Pluto (2023)

プルートウ

Informationen

Inhaltsangabe

In der nahen Zukunft leben Menschen und Roboter Seite an Seite. Roboter sollen so lernen, menschliche Gefühle besser zu verstehen und sind so programmiert, dass sie keinem Lebewesen Schaden zufügen können. Als einer der größten Helden seiner Zeit wird der schweizerische Roboter Mont Blanc gefeiert. Er gilt als sanftmütiger Superheld, ein Verfechter des Friedens, der von Mensch und Maschine gleichermaßen gefeiert wird. Doch als dieser Roboter eines Tages brutal ermordet wird, wirft sein plötzliches Ableben viele Fragen auf.

Der Europol-Agent Gesicht ist ebenfalls ein Roboter, der einst gemeinsam mit Montblanc im Krieg diente. Er wird damit beauftragt, den Fall möglichst schnell aufzuklären, da das Interesse der Öffentlichkeit besonders hoch ist. Doch bald stellt er fest, dass eine noch viel tiefliegender Tragödie bevorsteht. Bei seinen Nachforschungen stößt er immer wieder auf den Namen »Pluto«, eine mächtige Schattenexistenz, die eng mit den Geschehnissen verknüpft zu sein scheint. Mit seinem analytischen Verstand versucht er aufzuklären, wer im Hintergrund die Fäden zieht und wer davon profitiert, Unfrieden zwischen Menschen und Robotern zu stiften.

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Avatar: GelonidresKekstitan#1
Ich habe die Serie ohne Kenntnis des Mangas oder der Astro-Boy-Serie gesehen.

Pluto ist ein solides Drama, als Sci-Fi-Mystery hingegen eher mau. Größte Stärke der Serie ist ihre erwachsene Präsentation. Sie nimmt ihr Geschehen durchweg ernst und tragische Momente werden nie durch unpassende Comedy-Einlagen aufgeweicht. Der Fokus liegt allerdings zu oft auf diesen dramatischen Momenten, sodass es der Handlung und den philosophischen Ansprüchen des Settings abträglich ist.

Die erste Folge ist ein Musterbeispiel des Dilemmas. In der ersten Hälfte wird ohne großes Tohuwabohu das Setting eingeführt und der rote Faden der Serie wird präsentiert. Die zweite Hälfte hingegen widmet sich einem griesgrämigen Komponisten und einer Massenvernichtungswaffe, die nun aus irgendeinem Grund Karriere als Haushaltshilfe machen will. Eine geschlagene halbe Stunde lang entwickelt sich die Beziehung der beiden, um in einem dramatischen Höhepunkt zu enden, der keinerlei Beitrag zur Haupthandlung liefert. Meinetwegen hätte man sich solche Eskapaden gerne schenken und die Serie so um zwei bis drei Episoden kürzen können.

Generell will die Thematik um Roboter & Androiden nicht in die Serie passen. Kernelement des gesellschaftlichen Komplexes sind die durch die Unterschiede zwischen Mensch und Roboter hervorgerufenen Spannungen, aber das zündet nicht, weil man die (wichtigen) Roboter weder im Aussehen noch im Verhalten wirklich von Menschen unterscheiden kann. Auch die häufig beschworene Künstliche Intelligenz der Androiden scheint nicht durch. Im Aufspüren von Beweisstücken oder ähnlichem sind sie durch technische Vorrichtungen übermenschlich gut, aber ihre Entscheidungsfindung wirkt immer menschlich. Interessante Fragen dazu, was es bedeutet, Mensch zu sein, werden allenfalls angekratzt.

Mir ist klar, dass das alles hohe Ansprüche an das Setting und die Geschichte sind. Diese Ansprüche weckt die Serie aber selbst, durch ihre Präsentation und dadurch, dass sie sich dieses Setting ausgesucht hat. Hätte man die Roboter stattdessen als Cyborgs (also Mensch-Maschine-Mix) präsentiert, wären viele Inkonsistenzen leicht zu beheben gewesen. Auch das eher maue Finale trägt dazu bei, dass mich die Serie nicht wirklich überzeugen konnte.

Nach dem vielen Gemecker möchte ich aber das Lob von oben wiederholen: Wer einen Anime mit ernster Thematik und erwachsener Präsentation sehen möchte, dem könnte Pluto sehr wohl gut gefallen.
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Avatar: Mettwurst#2
  • Handlung
  • Animation
  • Figuren
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„Pluto“ ist eine philosophische ScienceFiction Krimi Serie in 8 Episoden, zu sehen auf Netflix! Sie basiert auf der 8-bändigen japanischen Manga-Vorlage von Naoki Urasawa, die wiederum auf Osamu Tezukas „Astro Boy“-Geschichte „Der größte Roboter auf Erden“ basiert.

Handlung:
Es geht um den Roboter-Inspektor Gesicht, der eine Reihe von Mordfällen untersucht, bei denen der Mörder den Leichen Hörner in den Leib rammt. Als Markenzeichen sozusagen. Parallel dazu ereignet sich eine weitere Reihe von Unglücken. Die sieben mächtigsten Roboter der Welt werden nach und nach von einem rätselhaften Wirbelsturm dezimiert. Gesicht stößt auf eine Verschwörung, die mit dem 39. Asiatischen Konflikt zusammenhängt, einem Krieg zwischen Menschen und Robotern, der vor zehn Jahren stattfand…

Meine Meinung:
Um diese Ereignisse herum entbrennt ein spannender und komplexer Politkrimi mit sehr vielen Akteuren. Die 8 Episoden haben jeweils eine Laufzeit von 55 bis 70 Minuten und die brauchen sie auch, um der Geschichte in all ihren Aspekten gerecht zu werden.

Die #Animation empfand ich hier punktgenau eingesetzt. In den wenigen Action-Sequenzen ist sie sehr hochwertig. Da es sich aber um eine eher ruhige und dialoglastige erzählte Geschichte handelt, wird die Handlung eher gediegen erzählt.

Es ist kein Muss, aber von Vorteil, zu wissen, wer Astro Boy ist und wie die Figuren aus seinem Radius in Beziehung zueinander stehen. Urasawa vermied es, Astro Boy die erste Geige spielen zu lassen. Er setzte seinen Fokus auf Inspektor Gesicht und die Schicksale jedes Roboters. Urasawa vertieft die Figuren und die Hintergründe, die Tezuka nur angedeutet hatte.

Die Vorlage “Der größte Roboter auf Erden” ist eine Geschichte aus der Mangaserie “Astro Boy”, die von Osamu Tezuka in den 1950er und 1960er Jahren geschrieben und gezeichnet wurde. Sie handelt von dem Roboterjungen Atom (im Westen als Astro Boy bekannt), der sich mit anderen mächtigen Robotern messen muss, um den Titel des stärksten Roboters auf Erden zu erlangen. Dabei trifft er auf den riesigen Roboter Pluto, der von einem bösen Wissenschaftler erschaffen wurde, um alle anderen Roboter zu zerstören.

Die Geschichte ist typisch für Tezukas Stil, der visuell von Walt Disney und Hergé beeinflusst wurde. Sie ist humorvoll, actionreich und kindgerecht, aber auch moralisch und philosophisch. Tezuka thematisierte darin einmal mehr die Beziehung zwischen Menschen und Robotern, die Rolle von Gewalt und Krieg, und die Bedeutung von Freundschaft und Liebe.

Die Neuinterpretation “Pluto” ist ein Manga von Naoki Urasawa, der von 2003 bis 2009 in Zusammenarbeit mit Takashi Nagasaki und dem Tezuka Productions Studio entstand. Sie basiert auf der Geschichte “Der größte Roboter auf Erden”, aber erweitert sie zu einer komplexen und spannenden Krimi- und Science-Fiction-Saga.

Die Geschichte ist typisch für Urasawas Stil, der von Tezuka beeinflusst ist. Sie ist ernst, dramatisch und erwachsen, aber auch emotional und spannend. Er thematisiert die Fragen nach Identität, Erinnerung, Schuld und Vergebung, die Tezuka aufgeworfen hatte.

Die beiden Versionen sind also sehr unterschiedlich, aber auch sehr respektvoll zueinander. Sie zeigen, wie ein Meisterwerk der Manga-Kunst von einem anderen Meisterwerk neu interpretiert werden kann, ohne seine Essenz zu verlieren. Sie sind beide lesenswert für alle, die sich für die Geschichte und die Zukunft der Robotik interessieren.

Und so ist es jetzt folglich auch die Verfilmung auf Netflix. Schon gesehen? Ich war recht begeistert!
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#3
Am Ende waren meine Erwartungen an Pluto wohl einfach etwas übertrieben. Monster vom gleichen Mangaka gehört zu meinen Top 3 Favoriten und konnte diese Stellung kürzlich sogar noch durch einen Rewatch untermauern. Darum habe ich gehofft, dass Pluto vielleicht in ähnliche Höhen aufsteigen könnte. Zudem haben wir es auch noch mit einer wertigen Netflix-Produktion zu tun. Im Grunde ist es lächerlich, diesen Kommentar mit einem negativen Gefühl starten zu lassen, denn Pluto ist ein top Anime, von dessen Sorte wir dringend mehr benötigen. Zwar habe ich keine Kenntnis über den Manga, aber auf mich wirkt es wie eine vollends gelungene Adaption eines ernsten, anspruchsvollen Werks. Solche niveauvollen Manga sollten sich wirklich häufiger vorgenommen werden.

Aber wie kommt es, dass Pluto nur super und nicht weltenerschütternd gut für mich ist? Das ist nicht ganz einfach festzumachen, aber ein Aspekt ist wohl schon das Pacing. Die sehr behäbig vorgetragene Einstiegsepisode ist ein auffälliger Punkt. Eingangs freute ich mich darüber, dass man probiert, diesen Story-Strang voll auszukosten, aber es ergibt sich, dass die ersten Folgen diesem etwas langsamen Feeling treu bleiben. Für mich hat Pluto eine Weile lang nicht die angestrebte emotionale Tiefe erreichen können. Die Sache ist eben die, dass zunächst viele Charaktere in Drama verwickelt werden, von denen man eigentlich gleich weiß, dass sie gar nicht die zentralen Personen der Handlung sein werden. Darum ist das Mitgefühl eingangs nicht ganz so riesig, wie ich es mir bei einer Serie dieses Kalibers erhofft hätte. Im direkten Vergleich macht Monster etwas Ähnliches mit vielen zusammenlaufenden Nebensträngen, jedoch sind dort die Nebenstränge für mein persönliches Empfinden interessanter, fühlen sich im großen Gefüge besser aufgehoben an und erzeugen insgesamt ein kurzweiligeres Gefühl.

Hinten heraus steigert sich Pluto gewaltig. Die zunächst nur gestreuten Ansätze und Rätsel werden hervorragend verarbeitet. Vor allem aber rücken Charaktere in den Mittelpunkt, mit denen ich viel mehr Emotionen verbinden konnte. Es gibt schon tolle Figuren in dieser Geschichte. Gesicht, Epsilon und Atom fallen mir als erstes ein. Ein zentrales Thema ist in meinen Augen, dass aus Rache nie etwas Gutes entstehen kann. Es ist von Nöten, zu erkennen, dass die Gegenpartei im Streitthema auch nur aus Menschen mit eigenen Träumen, Problemen und Familien besteht. Da ist es eine schöne Ironie, dass genau dieser Sachverhalt hier ausgerechnet überwiegend durch Roboter, nicht durch Menschen porträtiert wird. Natürlich ist das aber nur ein grober Einblick in Plutos vielfältige Inhalte. Alles in Allem kann ich diesen Anime absolut empfehlen. Gerade Sci-Fi-Fans, die in den letzten Jahren bestimmt etwas am verhungern sind, werden hier fündig. Ich persönlich bin nicht unbedingt ein großer Sci-Fi-Liebhaber, was sicher auch Plutos Aufstieg in meinen engen Favoritenkreis im Wege steht. Dennoch hat mir der Anime hervorragend gefallen und die Tendenz in meiner Bewertung geht nach oben. Bitte mehr Adaptionen von ernsten Mangas! Vielleicht bekommen wir ja irgendwann noch eines von Naoki Urasawas Werken umgesetzt.
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Kommentare

Avatar: AodhanKeksgeselle
V.I.P.
#1
Ich halte den Manga für ein Meisterwerk und der Anime, der eine werktreue, gut animierte und inszenierte Adaption ist, braucht sich vor der Vorlage nicht zu verstecken. Schade, dass es nur so selten Animes auf so einem Niveau gibt.
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Avatar: Shihonage#2
Für mich ist Pluto fast ein Meisterwerk.
Animation, Story, Charaktere, Zeitbezug, Soziales, einfach nur der Wahnsinn.
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Avatar: mEmoriesKeksjäger
V.I.P.
#3
Endlich ein Lebenszeichen von Pluto. Der Anime Pluto erscheint scheinbar 2023 bei Netflix. Habe ich nach der langen Zeit nicht mehr mit gerechnet.
https://www.animenewsnetwork.com/news/2023-02-14/shogakukan-lists-pluto-animated-series-with-netflix-streaming/.194892
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