Vinland Saga (Anime) ➜ Forum ➜ Rezensionenヴィンランド・サガ

  • TypTV-Serie
  • Episoden24 (~)
  • Veröffentlicht07. Jul 2019
  • HauptgenresAbenteuer
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich

Anime Rezensionen

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Vinland Saga“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Großadmiral-Thrawn#1
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Dies ist das Allererste mal ich eine solche Bewertung schreibe. Ich möchte aber meine Meinung zu diesen Anime nicht vorenthalten. Ich betone hier jedoch ganz klar das sich um MEINE MEINUNG handelt.

Story: Die Geschichte spielt ca.1002-1013 nach Chr. und handelt vom Charakter Thorfinn der sich auf einen Persönlichen Rache Feldzug befindet um den Tod eines geliebten Menschen zu Rächen. Dabei gefällt es mir besonders gut wie es der Mangaka geschafft hat Realität und Fiktion miteinander zu verknüpfen.

Charakter: Alle Charaktere in Vinland Saga sind sehr gut geschrieben und das reicht vom Protagonist Thorfinn bis zu Nebencharaktern wie Askeladd und Kunt oder Thorfinns Vater.

Animationen: Ja was soll da sagen Wit Studio ist Halt echt Bombe obwohl ich sicher bin das das CGI bei den großen Schlachten den ein oder anderen Stören könnte ich empfinde das jedoch nicht so.

Musik: Das 1. Opening war für mich ein absollter Ohrwurm auch das 1. Ending war sehr schön.
das 2. Opening fand ich nicht ganz so gut wie das erste gleiches gilt für das Ending die Musik während des Animes ist soweit mir aufgefallen ist immer sehr gut ausgewählt wurden.

Fazit: Vinland Saga Ist ein großartiges Meisterwerk und und ich kann ihm jedem Empfehlen der Serien wie Vikings und Last Kingdom oder Animes wie Berserk mag. Wer Jedoch in jeder Folge eine Große Schlacht und Blut erwartet wird hier wohl eher enttäuscht sein da der Anime sich die Zeit nimmt der er braucht um seine Story und die Charaktere voll zu entwickeln und das macht für mich den Reiz des ganzen aus.
Beitrag wurde zuletzt am 07.10.2019 um 17:41 geändert.
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Avatar: TheWeirdOne#2
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Vorwort
Ich denke Viland Saga wird in vieler Munde als der Berserk-Nachfolger gehandelt, auf den wir alle seit den 90-Jahren warten. Und unter dieser Prämisse, stellt sich natürlich gleich die erste große Frage: sehen die Animationen so furchtbar aus wie in den offiziellen Berserk-Nachfolgern? :D
Für alle, die das nicht wissen, Berserk hatte vermutlich das krasseste Cliffhanger-Ende, das man sich nur vorstellen kann. Grund dafür ist, dass der Anime dazu verleiten sollte, den Manga zu lesen. Nach dem Ende hatten wir uns alle darüber gefreut, dass die Golden Age-Arc als Fortsetzung verfilmt werden sollte. Der damalige Hype war riesig und als wir das CGI an im ersten Film sahen, viel der Großteil der Berserk-Fans vom Glauben ab. Die 3D-Animationen sahen so furchtbar aus, dass man davon Augenkrebs bekam und die Filme sind bis heute eig. nicht anschaubar. Mit diesen Filmen wurden die Fangemeine richtig vor den Kopf gestoßen und es wurde sich von allen Seiten zu recht beschwert.
Einige Zeit verstrich und es wurde ein Remake der alten Berserk-Serie angekündigt, das den Namen Berserk 2016 tragen sollte. Nach dem Disaster der Golden Age-Filme, dachten wir alle, noch schlimmer kann es nicht kommen, und meine Fresse, haben wir uns alle geirrt. Die 3D-Animationen in Berserk 2016 sahen sogar noch schlimmer aus, als in der Golden Age Arc und mir ist bis heute schleierhaft, wie man dafür ein Greenlight der Produzenten bekommen konnte.
Lange Rede kurzer Sinn, nach diesem Disaster war es lange Zeit still in Mittelalter-Anime-Branche und niemand hat sich wirklich getraut einen neuen großen Epos-Manga auf die Leinwand zu bringen. Und dann kam Vinland Saga.
Und ich denke jetzt kann ich es sagen: Ja, der Anime enthält 3D-CGI-Animaionen und sie sehen super aus. Die sind durchgehend absolut großartig und in Verbindung mit der tollen Musik wird der Anime zu einem richtigen Epos-Werk.

Handlung
Vinland Saga ist im 11. Jahrhundert angesiedelt und beschreibt die Zeit, in der die Dänen, zu denen auch die anderen Skandinavischen Völker zählten, in dem heutigen Großbritannien einfielen. Das besonderea n diesem Setting ist, dass der Anime nicht nur auf wahren Gegebenheiten beruht, indessen, dasss es einen solchen Überfall tatsächlich gegeben hat, sondern sich auch historicher Figuren bedient. Viele der hier gezeigten Charaktere, wie König Sven oder Prinz Knut sind geschichtlich überliefert und hat es so tatsächlich gegeben. Natürlich sind viele Charaktere, wie der Hauptcharakter dennoch frei erfunden und auch die Story um diesen und Askeladd wie so wahrscheinlich nicht stattgefunden haben. Trotzdem finde ich es bemerkenswert, wie viel Mühe sich der Autor des Mangas hierbei gegeben hat, um eine möglichst akurate Kulisse für den Leser zu schaffen. Ich mag sowas.
Die Geschichte selbst dreht sich um den jungen Thorfinn, Sohn von Thors, einem großen nordischen Krieger, der dem Kämpfen abgeschworen hat. Nachdem dieser aber von Askeladd ermordet wird, schließt sich Thorfinn dem Mörder seines Vaters an und sich an diesem zu rächen. Die Serie erzählt dabei wie Thorfinn, zu eben dem Schwert greift, vor dem sein Vater ihn bewahren wollte, und zeigt den schrittweisen Verlust seiner Menschlichkeit, wodurch der Anime seinen Drive erhält.
So beginnt eine lange und intrigenreiche Reise in das England des 11. Jahrhunderts, auf der wir auch ein wenig über den Konflikt einzelner Völker, wie den Walisern und den Engländern erfahren. Ein kleines Problem hatte ich an der Stelle aber mit dem japanischen O-Ton,. Es sprechen nämlich alle Charaktere japanisch. Ansich ist das ja okay, aber hier ist es tatsächlich ein wenig irreführend, weil sich Dänen mit Isländern verständigen können, mit Engländern aber nicht. Dafür aber mit Walisern, die gleichzeitig wieder Engländer verstehen. Und man selbst hört aber nur Japanisch. Man hat kein wirkliches Feeling dafür, wer nun eig. wen versteht und wen nicht und das ist stellenweise echt verwirrend.

Charaktere
Ich habe es zwar schon erwähnt, aber ich fand es richtig schön anzusehen, wie Thorfinn nach und nach seine Menschlichkeit verliert. Auch der Umstand, dass sich seinem Peiniger anschließt um sich an diesem zu rächen, habe ich nur äußerst selten gesehen. Besonders bemerkenswert ist auch Askeladd selbst, der trotz seiner Taten sehr sympathisch ist. Den nicht zu mögen ist eig. fast unmöglich. Und ich war überrascht, wie sejr doeSerie auf Askeladd eingeht. Das war in der Tat, sehr schön mit anzusehen.
Und auch wenn der Anime viel Charaterentwicklung enthält, ist gerade das mein größtes Problem. Die meiste Entwicklung sehen wir bereits im ersten Drittel und in den letzten paar Folgen. Die Hälfte des Anime dreht sich eher um die Welt und die Intrigen, die hier gesponnen werden. Von Entwicklung ist hier keine Spur zu sehen, was einen ziemlich schleppenden Verlauf der Geschichte zur Folge hat. Da passiert einfach nichts, weder bei den Charakteren, noch bei der Handlung.

Kämpfe
Die Kämpfe möchte in an dieser Stelle besonders hevorheben. Wir alle kennen diese Szenen diversen Anime, wo Charaktere auf sich gegenseitig einprügeln ohne wirklich zu einem Ergebnis zu kommen. Das kommt hier eig. gar nicht vor. Die Kämpfe sind allesamt sehr gut durchdacht und schön choreograhiert. Und nicht selten is ein einzelner Kampf bereits nach wenigen Schlagabtauchen vorbei. Wir wissen ständig, was gerade passiert und können jedem einzelnen Schlag folgen. So etwas finde ich richtig toll. Außerdem will ich hier anmerken, dass viele Kämpfe nicht nur auf einer physischen, sondern auch auf einer Meta-Ebene stattfinden, zumal man stets im Hinterkopf denkt, dass der Kampf eig. nicht stattfinden sollte.
Ein bisschen enttäuschen fand ich aber das Ende der Serie. Und auch wenn ich das, was gezeigt wurde, schon super finde, ist es letztlich kein richtiges Payoff für das, was die Serie über 24 Folgen lang aufgebaut hat. Ich glaube, dass das für viele Leute ein wenig unbefriedigend ist. Vieleicht denke ich aber nach einem Rewatch ein wenig anders darüber.

Fazit
Die Serie ist in meinen Augen ein würdiger Nachfolger von Berserk, wenn man die denn als solche sehen möchte. Sie ist wahrlich ein Epos-Werk, was seine Kämpfe und die Charaktere angeht und hat genug Alleinstellungsmerkmale um als eigener Anime gesehen zu werden. Und trotz stellenweiser Trockenheit, was die Entwicklung der Geschichte angeht, würde ich Vinland Saga durchaus weiterempfehlen. Seid euch aber bewusst, dass diese Serie sehr brutal und blutig ist. Sie ist definitiv nichts für schwache Nerven. Wer das mag, wird hier aber ziemlich sicher auf seine Kosten kommen.
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Avatar: SabriSonne#3
Als ich damals Vinland Saga zum ersten Mal als Manga in der Auslage gesehen habe, wusste ich sofort, dass das irgendwann mal ein Anime wird, der sich in der Topliste einreihen wird. Lange hat es gedauert, bis er kam, jetzt ist er da - und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es mittlerweile allein ausreicht, wenn die Graphik spitze ist und der Anime einfach toll aussieht, um ihn "besser" zu machen, als er tatsächlich ist.

zur Handlung
"Kleiner Junge nimmt Rache für seinen ermordeten Vater" - wow.
Bei Geschichten rund um Rache ist es für mich beinahe wie mit Sport-Geschichten - man hat zwar einen guten und sinnvollen Beweggrund, richtig spannend macht es aber die Handlung nicht. Sie ist zwar ein guter Aufhänger für die Geschichte (obwohl ich die Einleitung deutlich zu lang fand!), aber lustigerweise scheint selbst der Autor gemerkt zu haben, dass dies als Substanz nicht ausreicht, weshalb der Anime zur Hälfte seinen Hauptcharakter beinahe links liegen lässt und sich auf eine beinahe realhistorische Handlung konzentriert.

Und das stört mich persönlich sehr. Wir bekommen knapp 7 Folgen präsentiert, in denen wir Thorfinn als Charakter kennen lernen, seinem Weg folgen, und wenn es soweit ist und er endlich erwachsen wird, ändert die Handlung ihre Richtung und schleift Thorfinns Geschichte mehr hinterher als sie aktiv zu erzählen. Und das ist wirklich schade, da Thorfinn im Grunde sympathisch und realistisch genug dargestellt wird, um ihm gut folgen zu können. Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf Nebencharaktere und verrennt sich in die klassische Politikintrige, die im Endeffekt nicht besonderer ist als in vielen anderen Anime. So fällt leider auch die Mission von Leif, nach dem Verschwinden von Thorfinn nach ihm zu suchen, vollkommen ins Wasser. Die Szene, in der er Thorfinns Familie schwört, ihn nach Hause zu bringen, verpufft, weil man ihn die ganze Serie lang nie in Aktion erlebt und er mit Thorfinn mehr durch Zufall als durch Aktion wieder in Kontakt gerät. Auch die Familie, die sich wahrscheinlich Sorgen macht, verschwindet ins Nichts, was mir bzgl. Thorfinns Charakterentwicklung nicht sehr gefallen hat, gerade weil man am Anfang der Serie viel mit den Figuren zu tun hat.

Ebenso schlecht fand ich die Tatsache, dass alle Charaktere japanisch reden, egal, aus welcher Region sie zu kommen scheinen. Und obwohl man als Zuschauer alle versteht, verstehen sich die Charaktere aufgrund der Sprachbarrieren nicht. Das macht die Zuordnung der Figuren zu ihrem jeweiligen Volk nicht einfacher, v.a. da sich viele Charaktere und Soldaten ähnlich sehen, ähnliche Kleidung tragen oder ähnliche Waffen verwenden.

Trotz der Schwächen schafft es der Anime jedoch auch zu einigen guten Szenen, gerade die ersten Folgen sind spannend und emotional, da sich Thorfinn mit der Zeit immer mehr als Mensch zu verlieren scheint. Wie gesagt, verfolgt der Anime dies ab der Hälfte nicht mehr hauptrangig, sodass Thorfinn beinahe zum Nebencharakter mutiert. Die Politikintrige schreitet dann zu langsam voran, um wirklich spannend und mitreißend zu sein und viele wichtige Storypunkte verpuffen, weil gerade das 2. Opening viele Szenen spoilert. Dennoch sind die Openings und Endings schön anzuhören und unterstreichen den Anime hervorragend.

Positiv zu erwähnen sind außerdem die gut ausgearbeiteten Kämpfe. Sie sind zwar mehr als nur blutlastig und manchmal verzieht man schon fast angeekelt das Gesicht, aber die Choreographien sind sehr flüssig und abwechslungsreich gestaltet. Gleichzeitig entsteht jedoch damit auch eine neue Schwäche des Anime: soll es nun realhistorisch sein oder ein halber Fighting-Shounen?! Der Animationsstil gibt sich so erwachsen, dass es eigentlich den typisch realen Touch hat, aber wenn man Charaktere hat, die Steine so groß wie Autos und ganze Baumstämme im Kampf verwenden, zerstört sich die realhistorische Stimmung komplett.

Was für mich die Handlung im Endeffekt rettet, ist nicht nur die mehr als gelungene finale Szene zwischen Thorfinn und Askeladd, sondern v.a. ihre Interaktion im ganzen Verlauf der Serie. Zuerst einmal fand ich es sehr erfrischend, dass Thorfinn sich der Gruppe anschließt und nicht einen auf "ich gehe selbst meinen Weg, aber wir werden uns wieder sehen" Showdown wertlegt, was die Rachegeschichte doch von anderen Werken unterscheidet. Zum Anderen entsteht durch diese Rachethematik, die die beiden Hauptfiguren miteinander verbindet, eine interessante Zweckgemeinschaft, bei der man sich bis zum Schluss nicht sicher ist, ob sich die beiden Figuren nun tatsächlich mögen oder nicht. Dies lässt Raum für Momente, die auf zweierlei Art ausgelegt werden können und macht diese unglaublich interessant und einprägsam.


zu den Charakteren
Hauptcharakter Thorfinn ist zwar nicht neu, führt jedoch gut zur Geschichte hin. Seine Entwicklung ist zu Beginn kindgerecht, logisch und interessant. Aber genau ab dem Punkt, wo er für mich als Charakter interessant wird (ich kann mit Kindern als Hauptfiguren in Erwachsenen-Anime nicht unbedingt etwas anfangen) und erwachsen wird, wird er so gut wie fallen gelassen. Gerade im Mittelteil gibt es Folgen, in denen er so gut wie nicht vorkommt, was mich stellenweise wirklich nervte.
Stattdessen konzentriert sich die 2. Hälfte der Handlung auf Prinz Knut, der zwar im Grunde eine interessante Charakterentwicklung hinlegt, die aber wie oben beschrieben aufgrund des Bildmaterials des 2. Openings mehr als offensichtlich war, weshalb man auf gewisse Handlungsabschnitte förmlich wartet.

So viel zu den zwei einzigen Charakteren, die sich durch ihre Aufmachung und Synchronisation vom Rest des Casts abheben - die anderen Figuren reihen sich in dieserlei Hinsicht leider in die Breite Masse ein. Versteht mich nicht falsch, die Synchro ist toll und passt, doch leider klingen alle einfach zu ähnlich, um wirklich aus der Masse herauszustechen und aufzufallen.

So sind nur noch Askeladd selbst und Thorkell einzelne Lichtblicke.
Thorkell ist als Gegner fast noch der Interessanteste, hat einen einprägsamen Charakter, den man auch nach dem Schauen im Kopf behalten wird. Seine Art an Kämpfe heranzugehen kennt man zwar schon aus anderen Anime, gerade aus Fighting-Shounen, aber Thorkell fällt in diesem Setting mit dieser Art so dermaßen aus dem Rahmen, dass er mehr als positiv auffällt.
Askeladd hingegen könnte man als die heimliche Hauptfigur bezeichnen, der überraschend viel Tiefgang bekommt. Das war sehr schön zu beobachten, da man ihn im ersten Moment für den typischen Bossgegner hält, auf den man am Ende noch einmal zurück kommt, wenn Thorfinn stark genug für seine Rache wird. Da ihn aber der Handlungsverlauf unerwartet und v.a. ununterbrochen im Blick behält, gibt es genug Raum für eine gute Ausarbeitung. Wie gesagt, die Interaktionen mit Thorfinn sind fast das Interessanteste an ihm und bringen ihn als Charakter unglaublich weiter, weil man ihn nie wirklich als neue Vaterfigur und Lehrmeister für Thorfinn oder Bossgegner identifizieren kann. Und diese Mischung rettet die Handlung mehr als nur einmal.

Die Nebencharaktere waren okay, stellenweise jedoch zu overpowered. Bei anderen hat man stellenweise sogar das Gefühl, dass sie wichtig für die Handlung werden, weil sie interessante eigene Storylines oder Standpunkte hineinbringen, die in einem schönen Kontrast zu anderen Charakteren oder deren Verhaltensweisen stehen, doch meist verschwinden diese nach wenigen Auftritten. Fand ich persönlich schade, da man hier mehr als einmal die Möglichkeit gehabt hätte, die Handlung auf ethischer und moralischer Ebene komplexer zu machen und damit z.B. Thorfinns Einstellungen weiter zu vertiefen. Aber da die Serie ihren eigenen Hauptcharakter sowieso irgendwann links liegen lässt, braucht es das im Endeffekt nicht mehr.


Fazit
Vinland Saga ist in manchen Punkten anders als erwartet und hebt somit die Rachegeschichte rund um Thorfinn und Askeladd überraschend und auf eine erfrischende Art an, doch seinen Hauptcharakter genau in dem Moment aufs Abstellgleis zu schieben, in dem der Zuschauer ihn nach folgenlanger Einführung eigentlich weiter beobachten will, zieht dann leider doch zu stark nach unten.
Genau in dem Moment, wo man das Gefühl hat, die Einleitung hinter sich gelassen zu haben und sich auf eine interessante Geschichte mit einem "fertig entwickelten" Thorfinn freut, den man nun endlich als ausgereifte, im Opening dargestellte Figur in Aktion erleben möchte, übernimmt die Politikintrige rund um Prinz Knut das Ruder, die jedoch insgesamt zu unspektakulär ist, um wirklich im Gedächtnis zu bleiben.

So reiht sich Vinland Saga für mich nur hinter ähnlichen Anime im besseren Mittelfeld ein, der sich nur durch sein unverbrauchtes Setting von anderen seiner Art abhebt.
Beitrag wurde zuletzt am 17.05.2020 um 14:19 geändert.
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Avatar: OPYoshi
Moderator
#4
  • Handlung
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  • Charaktere
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Viele Manga und Anime, die in der Vergangenheit spielen, legen ihren Fokus auf Japan oder deren historischen Figuren. Vinland Saga zeigt, dass ein Blick nach Skandinavien nicht schaden kann.


Wir schreiben das erste Jahrtausend nach Christus. Auf Island lebt der ehemalige Krieger Thors mit seiner Familie. Während eines Beutezuges schleicht sich sein Sohn Thorfinn an Bord und muss miterleben, wie sein Vater von Askeladd getötet wird. Für ihn beginnt nun eine schwere Reise, auf der ihn nicht Rachegelüste verfolgen.

Unter der Leitung von WIT, vor allem bekannt für Shingeki no Kyoujin, entstand die Serie mit deren typischen Design und Eigenheiten. Ob es Fluch oder Segen ist, ist jedem selbst überlassen, aber gerade die Gesichter und der Ausdrücke wirken wie bei den anderen Serien und geben zu anderen Produktionen wenig Abwechslung. Wobei der harte Zeichenstil auch gut zum Thema der Serie passt und die schwere Zeit gut wieder gibt.
Die qualitativen Arbeiten enden aber nicht nur bei den Charakteren und den überragend gut gelungenen Hintergründen, sondern weisen auch eine flüssige Animationen und actionreiche Szenen auf. Der Blick auf das Meer ist der Wahnsinn.

Mit dem Cast beschreitet man garantiert keine neuen Wege, aber hier haben wir eine Interessante Konstellation von den üblichen Typen. Häufig gibt es eine gewisse Balance zwischen Gut/Böse, schlecht/talentiert oder introvertiert/extrovertiert. Das lassen wir mal komplett außen vor. Die wichtigen Charaktere sind vom gleichen Schlag und keiner steht dem anderen aus irgendwelchen Gründen hinterher. Obwohl die Abwechslung fehlt, werden die Figuren nicht langweilig und der ein oder andere macht eine überragende Entwicklung durch. Schade an der Stelle, dass es nicht der Protagonist ist, der in seinem eigenen Gedankenzug um imm den selben Punkt fährt.

"Alt trifft neu". Besser lassen sich die Künstler beschreiben. Mit Survive Said the Prophet und milet steuern gleich zwei -relativ- neue Sänger einen Titel bei und zeigen, welche Zukunft die beiden noch vor sich haben werden. Bei den eingesessenen Künstler haben wir einmal das Stimmwunder Aimer und "die heiße Kartoffel im Mund" Man with a Mission. Alle vier Lieder sind gute Kompositionen und treffen den Nerv des Anime mit starkem Rock und guten Balladen.
Etwas hinterhinken muss da der OST, der trotz der starken Szenen einfach nicht fruchten will und unnötiger Weise sogar in der Versenkung verschwindet.



Vinland Saga versucht erfolgreich sich von anderen Shounentitel zu distanzieren. Mit einer trockenen und nüchternen Erzählweise wird eine Geschichte aus einer der brutalsten Zeiten der Menschheit erzählt. Zu Unterhaltunszwecken musste die Geschichte natürlich etwas theatralisiert werden, was dem ein oder anderen Handlungsbogen eine Delle verpasst. Trotzdem schafft es die Serie dank eines starken Casts und auch überragenden Animationen zu punkten.

Es hat mal wieder ein paar Seasons gedauert, bis mal wieder eine Serie erschienen ist, die nicht "für Zwischendurch" geeignet ist, sondern mit Substanz und Gewissen dem Zuschauer eine Geschichte näherbringt. Gerade deswegen mag Vinland Saga nicht für jeden Geschmack etwas sein, aber man sollte sich ruhig einmal die Zeit nehmen, einen Blick zu riskieren um zu schauen, ob einem das Schema zusagt.
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Avatar: Bariados#5
Anime: Vinland Saga
Genre: Abenteuer, Action
Streamingplattform: Amazon Prime
Veröffentlichung Japan: 2019
Deutsche Veröffentlichung: 2019 als Simulcast (noch keine Disc Veröffentlichung oder deutsche Synchronfassung vorhanden)
Studio: WIT Studio, Inc.
Folgen: 24 Folgen
Persönliche Wertung in Punkten: 7/10



Handlung:
Eine kühne Geschichte um Rache und Leid angesiedelt im Europa des elften Jahrhunderts. Die nordischen Seemänner sind landauf, landab gefürchtet und für ihre grausame Stärke bekannt!
Thorfinn ist der Sohn eines der größten Krieger, den die Wikinger je hatten, doch er muss mitansehen, wie sein geliebter Vater im Kampf gegen den Söldnerführer Askeladd stirbt. Auf Rache bedacht, schließt er sich Askeladds Trupp an, um ihn eines Tages im Duell zu fordern und zu besiegen. Doch bevor es dazu kommt, wird er in den Krieg um die Krone in England hineingezogen...

Meine Meinung:
Vinland Saga ist das neue Aushängeschild der Erfolgsschmiede WIT welche sich vor allem durch Attack on Titan einen Namen als eines der Animationsstärksten Studios gemacht hat. Und auch hier wurde wieder in gewohnter Stärke abgeliefert und so wird uns ein toll anzusehender Anime auf den Bildschirm gezaubert der sowohl in den ruhigeren als auch in den brutalen Szenen Animationstechnisch zu überzeugen weiß. Auch die Musikalische Untermalung wurde gut getroffen und vor allem das erste Opening blieb mir schnell im Kopf hängen.
Inhaltlich legt die erste Staffel ein großes Augenmerk auf die Rachegedanken unseres Protagonisten was sich teils etwas langatmig anfühlte. Zudem hatte ich gehofft das ein paar Charaktere vom Anfang (z. B. Thorfinns Familie) im laufe der Gesichte etwas an Bedeutung gewinnen bzw. überhaupt nochmal auftauchen. Da wurden einige aber bisher gänzlich ignoriert was sich aber eventuell im laufe der Geschichte noch ändern könnte (ich habe keine Manga Kenntnisse). Generell gefielen mir die verschiedenen Charaktere recht gut und es waren einige interessante Persönlichkeiten dabei. Nur Prinz Knut empfand ich über weite Strecken als recht nervig bzw. anstregend . Richtig fahrt nahm die Geschichte dann gegen Ende der Staffel auf als der Kampf um die Krone richtig entfachte. Hierzu fühlt sich Rückblickend ein großer Teil der Staffel wie ein großer Prolog an welches mich zu der Annahme bringt das Storytechnisch der Höhepunkt noch nicht erreicht ist und was mich umso gespannter auf eine Fortführung macht.

Fazit:
Die 1. Staffel war gut und hat mit den Entwicklungen gegen Ende jedenfalls Lust auf mehr gemacht. Daher eine klare Empfehlung meinerseits für die denen das Wikinger Setting gefällt und die kein Problem mit übermäßiger Gewaltdarstellung haben.
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Avatar: Acuros
V.I.P.
#6
Vinland Saga ist als Anime schon ziemlich ungewöhnlich – die Thematik Wikinger ist noch unverbraucht und der Handlungsverlauf wirkt wesentlich realer als man es sonst so kennt. Allein deswegen ist das Werk eine erfrischende Abwechslung. Frei von Schwächen ist es jedoch nicht.

Mit der Erzählung wäre ich eigentlich völlig zufrieden, aber leider hat die Motivation der Hauptfigur Thorfinn einen Ursprung, der erst nach ein paar Folgen gezeigt wird. Weil man als Zuschauer zwangsläufig gespoilert wird (außer man schaut ganz ahnungslos), sind die ersten Folgen schon allein wegen Thors' Hintergrundgeschichte interessant, büßen aber eben auch an Spannung ein.
Sonst ist die Handlung für meinen Geschmack aber die größte Stärke der Serie. Man bleibt durch den historischen Kontext von einer abstrusen Geschichte verschont, denn der Autor hatte ja schon eine Arbeitsgrundlage und konnte die kreative Energie dafür nutzen, die Geschichte rund um die Wikingertruppe einzuarbeiten.
Zeitlich gesehen spielt die Serie kurz nach dem Ende des 1. Jahrtausend im Rahmen der Eroberung von England durch Dänemark. In diesen Konflikt eingebettet verfolgt man die Erlebnisse des Trupps und der Autor war sich dabei auch nicht zu schade, den Rahmenkonflikt zeitweise in der Hintergrund zu schieben und stattdessen den Fokus auf den Überlebenskampf der Truppe oder die Flucht vor Feinden zu legen. In der zweiten Hälfte spitzen sich dann sowohl manche Charakterbeziehungen als auch die Rahmenhandlung selbst zu – das Finale sei hier besonders lobend erwähnt.
Erzählerisch ist Vinland Saga ein gutes Stück über dem Durchschnitt.

Der rote Faden der Handlung sind die Erlebnisse von Thorfinn. Nun ist dieser Anime aus Sicht des Mangas nur der Auftakt (die letzte Folge heißt bezeichnenderweise "End of the Prologue"), daher reduziert sich sein Wesen effektiv auf "Rache für Papa". Weder fand ich ihn interessant noch sympathisch noch mitreißend, sein Motiv hatte sich für mich schon vor der Halbzeit abgenutzt. Die Duelle mit Askeladd waren deswegen auch nicht sonderlich aufregend. Ab und zu sieht man, dass da schon noch andere (immer noch kindliche) Züge vorhanden sind, aber das ist meist nur ein Aufblitzen. Erst gegen Ende merkt man, dass sich doch allmählich was in seinem Kopf tut.

Dafür wirkt Askeladd als Anführer der Wikingertruppe mehr wie ein Hauptcharakter. Er ist mindestens genauso gewissenlos wie der Rest seines Haufens, hat aber wesentlich mehr Facetten und eine Hintergrundgeschichte, die im Verlauf der Handlung auch immer relevanter und interessanter wird. Dann gibt es natürlich noch etliche Nebenfiguren im Trupp, von denen Kanute ("Knutoh") zwar erst nach einer Weile auf den Plan tritt, aber dafür die interessanteste und drastischste Entwicklung durchmacht. Er ist auch der einzige, der Thorfinn ab und an (ungewollt) ein bisschen vom ewigen Pfad der Vergeltung ablenkt, wenn auch nie dauerhaft. Man könnte auch noch Leif erwähnen, aber der bekommt zu wenig Zeit, um wirklich Eindruck zu hinterlassen.

Und dann Thorkell, die wandelnde Absurdität: Zweieinhalb Meter groß und wahrscheinlich doppelt so viele Zentner schwer, vermag er es zum Beispiel mit einem Axtwurf über hunderte Meter(!) mehrere Männer(!) in einer Reihe(!) schwer zu verletzen, inklusive Abtrennung von Händen. Ein Leistung, die ich spontan mit einem klassischen Stirngriff würdigen musste. Die Hand blieb gleich dort, weil der gute Herr auch noch Baumstämme wie einen Kampfstab herumwirbelt und anschließend sonst wie weit wirft, um ein Schiff zu versenken. Und es bleibt nicht dabei - der Protagonist z. B. bekommt ein paar mal so schwer was ab, dass er eigentlich mausetot sein müsste. Diese unrealistischen Actionszenen (zum Glück nicht alle) hinterlassen einen fahlen Eindruck, weil die Serie sonst realistischer als viele andere Werke daherkommt – ich muss das schon als Stilbruch bezeichnen.
Thorkell selbst passt irgendwie auch nicht ganz ins Schema. Ich war mir nie sicher, wie viel Naivität echt ist und wie clever er am Ende ist. Sein putziges Verhalten war immerhin ganz unterhaltsam.
Es gibt also es keinen klassischen Sympathieträger, aber weil die meisten Figuren entweder blutrünstige Wikinger sind oder zum Adel gehören, sollte das auch keinen verwundern. Die klassischen Animen-Tropen wird man jedenfalls nicht sehen, doch bei der Vertonung frage mich, ob man nicht ein kleines bisschen auf Nummer sicher gespielt hat. Vielleicht konnten sich die Synchronsprecher auch einfach nicht weit genug verbiegen – ein bisschen animetypisch klingt's zuweilen eben doch.

Soundtrack und Optik sind aber großartig. Ein passender und detaillierter Zeichenstil gepaart mit ziemlich guten Animationen und passender, aber nicht klischeehafter Musik haben mir das Sehvergnügen durchaus versüßt. Schade, dass etliche Animationen für so manchen Unfug verballert wurden. All die Blutbäder haben mich übrigens erstaunlich kalt gelassen. Vielleicht liegt's daran, dass man hier nicht wie sonst Bezug zu den Figuren aufbaut oder dass die Inszenierung nicht so gelungen ist ... oder daran, dass ich einfach schon zu abgestumpft bin. Für Leute mit schwachem Magen sollte es trotzdem "reichen".

Fazit:
Ein ziemlich guter Anime, der auch großartig hätte sein können, wenn da nicht die noch fade Hauptfigur und der unrealistische Pfeffer im Zusammenhang mit Thorkell wäre.

Update-Historie:
Wenige Minuten nach Veröffentlichung: Einfügen der Charakter-Verlinkung
27.08.2020 "Fazit:" muss fett sein + Fehlerchen und Absatz auftrennen
03.09.2020 Ausbesserung so manch ungelenker Formulierung
Beitrag wurde zuletzt am 03.09.2020 um 11:38 geändert.
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