Blue Submarine No. 6 (1998)

Ao no 6-gou / 青の6号

Rezensionen – Blue Submarine No. 6

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Blue Submarine No. 6“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: DevilsPlaythingKeksnovize#1
Es gibt Animes, mit denen man sich einfach nicht so recht anfreunden will. "Blue Submarine No. 6" ist so einer.

Angefangen mit einer Story, die versucht ist, das aktuelle Problem der Erderwärmung sinnvoll umzusetzen, gerät sie allerdings nur zur Grundlage für einen langweiligen und James Bond-mäßigen Rachfeldzug kombiniert mit den üblichen Weltherrschaftsgelüsten.

Natürlich darf dabei die typische Macho-Action nicht fehlen. Und so bombt und schießt sich unser wortkarger Held (zusammen mit den anderen heldenhaften U-Boot-Fahrern und Eiserne-Kreuz-Träger in Spe) durch mittelmäßige Animationen. Wobei ein Großteil noch dazu mehr schlecht als recht am Computer entstanden sind. Von dieser "Computeraction" gibt`s zwar viel zu sehen, aber richtig Spaß hat man daran nicht . . . ich zumindest nicht.

Die Charaktere bleiben dabei ebenso flach und undurchsichtig, wie die Motivation des Bösewichtes, der - von tiefen Depressionen geplagt - seine Geschöpfe auf die Menschheit loslässt. Jeder einzelne Akteur - sogar der Hauptakteur - lassen jegliche charakterliche Darstellung vermissen.

Der Sound macht leider auch nicht sonderlich was her. Ist die Geräuschkulisse noch "gantz" akzeptabel (Meeresrauschen, Unterwassergeräusche aller Art, zahlreiche Umgebungsgeräusche etc.), versaut schon wie so oft die lausige und unmotivierte deutsche Synchronisation jeden positiveren Eindruck.

Als Fazit bleibt von dem gut gemeinten Ansatz nur ein hirnloses, am Computer entstandenes Rumgeballere und Rumgebombe. Einmal gesehen, reicht für`s restliche Leben.
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Avatar: Qloim-Xun#2
Anspruch:8
Action:7
Humor:1
Spannung:7
Erotik:0
Die Story, so wie ich sie sah: Ein Mensch verlor den Boden unter den Füßen, angetrieben von purem Hass auf die Menschheit, aus dem Hass entwickelte sich Egoismus und dann völlige Gleichgültigkeit, mit einem Blick in den Himmel. Also desinteresse vom Leid der Menschen, er spielt Gott aber hält sich für etwas besseres... Wesen werden erschaffen, nicht nur Kampfmaschinen, nein auch welche Mit gefühlen. Doch machen die Gefühle erst einen zu einem unberechenbaren Lebewesen. Siehe der Mensch, das wahre Tier, die wahre Bestie. Doch da wo es das Böse gibt, gibt es auch das Gute, Mensch und neue Spezies kämpfen gegeneinander, weil sie sich gegenseitig hassen, wieder sind es die Gefühle die töten, wiederum auch wieder das Leben retten. Doch wer ist in den Anime nun das wahre Böse? Der Mensch der jahrtausende lang das Meer plündert, oder die jenen die sich nun zur Gegenwehr setzen.

Dieser Anime zeigt was Kriege oder Schlachten immer anrichten, wahre Gewinner sind die, die Verloren haben, weil sie nicht mehr in der Lage sind Krieg zu führen. Derjene, der in der Lage ist kein Krieg zu führen, wird von Anfang an der Gewinner sein. Letztendlich sitzen sich 2 Individuen die streit haben gegenüber die keine bisschen Verstand haben um zivilisiert diesen Streit regeln zu können. Es entsteht Krieg. Besserer Vergleich, 2 Kinder streiten sich um ein Spielzeug.

Naja, nun zur Qualität der CG-Daten, man sieht das der Anime nicht mehr der neuste ist. Die CG´s sehen halt altbacken aus, aber es war auch sozusagen ein neues Gebiet im Anime, in diesem Jahre wo er entstand. Nichts destotrotz, verschlächtert die Qualität den Anbime nicht wirklich finde ich. Er ist immer noch ein guter Anime, der einem die Augen öffnen kann, Krieg ist immer schlecht. Gott zu spielen ist Dummheit. Wenn man in Gefahr ist, sollte man immer zusammen halten.

Charakter-Design und Hintergründe, diese beiden Sachen finde ich ziehmlich gut gelungen, passen zur Geschichte und sehen nicht deplaziert aus. Wenn man Range Murata kennt, also seinen Zeichenstil, dann erkennt man auch wer am Charakter-Desgin gearbeitet hat. Noch mal etwas zur Story, hier wird einem gezeigt, was die Klimaveränderung durch den Menschen anrichten kann, siehe die zerschmelzung der Polkappen und die überflutung der Erde, obwohl es in diesem Anime nur ein einzelner verursacht hat. Dann die Synchronstimmen der deutschen Version, manche Stimmen passen nicht wie ich finde, zum Beispiel die von Kino, die ist irgendwie zu alt die Stimme, bzw. zu kratzig, tief. Aber man merkt das sich die Synchronsprecher angestrengt haben und es kam dabei was raus was es Wert ist an zu hören, also Synchronarbeit 8 von 10 Punkte.

Die unterschiedlichen Charaktere der jenen Protagonisten dienten auch zur Unterhaltung bei, wäre Hayami nicht so wie er ist, wäre es wohl langweiliger geworden. Auch sein verhalten gegenüber dem fremden Wesen zeigt wie man Handeln sollte. Zu einem Wesen von Zorndyke, der aussieht wie ein Hai. Dessen Charakter passt sich auch sehr gut an die Geschichte an, er ist sozusagen der kindische Typ, der für seinen Schöpfer so gut wie alles tut, der seine Gefühle aber auch nicht unter Kontrolle hat. Kino ist eine Art Charakterperson, die für Vergeltung kämpft und sozusagen über Leichen geht. Mutio, Fischwesen mit Intelligenz und Gefühlen, fast wie Meerjungfrauen nur schöner oder wie man es auch sehen mag. Ihre Gedankengänge sind aber noch primitiv. Anders die Musuka´s "sind das die Walähnlichen Wesen?" sie sind sozusagen weise, bzw. hoch intelligente Wesen. Nund die Frage, was hat man für einen nutzen daraus wenn man solche Wesen erschafft?

Fazit: Es ist ein Anime, der ein tiefen Eindruck hinterlassen kann, wenn man sich der Geschichte öffnet und seinen Gefühlen freien Lauf lässt. Es geht nicht immer nur um die Schönheit der Grafik. Es kommt auch auf das innere an. PS: Man sollte sich aber auch nicht zu tief in diesen Anime hinein ziehen lassen, so wie die Story ist, so wird es niemals geschehen. Denn es kommt immer anders als man denkt.

Der Anime hat jedenfalls einen besonderen Platz in meinem Gehirn. Aber für ein Meisterwerk reicht es dennoch nicht aus.
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Avatar: Rune Vines#3
Anspruch:sehr viel
Action:viel
Humor:nichts
Spannung:viel
Erotik:nichts
Auch wenn die allgemeine Meinung eher negativ ausgefallen ist - mir persönlich gefallen die OVAs á la Waterworld mehr als gut.


Story & Charaktere:
Der Hauptcharakter Hayami soll dabei helfen, Dr. Zorndyke auszuschalten, da dieser die Menschheit vernichten will, um die bereits durch die geschmolzenen Polarkappen überflutete Welt mit genmutierten Mensch-Tierwesen zu bevölkern und die Erde völlig mit Wasser zu bedecken.

Die Story baut sich stetig auf, da im Lauf der Episoden klar wird, dass nicht alles so liegt, wie es auf den ersten Blick scheint, insbesondere wg. der Pläne d. Professors, dessen Motive nicht ganz klar zu sein scheinen.
Interessant ist, dass die Hybridwesen den Professor als Vater ansehen und auch ein eigenes Bewusstsein haben.
Hayami rettet später ein feindliches Wesen, das im Gegenzug auch ihm später hilft und fragt sich daher zu recht, warum dieser Krieg geführt wird bzw. ob eine Koexistenz nicht möglich ist und will hierzu Dr. Zorndyke treffen um diesen über seine Motive für den Krieg zu befragen.

Der Hauptcharakter selbst ist wortarm, seine Geschichte wird später erzählt: Als aufstrebender Offizier verlor er während einer Mission einen Partner; durch dieses Ereignis und sein eigenes Schuldbewusstsein gequält, dieses erklärt seine anfangs ablehende Art. Er tritt zunächst aus dem Dienst aus, bis er dann zum Kampf gegen den Professor wieder an Bord geholt wird.
Hayami stellt zwar einen Archetypen d. Helden dar, der kampfbewährt und wortarm heftige Gefechte mit dem Gegner liefert, ist jedoch ein nachdenklicher und sympathischer Charakter.

Die Story baut sich definitiv über die OVAs auf und ist aufgr. der futuristisch aber sehr realistischen Auslegung äußerst interessant. Sie regt zum Nachdenken an und kann trotzdem mit genug Action dienen, sodass sie nicht langweilt.

Einige Punkte werden nicht direkt erläutert und klären sich teilweise im Verlauf auf, manche bleiben insoweit offen, dass man sich diese selbst beantworten soll, was -wie ich finde- den Charme d. Story ausmacht. Hier finde ich auch gerade die Länge der Story nicht nachteilig, da man so mehr darüber nachdenkt. Wäre die Story mit mehr Action in die Länge gezogen worden, wäre sie vmtl. langweilig.


Die sind Charaktere attraktiv und individuell gezeichnet. Die Hybridwesen sind teils absichtlich hässlich überzeichnet und teils sehr ästethisch verzaubernd.


FAZIT:
Eine schöne nachdenklich stimmende Story für Zwischendurch, die anspruchsvolle Elemente enthält, über die man sich die Zeit zum nachdenken nehmen sollte.
Die Story ist vmtl. nicht die Neuste, da sie häufiger schon thematisiert wurde, ist aber sehr schön und nachdenklich stimmend umgesetzt worden - über die Animationen - die leider nicht die besten sind, muss man hier natürlich bereits sein, hinwegzusehen.

"Wann ist Morden gerechtfertigt?" - "Heiligt der Zweck die Mittel?" sind einige der Fragen, die aufgeworfen werden.
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Avatar: Mettwurst#4
  • Handlung
  • Animation
  • Figuren
  • Musik
  • Pioniergeist
Ich habe von gestern auf heute die 4-teilige Science Fiction OVA „Blue Submarine No.6“ von 1998 geschaut. Es handelt sich um eine frühe Produktion der Animationsstudios GONZO und obendrein um die erste volldigitiale Anime-Produktion überhaupt. Regie dieser Pionierarbeit führte Mahiro Maeda. Interessanterweise basiert die Serie auf einer Manga-Reihe von Satoru Ozawa aus dem Jahr 1967, mit der sie allerdings zumindest visuell nur noch wenig gemeinsam hat.

Handlung:
(Achtung Spoiler!)
„Blue Submarine No.6“ spielt in einer Zukunft, in der der Meeresspiegel durch Umweltkatastrophen gestiegen ist. Große Teile der Erde sind überschwemmt, viele Städte liegen unter Wasser. Verantwortlich dafür ist ein genialer, aber komplett abgedrehter Wissenschaftler namens Zorndyke. Der hat nämlich nicht nur die Flutkatastrophe ausgelöst, sondern auch eine neue Spezies erschaffen; so eine Mischung aus Mensch und Meereskreatur. Und die schickt er jetzt gegen die letzten verbliebenen Menschen ins Rennen. Ja, die Serie spielt quasi während der letzten alles entscheidenden Konfrontation. Die beschriebenen Hintergründe erfahren wir Zuschauer so nebenbei.

Jedenfalls kommt dann die „Blue Fleet“ ins Spiel, eine internationale Flotte moderner U-Boote, die versucht, den Untergang der Menschheit aufzuhalten. Im Mittelpunkt steht die „Blue Submarine No.6“ mit Kapitän Iga und seiner Crew. Kadettin Mayumi Kino holt den ehemaligen U-Boot-Piloten Hayami aus dem Ruhestand, weil er ein Top-Mann ist, auch wenn dieser an seiner Kompetenz zweifelt und lieber seine Ruhe hätte.

Während der Kämpfe trifft Hayami auf Mutio, ein Fischmädchen aus Zorndykes Chimären-Volk. Statt sie einfach als Feind zu sehen, fängt er direkt an, ihre Seite zu verstehen. Im Lauf der Serie wird klar, dass der Krieg nicht nur ein Kampf von Menschen gegen Monster, sondern eine Folge von verletztem Stolz, Racheplänen und Missverständnissen ist.


Im Finale kommt es dann zur Konfrontation mit Zorndyke und anstatt alles in einer riesigen atomaren End-Schlacht enden zu lassen, die die ganze Zeit droht, läuft es darauf hinaus, dass Hayami und die anderen verstehen müssen, dass Frieden nur möglich ist, wenn beide Seiten aufhören, sich gegenseitig auszulöschen.

Meine Meinung:
Als mir diese Serie Ende der 1990er als Fansub in die Hände fiel, habe ich maximal durchgezapped und sie dann bis gestern regelrecht boykottiert. Zu sehr störte mich der Einsatz von CGI, die sich trotz aller Bemühungen von GONZO mit den klassisch animierten Figuren biss. Heute würde ich sagen, dass ich von dem Stil total überfordert war, aber auch schon die aus Amerika anrollende Entwicklung von reinen CGI-Filmen unsympathisch fand und von denen ich bis heute ebenfalls keinen einzigen habe sehen wollen.

Und interessanterweise beschreibt Regisseur Maeda in einem Interview im Booklet, aber auch in einem Extra auf der deutschen Bluray, dass die Resonanz in Japan und sogar beim Produktionsteam selber ähnlich skeptisch ausfiel, U-Boot-Modelle, übergroße Wasserwesen, Actionszenen und Meeresumgebung mit Polygonen darzustellen. Trotzdem faszinierte ihn die Vermischung dieser beiden Handwerke und auch bei den gezeichneten Elementen gibt es einen sichtbaren Bruch zwischen dem Design der menschlichen Figuren und dem der Hybridwesen. Sie wirken fast, als kämen sie aus unterschiedlichen Produktionen.

Im Zuge einer aktuellen Anime-Phase hatte ich jedenfalls Interesse bekommen, mir diese Serie mal zu Gemüte zu führen und muss sagen, dass sie mir gar nicht so schlecht gefiel, wie ich jahrelang vermutet hatte. Tatsächlich würde ich sogar sagen, dass sie mir verhältnismäßig gut gefiel und ich das Gesamtergebnis vom Look wesentlich moderner empfand, als ich es in Erinnerung hatte. Lediglich bei den CGI-Szenen, die maximal aussehen wie gerenderte Playstation 1 Cutscenes wird das Alter der Produktion mehr als deutlich, aber nur auf die Figuren wie Kino und Hayami geblickt, könnte die Serie glatt 10 Jahre jünger sein als sie ist. Alles ist flüssig animiert. Das Produktionsteam ging hier wohl mit einer ähnlichen Ambition heran, wie bei einem Kinofilm.

Zur Manga-Vorlage kann ich wenig sagen, weil ich sie nicht kenne, aber Bilder bei Google verraten mir, dass sich hier sehr weit davon entfernt wurde. Maximal die Designs der Vehikel weisen noch eine Ähnlichkeit zum Original auf.

Übrigens fand ichs bisschen unangenehm, dass das Cover-Artwork meiner Fassung Kino in einem extrem knappen Taucheranzug zeigt, offensichtlich darauf abzielend, eine Zielgruppe zu ködern, zu der ich nicht gehöre. Und tatsächlich ist sie übrigens an keiner Stelle irgendwie aufreizend in Szene gesetzt.

Die deutsche Bluray von Nipponart holt jedenfalls meiner Meinung nach optisch das Maximum aus der Serie heraus. Lediglich den Ton empfand ich etwas zu verspielt und offensichtlich für eine opulente Heimanlage oder Kinosaal abgemischt. Am Fernseher musste ich ständig nachregulieren, fand die Musik stellenweise zu laut. Auf Kopfhörern dann klang die letzte Episode ein wenig besser, aber setzte mir zuviel auf auditive 3D-Effekte. Ich brauche sowas nicht. Die deutsche Synchronisation empfand ich für ihre Zeit ok, hört sich aber mittlerweile qualitativ durchwachsen an. Einige Sprecher sind sehr stimmig, andere empfand ich eher unmotiviert.

Fazit:
Alles in allem empfand ich „Blue Submarine No.6“ heute weit mehr als nur ein technisches Kuriosum der späten 90er, sondern ein bemerkenswert ambitioniertes Stück Anime-Geschichte. Trotz seiner optischen Brüche und gealterten CGI-Passagen fand ichs total atmosphärisch und erzählerisch überzeugend.

Inhaltlich wirkt seine Mischung aus Kriegsdrama, ökologischer Dystopie und moralischer Ambivalenz auch nach bald 30 Jahren erstaunlich zeitlos. Wer über den Pioniercharakter und die damit verbundenen stilistischen Experimente hinwegsehen kann, entdeckt eine kurze, aber dichte Serie, die vor allem im Finale zeigt, dass es manchmal mutiger ist, einen Konflikt mit einer Diskussion statt mit Explosionen zu beenden.
Beitrag wurde zuletzt am 14.08.2025 18:59 geändert.
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