Dororo (Anime) ➜ Forum ➜ RezensionenDororo (2019) / どろろ (2019)

  • TypTV-Serie
  • Episoden24 (~)
  • Veröffentlicht07. Jan 2019
  • HauptgenresAbenteuer
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich

Anime Rezensionen

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Dororo“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: alameo#1
Im Anime Dororo geht es um den 16Jährigen Hyakkimaru, dessen Vater seine Glieder an Teufelsgötter verkauft hat, da dieser nicht mehr an die Götter glauben wollte und durch die Teufelsgötter Macht und Ruhm erlangen wollte. Er beauftragt die Amme die bei Hyakkimarus geburt geholfen hatte Hyakkimaru in einem Moor zu ertränken. Jedoch bringt diese es nicht ums Herz ihn zu Töten und legt ihn in ein Boot das sie im Moor davon Treiben lässt.

Die Story beginnt 16 Jahre später und fängt damit an, dass sich Hyakkimaru und der kleine Junge Dororo treffen. Zu Hyakkimarus überraschung folgt Dororo ihm überall hin. Hyakkimarus Ziel ist es seine Glieder (48 Glieder) wieder zurück zu holen. Dafür muss er die Teufelsgötter töten. Mit jedem getöteten Teufelsgott wird Hyakkimarus Vater (ein Fürst) mürrischer und will Hyakkimaru los werden. Hyakkimarus Mutter hingegen kann die Geschehnisse die ihr Hyakkimaru nahmen nicht vergessen. Selbst ihr anderer Sohn Tahomaru kann ihr die Trauer nicht nehmen. Jedoch weiß Tahomaru nicht dass er einen großen Bruder hat.
Wie aber schon erwähnt geht es darum, dass Hyakkimaru sich seine Glieder zurückholen möchte. Dies gestaltet sich jedoch nicht gerade leicht.
Die Animationen im Anime sind natürlich viel besser als bei dem ersten Erscheinen des Anime Dororo. Die Charaktere sind sehr gut erarbeitet. Man kann jedes einzelne Gefühl genau erkennen und jede Figur hat seine eigene Geschichte, zumindest wenn diese Person nicht gerade mysteriös bleiben soll. Ein schöner Anblick ist es wenn man sieht wie sich Hyakkimaru freut was eigentlich sehr selten geschieht.
Die Musik ist sehr schön und gefällt mir zu meinem Teil sehr. Das Opening bildet das Lied Kaen von Ziyoou-vachi und das Ending bildet das Lied Sayonara Gokko von Amazarashi.

PS: Die Bilder der Charaktere sind die aus dem alten Anime, der um den es hier geht sieht anderst aus.
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Avatar: OPYoshi
Moderator
#2
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Genau ein halbes Jahrhundert ist die Erstausstrahlung von Dororo her und eines ist sicher: Die Qualität hat sich gesteigert.

Das Land des Daigo ist dem Untergang geweiht. Neben Krieg setzt auch die Natur dem Land stark zu. Der Herrscher sieht nur noch eine Möglichkeit es zu retten. Er geht einen Pakt mit den Dämonen ein und bietet seinen Erstgeborenen als Opfer an. So wurdem ihm alle Körperteile abgenommen. Jahre später macht sich der Junge Hyakkimaru auf den Weg seine Körperteile wieder zu bekommen. Begleitet wird er dabei von Dororo, der auch eine traurige Vergangenheit mit sich rumschleppt.

MAPPA ist noch nicht so lange im Geschäft, hat aber schon den ein oder anderen sehr beliebten Underdog-Titel (mit-)produziert. Sie haben schon immer gezeigt, dass sie etwas von ihrem Fach verstehen. Eine schöne Kameraführung, gelungene Kämpfe mit einer guten Dynamik und Hintergründe, die nicht zu glatt wirken und einen gewissen Charakter mit sich bringen.
Ebenfalls sehr gelungen ist denen die "andere Sichtweise", mit der sie die Welt von Hyakkimaru dem Zuschauer näher bringen wollen. Es wäre an der Stelle mehr Potential gewesen, aber für die kurzen Szenen, in der die Sicht anders ist, war es mehr als ausreichend.

Wenn man Anime kennt, weiß man, dass kleine Kinder in einer Serie für erwachsenere Leute, oftmals für Heularien stehen oder die einfach nur komplett verzogen sind. Es gibt natürlich auch Ausnahmen und eine davon haben wir hier. Dororo ist nicht nur ein Schlitzohr, wurde sogar von der harten Zeit der Kriege in Japan gezeichnet. Manchmal kommt zwar noch das kleine Kind durch, ist aber durch die Reisen alleine durch Japan erwachsener geworden, als man erwarten würde.
Etwas anderes ist Hyakkimaru. Gerade am Anfang wirkt er häufig deplatziert, auch, wenn man den Grund dahinter schon verstehen kann. Er wird oftmals mehr von seinen Trieben und Instinkten getrieben, wird mit der Zeit aber immer menschlicher und zeigt mehr psychische Teilnahme.

Auch, wenn die Serie in einem fiktiven, traditionellen Japan spielt, gibt der Soundtrack es leider nur wenig wieder. Weder der OST noch die Openings oder Endings haben einen japanischen Unterton und wenn, dann taucht er nur ganz leicht auf. Nichtsdestotrotz, können die Stücke gut unterhalten und mit amazarashi und Asian Kung-Fu Generation wurden bekannte Gruppen in die Serie mit eingebunden.



Es fällt früh auf, dass gerade der Anfang einem gewissen, schnell monoton wirkenden, Schema folgt. Die Geschichte konzentriert sich da zu sehr auf die Beschaffung der Körperteile und geht dabei viel zu spät auf die eigentliche Entwicklung ein. Erst die Entwicklung von Hyakkimaru wird interessant, wie er Stadien durchlebt, die schon hätten viel früher passieren müssen. Leider kann Dororo da weder in der Gegenwart, noch der Vergangenheit mithalten und wirkt wie ein erzählendes Beiwerk.
Besonders beeindruckend sind dabei die sehr gelungenen Animationen, die der Geschichte Menge Leben einhaucht und gerade Szenen mit hohem Tempo wunderbar dargestellt werden. An einigen Stellen wirken die Körper schon mal deformiert, drücken den Gesamteindruck aber weniger.

Die Neuauflage von Dororo ist nicht nur etwas für Fans des alten Japans, sondern mischt auch gut Dämonen und Yokai mit ein. Wer dann keine tiefgründige Geschichte erwartet, aber Action gerne hat, solltet hier einen Blick rein werfen und eine Serie genießen, die mehr als nur ein Beiwerk sein kann.
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