Gate (Staffel 2) (Anime)Gate: Jieitai Kanochi nite, Kaku Tatakaeri (2016) / GATE 自衛隊 彼の地にて, 斯く戦えり (2016)

  • TypTV-Serie
  • Episoden12 (~)
  • Veröffentlicht09. Jan 2016
  • HauptgenresAction
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonLight Novel
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Gate (Staffel 2)
© 柳内たくみ・アルファポリス/ゲート製作委員会
Die zweite Staffel knüpft direkt an die Geschehnisse der vorherigen Staffel an.
Während die JSDF weiterhin versucht, Frieden mit den Nationen jenseits des Tors zu schließen, versucht Yao ha Ducy immer noch, Youji Itami davon zu überzeugen, ihren Clan vor einem Feuerdrachen zu beschützen. Itamis Trupp bleibt nicht verschont von weiteren Katastrophen, sondern befindet sich wieder mittendrin im Geschehen.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Leoknight#1

Dieser Kommentar wird sich mit beiden Seasons von Gate auseinandersetzen. Also Vorsicht für diejenigen, die die zweite noch nicht gesehen haben!


 

So so, nun ist also auch die zweite Season von „Gate“ durch. Ich persönlich habe die beiden Anime, in Hinsicht auf reines Entertainment, durchaus genossen. Ich will gleich sagen, dass ich die erste Staffel um einiges besser fand, als die neue, aber ich bin trotzdem recht zufrieden damit.
Doch dann stellte ich fest, dass ich bei jeder Episode so einen komischen Beigeschmack im Mund verspürte. Da ich zu diesem Zeitpunkt jedoch gerade Torte aß, als mir dieser Gedanke kam, wurde mir klar, dass es zwei Gründe dafür geben kann: 1. Die Torte, die ich gerade gestern gekauft habe, ist schlecht geworden, oder 2. Der Anime enthält etwas, was mich nicht in Ruhe lässt. Herausgestellt hat sich, dass es letzteres war. Der Kommentar von Oni geht teilweise darauf ein.

Doch bevor ich mich mit der Botschaft des Anime befasse, will ich ihn kurz wirklich nur als Anime bewerten. Eines vom anderen zu trennen ist zwar beinahe unmöglich, aber ich will es trotzdem versuchen.

Die Geschichte, die davon handelt, dass sich mitten in Ginza ein Tor in eine andere Welt öffnet, welches aberhunderte von Soldaten und Fatansiegeschöpfen ausspuckt, ist nicht neu, aber noch nicht so verbraucht, als dass ich sofort mit den Augen rollen und seufzten würde. Der Witz eines Otaku-Helden, der auch noch ein ausgebildeter Soldat ist, war echt was innovatives, und für den ersten Moment durchaus angenehm. Ebenso erschien die Vermischung von seriösen Kriegsgeschehen und dem alltäglichen Wahnsinn einer „RomCom“ nicht so abgestanden, wie die normalen Anime, die zurzeit rauskommen. Somit hatte man nicht nur interessante Action auf der einen, sondern Humor, und sogar sympathische Charaktere (allen voran Rory) auf der anderen Seite.
Rein als Anime kann ich mich nicht über Gate beschweren, er fährt mal eine etwas andere Schiene und es gelingt ihm anscheinend sehr gut die Ernsthaftigkeit und Grausamkeit des Krieges, durch den Witz, die Charaktere und die Abenteuer der Gruppe um Itami aufzuwiegen.

Kommen wir aber mal zu dem, was der Anime vermittelt, der, wie ich es nannte, „Botschaft“.
Seit ich die zweite Staffel begonnen habe, eher ab Folge drei oder vier sogar, habe ich die ganze Zeit ein Zitat von Shinzō Abe im Kopf, welches er bei seiner ersten Ernennung zum Premierminister Japans ausgesprochen hat: Wir brauchen die Globalisierung, um unsere Isolation zu festigen.
Ein Zitat, welches sich nur auf den ersten Blick widerspricht, und gerade die Quintessenz des Anime versinnbildlicht.
Doch gehen wir mal der Reihe nach:

Die Grundlage für die Intervention der japanischen „Selbstverteidigungkräfte“ war der beschriebene Angriff einer unbekannten Macht auf die Innenstadt Tokyos. Dass dies die Übersendung von Truppen auf die andere Seite des Gates rechtfertigt, nehmen wir einfach mal hin. Denn es ist logisch dies, zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit, wie man so schön sagt, zu tun, um zu erfahren, wer, weshalb und wie im Stande war Japan zu attackieren.
Doch merken wir uns mal diesen Punkt, denn das wird die einzige Rechtfertigung für das Involvieren der japanischen Streitkräfte sein, bis dann Zorzal auftauchte, der dann eine perfekte Legitimation für das Vorgehen Japans darstellt.
Was stört mich also so ungeheuer an diesem Vorgehen? Es ist die, nicht einmal wirklich, unterschwellige positive Propaganda, die der japanischen Armee zufällt. Als „Selbstverteidigungskräfte“ wurde die japanische Armee dafür erschaffen Japan vor imminenten Gefahren zu verteidigen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass noch vor dem Erscheinen der zweiten Season in Japan ein Gesetz verabschieden wurde, wonach die japanischen Streitkräfte nun auch im Ausland kämpfen dürfen.

Also Arnus ist besetzt, das Gate gesichert.
Warum mischt sich Japan in die Belange des „Imperiums“ ein? Und warum sucht Itami offiziell nach „Ressourcen“ in einem fremden Land?
Hier beginnt wieder die Diskussion inwieweit eine Gefahr, wie das „Imperium“, präventiv zu vernichten sei. Aber gehen wir mal davon aus, dass das „Imperium“ aggressiv gegenüber Japan eingestellt ist, was ja auch stimmt, und trotz der demonstrierten Übermacht vor hat weiterhin anzugreifen.
Aber was hat das alles mit den Ressourcen auf sich? Legitimiert die Attacke des „Imperiums“, dass nun alle Ressourcen, die aufgrund der fehlenden Technik des Landes unbrauchbar oder sogar unbekannt sind, von Japan gefunden und geborgen werden dürfen? Es ist doch offensichtlich, dass bei einer unabhängigen Entwicklung des Landes, sollte sich Japan also nicht entschließen es einzunehmen, die Ressourcen irgendwann überlebensnotwendig für eine weitere Entwicklung sein werden.

Das führt mich sogleich zum nächsten Punkt: Die propagierte Priorität der Ethik vor dem öffentlichen Ansehen. Nimmt der Anime echt an, dass ich ihm abkaufen würde, dass die hohen Politiker Japans das Wohl ihrer Soldaten und sogar der Opposition des „Imperiums“, welche für Friedenverhandlungen mit Japan sind, für wichtiger erachten, als ihr eigenes Ansehen? Nicht nur das. Sie ignorieren wohl zu diesem Zweck auch teilweise die möglichen negativen Folgen durch die Berichterstattung von Medien und Repräsentanten anderen Länder. Denn gerade diese befanden sich ja zum Zeitpunkt der „Operation“ in Arnus, und gerade eine mögliche medienübergreifende Kritik am Vorgehen der Armee war ja die größte Sorge des Premiers… und sie wurde absolut vergessen im Anime… denn die gesamte Operation wurde bis zum Schluss weder von den Medien, noch von den Repräsentanten der anderen Länder irgendwie kritisiert, oder auch nur erwähnt…okay…

Grundsätzlich erscheinen in „Gate“ sowohl die Opposition aus der Innenpolitik, ebenso wie die Regierung anderer Länder einfach nur „gemein“ und „böse“. Sie werden als inkompetente, schlicht negative Pessimisten und Sensationsjäger beschrieben, die sich keineswegs für die Belange ihres Landes, oder denen von Arnus, interessieren, sondern alles aus ihrem Selbstzweck tun. Die Regierung Japans hingegen ist da ganz altruistisch gestrickt.
Nicht nur das, Japan ist einfach human, ohne irgendeine Gegenleistung dafür zu verlangen, während die Regierungen der USA und China einfach nur raffgierig sind.
Doch dies steht im krassen Gegensatz zum Vorgehen der „Selbstverteidigungskräfte“. So haben wir zum einen die Jagd nach seltenen Tieren, wie dem Feuerdrachen, aus egozentrischen Überlegungen der Rache oder auch Angriffe innerhalb des Palastes auf angehörige der Königsfamilie aufgrund ihrer, für sie selbst vollkommen normalen und legitimen, Versklavung von Kriegsgefangenen. Zudem wird die einzige irgendwie demokratische Instanz, der Senat, vernichtet, um ein Exempel zu statuieren.
Es gibt einfach überhaupt keine Diskussion darüber, ob das Vorgehen Japans in irgendeiner Weise legitim ist. Oder ob die Oppositionellen des „Imperiums“ tatsächlich gut daran tun sich Japan anzuvertrauen. Es wird einfach angenommen, dass die japanische Armee moralisch und ethisch perfekt ist. Und Pina ist im Recht, wenn sie die Hilfe einer solchen Armee in Anspruch nimmt.
Dann wird aber zugleich versucht diese negativen Ausbrüche von „Imperialismus“, durch die vergleichsweise unbeschwerten Abenteuer von Itami (und seinen Mädels) zu kaschieren.

Doch damit fällt plötzlich der gesamte rote Faden in sich zusammen. Die Geschichte um Noriko spielt nach einer durchaus actionreichen Szene einfach keine Rolle mehr. Plötzlich versucht Zorzal aufgrund seiner fehlenden Selbstsicherheit und gleichzeitigen Selbstüberschätzung mit allen Mitteln (die nicht einmal wirklich gut eingeführt werden) Lelei zu töten. Nicht nur das, er vergisst wohl die Übermacht der japanischen Truppen, die er selbst persönlich miterlebt hat, und versucht aufgrund seines gekränkten Selbstwertgefühls diesen entgegenzutreten. Lelei begibt sich aus irgendeinem Grund zum Magisterexamen, ohne dass das irgendwie angekündigt wurde. Rory und Yao wollen den Tempel von Hardy besuchen, was jedoch nie geschieht, weil auf einmal dieser Blödsinn mit dem versuchten Attentat auf Lelei beginnt. Zuvor haben wir noch plötzlich das Erscheinen von Rorys Schwester, aus komplett seltsamen Gründen, die auch noch die gesamte Situation mit den Drachen erklären sollen. Dann aber ist das nur noch eine Nebensequenz, die nie wieder erwähnt wird.
Dann, nachdem die Gefangenahme von Prinzessin Pina bekannt wird, macht sich Itami auf sie zu retten. Dass er dabei gegen alle Befehle und ohne die (geheime) Berechtigung des Generalstabs und/oder der Regierung handelt, stört aber wohl keinen? Um ehrlich zu sein, eigentlich läuft Itami regelmäßig „Amok“, weil er tut, was ihm passt. Super Soldat!



Fassen wir das hier mal alles zusammen. „Gate“ ist als Anime sehr gelungen, bricht mit einigen Stereotypen des Genres und erzählt eine spannende und durchaus intrigierende Story. Die Charaktere finde ich sehr sympathisch, die Nebengeschichten und der Humor geben dem ganzen eine schöne Atmosphäre, und Itami ist als Hauptcharakter sehr liebenswert.
Doch die dazu parallel verlaufende Propaganda macht mir nicht nur Sorgen, sie macht mir Angst. Beachtet man die zurzeit in Japan brodelnden nationalen Gefühle und die Macht der konservativen Parteien, gepaart mit den neuen Gesetzen um die Armee, dann wird einem klar, dass ein solcher Anime offensichtlich dadurch beeinflusst ist. Die „Selbstverteidigungkräfte“ Japans werden als die Erlöser und legitimen Verteidiger ihrer Heimat betrachtet. Sie gehen moralisch und ethisch vollkommen korrekt vor, alle Bewohner der anderen Welt lieben sie, und diejenigen die sie kritisieren sind einfach gierig, niederträchtig und haben nur ihre eignen Ziele im Sinn.
Bäh! Was für ein Haufen an erbärmlicher Vaterlandsliebe. Ich kann nicht mal in Worte fassen, wie sehr ich von einer solchen Herangehensweise bezüglich einer mögliche Einmischung Japans in (nennen wir es mal) „außenpolitische“ Belange angekotzt bin. Jeder, der aus der Liebe zu Anime vergisst welche nationalistischen Scheußlichkeiten Japan heutzutage noch beherbergt, ist selber schuld. Und dieser Anime erinnert mich immer wieder daran, dass der technologische Fortschritt und die Globalisierung Japans zum Großteil den „Patriotismus“ schützen und die Isolation vorantreiben sollen.

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Avatar: Kird
V.I.P.
#2
Gate 2

Ach A1-Picture, was würden wir nur ohne dich machen. Über was sollte man sich aufregen, wenn es dich nicht gäbe.

Mit Gate haben wir es wieder mal mit einen der meinungsspaltenden Anime aus dem Hause A1-Picture zu tun. Auf der einen Seite steht das reine Unterhaltungsformat, auf der andern das nationalistisch propagierende Machwerk.
Was von beiden nun zutrifft vermag ich schwer zu sagen. Zu schlecht sind meine Politikkenntnisse über den asiatischen Inselstaat.

Ich persönlich finde es allerdings wenig verwerflich, dass Autor Takumi Yanai, welcher früher Soldat war, seinen ehemaligen Beruf mit Fantasyelementen vermengt und so, völlig normal, einen gewissen Konflikt schürt. Das Setting gibt diese Art des Konfliktes nun mal auch vor. Die Alternative dazu wäre nur gewesen, eine klar böswillige Handlungsabsicht in die Führungsriege Japans einzubauen, um ethische Unklarheiten gegenüber schwächeren Parteien zu umschiffen. Dass dies nicht passiert, finde ich völlig legitim. Eine Friede Freude Eierkuchen Situation zwischen den beiden Fraktionen, wäre nicht nur viel langweiliger, sondern auch von der Realität, wenn man das Wort hier überhaupt benutzen kann, soweit entfernt, dass ich mir eher darüber Gedanken gemacht hätte, wieso Themen, wie die Rohstofferschließung , nun überhaupt nicht erwähnt werden würden.

Ich rate einfach dazu den Anime ohne große Hintergedanken zu schauen und sich nicht, wie auch immer, in irgendeine Richtung polarisieren zu lassen. Letztendlich versucht Gate auch gar nicht diese Thematiken als ihre Kernelemente aufzugreifen, sondern will schlicht unterhalten.

Aus diesem Grund wechsel ich nun von der aufgekommenen Debatte, zu der ich schon wieder viel zu viel Senf geschrieben habe, zum Unterhaltungsformat an sich.

Ich gehe deshalb zu allererst auf den Punkt ein, welchen ich bei dem ersten Teil der Gate Saga, als besonders erfrischend und unterhaltsam empfand. Dies war natürlich das Setting an sich. Die Tatsache, dass eine invadierende Armee voller Mut und Hoffnung in die Schlacht zieht und relativ schnell feststellen muss, wie hoffnungslos unterlegen Sie den Verteidigern ist. Dieser aberwitzig riesige Unterschied zwischen den Entwicklungstand der beiden Parteien, sowie die Unfähigkeit der schwächeren Partei dies zu erkennen, hat für mich die komplette erste Staffel getragen. Zu diesem Punkt zählen generell alle Dinge, welche für unsere moderne Welt völlig alltäglich sind, die Bewohner der anderen Seite jedoch regelmäßig in Staunen versetzen. Die Charaktere, sowie die komplette Fantasywelt sind für mich nettes Beiwerk, welches den Anime weder nach Vorne bringt noch Zurück wirft. Tatsächlich fand ich die Charaktere alle relativ uninteressant und wenig innovativ. Fantasywelten finde ich eigentlich immer spannend, aber auch hier muss ich sagen, dass es einfach nichts Besonderes zu sehen gab. Römer treffen Elfen treffen Drachen.

Zugegebener Maßen konnte mich der Beginn der zweiten Staffel noch einigermaßen teasen. Die ersten beiden Episoden knüpften gut an die vorangegangene Staffel an und besonders der Prinz Zorzal weckte, mit seiner ignorant arroganten Art, mein Interesse. Das von Rache getriebene Kriegerkaninchen hingegen, konnte mich von Anfang bis Ende nicht wirklich überzeugen. Danach bekommt man erst mal nur noch Halbgares zu sehen. Die posttraumatisch belastete Elfe, zähle ich zu der Kategorie „nett gemeint, aber auch daneben.“ Irgendwie hatte ich das Gefühl,  dass dieses Krankheitsbild nur aufkam, weil Tuka, neben den andern beiden Begleiterinnen, die charakterlich farbloseste war. Für mich jedoch ein Griff ins Klo, da der Daddy-Komplex bereits nach 1,5 Sekunden an meinen Nerven nagte. Bei der darauffolgenden Drachenjagd am Schicksalsberg hatte mich die Serie dann erst mal verloren. Danach teilt sich der Anime in zwei Stränge. Zum einem in 0815 Reisefolgen von Itami + Anhang, zur Erweiterung des Fankaders. Zum andern in die Geschichte, um den internen Konflikt des Kaiserreiches. Bis Folge 8 steht der zweite Handlungsstrang hierbei im Vordergrund, was ich persönlich gut finde. Die Zwischenszenen mit dem Protagonisten dienen wohl nur noch dem Fanserviceanteil an sich, was durch die geringe Laufzeit aber nicht störend auffällt. Mir stellt sich nur die Frage, ob der maincast nicht mehr kompatibel genug mit dem relativ „ernsten“ Hauptthema war und deshalb diese Trennung vollzogen werden musste. Danach ändert sich das Gleichgewicht wieder. Der Focus liegt nun wieder auf Itami und seinen Begleiterinnen. Die Folgen sind zwar nicht schlecht, aber ich denke, dass man aus den gegebenen Umständen und der Welt wesentlich mehr hätte rausholen können. Echte Spannung konnte der Anime an dieser Stelle, bei mir, leider nicht erzeugen. Zum Ende hin kommt dann nochmal richtig Stimmung auf. Mit emotionsgeladener Musik und einer großkalibrigen Militäraktion, beginnt das spektakuläre Ende der zweiten Staffel. Das Spektakuläre bezieht sich hierbei allerdings eher auf die Geschwindigkeit, die der Anime zulegt, nicht auf die erzeugte Spannung. Einen faden Beigeschmack hinterlässt lediglich die Mischung aus Tötungsszenen und der dazugehörigen,  fast schon heroisch klingenden, Musik. An dieser Stelle kann ich, die bereits geäußerte, Kritik der Vorposter durchaus nachvollziehen. Den Abschluss der Serie bildet ein konsequent durchgesetztes Happy-End. Alle wichtigen Charaktere treten noch einmal in Erscheinung, das Kaiserreich ist erst einmal von seinem Tyrann befreit und sogar, die fast vergessene Charaktereigenschaft von Itami, welche nie in irgendeiner Weise wichtig war, blitzt kurz auf.

Nun klingt dieser Kommentar wieder eher negativ. Allerdings will ich die Serie nicht an den Pranger stellen oder für andere Leute mies machen. Der Anime weiß stellenweise sehr gut zu unterhalten, hat ein angenehmes Pacing und auch die musikalische Untermalung, sowie das Intro, verdient Anerkennung.  Zudem mag ich die Art, wie der Humor der Serie funktioniert bzw. funktioniert hat. Der Fanserviceanteil, durch Charaktere wie Rory und Co., ist gut geregelt und fällt so gut wie nie störend ins Gewicht.
 
Fazit.
Die zweite Staffel von Gate konnte mich leider nichtmehr auf dem Level abholen, wie es die erste getan hat.  Vereinzelt blinzt das Potential der Serie auf, aber letztendlich driftete mir das Geschehen zu sehr ins Belanglose ab. Zu inkonsequent wurden einzelne Story-Happen präsentiert. Es ist das was eine typische A1 Krankheit zu sein scheint. Das ineffiziente Ausarbeiten einer an sich guten Prämisse. Nichts desto trotz würde ich mich über eine Fortsetzung der Serie freuen. Allerdings denke ich nicht, dass das gleiche Konzept ein drittes Mal funktionieren würde.
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Avatar: Ryuu13#3
In der Fortsetzung von GATE bietet wieder das ähnliche Format wie man es zuvor schon gesehen hatte. Japan und die JSDF demonstriert hier wieder ihre Übermacht, die sie durch ihre moderne Waffentechnik haben. Anstatt anspruchsvolle Gegner zu präsentieren wird hier vielmehr auf eine große Showeinlage gesetzt, bei der die Gegner wie immer sehr ins Staunen kommen und welches ihrem Feind auch das Fürchten lehrt. Entsprechend sind also die Actionszenen weniger überraschend, aber optisch doch interessant anzusehen.

Die Handlung hier beschränkt sich hierbei hauptsächlich um die Geschehnisse um den roten Feuerdrachen, welcher von der Episodenzahl kürzer ist als der Rest, und um den innenpolitischen Konflikt im Kaiserreich. Ein Machtwechsel innerhalb des Kaiserreichs, bei dem die feindliche Seite aber sprichwörtlich "noch grün hinter den Ohren" zu sein scheint. Das Grundpaket ist also im Prinzip dasselbe wie beim Vorgänger der Serie.

Hier komme ich nun zur Kritik gegenüber dem Vorgänger, denn diese haben doch schon ein wenig Auswirkungen auf die insgesamte Bewertung:
Was in diesem Teil weniger zur Geltung kommt sind die Nebencharaktere. Bis auf Lelei und der Kaiserprinzessin wird hier nicht besonders viel von ihnen dargeboten. Vom Todesengel gibt's viel zu wenig zum Staunen und unsere Elfe ist hier mit ihrem Realitätsverlust schon fast eher nervig als interessant. Der Humor bleibt leider auch etwas auf der Strecke, auch wenn dieser immerhin noch ausreichend vorhanden ist. Aber immerhin die letzte Episode findet zu ihren Wurzeln zurück und so bekommt man zum Schluss doch noch ein Feeling, wie man es beim ersten Teil der Serie erleben durfte.

Also schlussendlich kann ich da nur sagen: Die Rahmenhandlung ist immer noch interessant genug und bietet auch noch Potential für mehr, nur war in Season 2 die Umsetzung etwas schwächer als beim Vorgänger. Hier wird es insgesamt weniger "abenteuerlich" und dafür intensiver in Sachen "Politik", welches der Handlung also einen gewissen Grad an Ernsthaftigkeit verleiht und wirkt weniger wie ein "Ach, heute helfe ich mal diesem Dorf das Monsterproblem zu lösen"-Fall. Bei einer weiteren Fortsetzung sollte jedenfalls wieder vielmehr auf die wichtigen Nebencharaktere eingegangen werden, aber viel wichtiger, es könnte durchaus einen ernstzunehmenden Gegner vertragen.

Sterntendenznote: Durchschnitt
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Avatar: TaZ
V.I.P.
#4
Tolle Fortsetzung einer der besseren Anime von 2015. Wer die erste Staffel (die man vorher gesehen haben muss) mochte, kann hier wenig verkehrt machen. Umgekehrt ebenso.

Was wenn man keine großen Erinnerungen mehr an die erste Staffel hat? Nun, in dieser Staffel wird ein Drache bekämpft! Außerdem gibts Krieg. Ist zwar sehr einseitig, aber macht ja nichts. Quasi lauter gute Sachen, wenn man Action und Fanservice mag. Letzteres, weil der Protagonist mit einem Harem schöner Frauen durchs Land zieht und sich Drachen (echten, nicht der Schwiegermutter) stellt und im Krieg kämpft, ohne sich von diesem Harem zu trennen. Großes Kino. Empfehlung an alle, die damit klar kommen, dass die japanische Armee in einem japanischen Anime heroisch dargestellt wird.
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Avatar: Nesta#5
Meinung zur Story
Die Geschichte setzt genau da an wo die erste Staffel aufgehört hatte. Dabei muss man anmerken das die zweite Staffel mehr Intrigen bietet, durch viele Personen die ihre eigenen Interessen versuchen durchzusetzen. Dabei wurde es entgegen meinem Kommentar zur ersten Staffel weniger ein globaler Konflikt, sondern einer der sich nur auf die Fantasywelt bezieht. Ich fand das trotzdem sehr spannend und konnte mich daher im Punkt Story mehr unterhalten als die erste Staffel. Der Humor wurde verringert und auch wenn dieser mir nicht gefiel und ich das dadurch befürworte, könnte es den ein oder anderen stören. Es gibt mehr und bessere Spannungskurven. Nur das Ende war ein wenig enttäuschend, aus dem Punkt, dass ich mir ein wenig mehr Hinweise auf eine dritte Staffel gehofft hätte. Es ist dadurch sehr abgerundet, doch ein wenig Spannung auf eine mögliche Fortsetzung oder ein Cliffhanger hätte mich gefreut. Gerade weil in der Story ein wichtiger Punkt genannt wurde der mit dem Gate zu tun hat und seit dem auch nicht mehr angesprochen wurde.

Charaktere
Wieder ein sehr voller Cast mit unzähligen Personen und davon auch wieder viele Neue. Doch wurden gerade die Punkte, die ich in der ersten Staffel kritisiert habe, verbessert. Lelei und Tuka bekommen hier deutlich mehr Zeit und Charakter. Dadurch rückte Rory ein wenig kürzer, aber sie ist noch häufig genug vertreten. Dazu gesellen sich neue Charaktere die zum Großteil interessant sind und versuchen in der Machtverteilung mitzuspielen, auch wenn es hierbei nie komplex wird. Für mich wurde hier an den richtigen Stellen geschraubt.

Stil/Animationen
Die Fantasywelt wirkt immer noch fantastisch und die gesamte Kulisse und Animationen sind sehr gut.

Intro/Outro
Während der Anfang vom Opening mir sehr gut gefällt und schön nach vorne geht, ist das Ende vom Opening einfach furchtbar. Am Ende kommt ein Gitarren-Solo des Grauens. Vor allem gibt es im Original Lied eine tolle Bridge an der Stelle und auch das Solo in der Mitte klingt deutlich besser als diese Vergewaltigung des Hörgangs am Ende. Das Ending ist angenehm, aber es fehlt deutlich der Partybus aus der ersten Staffel.

Fazit
Insgesamt empfand ich die zweite Staffel in vielen Punkten besser als die Erste. Es wurde verbessert an den richtigen Stellen und ich wurde von Anfang bis Ende gut unterhalten. Beim Ende der ersten Staffel war ich skeptisch, da es sich anfühlte, dass beim Anime die Luft draußen ist. Die zweite Staffel konnte mich eines besseren belehren und hat den Anime fürs Erste gut abgeschlossen. Ich hoffe wir werden noch mehr von Gate sehen.
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Anime Kommentare

Avatar: Maruseru1993#1
ich hoffe auf eine 3 staffel weil zolzal ja noch da ist und er hat rache geschworen und wie wir wissen wird sich das gate schliesen früher oder später das sagte ja die alte frau vor ein par folgen ich denke da ist noch genug stoff für eine weitere staffel wenn nicht sogar vieleicht 2

ps : ein light novel titel heist sogar : The Closed Gate
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