I Want to Eat Your Pancreas (Anime)Kimi no Suizou o Tabetai / 君の膵臓をたべたい

  • TypFilm
  • Episoden1 (~)
  • Veröffentlicht01. Sep 2018
  • HauptgenresDrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonLight Novel
  • ZielgruppeMännlich, Weiblich

Anime Beschreibung

Anime: I Want to Eat Your Pancreas
© 住野よる/双葉社 © 君の膵臓をたべたい アニメフィルムパートナーズ
Haruki Shiga ist ein unsozialer Einzelgänger, der seine Zeit lieber mit Büchern verbringt und in seiner Klasse kein besonders hohes Ansehen genießt. Sakura Yamauchi ist lebensfroh und charakterstark und mit ihrer offenen und sonnigen Persönlichkeit allseits beliebt. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein und doch werden sie eines Tages unzertrennlich miteinander verbunden. Als Haruki im Krankenhaus darauf wartet, dass er aufgerufen wird, findet er ein kleines Buch – »Leben mit dem Tod« –, ein Tagebuch, dass das tägliche Leben eines sterbenden Menschen beschreibt. Es dauert nicht lang, bis die Besitzerin des Buches auftaucht: seine Klassenkameradin Sakura. Sakura leidet an einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung und obwohl medizinische Fortschritte ihr ein fast normales Leben ermöglichen, wird sie bald sterben. Das ist allerdings etwas, das sie all ihren Freunden bisher verheimlicht hat, denn was sie in dieser letzten Zeit auf Erden braucht, ist kein Mitleid, sondern echte Normalität – Normalität, die sie in Haruki findet, der nun von einem »einfachen Klassenkameraden« zu einem »Klassenkameraden, der mein Geheimnis kennt« wird.

So wird Haruki von Sakura mitgerissen und umso mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso mehr finden sie sich gefangen in einem Sturm aus Gefühlen, die sie sich selbst nicht erklären können. »Freundschaft«? »Liebe«? Derart triviale Worte reichen nicht, um die Beziehung der beiden zu beschreiben. »Lass uns die Welt genießen, bis ich sterbe, okay?« – das sind ihre Worte und so bricht der Freigeist Sakura Stück für Stück Harukis harte Schale und er beginnt die Welt mit anderen Augen zu sehen …
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Anime Rezensionen

Avatar: Acuros#1
Ehrlich gesagt: Diesem Anime eine Rezension zu verpassen ist aufgrund der Beschreibung oben gar nicht mal zwingend nötig - mich hat sie zum Anschauen motiviert. Aber andererseits ... in den Top 30 zum Zeitpunkt des Verfassen und dennoch rezensionslos? Das kann ich dann doch nicht so stehen lassen.

Wie auch immer: Ich mag normalerweise keine Anime-Filme, weil sie meist einfach zu kurz sind. Selbst ein 12-Folgen-Anime hat locker die doppelte, zuweilen dreifache Zeit. Kimi no Suizou o Tabetai macht seine Sache nicht nur in diesem Rahmen, sondern auch darüber hinaus sehr gut. Zum Beispiel lässt schon die erste Szene kein Zweifel daran, wie die Sache ausgeht. Es mag komisch klingen, aber ich fand's gut so. Damit entfällt das lästige Bangen, das aufgrund der Inszenierung auch einfach gestört hätte.

Wenn die Zeit eines Animes knapp bemessen ist, kann die übermäßige Behandlung von Nicht-Hauptfiguren und zu vielen Nebensträngen quasi tödlich sein. Ergo hat man das hier fast komplett verworfen und bis auf eine Ausnahme nimmt der Film davon auch keinen Schaden. Stattdessen wird sich von Anfang an vorrangig auf die zwei Hauptfiguren und deren Miteinander konzentriert.

Wenn die Zeit eines Menschen knapp bemessen ist, kann er es sich nicht leisten, den Rest seines Lebens mit Trübsal zu verbringen. So jedenfalls das Motto von Sakura, die natürlich kein blanke Frohnatur ist, sondern sich fortwährend gegen die Verzweiflung, die Depression, die Hoffnungslosigkeit, die eine nicht heilbare und demnächst tödliche Krankheit mit sich bringen kann (und es meist auch tut), zur Wehr setzt. Neben der schönen Inszenierung ist die größte Stärke des Films der Kontrast zwischen ihrer (streng genommen aufgesetzten) Fröhlichkeit und dieser ängstlich-traurigen Seite, die immer mal wieder zum Vorschein kommt, aber nie überzogen dramatisch ist.
Haruki, das männliche Gegenstück, ist ein komplizierter und introvertierter Mensch, der durch blanken Zufall Sakuras Notizbuch findet und dadurch von ihrer Krankheit erfährt. Weil er aber der so ziemlich einzige Mensch ist, der sie deswegen trotzdem neutral (zunächst sogar regelrecht desinteressiert) behandelt, findet Sakura gewissermaßen schnell Gefallen an ihm.

Die daraus resultierenden gemeinsamen Erlebnisse sind das Herzstück des Animes. Und weil diese einfach überwiegend schön dargestellt sind, braucht der Film auch gar nicht mehr. Er bleibt bis auf ein paar Dramaeinschübe angenehm bodenständig - und selbst diese Einschübe wirken nicht fehlplatziert.
Aufgrund von Sakuras Situation und der eher kurzen Zeitspanne im Film findet keine wirkliche Charakterentwicklung bei ihr statt (oder nur unscheinbar). Dafür erhält man sukzessive Einblicke in ihre Gefühlswert. Das allein genügt, um aus ihren die interessante und vor allem sehr liebenswerte Figur zu machen, die nicht nur zum Spaß in meine Favoritenliste aufgenommen wurde.
Haruki wiederum hätte mehr Zeit gebraucht. Eben weil er (zunächst) so unnahbar ist, fällt jeder Mangel an Hintergrundgeschicht umso mehr auf. Keine Frage - auch er ist ein Sympathieträger und entwickelt sich durch die Erlebnisse weiter. Und weil er auch der passive Part ist, war es für mich etwas schwieriger, mich in die Figur reinzuversetzen. Das allerdings ist wirklich nur Jammern auf hohem Niveau. Im großen Kosmos der Animefiguren finde ich ihn immer noch deutlich besser als zahlreiche andere Vertreter.
Vor allem waren es die überwiegend harmonische Wechselwirkung der zwei Charakter, die mich so eingenommen hat.
Die restlichen Figuren sind natürlich bzw. zum Glück nur Mittel zum Zweck, lediglich bei Sakuras Freundin, Kyouko, verpatzt das Werk ein bisschen: Sie taucht immer mal wieder auf, ist nicht gänzlich irrelevant, hat aber dennoch keine Chance aus dem bei mir schnell etablierten Schmollzicken-Image herauszukommen. Gut, in der letzten Szene ist das anders, aber die Änderung dahin erlebt man als Zuschauer leider nicht.

Zu den technischen Seiten:
- Bei den Synchronsprechern liefert die Sprecherin (zuletzt Gilda aus Yakusoku no Neverland) von Sakura den wohl besten Job ab, sie bringt die Figur ziemlich gut rüber. Ähnlich passend ist der Sprecher von Haruki - zumindest das Reservierte und Verschlosse kommt relativ gut rüber. Der Sprecherin von Kyouko muss man vermutlich Mitleid aussprechen - sie kann definitiv mehr (z. B. Patema aus Sakasama no Patema oder Harumi aus Citrus), hat dazu aber zu wenig Gelegenheit. Der Rest ist nicht wirklich erwähnenswert, aber dafür sind auch keine Ausfälle zu verzeichnen.
- Den Zeichenstil bei den Figuren würde ich nur als OK bezeichnen, er bekommt aber einen Pluspunkt dafür, dass man zur Abwechslung mal keine Anime-Glubschaugen zu sehen bekommt. Die Hintergründe sind nicht nur detailliert (gut, sollte man von einem 2018er-Film erwarten können), sondern in Kombination mit den Lichteffekten auch einfach schön. Die Animation ist in dem Genre eher weniger relevant, aber zumindest mir anspruchsloser Seele ist nix Negatives in Gedanken geblieben.
- Der Soundtrack (immerhin gut 30 Lieder, eins davon fast 7 Minuten) ist so eine Sache: Sowohl Titellied als auch Abspannlied sind vom gleichen Künstler und bewegen sich irgendwo zwischen J-Pop und J-Rock. Während der Abspann stimmungsmäßig noch geht, finde ich das Titellied da nicht wirklich passend. Aber egal - die eigentliche Filmlieder sind überwiegend im eher melancholisch-schönen Bereich, auch wenn es ein paar gibt, die mehr zum Positiven tendieren. Auffallend ist, dass der Pianoklang ziemlich überwiegt, Streicher sind schon nicht mehr so oft zu hören. Auch wenn ich mir die Lieder jetzt nicht wiederholt anhören würde, kann ich den Soundtrack als gelungen bezeichnen, unterstreicht er die Stimmung mehr als nur passend und trägt auch nicht zu dick auf. Und das ist schließlich die Hauptsache. Falls jemand ein Kostprobe haben möchte, dann verweise ich einfach mal auf dieses Lied hier - wenn ich so darüber nachdenke, beschreibt es den Film klanglich ziemlich passend.

Fazit:
Wirklich schöner Film, den sich nicht nur Fans von eher stillem bzw. bodenständigem Drama postwended zu Gemüte führen sollten. Eines der Anime-Highlights der letzten Zeit.

Update-Historie:
28.05.2019 Rechtschreibfehler + Doppelte Formulierung korrigiert
Beitrag wurde zuletzt am 28.05.2019 um 20:41 geändert.
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Anime Kommentare

Avatar: Nesta#1
Bei der ausführlichen "Beschreibung" stellt sich mir die Frage, lohnt es sich überhaupt noch den Anime zu gucken? Mir hat nach dem ... nur noch gefehlt

Ende.
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Avatar: MrPoxi#2
Lange drauf gewartet den Film sehen zu können, jetzt endlich geschafft.
Und junge junge war ich unvorbereitet.
Die Prämisse des sterbenden weiblichen Hauptcharakters war mir vorher bewusst (und auch wenn nicht, eröffnet der Film mit ihrer Beerdigung) und ich DACHTE, dass es ja schon nicht so schlimm sein wird.
Der Umgang mit dem Thema Tod an sich wird meist humoristisch genommen, lässt ihn so etwas an Ernsthaftigkeit verlieren aber immer präsent sein. Die beiden Hauptcharaktere interagieren zu 100% "passend" zusammen, die Unstimmigkeiten und die spätere Entwicklung seines Charakters sind meines Erachtens grandios.
Wie schafft es der Film also, trotz der bekannten Prämisse ihres Todes, Spannung aufzubauen und aufrechtzuerhalten? Schwierig, für mich ist es die Harmonie der beiden Helden - aber das wird wohl jeder anders sehen.

Auch wenn ich auf Sakuras Tod vorbereitet war, auf die Art und Weise, wie es geschehen ist trifft dies mit absoluter Sicherheit nicht zu. Dem Film gelingt es dabei aber Motive über den ganzen Film zu verteilen, die am Ende wichtig werden, in diesem Fall die vorher erwähnten Überfälle, über die Sakura und Haruki sich unterhalten. Von den anderen Motiven, wie ihren passenden Namen, den Gegensätzlichkeiten (polar opposite - find ich im Manga etwas besser umgesetzt) und ähnlichen ganz zu schweigen.
Letztlich hat es der Film geschafft mich trotz der klaren Ausgangslage zu schockieren und mich im Anschluss dazu verleitet,den Manga zu lesen.
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