Kokkoku: Moment für Moment (2018)

Kokkoku / 刻刻

Episode 9 – Kokkoku: Moment für Moment

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Avatar: CybernetikFrozoneKekssucher#1
jetzt weiß ich was Sagawa möchte,die Vergangenheit und die Zukunft sehen, aber denn Grund finde ich blöd und lahm,der Geheimnis Faktor, ist in der Serie für mich auch nicht mehr wirklich vorhanden, oh wow der Sohn kann auch Tamawani Quallen austreiben,eh Leute bringt das Ding einfach zu ende.
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Avatar: PilopKeksheld
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#2
Irgendwie verstehe ich nicht, warum nicht wenige Leute ein Problem mit den Motiven des Bösewichts Sagawa haben. Hätte er ein 0815 Motiv wie Weltherrschaft, Reichtum etc. wäre offensichtlich alles ok, aber das Bestreben quasi unsterblich die Zukunft der Menschheit erleben zu können scheint mitunter wenig Anklang zu finden. Warum ist das so? Ich finde das eigentlich verhältnismäßig originell, eben weil es nicht das naheliegendste Motiv ist, aber trotzdem etwas darstellt, das als Motivation durchaus plausibel ist.
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Avatar: AodhanKeksgeselle
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#3
@Pilop
Es ist ein sehr unglaubwürdiges Motiv. Ich kann mir ja vorstellen, dass jemand neugierig auf die ferne Zukunft der Menschen ist, aber wer würde dafür seine Menschlichkeit opfern, noch dazu ohne zu wissen, ob man nicht doch ganz zu einem "Herald" wird oder andere Nebenwirkungen auftreten oder was einen in der Zukunft erwartet. Originell ist es zwar, aber nur auf die Weise, wie viele andere Geschichten aus Japan originell sind - affektiert und als reiner Selbstzweck. Ein Naruto-Bösewicht passt nicht zu dieser Art Geschichte.
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Avatar: PilopKeksheld
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#4
Das ist zu engstirnig gesehen. Die halbe Welt giert nach ewigem Leben, Zeitreisephantasien sind seit Jahrzehnten fixer Bestandteil der Populärkultur und dann soll es unglaubwürdig sein, dass ein Mensch aus diesen Motiven auch extreme Schritte setzt? Den Unsicherheitsfaktor lasse ich dabei auch nicht gelten, schließlich ist die Menschheitsgeschichte auch hier voll von Leuten, die sich ins Ungewisse begeben haben, mit dem nicht unwahrscheinlichen Tod vor Augen. Von den Entdeckungsfahrten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zu den aktuellen Plänen der Marsreise ohne Wiederkehr. Nur weil es kein Allerweltsmotiv wie Reichtum und Macht ist, ist es nicht gleich unglaubwürdig.
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Avatar: AodhanKeksgeselle
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#5
Zu Episode 9
Mal abgesehen davon, dass es dem Antagonisten ja anscheinend nicht ums ewige Leben geht: Die meisten Menschen wollen zwar nicht sterben, aber bedeutet das auch, dass sie unsterblich sein wollen? Ist die Vergänglichkeit des Lebens nicht erst der Grund, überhaupt zu leben, und ist das nicht insgeheim den meisten Menschen bewusst? Die Sehnsucht nach einem Paradies, die du vielleicht meinst, ist mehr als nur eine Sehnsucht nach dem ewigen Leben: Sie ist eine Sehnsucht nach einem vollkommen sorgenfreien Leben.

Zeitreisen als solches sind in Ordnung, aber entscheidend ist ja der Grund: Der Gegenspieler will wissen, wie die Menschen in der Zukunft leben - das ist ein sehr komischer Grund. Ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen gerne in die Vergangenheit reisen würden, aber aus ganz egoistischen und damit menschlichen Motiven, z. B. um ein Ereignis ungeschehen zu machen.

Die Menschen, die ins Ungewisse gereist sind, wussten sicher, dass sie ein Risiko eingehen, aber das Risiko war (zumindest aus ihrer Sicht) kalkulierbar, sprich sie sind davon ausgegangen oder haben zumindest mit Gottesvertrauen gehofft, die Reise zu überleben, sonst hätte wohl kaum jemand so ein Wagnis auf sich genommen. Oft sind gerade die Menschen umgekommen, die sich überschätzt haben. Und wer ein zu großes Risiko eingeht, den nennt man nicht ohne Grund töricht. Der Gegenspieler macht auf mich aber genau den gegenteiligen Eindruck, er ist jemand, der sehr kalkuliert vorgeht (unglaubwürdig ist es aber trotzdem, weil er sich alleine auf ein Buch stützt).
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Avatar: PilopKeksheld
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#6
Na aber für den Bösewicht ist das Risiko ja in einem bestimmten Ausmaß kalkulierbar. Er weiß, dass es möglich ist und hat offenbar auch gewusst, wie er es anstellen muss. Und mit diesem Wissen hat er das alles von langer Hand vorbereitet. Ein nicht unbeträchtliches Restrisiko bleibt natürlich, aber die Sache ist für ihn kein automatisches Himmelfahrtskommando.

Und während es sicher auch Menschen gibt, die bewusst nur ein beschränktes Leben haben wollen, kann man sich sicher sein, dass es mindestens ebensoviele gibt, die ein ewiges Leben begrüßen würden (körperliche Gesundheit vorausgesetzt natürlich). Wobei es in diesem Fall ja so ist, dass für den Bösewicht die Zeit eh viel schneller vergeht bzw. er die vergehenden Jahrhunderte nicht in Echtzeit mitbekommen würde.
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Avatar: AodhanKeksgeselle
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#7
Er glaubt, dass es möglich ist. Sein ganzes Wissen beruht ja auf einem einzigen nicht wirklich überprüfbaren "religiösen" Text.  Und dann stell ich es mir auch ziemlich schwierig vor, den ganzen Verwandlungsprozess mit Worten zu beschreiben, woher wusste er so genau, wie man es macht und auf Anhieb erfolgreich ist?

 Wobei es in diesem Fall ja so ist, dass für den Bösewicht die Zeit eh viel schneller vergeht bzw. er die vergehenden Jahrhunderte nicht in Echtzeit mitbekommen würde.

So wie es beschrieben wurde, friert er sich sogar quasi ein (und lebt währenddessen wohl nicht wirklich). Wenn er dann wieder "auftaut", sieht er die Zukunft und danach? Das bringt einem ja nicht wirklich was. Im schlimmsten Fall erwartet ihn eine düstere Zukunft, in der niemand gerne leben würde. Ich finde schon, dass der Preis und das Risiko viel zu hoch sind.
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