nicht allzu sehr in irgendwelche Adelstitel oder Ränke zu rutschen. Denn auch wenn er eine Heldentat nach der anderen vollbringt, unmögliches schafft und das ein oder andere Gerücht in die Welt setzt, gelingt es ihm Undercover zu bleiben. Eine schöne Abwechslung von all den Serien, in denen der Protagonist zwanzig Burgen aufgezwungen bekommt.
Trotzdem spielt neben Arcs Abenteuern sich die Ränke der Adligen ab, welche stark von ihm beeinflusst werden. Auch wenn das erst zum Schluss wirklich ins Rollen gerät und zwischendurch oft mehr nervt, da die Serie von Arcs Abenteuern so pause macht. Zudem haben andere seiner Aktionen keinen Einfluss - hierbei speziell die Rettungsaktion der ersten Folge gemeint - und wirken unnötig, random.

Apropos Rettungsaktion erste Folge: Diese war Brutal genug, als dass sie den Anime eine Verstörungswarnung beschert hat. Ich hatte weder Probleme damit, noch würde ich es wirklich lobend erwähnen, merkwürdig war es jedoch, dass danach der Gewaltpegel rapide fiel, sogar soweit, als dass Charaktere überlebten, die den Tod verdient hätten, sie sollen laut Vorlage sogar sterben! Ihr Überleben wirft die Story leicht durcheinander, was ich schade finde.
Ebenfalls schade ist, dass der Anime mit erhöhter Folgenzahl die Geschwindigkeit auch erhöht. Vorher wurde Arc auf Reisen gezeigt, er hat Monster auf dem Weg getroffen, ab und zu Söldnerarbeiten erledigt. Doch zum Ende hin bekommt man nur noch große, wichtige Ereignisse zu Gesicht.

Vom Aussehen her würde ich den Anime als eher schlecht bewerten. Er verlässt sich heftig auf CGI, also 3D Modell, vor allem bei den Main Cast. Das haben sie auch recht gut hinbekommen, Arc sieht echt gut aus, was wohl an seiner Rüstung liegt, doch die Elfe ließ meine Augen schier bluten.
Das Opening war hässlich, hat sich aber verdammt nochmal gut angehört und sticht aus der Masse der Openings heraus.

Glänzen tun die Charaktere des Anime, zumindest im Vergleich zum Rest. Arc ist absolut sympathisch, sein Fuchsi Ponta die Niedlichkeit in Person. Auch wenn keiner der Charaktere wirklich krass ausgefeilt ist oder eine atemberaubende Backstory hat, sind sie witzig, was für diesen Anime reicht.

Fazit: ich mochte den Anime, auch wenn er nicht allzu beeindruckend war. Ich kann ihn weiterempfehlen, habe insgesamt aber einen sehr neutralen Eindruck von ihm, auch wenn er zwischendurch durchaus meine Lachmuskeln trainierte.
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#3
"Skeleton Knight in Another World" ist ein Isekai Anime, der so gewöhnlich ist, wie man nur irgendwie gewöhnlich sein kann. Hier ist beim besten Willen nichts besonderes zu finden. Sicher ist das auch der Grund, warum man um irgendein Alleinstellungsmerkmal zu haben den Protagonisten zu einem Skelett gemacht hat. Nach Schema F dürfen wir beobachten wie ein ehemaliger Stubenhocker in einer Welt aufwacht, die seinem zuvor gezocktem Videospiel entspricht. Hier warten natürlich zunächst ein Maskottchen und eine hübsche Begleiterin auf ihn. Anschließend stellen sich unserem Helden alle möglichen Gefahren entgegen, die er stets mit Bravur meistert. Von jeglicher Seite wird er mit Lob überhäuft und alle sind beeindruckt, was er doch so Tolles auf dem Kasten hat.

Man hat es also mit einem Anime zu tun, der jegliche Spannung missen lässt, was prinzipiell aber auch erstmal in Ordnung ist. Es geht hier eben extrem locker zu und es wird Wert auf eine enspannte Atmosphäre gelegt. Der Humor ging für mich sogar klar und die verschiedenen Skills beobachten zu dürfen, bot durchaus einen Unterhaltungswert. Im Endeffekt habe ich auch geschwankt, ob ich nicht doch eine durchschnittliche Bewertung gebe, da sich "Skeleton Knight in Another World" überwiegend angenehm runter schauen ließ. Standardmäßige, langweilige politische Intrigen als Story-Background sowie ein paar fragwürdige Fetisch-Szenen untermauern dann aber doch, dass ich hier mal "eher schlecht" als Urteil abgeben sollte.

Bevor man sich diesem Anime widmet, kann man sich ungefähr 10 besseren Isekai Anime ansehen, die im Gegensatz zu diesem Titel auf die eine oder andere Art und Weise herausstechen. Re:Zero, The Rising of the Shield Hero, Overlord oder That Time I Got Reincarnated as a Slime zum Beispiel.
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