Ascendance of a Bookworm (2019)

Honzuki no Gekokujou: Shisho ni Naru Tame ni wa Shudan o Erande Iraremasen / 本好きの下剋上 ~司書になるためには手段を選んでいられません~

Rezensionen – Ascendance of a Bookworm

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Ascendance of a Bookworm“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Ich&AnimeKekssucher#1
Yoga machen und einen Gott anbeten - natürlich geht das! Der Beweis ist "Ascendance of a Bookworm" und der Beweis dafür ist das Bild unter diesen Zeilen.


Übrigens handelt es sich bei dieser Review um eines für beide Teile der Staffel... wer also nicht alle 26 Folgen sah, der sollte jetzt auf etwas gefasst sein.

Worum geht es in "Ascendance of a Bookworm" jetzt eigentlich? Nun ja, es geht um ein Mädchen aus unserer Welt, dass von den Dingen getötet wurde, was sie am meisten liebte - Bücher! Als sie dann im Körper der fieberkranken Myne aufwacht, hat sie wieder nur eins im Sinn: Bücher! Denn mit denen kann sie selbst in dieser grauenhaften Mittelalterlichen Welt im Körper eines Todkranken Mädchens aushalten - oder hilft ihr Wissen aus unserer Welt, um sie zu retten?

Der Anime ist... interessant. Das absolut größte Problem wäre die Einleitung, die nicht nur sehr langatmig und langsam, sondern auch langweilig ist. Innerhalb der ersten sechs Folgen geschieht nichts relevantes oder spannendes, weshalb man einiges an eigener Motivation und Energie aufbringen muss, um den Anime nicht abzubrechen. Oder man schaut sie mit einem Freund. Zu Beginn kennt man schließlich weder Mynes Probleme, noch Fähigkeiten: Ein Kind in einer mittelalterlichen Welt, das kränkelt? Nichts ungewöhnliches oder spannendes. Auch die Charaktere sind nicht wirklich überzeugend bzw. überzeugend genug, um einen an den Anime zu binden.

Doch wenn man es durchhält und die schrittweise voranschreitende sowie detailreiche Handlung aushält, so wird man ab spätestens Folge 12 mit einem sehr witzigen Anime belohnt, über den man nur lachen kann - zumindest, wenn auf Details geachtet wird.... die Vogel-Pose hat mir einen Lachkrampf wie lange nicht mehr bereitet.
Wer ansonsten auf einen eher langsamen, langatmigen Slice-of-Live Anime steht wird hier keine Probleme haben, er wird den Anime sogar lieben! Die Charaktere, Story und Welt haben eine gute Story, sind deep und ausgereift - werden nur sehr lahm erklärt. Und da ich eher von der ungeduldigen Sorte bin, muss ich den ersten Part der Staffel, die das Szenario im Schneckentempo aufbaut und sehr viel Wert auf Einzelheiten sowie Gespräche legt, leider schlechter bewerten... insgesamt kommen wir weiterhin aber bei 4 Sternen heraus, denn in der Kombo sind beide Teile der Staffel ideal.

Wirklich lobend erwähnen muss ich die sehr Detailreiche Welt, die so absurd und doch realistisch wirkt. Realistisch, da die Wertvorstellungen aus dem Mittelalter hier sehr gut Ausgelegt, interpretiert, aufgezeigt und verwendet wird, ungewohnt weil das Mittelalter ziemlich mieß für so ziemlich alle war, die nicht gerade zum richtigen Zeit am richtigen Ort geboren wurden. Diese Welt ist einfach sehr faszinierend und mein Grund, trotz des für mich zu langsamen Erzählstils am Anime festzuhalten.

Die Charaktere sind zudem auch unglaublich und liebenswürdig. Auch wenn Myne z.B. ziemlich OP ist und dies auch deutlich gemacht wird, machen ihr die Wertvorstellungen der Welt das Leben echt schwer - und nicht so pseudo schwer wie in "The misfit of Demon King Academy", sondern wirklich schwer. Weitere Chars sind... anwesend? ich finde sie wirklich schwer einzuschätzen, da auch sie sehr realistisch gestaltet sind. Sie zeigen nicht ihren gesamten Charakter in den wenigen Momenten, wo sie Screentime bekommen und natürlich ist Mynes Mutter fürsorglich ihrer Tochter gegenüber, aber mehr bisher auch nicht. Das ist durchaus realistisch und andere Charaktere zeigen auch mal mehr Emotionen... daher sind sie wohl gut? Hintergrundgeschichten fehlen allerdings meist und auch Stereotypen oder Pappaufsteller lassen sich im vielfältigen Cast finden - Mynes Vater ist nur der über-fürsorgliche, eifersüchtige Vater und Mynes Schwester hat nicht einen Charakterzug, an dem ich mich wirklich erinnere... sie war einfach anwesend.

Technisch ist der Anime wirklich ausgefeilt, zum Schluss lassen Animation und Sub an Qualität nach - so fand ich die einzigen Fehler im Sub in den letzten Folgen und hier vermehrt und in der 2. Hälfte treten vermehrt lange (bis zu 20 sek) Standbilder auf.

Alles in allem also ein zu Beginn langsamer, etwas eigener Anime, der zum Schluss aber viele Plottwists und Witze aufweist. Mich erinnert er vom Aufbau an "Mushoku Tensei", wenn auch mehr auf dem Mittelalter als auf dem Fantasy Aspekt bezogen.
Beitrag wurde zuletzt am 26.11.2021 04:06 geändert.
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