Die Tragödie der Belladonna (Anime)Kanashimi no Belladonna / 哀しみのベラドンナ

  • TypFilm
  • Episoden1 (~)
  • Veröffentlicht30. Jun 1973
  • HauptgenresDrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert von-
  • ZielgruppeVolljährig

Anime Informationen

  • Anime: Die Tragödie der Belladonna
    • Japanisch Kanashimi no Belladonna
      哀しみのベラドンナ
      Status: Abgeschlossen
      Veröffentlicht: 30.06.1973
    • Englisch Belladonna of Sadness
      Status: Abgeschlossen
      Veröffentlicht: ?
    • Deutsch Die Tragödie der Belladonna
      Status: Abgeschlossen
      Veröffentlicht: 1974
      Publisher: Rapid Eye Movies
    • Synonyme: The Tragedy of Belladonna, Belladonna der Trauer

Anime Beschreibung

Covertext:
Am Vorabend der französischen Revolution wird das schöne Bauernmädchen Jeanne von einem tyrannischen Fürsten vergewaltigt. In ihrer leidvollen Qual erscheint Jeanne der Teufel in Phallusform und verwandelt ihre Angst in sexuelle Hingabe, um sie in seinen Bann zu ziehen. Ihre neugewonnene diabolische Macht erzeugt respektvolle Furcht unter den Dorfbewohnern. Aber jeder, der seine Seele an den Teufel verkauft, wird einmal den Preis dafür zahlen.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: PhryneMandelbrot#1
"Hört her! Nachdem der Fürst dieses Geschenk genossen hat, sollt ihr ebenfalls davon kosten."

Mit diesen Worten wird die Vergewaltigung des frommen Bauernmädchens Jeanne eingeläutet und dies bleibt mit Sicherheit nicht die einzige Szene von "Die Tragödie der Belladonna", die sich in die Erinnerung des empörten Zuschauers brennen wird.
Ähnlich empört waren sicher auch die Kritiker gewesen, als der Film 1973 auf der Berlinale präsentiert wurde. Doch ist es angemessen diesen Film, produziert von Animationskoryphäe Eiichi Yamamoto, der unter anderem für die Anime-Versionen von Osamu Tezukas "Astro Boy" und "Kimba, der weiße Löwe" verantwortlich war, allein auf die schockierende Wirkung seiner Bilder reduzieren?


Die Geschichte beginnt im mittelalterlichen Frankreich mit dem Glück der Bauern Jeanne und Jean, die sich ewige Treue geschworen haben und nun den Bund fürs Leben schließen wollen. Die Willkür des Fürsten jedoch weiß dies zu verhindern und lässt das keuche Mädchen von seinen Untertanen vergewaltigen. Machtlos muss ihr Mann Jean dabei zusehen, bevor er in den Kerker geworfen wird. Trotz alledem kehrt nach kurzer Zeit wieder "Normalität" in das Leben der beiden ein, zumindest solange bis Hunger und die hohen Steuern die Dorfbewohner in die Knie zwingen. In ihrer Not wird Jeanne von einem Phallus mit rattenähnlichem Körper aufgesucht, der sich im späteren Verlauf der Geschichte als der Teufel entpuppt und versucht Jeanne zu seiner Gemahlin zu machen, sie nun aber erst wieder neuen Lebensmut finden lässt. Ein sozialer Aufstieg endet erneut in einer schrecklichem Katastrophe und letztlich fällt Jeanne endgültig in die Hände des Teufels und startet von dort an als Hexe ihren Rachefeldzug gegen Fürst und Kirche, der auf dem Scheiterhaufen endet.

Vielen dürfte bereits die Ähnlichkeit mit der Geschichte von Jeanne d'Arc aufgefallen sein, jedoch beruht die Geschichte vielmehr auf dem Buch "Die Hexe" des französichen Historikers Jules Michelet, der die Hexe als Heilerin des Volkes und revolutionäre Figur darstellt. So wird Jeanne von den armen Bauern verehrt, die ihre letzten Vorräte für sie aufopfern und im Gegenzug Trost bekommen, der in Form der titelgebenden Blume "Belladonna" gespendet wird. Umso größer ist demnach die Wut und der Zorn der Bürger, als Jeanne am Ende wegen Ketzerei verbrannt wird. Doch auch dieser Widerstand muss sich den tyrannischen Machthabern beugen, zumindest zu diesem Zeitpunkt. Zuvor wandelt die Besessene die Verzweiflung der Unterdrückten in gigantische nicht enden wollende Orgien. Dies scheint der einzige Weg zu sein, um dem Elend zu entkommen. "Belladonna" erzählt nicht die Geschichte eines Einzelschicksals, sondern die der Leidenden.

Die Leiden der Protagonisten und deren Widerstand gegen die Verlockungen des Teufels stehen nichtsdestotrotz im Mittelpunkt der Handlung. Die Tatsache, dass Jeanne nach ihrer Vergewaltigung neuen Lebensmut findet und sich durch ihre Bemühungen gesellschaftlich Ruhm erarbeitet und Anerkennung bei den Dorfbewohnern findet, weckt das Interesse an ihrerm Charakter, trotz der dauerhaften Berieselung mit lasziven Darstellungen ihres Körpers.
Und auch wenn sie als Hexe Gott entsagt und den schwarzen Tod über Land und Leute ziehen lässt, verliert sie bis zum Schluss nicht ihr Mitgefühl und ihre Liebe zu Jean.

Viel wichtiger als die Handlung an sich ist jedoch die Erzählweise. Hier wurde der Kreativität freien Lauf gelassen, sodass die Einleitung dem Zuschauer als Lied dargeboten wird, während später Dialoge folgen (welche von Standbildern begleitet werden) und manchmal auch ein Erzähler überleitet. Was "Belladonna" aber zu einem Meisterwerk macht ist die Tatsache, dass der gesamte Film einer Aneinderreihung von einzigartigen Gemälden darstellt, die stark an die Werke von Gustav Klimt und Egon Schiele erinnern, also Vertretern des Jugendstils. Neben dem Jugendstil befinden sich auch zahlreiche surrealistische Darstellungen und auf manche skizzenhaft wirkende Zeichnung folgt ein fast photorealistisches Porträt von Jeanne. Im Gegensatz zu vielen Mainstream-Filmen wird dem Zuschauer abverlangt auf jedes Bild zu achten und zu bestaunen, um den Film als Gesamtkunstwerk zu verstehen und bewundern zu können.
Animationstechnisch ist das Niveau natürlich dem Produktionsjahr entsprechend gering und manche Bewegungen wirken so statisch, als wären sie aus einer Animation von Terry Gilliam entnommen, was aber wiederum für den künstlicherischen Wert der Sequenz spricht. Einige Sequenzen sind so bunt und vollgepackt mit allen möglichen Darstellungen, dass sie einem Drogentrip gleichen, der FLCL wie eine nüchterne und bodenständige Geschichte wirken lässt.
Die Musik ist äußerst hochwertig und bietet neben dem halbgestöhnten Opening-Song und vielen psychedelische Melodien auch einige Jazz-Stücke.

Fazit:
"Belladonna" ist eine Perle der Animationskunst. Ob man nun empört über die expliziete Darstellung ist oder keinen gefallen am Jugendstil findet ändert nichts daran. Eiichi Yamamoto ist es wirklich gelungen einen einzigartigen Film zu kreieren, der nicht nur in der Welt des Animes, sondern auch in der Filmwelt selbst, nach mehr als 30 Jahren immer noch seinesgleichen sucht. Wer also keinerlei Scheu vor gewagten, experimentierfreudigen Filmen hat wird von "Belladonna" bezaubert und schockiert zugleich sein.
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Avatar: Jira#2
Eiichi Yamamotos ''Kanashimi no Belladonna'' ist in vielerlei Hinsicht einzigartig . Stil , Konzeption und Story sind auch heute noch einen Hingucker wert. Der Film ist ein Kunstwerk in allen Belangen.

Story:

Jean und Jeanne haben gerade geheiratet und nun muss Jean dem Fürst dafür eine Steuer zahlen. Jean ist aber nur ein armer Bauer , daher hat er das Geld nicht. Der Fürst entscheidet , dass Jeanne als Steuer ausreichen wird und so wird Jeannne nicht nur vom Fürsten vergewaltigt. Später lernt sie den Teufel kennen und sinnt darauf , etwas Böses zu tun .
Der Film schickt den Zuschauer in ein tiefes Mittelalter , in dem die Gesetze der Kirche über allem anderen stehen und die Fürsten die volle Macht über ihre Untertanen haben. Der Film stellt diese düstere Atmosphäre unglaublich gut dar , bei mir stellte sich ein Unbehagen ein , ein so starkes Gefühl , wie ich es bei Filmen nur allzu selten empfand,

Animation:
Die Animationen sind nach heutigem Stand natürlich völlig überholt. Der Grafikfanatiker wird sich hier also nicht allzu wohl fühlen. Dennoch ist der Film auch hier etwas Besonderes , denn im Gegensatz zu heutigen Animes hat sich hier jemand wirklich Gedanken gemacht.Vom Stil hebt er sich völlig vom heutigen ''Große Augen, kleine Nasen''-Schema ab . Der Film wirkt mehr wie ein Bild , wie ein einziges großes Bild und in jeder Ecke findet man immer wieder etwas Neues .Was man dem Film vielleicht ankreiden könnte ,ich aber nicht tue , ist das Fehlen der Mundbewegungen beim Reden. Ich denke aber , dass das die Atmosphäre des Animes wohl zerstört hätte.Auch die Bildsprache des Animes ist unübertroffen. In der Mitte des Films verliert er sich in reinen Bildmetaphern und ab un zu erinnert es fast schon an einen ''Drogentrip'' (der Filmkritiker würde es als ''Surrealismus'' bezeichnen).

Sound:
Hier geht der Anime einen anderen Weg , als man es vielleicht erwarten würde. Zum Mittelalter-Setting hinzugefügt werden Jazz , Rock und teilweise auch Funk. Eine krude Mischung , dürfte man jetzt denken , aber die Musik passt. Sie wird vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen , dennoch passt sie wie die Faust aufs Auge. Besonders hervorheben sollte man hier das Hauptthema ''Kanashimi no Belladonna'' , das öfters in einigen Variationen wieder auftritt. Ein unglaublich schönes Lied über Jeanne , die titelgebende ''Belladonna''.

Gesamteindruck:
Nach dem ersten Ansehen wusste ich , dass dieser Anime meiner Meinung nach auf einer Stufe mit Neon Genesis Evangelion und Utena steht. Er fesselt mich jedes Mal aufs Neue, trifft aber wohl nicht mehr den heutigen Geschmack. Dies sollte aber nicht davon abraten , es wenigenstens einmal zu versuchen. Auch wenn einem der Film nicht gefällt , so sind die knapp 90 Minuten doch nicht verschwendet gewesen , denn hier sieht man ein Stück Animegeschichte , ob es einem nun gefällt oder nicht.

Noch eine kleine Anmerkung:Kunihiko Ikuhara nennt diesen Film als einen seiner Haupteinflüsse bei seiner Arbei als Regisseur ( er war der Regisseur von Sailor Moon , Utena und Mawaru Penguindrum).Dies fällt besonders in seiner Serie ''Shoujo Kakumei Utena'' auf .Einige Kameraeinstellungen sind sich unglaublich ähnlich.Auch anderweitig gibt es Überschneidungen. Utena-Fans könnten also ihre Freude daran haben !
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Anime Kommentare

Avatar: Richard Raahl#1
Anspruch:nichts
Action:nichts
Humor:nichts
Spannung:wenig
Erotik:sehr viel
Ich habe gestern auf Arte Die Tragödie der Belladonna ( da lief er allerdings unter dem Titel Belladonna der Trauer ) gesehen. Es stimmt, der Film ist Kunst und bei Kunst scheiden sich ja bekanntlich die Geister. 2 Punkte bekommt Belladonna für die originelle Animation und die interessante Erzählweise. Der Soundtrack ist mir weder positiv noch negativ aufgefallen. Die Handlung:
[/spoiler] der Bauer Jean will Jeanne heiraten, kann aber die Steuer nicht bezahlen. Als "Ersatz" für die Steuer wird Jeanne vom ganzen Hofstaat vergewaltigt. Als sie nach Hause kommt, trifft sie den Teufel in Form eines sprechenden Phallus, der sie natürlich auch erstmal vergewaltigt.[spoiler]
Das ist im Prinzip auch der einzige Inhalt des Films: Sex und Gewalt. Und die Dramaturgie ist auch ein schlechter Witz. Jean wird die Hand abgehackt ( die sie ihm netterweise hinterher mitgeben ) und anstatt das Jeanne die Wunde versorgt, haben sie erstmal Sex. Hinterher wird sie wie gehabt vom Teufel vergewaltigt. Fazit: wer mehr von einem Film erwartet als Gewalt und eine Aneinanderreihung von Vergewaltigungsszenen, Finger weg von diesem schrecklichen Machwerk!
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Avatar: sajtschik Kisska#2
KUNST!!!!
mehr muss man dafür nicht sagen...
wahre kunst <3
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Avatar: Shyreen#3
Anspruch:sehr viel
Action:wenig
Humor:nichts
Spannung:viel
Erotik:sehr viel
So..Da es noch keine Kommentare zu Belladonna gibt werde ich hier mal einen schreiben.

Dieser Film ist einer der merkwürdigsten Anime-Filme die ich je gesehen hab. Meine ersten Gedanken waren: "Hö? Ein Softporno mit komisch verzerten Zeichnungen?" Ja..Nach 10 Minuten kahm ich aber zu Besinnung.
Belladonna ist ein ganz wunderschönes Werk. Es verzaubert einen. Es fühlt sich schon so an als ob man durch ein bizarres Museum geht,da man solch einen Zeichungs-Stil wohl noch nie gesehen hat. Dazu kommt auch noch die herzeigreifende Geschichte wo man schon am Anfang weis das es sich nicht um eine Happy-End Story handeln kann. Ich würde euch diesen Film wärmstens empfelen. Aber eine kleine Warnung muss noch ausgesprochen werden: Wer schwache Nerven hat,leicht traurig wird oder was glückliges sucht,ist hier bei Belladonna of Sadness falsch. Der Film scheut sich nicht euch verstörende Gewalt(Explodirende Vaginen *würg*) oder Rape-szenen zu zeigen. Wer aber über sowas hinwegsieht kann sich aber zurücklenen und dieses Kunstwerk genießen.
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