Your Name. Gestern, heute und für immer (Anime)Kimi no Na wa. / 君の名は。

  • TypFilm
  • Episoden1 (~)
  • Veröffentlicht03. Jul 2016
  • HauptgenresSentimentales Drama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich, Weiblich

Anime Beschreibung

Anime: Your Name. Gestern, heute und für immer
© 2016「君の名は。」製作委員会
Die Geschichte dreht sich um Mitsuha und Taki. Mitsuha lebt mit ihrer kleinen Schwester bei ihrer Großmutter in einer kleinen, ländlichen Stadt, die von Bergen umgeben ist. Sie ist ein sehr ehrliches Mädchen, aber sie findet weder Gefallen an den Bräuchen des Familienschreins, noch an dem Wahlkampf, an dem ihr Vater teilnimmt. Stattdessen beklagt sie sich über die ländliche Lebensweise und sehnt sich nach einem Leben in Tokyo. Taki dagegen lebt in Tokyo, verbringt viel Zeit mit seinen Freunden und arbeitet nebenbei in einem italienischen Restaurant. Außerdem interessiert er sich sehr für Architektur und bildende Kunst. Eines Tages jedoch hat Mitsuha einen Traum, in dem sie sich als Junge wiederfindet. Taki hat genau denselben Traum, findet sich aber als Mädchen in einer Stadt in den Bergen wieder, wo er noch nie zuvor war. Was ist das Geheimnis ihrer Träume und ihrer persönlichen Erfahrungen?

Anmerkung: Vor dem regulären japanischen Kinostart am 26.08.2016 wurde der Film auf der Anime Expo (Los Angeles) gezeigt.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: stinkytoast#1
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik

Makoto Shinkai (bekannt durch Garden of Words, 5cm per Seconds, Reise nach Agartha) gilt seit mehreren Jahren zu den umstrittensten Produzenten sowie Story Writer Japans. Viele Animefans lieben seine Werke, da sie durch brillianter Optik, einer gelungenen musikalischen Untermahlung und einfachen, aber effektiven Geschichten und Gesellschaftskritiken überzeugt. Viele Kritiker beschweren sich aber über die eindimensionalen Charakteren und die durchgehende Ruhe ohne effektive Höhepunkte.

 

Makoto Shinkais neuestes Werk, Kimo no Na wa. (oder auch Your Name.) gilt bereits 3 Wochen nach VÖ als DER Kassenschlager mit über 3.8 Milliarden Yen nach 10 Tagen. Kann Shinkai seine Kritiker trotzen und dennoch die alteingesessen Fans begeistern?

 

Ich war mit meiner Freundin zum VÖ-Zeitpunkt in Tokyo, Japan und konnte in den TOHO CINEMAS (TOHO ist der Publisher vom Film) den Film bereits vorab schauen.

 

 

Story:

Kopiert aus dem engl. Wikipedia What if there was a comet that only passes by every thousand years? Well, it definitely doesn't let two complete- opposite strangers dream as being the other and make them long for each other.
The story is set 30 days after a shooting star has fallen for the very first time in a thousand years in Japan. Mitsuha, a high school girl living in the country side, wants to live in Tokyo City because she's tired of the repetitive life she's living and needs more spice. And then there is Taki, a high school boy living the city life with his friends and is a part- time worker at an Italian restaurant, with a strong interest in fine arts involving architecture, who also needs a break of his familiar life. One night, Mitsuha, Taki, and all of Japan witnessed the legendary comet with of only a few accounts known for. And that very night, Mitsuha dreamt of herself as a young boy in Tokyo and Taki dreamt of himself as a young girl attending high school in the country side. Is there a secret behind their dreams? And does the comet that passes by only in every thousand years has anything to do it?
This is a love story between two teenagers as they frantically search for each other whom they have never met and as they are dwindled by the cruel reality of fate and circumstances. But the real question here is, "Was there really even a love story?".

Die Story ist eine Mischung aus Fantasy, Alltagsleben, Sci-Fi, Gender Bend und Comedy und mehr als gelungen umgesetzt. Der Film macht storytechnisch nur wenig Fehler, ist durchgehend spannend und bietet ein mehr als befriedigendes Ende wo auch, Shinkai-typisch ein, zwei Tränen kullern können.

Charaktere:

Der Film spielt mit zwei kompletten Gegensätzen. Während Mitsuha ein 17 jähriges Mädchen aus dem Land ist, ist Taki der typische Großstadtjunge, welcher Kunst und Architektur liebt aber mit dem Großstadtstress wenig Liebe findet.

 

Während des Filmes lernen wir noch einige andere Nebencharaktere kennen, wie z.B. Mitsuhas Oma oder ihr Vater. Alle Charaktere wirken auf Anhieb sofort sympathisch, wodurch die anfänglichen Comedy-Sequenzen sehr gut zur Geltung kommt und man auch später mit den Charakteren mitfiebert.

 

Leider muss man sagen, das trotz aller Sympathie alle Charaktere ausser den beiden Protagonisten sehr blass bleiben und sie nur "ihren Zweck erfüllen". Die beiden Hauptcharaktere kann man bis auf einzelne Momente relativ stereofrei betrachten - was dem Film und auch der Charakterentwicklung nur zu Gute kommt.

 

Animation:

 

Alter Schwede. Was. Für. Ein. Brett. Man kann hierfür CoMix WaveFilms wahrlich nur loben. Was die Firma hier 110 Minuten an die Kinoleinwand gezaubert hat ist wahrlich der schönste, flüssigste und detaillierteste Film den ich bisher im Jahr 2016 gesehen habe. Vor allem die Tatsache, das dies der bisher längste Film (meines Wissens nach?) von CoMix WaveFilms ist, gebührt meinen Respekt. Klar, hier und da erkennt man die üblichen Sponsoren, doch dies tut der SEHR GUTEN Atmosphäre keinerlei Bruch. Jeder (wichtigere) Charaktere ist liebevoll und einzigartig erkennbar gezeichnet, das (wenige) CGI ist wahrlich sehr gut umgesetzt und auch die Animationen bzw. das Sakuga muss sich nicht vor anderen Titeln verstecken. Ich kann es auch einfach nur wiederholen: Your Name. sieht großartig aus.

 

Musik:

 

Für die komplette musikalische Untermahlung ist RADWIMPS zuständig gewesen, welche seit 2003 existieen und sich dem Melodic Hardcore, Alternative Rock (gar Emo) per Genredefinition beschreiben lässt. Die Band hat noch keinerlei Erfahrungen mit Anime-Untermahlungen gehabt und mit aller Liebe - dies hört man absolut nicht raus. Der OST, welcher im Film zu hören ist muss sich keineswegs vor den sehr guten Animationen verstecken. Jede wichtige Szene ist mit dem richtigen Gefühl untermahlt worden und den gesehenen Effekt zu unterstreichen. Auch die Mischung der Genre sowie die Abwechslung der Instrumente ist mehr als gelungen. Rockige Klänge weichen dem teilweisen pompösen, aber auch ruhigen Streichern und Klavieren (Klaviers?). Der im Trailer zu hörenden Track Zen Zen Zense (前前前世) gehört aktuell für mich zu den meistgespielten Liedern.

 

Fazit:

 

Ihr habt es schon bestimmt herausgelesen. Ich bin ein großer Fan des Filmes und freue mich sehr, ihn bereits gesehen haben zu dürfen. Der Film besaß alles, was für mich einen guten Film ausmacht: Geniale Optik, gute Musik, interessante Handlung, gelungener Humor, wenig "edgyness" sowie ein Finale, was auch das Wort Finale verdient hat. Für mich gehört der Film nun zu meinen Top 3 der bisher gesehen Filme und ich kann wahrlich sagen, das sich Fans von Makoto Shinkai definitiv auf das Werk freuen dürfen. Kritiker hingegen werden einige Plot Devices zu bemängeln haben aber für mich hat es hier keinen Abbruch gegeben.

 

Ich hoffe wahrlich das Kazé Deutschland den Film ASAP nach DE bringt.

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Avatar: Noa
V.I.P.
#2
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Viel Zeit ist seit dem letztes Shinkai Film vergangen und wir erinnern uns wieder was seine großen Stärken, aber auch seine Schwächen sind. Und vorab will ich auch anmerken, dass der Film optisch eine Wucht ist, wobei es sicherlich im Kino auf HD nochmal um einiges stärker ist.

Der Film fängt relativ nüchtern an und zeigt die beiden Perspektiven der Protagonisten in ihr unterschiedliches Leben. Der junge Highschool-Schüler Taki lebt in Tokyo und arbeitet nebenher um sich das Leben in der Großstadt leisten zu können. Das Mädchen, Mitsuha, lebt auf dem Land und trist vor Langweile daher. Beide sind mit ihrer jeweilige Situation unzufrieden, bis sie einiges Tages die Plätze und Körper tauschen ...

Aufgrund des ausführlichen Kommentar von stinkytoast will ich hier nicht groß ins Detail gehen und unterstreichen wie gut das audiovisuelle Bild ist, aber Handlung und Charaktere sind doch typisch Shinkai schwach ausgestattet. Zunächst verschwendet der Film viel zu viel Zeit um das alltägliche darzustellen, ohne dabei eine Handlung zu erzählen oder den Zuschauer die Charaktere näher zu bringen. Ja, die Charaktere sind alle ganz nett und sympathisch, aber keineswegs besonders oder passend geschrieben. Es fehlt dem Film einfach eine Entwicklung oder einfach (ich bediene mich jetzt mal diesen Begriff) der "Ghibli Magie". Also eine Atmosphäre und gegenwärtige Stimmung die trotz Belanglosigkeit den Zuschauer das Gefühl vermittelt man kann auch mit schönen Bildern und Herzesswärme etwas auslösen.

Kurz: Wer bei Shinkai sich einfach nur von den Bildern und Musik verzaubern lassen möchte, wird mit your Name. viel Spaß haben, wer aber auch neben der optischen Bildgewalt eine schöne oder gute Geschichte mit netten Charakteren erleben will, ist hier bei der falschen Adresse. Die sehr guten Hintergründe, die fast schon malerisch fantasievoll und zugleich echt wirken, sind im Detail schön zu betrachten. Im großen und ganzen aber trübt das Bild durch die graue Handlung.
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Avatar: Death-Note#3
Hallo zusammen, ich möchte mich kurz fassen, aber hierzu muss ich meine Meinung dazu geben. In meinem Leben habe ich schon viele Animes gesehen. Makoto Shinkai hatte immer ein Händchen dafür gewisse Emotionen in seinen Zuschauern auszulösen. Viele seiner Filme sind zurecht von vielen geliebt, aber auch von vielen als überbewertet empfunden. Gefühlvoll, traurig, kitschig, überzogen, manchmal auch oberflächlig aber auch hoffnungslos romantisch.

Ich habe das Gefühl er spricht vielen Leuten aus der Seele, nicht nur Japanern. Leuten, die verzweifelt im Leben die eine Person suchen für die Sie bestimmt sind. Shinkais Filme sind meist romantische Dramen, handeln oft von etwas nicht erreichbarem, oft von Personen die durch Umstände die nicht zu ändern sind getrennt sind, Personen die alle Hürden überwinden würden um zusammen zu sein. Dies Handlungstrang durchzug viele seiner Filme und es ist auch hier nicht anders.

Ich kenne Shinkais Filme seit über 15 Jahren. Begonnen von Kanojo no Kanojo no Neko über Hoshi no Koe bis hin zu Byousoku und wie sie sonst noch alle heißen. Manche Leute mögen kritisieren, das es keine Weiterentwicklung in seinem Filmen gab und viele die selbe Prämisse haben. Ich finde Shinkai hat es geschafft hier kontinuierlich die Qualität zu halten. Ich kenne wenige Animes wo das Gefühl unüberwindbarer Distanz und Romantik so nah beinander liegen.

In den letzten 5 Jahren war ich kein eifriger Animeschauer mehr, aber durch diesen Film bin ich wieder gehooked. Genau dieser Film ist für mich ein Symbol weshalb Animes westlicher Animation Lichtjahre voraus ist. Genau deshalb habe ich Anime geliebt und tue es augenscheinlich immer noch. Dieser Film ist eine 10 von 10. Dafür gibt es Anime. Auf einer Ebene mit den Besten Ghibli Filmen. Ich möchte hier nichts zur Geschichte erzählen, dies soll jeder für sich selbst entdecken. Der Film hat genau die richtige Länge, die richtigen Twists, ein beklemmendes Gefühl und die richtige Menge an Gefühl. Wer Shinkais frühere Filme geliebt hat wird auch diesen Lieben.

Die Präsentation dieses Animes ist phänomenal. Musik und Animation die Ihres gleichen suchen. Nicht umsonst einer der erfolgreichsten Filme die je in Japan überhaupt im Kino liefern. Schaut euch diesen Film an. Was immer Ihr auch hierüber gehört habt es ist war. Der Film ist wirklich so gut wie alle sagen. Meisterwerk.
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Avatar: Samsara#4
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Endlich bin auch ich dazu gekommen, mir diesen hochgelobten Anime-Film anzusehen! Makoto Shinkais "Kimi no Na wa." ist in Japan ein regelrechter Kassenschlager und kratzt sogar an dem Erfolg von Chihiros Reise ins Zauberland. Nebenbei räumt er alle möglichen Preise ab und wird sogar auf internationalen Bewertungsplattformen gefeiert. Das ist überaus beeindruckend, denn normalerweise traut man solche Erfolge nur Studio Ghiblis Mastermind Hayao Miyazaki zu. Mit "Kimi no Na wa." beweist Regisseur Makoto Shinkai nun also endgültig, dass es zu den größten Regisseuren Japans gehört.

Es geht um Mitsuha und Taki - beide Oberstufenschüler, aber das ist auch die einzige Gemeinsamkeit. Mitsuha kommt nämlich aus einer sehr kleinen, traditionsbewussten Stadt, während Taki im Herzen Tokios lebt. Beide meistern ihren stressigen Alltag, doch wünscht sich vor allem Mitsuha eine Flucht in die Großstadt. Taki selbst ist an Tokio schon dermaßen gewohnt, dass sein Horizont sehr eingeschränkt ist. Er torkelt von der Schule zum Nebenjob und lebt vor sich hin. Während Mitsuha also über weite Felder streift und abends an traditionellen Festen teilnimmt, schaut Taki auf die abendliche Skyline Tokios und schreibt Tagebucheinträge in sein Smartphone. Doch eines Tages geschieht etwas, das beide auf eine merkwürdige Art und Weise plötzlich miteinander verbindet. Mitsuha findet sich in Takis Körper wieder und umgekehrt schlüpft Taki in Mitsuhas Körper und Alltag.

"Kimi no Na wa." ist ein unfassbar gut aussehender Anime-Film! Von Makoto Shinkai ist man wunderschöne Filme gewohnt, aber "Kimi no Na wa." legt noch eine Schippe drauf. Jedes Bild steckt voller Details, sodass man fast im Sekundentakt auf Stopp drücken und das Bild erforschen kann. Aber auch die Animationen und Landschaften sehen dermaßen gut aus, dass der Film im Hinblick auf das Visuelle nur als Augenweide bezeichnet werden kann. Auch der Soundtrack kommt nicht zu kurz und beschert lockere, bittersüße und treibende Klänge. Audiovisuell ist "Kimi no Na wa." also ein Meisterwerk.

Den Ausgangspunkt der Geschichte fand ich ebenfalls toll umgesetzt, denn sie präsentiert die Körpertausch-Prämisse wirklich lustig, tragisch und unterhaltsam. Zudem hält die Geschichte mehr parat als nur dieses unvorhergesehene Ereignis. Sowohl Mitsuha, als auch Taki erscheinen außerdem sehr sympathisch und Makoto Shinkai verzichtet glücklicherweise auf übertriebenen, nischigen Anime-Humor zugunsten der realistischen Darstellung. Wer sich außerdem mit Japan etwas besser auskennt, wird hier und da noch einige interessante Verweise finden.

Dennoch muss ich leider sagen, dass für mich "Kimi no Na wa." kein Meisterwerk ist und das hat mehrere Gründe. Während mich die erste Hälfte gepackt hat und ich mich bestens unterhalten gefühlt habe, hat mich die zweite Hälfte des Films etwas verloren. Für mich verschenkt die Geschichte am Ende zu viel Potenzial und wird sehr vorhersehbar. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer! Warum wird es vorhersehbar? Nun, weil Makoto Shinkai unaufhörlich sich selbst zitiert. Gerade in der zweiten Hälfte hatte ich das Gefühl, ein Remake von "5 Centimeters per Second" zu sehen. Die selben Motive, eine ähnliche Charakter-Konstellation, der gleiche Verlauf der Geschichte, teilweise 1:1 aussehende Kamerafahrten und Blickwinkel und letztlich fast das selbe Ende. Shinkais "5 Centimeters per Second" ist zwar schon zehn Jahre her und trotzdem habe ich mich beim Schauen von "Kimi no Na wa." ständig daran erinnert gefühlt.

Des Weiteren fühlt sich dieser Anime-Film anfangs noch sehr frisch und neu an, verfällt im letzten Drittel aber wieder zu sehr in das gängige Anime-Storytelling. Wer also schon ein paar Romance/Drama-Animes gesehen hat, wird vieles davon in "Kimi no Na wa." wiederfinden. Schließlich denke ich, dass es im letzten Drittel bisschen weniger Kitsch hätte sein können. Überhaupt muss ich sagen, dass ich am Ende von "5 Centimeters per Second" emotional mehr investiert war. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich bei "Kimi no Na wa." schon geahnt habe, wohin die Reise geht.

Makoto Shinkai macht richtig gute Anime-Filme, keine Frage. "5 Centimeters per Second", "The Garden of Words", "Kimi no Na wa." - das sind bildhübsche, handwerklich geniale Anime-Filme mit bittersüßen Geschichten und tollen Atmosphären. Und ja, Shinkai hat mit "Children Who Chase Lost Voices" und "The Place Promised In Our Early Days" auch mal was anderes gemacht, aber leider ähneln sich die Motive seiner Romance/Drama-Animes zu sehr und bedienen sich zu oft typischer Genre-Storytelling-Elemente.

Versteht mich nicht falsch, "Kimi no Na wa." ist für sich stehend ein großartiger Anime-Film und gerade Leute, die die anderen Werke Shinkais nicht kennen, werden viel Spaß damit haben. Doch wer sich mit der Materie etwas besser auskennt, kriegt wenig Neues. Von mir gibt es also selbstverständlich eine Empfehlung, aber ich persönlich muss dem Film hier und da leider einen Abzug geben und kann ihn nicht blind mit Lobesworten überschütten.
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Avatar: INT#5
- Eine schöne kleine Geschichte über die Liebe  -


Unwichtiges Vorwort für alle, die gerne Sinnloses lesen

Wow, jetzt habe ich schon mittlerweile 1 1/2 Jahre ohne Animes verbracht.

Der Großteil der Leute hier kann sich das wahrscheinlich nicht vorstellen, aber bei mir ist das so, dass ich für einige Zeit Animes wirklich zu viel schaue, aber dann wieder sehr lange Zeit (wie jetzt auch) gar nicht. Ich weiß nicht, wieso. Ich glaube, ich schaue Animes immer als Seelentherapie. Wenn mal nicht alles so läuft, wie geplant (oder in meinem Fall alles schief läuft, was so im Leben schieflaufen kann). Normale Serien wie Game of Thrones, Fargo oder Breaking Bad helfen mir da irgendwie gar nicht.

Naja, 1 1/2 Jahre ist eine lange Zeit und ich bin sicher, dass mich kaum einer mehr hier kennt, aber ihr sollt sicher sein, dass ich jede Serie, jeden Film und auch jeden Anime mit 100%iger Aufmerksamkeit und 100%igem Gefühl schaue. Viel Spaß bei der Review!

Kritik

Your Name.
wurde von Makoto Shinkai produziert, der auch u.a. für 5 Centimetres per Second bekannt ist. Von 5 Centimetres per Second war ich ehrlich gesagt nicht sehr angetan, als ich ihn damals geschaut habe.
Doch Your Name. macht vieles richtig, was Shinkais Vorgänger falsch gemacht hat. Vorweg: Ich glaube, von den vielen Animefilmen, die ich gesehen habe, war Your Name. mit einer der besten.

Your Name. handelt von den beiden Protagonisten Mitsuha Miyamizu und Taki Tachibana. Mitsuha ist ein aufgewecktes Mädchen, das im ländlichen Teil Japans wohnt und die Traditionen und Rituale ihrer Familie einhalten muss, obwohl es lieber ein attraktiver Junge in Tokio wäre. Taki hingegen ist ein Junge, der in Tokio wohnt und mit allen Hürden des Stadtlebens zurechtkommen muss. Auch wenn es ihm in Tokio gefällt, scheint er nur am Leben vorbeizuleben und sich nach einem Sinn zu sehnen.
Eines Tages wachen beide im Körper des jeweils anderen auf. Während Chaos ab dem Zeitpunkt das Leben der beiden Protagonisten bestimmt, gilt es für beide herauszufinden, was es damit auf sich hat.

Ehrlich gesagt muss ich sagen, dass die Story keine Neuheit ist. Von Körpertausch und weiteren im Anime behandelten Themen (will nichts spoilern) gibt es selbst in Hollywood passende Realverfilmungen (Freaky Friday - Ein total verrückter Freitag o.Ä.). Selbst die Serie Black Mirror auf Netflix nimmt sich dem sogar teilweise an.

Hier wurde das Rad also nicht neu erfunden. Das ist aber auch völlig in Ordnung, solange man das Rad mit neuen Reifen bestückt. Und das wurde hier gemacht. Fast alles ist stimmig. Bis auf ein paar Kleinigkeiten und die typische Unlogik, die man aus Animes kennt, habe ich nichts Unpassendes im Film entdecken können.
Auch fand ich gut, dass der Romance-Teil doch sehr klein war (viel kleiner als erwartet) - ich hatte beim Lesen der Animebeschreibung eher mit einem Romance-Film gerechnet.
Verglichen mit bspw. 5 Centimetres per Second, wo mir viel zu lange einfach nichts passierte, ist Your Name. einen anderen, einen besseren Weg gegangen. Jede Sequenz hat ihre Bedeutung und trägt zum Handlungsfortgang enorm bei. Das kann man schon mit Chihiros Reise ins Zauberland vergleichen, wo mir das ähnlich gut gefallen hat.

Die Charaktere fand ich alle sehr sympathisch, auch wenn ich mir bei Taki doch etwas mehr Tiefgang erhofft hätte. Was die Charaktere im Laufe des Films gemacht haben, die Veränderungen und die Verhaltensweisen konnte man größtenteils, bis auf folgende Ausnahmen, nachvollziehen.

Es schien mir echt rätselhaft, wie sich beide Charaktere doch so schnell in den anderen hineinversetzen konnten und wussten, in welche Schule beide gehen etc. (Ich denke mal nicht, dass es nur eine Schule in Tokio gibt, bspw.)

Von der technischen Seite gibt es relativ wenig zu meckern. Wie man es vom Produzenten eigentlich kennt, war der Anime auch hier wieder in Hochglanzoptik und schönen Animationen in Form von Traumsequenzen/Meteorflugbahnen/Emotionsvielfalt gehalten.

Was mich anfangs gestört hat, waren die Kameraschwenker und -fahrten, die für meinen Geschmack nicht wirklich in einen Anime passen. Das sah so aus, als hätte man 60 FPS in 30 FPS gepackt, also als ob man den Anime mit einer GoPro gefilmt hätte. Mit der Zeit hat man sich aber daran gewöhnt, sodass das hinterher nicht mehr so auffiel.

Bei den Soundtracks muss ich echt sagen: WOW! Irgendwie hört sich das an wie eine Mischung aus Clannad, Ano Hana und Sword Art Online. Und ihr könnt mir glauben. Ich liebe von allen drei Animes die Soundtracks.
Die leichten Pianolieder gepaart mit schweren, sentimentalen Streichern waren wahrscheinlich nicht nur bei mir der Grund für ein paar (Freuden-)Tränen.
Auch die eingebauten Lieder von japanischen Sängern waren immer passend, immer herzerwärmend und immer mit einer solchen emotionalen Stärke, dass sie den Anime noch besser als ohnehin schon machen.

Am Ende kann ich nicht genau sagen, was es war, womit mich der Anime so gefesselt hat. Ich weiß es einfach nicht. Irgendwie hat er mich auf eine sympathische, einfache Art, ohne viel Tramtram, sprachlos gemacht. Wahrscheinlich ist es gerade das gewesen.

Es ist auch irgendwie spannend, eine Lovestory wie diese zu beobachten. Man weiß, dass sie in so einer Form wahrscheinlich nie in der Realität passieren wird. Aber auch wenn es so eine Magie nicht in dieser Form gibt, merke ich immer wieder, wenn mir Paare ihre Geschichte erzählen, dass ein bisschen Magie in jeder Beziehung steckt.

In dem Sinne, bis zur nächsten Kritik!
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Anime Kommentare

Avatar: Kilano#1

Ich liebe Anime, ich liebe Romance und ich mag Drama. Shinkai füttert meinen Hunger danach immer wieder aufs neue.
Da es mir aber unmöglch fällt zwischen seinem anderen Meisterwerk "5cm per Second" und seinem neuen ( Your Name) zu wählen, sind es nun beide meine lieblings Shinkai Werke. Ich war nach wenigen Minuten schon komplett in die 2 Hauptcharaktere investiert und habe mit Spannung verfolgt ob es zur Abwechslung ein richtiges Happy End gibt.

Jeder der die Werke von Shinkai kennt weiß das man manchmal schon froh sein kann wenn er einem das Herz nur ein bisschen bricht. Sicher kann man den Film zerlegen und andere Filme haben es in manchen DIngen sicher besser gemacht,
aber die Story + Idee und dem Twist gelingt es das dieser Film ZURECHT!!! alle Anime-Kino-Film-Rekorde in Japan gebrochen hat.

In kurz: Schaut euch den Film an, wenn ihr Romantik mögt, dann ist dieses Werk ein wunderschöner Kirschbaum in voller Blüte im Sturm. Es ist schön, ein wenig schmerzhaft und am Ende einfach nur kuschelig.

Und zu den Kritiken das das Ende zu kurz sei kann ich nur sagen

"Angel Beats" Anime schauen :)
Diese kürze erzielt einen gewollten Effekt der dir sagt: Obwohl diese Geschichte für dich nun zuende ist, fängt sie für die beiden erst richtig an :)
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Avatar: anichris#2
Hab es endlich geschafft, den "aktuellen" Shinkai Film zu sehen. Und bin etwas zwiespältig. Ich kann ihn schwer einordnen. In vielen Teilen des Films merkt man die parallelen aus früheren Shinkai Filmen, ob jetzt mit dem Meteor und den Zug Fahrten aus "5cm of the Seconds" oder den andeutungen eines parallel universums bzw zeitreise aus "The Place Promised in Our Eraly Days". Wirkt wenig innovativ und doch etwas kopiert. Als würden die 2 genannten Vorgänger dazu dienen, Your Name aufzubauen.

Sehr Positiv fand ich die Charaktere und die erzählweise. Wenig bis kaum Kitsch, und eine weniger ernste, melancholische Grundstimmung. Mit Humor sogar verpackt. Der Soundtrack ist für mich der beste in allen Shinkai Filmen. Hat mir persönlich sehr gefallen. Das Ende war für mich auch Richtig mitdem Happy End.

Es fällt mir wirklich schwer eine Punktzahl zu vergeben. Einerseits wie gesagt in manchen Stellen nicht innovativ und aus früheren Werken abgeschaut, anderseits die andere Grundstimmung, die Charaktere und der geniale Soundtrack.

An meinen lieblings Animefilm "A Silent Voice" kommt er nicht ran. Aber er gehört mit zu meinen Favoriten was Animefilm angeht.
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Avatar: darkmorph1981#4
Ein wunderschönes Märchen einer Verbindung durch Zeit und Raum. Rührend und unaufdringlich auf eine natürliche und mitreißende Art erzählt. Absolute Empfehlung.
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Avatar: Nakatsugawa#5
Leider mal wieder einer dieser wunderbaren Filme die 105minuten und 30 Sekunden einen auf das Ende freuen lässt das dann mit unglaublichen 10 Sekunden! Vorbei ist >_> als wenn 1 Minute zu viel verlangt wäre
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