
AsaneV.I.P.
#1Schon in der Folge zuvor gab es diesen Cringe-Moment mit facepalm. Man will ein Friedensengel-Finale. Das heißt, man verlässt den Boden der Anime-eigenen Realität und geht Richtung unerschütterlichem Idealismus. Politisch steht man am Scheideweg wie hier auf Erden vor nicht mal einem Jahr bei der Trump-Wahl.
Von der KI-gestützten Entscheidung, daß die Migranten das Problem sind, erkennt man, daß das nicht nur die aktuell lästigen Erd-Flüchtlinge betrifft, sondern daß das in alle Gesellschafts- und kulturellen Schichten greift.
Wie löst man dieses Problem? Klar, indem wir alle zusammen einen Song singen! Ein bisschen Frieden, und alles wird wieder heile!
Fast schon out-of-character war dann auch die Mutti, die plötzlich ihren Familiensinn wiederfindet und auf ihren Sohn hört, nachdem er ihr das Konvolut an gesammelten Beweisen unterbreitet hat. Immerhin, eins muss man ihr lassen: Sie erkennt die Konsequenzen. Das nennt man souveränes Handeln!
Etwas sehr versöhnliches hat auch der Aspekt Bildsprache:

Ein in woken Kreisen so verhasster alter, weißer Mann, strukturkonservativ, die "ikonische" (wie man neuerdings sagt) James-Bond-Bösewicht-typische weiße Katze auf dem Schoß; jedoch nicht prominent in der Bildmitte, sondern zur Bedeutungslosigkeit an den Rand gedrängt, weg vom Licht des Ruhms sich dem gepflegten Suff ergebend, verdrängt vom im Kaminfeuer lodernden und den Geist wärmenden feurigen Licht der Freiheit.
In selbsterwähltem gediegenen Ambiente, aber dem vereinten Ansturm der Jugend nicht mehr gewachsen, während draußen schon "des Königs reitender Bote" kommt (Bertold Brecht, Dreigroschenoper).
Kurz erklärt man noch die familiären Hintergründe von Tao und Angela, die erschöpft und geläutert sich dem Gemeinschaftsprojekt anschließt. Der Song selber scheint mir eher mittelprächtig, aber was zählt ist eh die Botschaft, ist guter Wille und Emotion. Insofern: alles richtig gemacht. Auch wenn man an der Kitschgrenze solcher Animes nur haarscharf vorbeischrammt.
Von der KI-gestützten Entscheidung, daß die Migranten das Problem sind, erkennt man, daß das nicht nur die aktuell lästigen Erd-Flüchtlinge betrifft, sondern daß das in alle Gesellschafts- und kulturellen Schichten greift.
Wie löst man dieses Problem? Klar, indem wir alle zusammen einen Song singen! Ein bisschen Frieden, und alles wird wieder heile!
Fast schon out-of-character war dann auch die Mutti, die plötzlich ihren Familiensinn wiederfindet und auf ihren Sohn hört, nachdem er ihr das Konvolut an gesammelten Beweisen unterbreitet hat. Immerhin, eins muss man ihr lassen: Sie erkennt die Konsequenzen. Das nennt man souveränes Handeln!
Etwas sehr versöhnliches hat auch der Aspekt Bildsprache:

Ein in woken Kreisen so verhasster alter, weißer Mann, strukturkonservativ, die "ikonische" (wie man neuerdings sagt) James-Bond-Bösewicht-typische weiße Katze auf dem Schoß; jedoch nicht prominent in der Bildmitte, sondern zur Bedeutungslosigkeit an den Rand gedrängt, weg vom Licht des Ruhms sich dem gepflegten Suff ergebend, verdrängt vom im Kaminfeuer lodernden und den Geist wärmenden feurigen Licht der Freiheit.
In selbsterwähltem gediegenen Ambiente, aber dem vereinten Ansturm der Jugend nicht mehr gewachsen, während draußen schon "des Königs reitender Bote" kommt (Bertold Brecht, Dreigroschenoper).
Kurz erklärt man noch die familiären Hintergründe von Tao und Angela, die erschöpft und geläutert sich dem Gemeinschaftsprojekt anschließt. Der Song selber scheint mir eher mittelprächtig, aber was zählt ist eh die Botschaft, ist guter Wille und Emotion. Insofern: alles richtig gemacht. Auch wenn man an der Kitschgrenze solcher Animes nur haarscharf vorbeischrammt.
Beitrag wurde zuletzt am 29.05.2025 12:51 geändert.


Kommentare (1)
Das ist ja eh etwas viel Friede, Freude, Eierkuchen. So viel auf einen Schlag. Natürlich, der Atmosphäre des Animes widerspricht das nicht.
Auf der anderen Seite ist die Art wie das große Problemfeld KI beackert wird, oft wenig realitätsnah, aber dafür angenehm humoristisch.