One-Punch Man (Anime) ➜ Forum ➜ Rezensionenワンパンマン

  • TypTV-Serie
  • Episoden12 (~)
  • Veröffentlicht05. Okt 2015
  • HauptgenresActionkomödie
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich

Anime Rezensionen

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „One-Punch Man“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Tesla
V.I.P.
#1

Das Anime-Flaggschiff der Herbstsaison 2015.

Eines war One-Punch Man sicher nicht: Ein Überraschungshit. Die Manga Vorlage erfreut sich seit mehreren Jahren immer größerer Beliebtheit und MADHOUSE als umsetzendes Produktionsstudio, gilt als Garant für mindestens gute Qualität. Umso erfreulicher ist es, dass die Geschichte um den One-Punch Man den hohen Erwartungen gerecht werden konnte...


Die eigentliche Geschichte ist dabei schnell auf den Punkt gebracht: Saitama ist in seiner Welt zwar nur ein Held unter vielen, der jedoch jeden Gegner mit nur einem einzigen Schlag besiegen kann.

Was sich als kaum mehr als ein witziges Konzept anhört, ist insbesondere als Parodie auf Fighting-Shounen ala Dragonball gedacht. Während es dort meist genau anders abläuft und die Protagonisten über dutzende Folgen hinweg ergebnislos aufeinander einprügeln, ist bei One-Punch Man nach einem Schlag alles vorbei. Meine Befürchtung bestand nach den ersten Folgen insbesondere darin, dass der witzigen Idee früher oder später die Tragkraft für eine ganze Staffel ausgehen würde. Weiterhin schien es mir kaum möglich, mit so einem "Überhelden" mitzufiebern, wenn das Ergebnis immer schon im Vorhinein fest steht. Zum Glück wurden meine Befürchtungen schnell widerlegt.

One-Punch Man entwickelt nach den ersten (erwarteten) "Monster des Tages" Episoden schnell eine spannende Welt und übergreifende Handlungsstränge. Das beginnt mit der Einführung von Genos, dem vermutlich mächtigsten Sidekick aller Zeiten, bis hin zu einer ganzen Helden-Organisation in der sich Saitama hocharbeiten muss. So leidet man im Laufe der Serie nicht mit dem Helden mit, weil er verdroschen wird, sondern an den vielen alltäglicheren Dingen des Lebens scheitert. Saitama wird in seiner Organisation nämlich von fast allen nur als Mittelklasse-Held angesehen, schafft es nie den Ruhm seiner Taten auch einzufahren und muss sogar immer wieder als Sündenbock herhalten. Viel schlimmer noch: Weil er jeden spielend besiegen kann, langweilt sich unser "Held" furchtbar...

Die parodistischen Elemente der Serie sind regelmäßig auf den Punkt, es gab kaum einen Witz der für mich nicht gezündet hat. Dieses Lob kann ich gar nicht genug hervorheben, da ich mit japanischem Humor nur selten etwas anfangen kann. Hier funktioniert er jedoch perfekt! Technisch ist die Serie ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Die für solch eine Serie essentiellen Kampfszenen haben den richtigen (Achtung Wortwitz) "Punch" und sind grandios in Szene gesetzt. Die Musikalische Untermalung ist solide, wobei sie für meinen Geschmack jedoch nicht besonders hervor sticht. Im positiven Sinne steht sie aber auch zu keinem Zeitpunkt im Wege.

Zu kritisieren gibt es sicher immer etwas. Da ich zu der Fraktion gehöre die den Manga im Vorhinein nicht gelesen hat, kann ich hier keine Umsetzungskritik führen, möchte das jedoch auch nicht. Was für mich zählt, ist der unheimliche Spaß, den ich beim Verfolgen der Serie hatte und die Vorfreude auf jede neue Episode. Daher bekommt One-Punch Man von mir die vollen 5 Sterne, da es keine wichtigen Kritikpunkte gibt, die das Gesamterlebnis für mich getrübt hätten.

Fazit: Auch wer normalerweise nichts mit japanischer Parodie und Comedy anfangen kann, sollte One-Punch Man gesehen haben. Alle anderen sowieso!

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Avatar: Xaardas
V.I.P.
#2
"Du musst trainieren, bis dir die scheiß Haare ausfallen"

Die äußerst gelungene Umsetzung des unterhaltsamen Mangas zu "One Punch Man" ist auch als 12 Folgen Anime eine Unterhaltung der Extraklasse.
Trotz des wirklich ungewöhnlichen Hauptcharakters Saitama, dem "One Punch Man", einem übermächtigen Shounen-Superhelden, der alle seine Gegner mit nur einem Punch besiegen kann, ist die Parodie auf so ziemlich das gesamte Genre eine erfrischende Abwechslung für den Zuschauer.


Setting:

Die Geschichte ist in in einer Welt angesiedelt, in welcher Monster, verrückte Wissenschaftler, Außerirdische, Cyborgs, Mutanten und Mythischen Wesen ihr Unwesen treiben. Verbrechen und Katastrophen stehen somit mehr oder weniger an der Tagesordnung.
Zum Glück gibt es die Heldenvereinigung und mutige Helden, welche sich den Gefahren stellen und so für die allgemeine Sicherheit sorgen.
Mittendrin ist ein einzelner Mann mit seinem Gelben Anzug, Rotem Cape und Handschuhen darum bemüht diesen Frieden ebenso sicherzustellen. Er ist ein selbsternannter Hobbyheld und bis an die Grenzen der Belastbarkeit von seiner Arbeit gelangweilt, denn er ist, anders als für das Genre typisch, nicht daum bemüht der Stärkste von allen zu werden, sondern er ist bereits der Stärkste und das mit weitem Abstand.
Ein Schlag, mehr braucht es nicht für den "One Punch Man", dem glatzköpfigen Retter der Menschheit, um eine Bedrohung für die Menschheit aus der Welt zu schaffen.
Der Stärkste zu sein kann aber auch zu einer Bürde und Fluch werden. Es wird mit der Zeit schlicht und ergreifend langweillig.
In einem weiteren Angriff eines Monsters trifft Saitama auf den Cyborg Genos welcher sich, nachdem Saitama ihn rettet an dessen Fersen heftet und irgndwie werden die beiden auch soetwas wie Freunde und streben es an, professionelle Helden zu werden.
Daraufhin bekommt der Zuschauer Stück für Stück einen Einblick in die schräge Welt von "One Punch Man", lernt neue Charaktere kennen und fiebert mit diesen bei ihren Abenteuern mit.
Spannende Kämpfe, gut platzierte Lacher und dramatische Wendungen wie man es zu den Glanzzeiten der Fighting-Sounen erlebt hat machen diesen Anime zu einer gelungenen Actionkomödie und zu einem der besten Animes dieses Jahr.


Animation:

Die Animationen sind sehr gut. Sind die Bewegungen und die Blickwinkel in normalen Situationen schon meistens sehr hochwertig animiert, so sind die Kämpfe eine wahre Augenweide. Extrem gut gemachte Kamerafahrten und Blickwinkel, gepaart mit flüssigen Animationen und dynamischen Effekten machen "One Punch Man" optisch zu einem der modernsten Animes auf diesem Gebiet, von dem sich Dragon Ball eine Scheibe abschneiden könnte (no offece, ich mag den Anime auch).


Charaktere:

Die Charaktere sind stereotypisch, verrückt, oft sehr gegensätzlich und nehmen sich selbst nicht immer ernst. Trotz dieser eigentlich erstmal negativ klingenden Aspekte, passen sie so gut in die ebenso verrückte Welt. Und dadurch, dass sie so verschieden sind, ist es jedes mal aufs neue spannend sie zu beobachten.

Saitama, ist ein 25 Jähriger Hobbyheld, der es sich durch ein Schlüsselereignis in seinem Leben zur Aufgabe gemacht hat, der stärkste Held überhaupt zu werden.
Sein Ziel hat er erreicht, aber niemand kennt ihn und seine großartigen Heldentaten und so lebt er mit diesen Alltag, voller Monster, Gewalt und fehlender Anerkennung.
Am verstörendsten für ihn ist aber, dass diese überwältigende Stärke seine Feinde zu keinem Gegner für ihn machen. Er ist kein Mann von großer Geduld und hört sich am wenigsten die langatmigen Erklärungen zu der tragischen Hintergrundgeschichte seiner Freunde und Feinde an. Eben ein sehr untypischer Hauptcharakter.

Genos, ist ein Cyborg mit tragischer Vergangenheit, welche er Saitama auch zu gerne, zu dessen Bedauern leidenschaftlich vorkaut. Er hat sich der Robotisierung seines Körpers unterzogen, um einen anderen Cyborg zu stellen, welcher seine Familie getötet hat. Er ist ein wahrer Verächter des Bösen und sehnt sich nichts so sehr herbei wie die Rache an seinem Erzfeind. Seine Begegnung mit Saitama verändert sein Leben grundlegend und er ernennt sich selbst zum Schüler Saitamas. Manchmal zusammen aber auch getrennt erleben die Beiden allerhand ungewöhnliche Abenteuer.

Neben der beiden interessanten Hauptcharaktere gibt es noch einen randvollen Eimer von ebenso interessanten und stereotypischen Nebencharakteren und Antagonisten, was ihnen nicht schadet. Sie können lustig und spannend zugleich sein, ohne dabei selbst an Glaubhaftigkeit zu verlieren. Manchmal lassen die Antagonisten eine tiefgreifende Hintergrundgeschichte vermuten, nur um in der nächsten Szene kommentarlos, mitten im Satz von einem Helden unterbrochen oder angegriffen zu werden. Diese Parodie auf alle Fighting-Shounen, welche sich sonst immer sehr viel Zeit nehmen, tiefer in den Hintergrund von Charakteren einzugehen, wie es bei Naruto, Dragonball, Fairy Tail oder One Piece (um die bekanntesten Vertreter dieses Genres zu nennen) zum Beispiel der Fall ist, war wirklich erfrischend Neu für mich und ist jedes Mal erneut einen Lacher wert.


Musik:

Der Soundtrack ist für sogut wie jede Situation, in der er eingebracht wird stimmig. Das Opening ist ein Ohrwurm, welcher noch lange in den Ohren seiner Fans verbleiben wird. Das Ending ist sehr entspannend und macht nicht weniger spaß es sich anzuhören. Die BGM reiht sich in meine Lobesgesänge für den OST ein, denn sie wartet mit spannungsgeladen und passenden Stücken auf, die sich ebenso wie das Opening und Ending immer wieder anhören lassen.


Fazit:

One Punch Man ist eines der großen Highlights 2015 und der beste Anime der Herbstseason. Eine Empfehlung für jeden, der gerne lacht, spannende Kämpfe und interessante Charaktere beobachtet. Einer meiner großen Favoriten für dieses Jahr, auf den ich zudem auch schon lange gewartet habe. Ich gebe diesem Anime mit freunden 4.5 von 5 Sternen mit einer 8 in der Unterbewertung und hoffe, dass der Anime eine zweite Staffel erhält, wenn der Manga entsprechend weit fortgeschritten ist.
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#3
Serien mit Helden, die von Beginn an überlegen sind, gibt es zwar nicht allzu häufig, aber sie kommen vor. Eine Serie mit einem Helden, der dermaßen übermächtig ist, dass er das selbst als Problem sieht, ist hingegen etwas Neues. One Punch Man zeigt bewusst das humoristische Potential einer derartigen Situation auf, zeigt unbewusst allerdings leider auch warum man normalerweise lieber vom Emporkämpfen eines Helden erzählt.

Gleich vorweg muss ich sagen, dass ich den Anime ohne Manga-Kenntnis vielleicht besser bewertet hätte. Ausnahmsweise liegt das aber nicht an einer mangelhaften Adaption (die ist gelungen, aber dazu später mehr), sondern am Umstand, dass mir durch den längeren Manga bereits das Problem dieser Serie weit stärker ins Bewusstsein gerückt ist und die damit verbundene persönliche Ermüdungserscheinung zweifellos auch auf den Anime rückgewirkt hat. Wer die Vorlage nicht kennt wird vom Anime deshalb wie ich meine automatisch besser unterhalten.

Prinzipiell liegt One Punch Man eine nette Idee zugrunde. Ein Held, der durch völlig banale Methoden zu übermächtiger Stärke gelangt ist, der aber nicht nur alles andere als wie ein Gott auf Erden aussieht, sondern sein Heldendasein auch mehr zum Zeitvertreib verfolgt. Kombiniert mit dem Umstand, dass er frustriert ist, weil er alle Gegner mit nur einem Schlag auslöschen kann und der ihm verweigerten Anerkennung seiner Leistungen, hat man eine gute Grundlage für eine Komödie. Und dieses Potential wird auch genutzt. Es gibt viele gute Gags, die aus diesem Setting entstehen, nur leider gibt es halt auch ein ABER… denn weder ist die Serie eine reine Komödie, noch ist der Humor so gut, dass er sie völlig tragen könnte. Es gesellt sich die Action zu ihm und hier spießt es sich dann merklich mit dem Setting. Kurz gesagt: Es ist eher langweilig, wenn ein Held jeden Gegner sofort auslöschen kann. So können keine spannenden Kämpfe entstehen. Das weiß der Autor natürlich auch und er begegnet diesem Umstand, indem er das Aufeinandertreffen Saitamas mit den diversen Bossen hinauszögert. In der Regel bedient er sich dabei einer Vielzahl von anderen Helden, die dann in ihre eigenen Kämpfe geraten. Hier gibt es dann schon spannendere Kämpfe, nur kommen die anderen Helden im Unterhaltungswert einfach nicht an Saitama heran, sondern sind meist minderwertigeres Ersatzprogramm. Dieser Umstand des ständigen Verzögerns wird im Anime allerdings noch nicht dermaßen deutlich, sondern macht sich erst im weiteren Verlauf des Manga immer stärker bemerkbar. Entsprechend weniger stören wird es dann alle Nichtleser der Vorlage.

Die Adaption selbst kann man dann allerdings nur als gelungen betrachten. Klarerweise kommt sie zeichnerisch nicht an den sehr detaillierten Stil des Manga heran, allerdings gleicht sie das mit der guten Animation der Actionszenen aus. Hier bekommt man weit mehr geboten als es in Action-Anime sonst üblich ist und die Serie platziert sich hierin sicher unter den Toptiteln des Jahres (wenn eben auch Saitamas Kämpfe das Manko haben schlicht in keiner Weise spannend zu sein).

Fazit:
Gemessen am Setting macht One Punch Man an sich wenig falsch, denn man nutzt dessen Potential und bringt es hier in Anime-Form auch technisch gut auf die Bühne. Nur leider ist die größte Besonderheit des Settings – Saitamas gottgleiche Übermächtigkeit – gleichzeitig auch seine größtes Manko, dessen negativen Folgen man schlicht nicht völlig ausgleichen kann. Insgesamt aber eine unterhaltsame Serie, die in Form dieser Anime-Staffel prinzipiell wohl sogar besser ist als der Manga.
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#4
"The strongest hero"

"One-Punch Man" erzählt die Geschichte von Saitama, wenn man so will vom Chuck Norris der Anime-Welt. Kein Gegner kann ihm auch nur im Ansatz das Wasser reichen, jedes noch so starke Monster wird mit einem einzigen Schlag zerlegt und anschließend wird wieder gemütlich vor dem Fernseher gefaulenzt. Er ist eben ein ganz normaler Typ, der nur so gegen die Langeweile gerne mal hin und wieder ein bisschen die Welt rettet. Dieses urkomische, vollkommen eigene Setting verhilft "One-Punch Man" zu einer nimmer endenden Gag-Fülle, die einen in keiner Episode im Stich lässt. Allein schon Saitamas Gesicht, welches einem wandelnden Meme gleicht, kann wiederholt zum herzlichen Lachen verleiten.

Davon abgesehen bekommt man hier von Madhouse fette Kämpfe von aller feinster Animationskunst geschenkt. Genau so wünscht man sich Action in Animes und speziell die letzte Episode eskaliert ohne Gleichen. Die Musik weiß ohne Frage genauso zu begeistern, was man schon am Opening festmachen kann, welches für meinen Geschmack das beste dieser Season war und welches ich mir jedes mal wieder gerne mit angeschaut habe.

Was die Handlung angeht muss "One-Punch Man" hingegen zumindest kleine Minuspunkte einstecken. Das Problem liegt darin, dass dem Setting geschuldet einiges zu repetitiv abläuft. Klar, man parodiert das Fighting-Shounen Genre, andererseits schlittert man aber auch etwas in die Schwächen eben dieses hinein. Das Schema bleibt nun mal fast immer das gleiche und immer wieder kommt das nächste fette Monster aus dem Nichts angelaufen, bedroht die Stadt, wird erst von kleineren Helden bekämpft und danach von Saitama entsorgt. Überraschen kann einen der Anime so nun mal nicht oft, da ist man als Zuschauer dann sehr dankbar dafür, wenn über die Heldenvereinigung und neue Charaktere für Abwechslung gesorgt wird.

Insgesamt ist "One-Punch Man" aber sicherlich trotzdem einer der Top-Titel des Jahres. Auf jede neue Folge war die Vorfreude wieder riesig und nie wurde man enttäuscht. Ich kann diesen Anime nur uneingeschränkt weiterempfehlen und jedem raten, ihn sich nicht entgehen zu lassen.
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Avatar: Yuuuuuuuuuu#5
Wir schreiben das Ende des Jahres 2015 – ein recht bescheidenes Anime-Jahr geht zu Ende und auch im Kino flimmert immer mal wieder der nächste Marvel, DC oder was auch immer Superheldenstreifen (wobei ich AntMan dufte fand). Selbstverständlich ist man von beiden irgendwann mal genervt. Diese Saison hat es die Anime-Industrie sogar tatsächlich geschafft zweimal den 99%-selben Highschool-Harem-Romance-Action-Anime parallel auszustrahlen. Passt zum bisherigen Jahr, denkt man sich, jedoch kann ich diese Entwicklung nur mit einem gelangweilten Blick verfolgen. Doch dann traf mich ein Schlag...

Irgendwann mal Mitte dieses Jahres las ich, dass ein Manga namens „One Punch Man“ einen Anime kriegen sollte. Mich lässt so etwas kalt, da ich erstens ein Mangamuffel bin, andererseits „überhypte“ Erwartung bei einer Anime-Umsetzung spätestens seit „Attack on Titan“ eher zur Enttäuschung münden können. Aber hey, ich kannte „One Punch Man“ nicht, ich hab es recht neutral angegangen und was soll ich sagen? Es ist der fuckin Anime des Jahres. Dazu gleich mehr...

Story und Charaktere:

Seid ihr auch gelangweilt von Superhelden, die erstmal hinfallen müssen, um am Ende des Filmes wiederauferstehen zu können? Superhelden, die dramatische, persönliche oder politische Gründe haben müssen, um Superheros zu werden? Superhelden, die irgendein quälendes Training von dubiosen Lehrern in Zeiten der Niederlage durchgehen müssen? Nervts euch? Dann kommt in mein Pfefferkuchenhaus, ich hab etwas Wunderbares für euch:

Einen Superhelden, der aus Spaß, aus Langeweile, aus Unterhaltung Superheld geworden und dazu noch der Stärkste von allen ist. Zudem ist er nicht nur der stärkste, sondern gleichzeitig auch der pragmatischte, einfachste und bodenständigste Superheld, den es je gab. Glaub ihr alles nicht? Doch es gibt ihn! Er nennt sich Saitama und seine Mittel sind *trommelwirbel* … Schläge.

Dazu noch eine verrückte, witzige, wunderbar banale Welt, einen netten, charismatischen Androiden-Sidekick, eine Superheldenliga, die gepickt ist von kurioser, schrägen Charakteren und schrille, irreale Action. Zack, feddich!

Ja, auch ich war anfangs ein bisschen verwirrt wie mich der Werdegang des einseitigsten, overpowersten Superhelden aller Zeiten unterhalten soll, aber das funktioniert dank Saitama einfach unfassbar gut. Versucht es selbst!

Animationen:

Ich habe nicht den Manga von OPM gelesen, aber im Internet findet man allerlei Vergleiche zwischen Manga und Anime. Dabei fallen zwei Sachen auf: Der Manga ist recht eigen von seinem Stil und vor allem, dass der Anime sich sehr detailliert diesen angenommen hat. Daraus resultiert ein richtig cooler Look, den ich vielleicht nicht als einzigartig bezeichnen würde, jedoch unfassbar gut passt und „One Punch Man“ etwas Epicness verleiht. Dazu noch unfassbar flüssige Kämpfe, detailliertes Krach-Bumm... ich könnte ewig noch weiter machen. Aber kurzgefasst – One Punch Man ist ein Augenschmaus.

Sound:

Vielleicht mein größte Kritikpunkt, dabei ist er nur winzig klein. Der Sound.
Das Opening passt zwar von seiner Art zum Anime, aber ist nicht mein Fall. Das ruhige Ending empfand ich als schönen Gegenpol am Ende der abgelaufenen Episode. Nichtsdestotrotz passt das Ganze gut zu OPM. Der OST dröhnt laut, auch wenn er mir persönlich gar nicht so stark auffiel, wenn ich ehrlich bin. Zudem passen die Seiyuus richtig gut zu den Charakteren und zum Ambiente, vor allem beim stoischen Saitama.

Fazit:

„One Punch Man“ ist der Anime, den die Anime-Welt braucht, aber eigentlich nicht verdient hat in Zeiten immer gleicher Serien. Es ist ein Masterpeece, ein unfassbar stimmiges Unterhaltungskonzept, das mich zum ersten Mal dieses Jahr aus den Socken gehauen hat. Natürlich ist der Anime nichts für Leute, die irgendetwas Tiefes oder Story-intensives suchen. Aber OPM ist beste Unterhaltung für den kleinen Mann. Für den Mann (sorry, natürlich auch die Frau) der/die vor dem 4K-TV einfach mit der Hand im Schritt in die Couch versinken will. Etwas für jeden, egal ob Anime-Rentnerin oder Neuling, egal ob 15 oder 49 Jahre.


Edit: Einzig das Ende ist für den halben Stern Abzug letztlich verantwortlich, weil das ganze recht abrupt endet. Daher hoffe ich inständig auf eine schnelle Fortsetzung, da ich sonst als Mangamuffel wirklich den Selbigen lesen muss :-(
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Avatar: moviesforlife#6
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik

"One Punch Man" - Kritik/Review



Der 12 Episoden lange Anime "One Punch Man" ist mit ziemlicher Sicherheit die mit Abstand populärste Anime-Serie aus dem Jahr 2015. Um den neuesten Streich aus dem Studio Madhouse gab es einen derartig großen Hype, dass es noch untertrieben wäre zu behaupten, dass die Messlatte schon im Vorhinein in unermesslicher Höhe lag. Sogar in Deutschland verbreitete sich das Phänomen "One Punch Man" wie ein Lauffeuer und hielt sogar, in Form von zahlreichen GIFs und Memes, Einzug in die Internet-Kultur.


Es ist also durchaus verständlich, bei einem solch umfangreichen Hype, entsprechend hohe Erwartungen an die Serie zu stellen. Nicht zuletzt, da "One Punch Man" von Madhouse produziert wurde; einem Studio, das bisher immer für hohe Qualität bekannt war und das unter anderem für geniale Meisterwerke wie "Death Note", "Monster", "Hunter x Hunter"(2011) oder "Rainbow: Nisha Rokubou no Shichinin" verantwortlich ist.
Doch leider kann "One Punch Man" diese immensen Erwartungen nicht komplett erfüllen...

In der folgenden Review möchte ich auf die vielen Stärken und die leider ebenso zahlreichen Schwächen von "One Punch Man" eingehen und dabei auch begründen, wieso mir dieser Anime zwar sehr gefallen hat, ich abe trotzdem eher zwiegespalten zurückgelassen wurde.

Die Story:
Am besten beginne ich direkt mit der Story von "One Punch Man". Zufälligerweise ist das auch der Punkt, der mich wahrscheinlich am meisten an dem Anime stört.

Auf den ersten Blick erscheint die Prämisse rund um den glatzköpfigen Helden Saitama, der alle seine Gegner mit nur einem einzigen Schlag besiegen kann, relativ witzig, kreativ und innovativ. Und das ist "One Punch Man" freilich auch. Besonders der schräge Humor ist extrem gut gelungen und ich muss zugeben, dass ich öfters schmunzeln musste und sogar ein paar regelrechte Lachanfälle hatte.
Die teilweise irrwitzigen Szenarien, in die unsere Helden geworfen werden, sind einfach zum Schreien komisch, skurril, herrlich sinnbefreit und sauber pointiert. Noch dazu zitiert und parodiert sich "One Punch Man" munter durch die halbe Shōnen-Geschichte, schämt sich nicht vor Referenzen zu großen Genre-Vetter wie beispielsweise "Dragon Ball" oder "Naruto" und nimmt sich dabei selbst kein bisschen ernst.

Aber leider Gottes liegt genau in dieser Tatsache auch die größte Schwäche von "One Punch Man". Sicher, der Anime ist lustig anzusehen und hat einen ausgezeichneten Humor, bietet jedoch keine ernstzunehmende Story oder ein herausragend hohes Maß an Tiefgang.

Die ersten Episoden markieren hierbei den absoluten Tiefpunkt der Serie: Sie sind zwar recht unterhaltsam, aber trotzdem arg banal, viel zu generisch, sinnlos und fast schon schablonenartig. Die Tatsache, dass Saitama quasi unbesiegbar ist, trägt ebensowenig zum Spannungsaufbau bei, wie die zusammenhangslose Handlung und die Klischeehaftigkeit der ersten paar Folgen.

Außerdem ruiniert der Humor, so lustig er auch sein mag, am laufenden Band die eigentlich ernsten und dramatischen Momente des Animes und macht draus unangebrachte Comedy.
Mir ist natürlich bewusst, dass sich "One Punch Man" nicht ernst nehmen will, aber leider kann ich dieser Devise rein gar nichts abgewinnen. Ich persönlich mag eben ernstgemeinte und seriös erzählte Anime-Serien lieber, als Serien, die sich am laufenden Band selbst parodieren.

Zum Glück bleibt die Story nicht den ganzen Anime über so mies, denn "One Punch Man" widmet sich ab der Hälfte erfreulicherweise einer übergeordneten Handlung und beginnt damit, sowohl Spannung, als auch Storypotenzial auszubilden. In ein- oder zwei Folgen geht der Anime sogar etwas in die Tiefe und beschäftigt sich mit der Frage, wie es denn ist, ein Held zu sein. In diesen viel zu rar gesäten Momenten erreicht "One Punch Man" eine nicht zu verleugnende Storytiefe und hat mich äußerst positiv überrascht.
Doch anstatt sich an diesen interessanten Motiven festzuhalten und sie weiter auszuarbeiten, verpasst der Anime seine große Chance und zeigt stattdessen noch mehr hirnlose Action und schrägen Humor. Als hätte ich davon nicht schon genug gesehen.

Als besonders ärgerlich empfinde ich das enttäuschende Finale und das unzufriedenstellende Ende. Es bleibt nur auf eine zweite Staffel und eine hoffentlich sinnvolle Fortführung des Themas zu warten, die meiner Meinung nach gerne mehr von dem, durchaus vorhandenen, Potenzial ausnutzen könnte.

Zusammenfassend kann ich also nicht viel Gutes über die Story von "One Punch Man" sagen. Die Witze sitzen gut, der Humor ist unterhaltsam, und die Action-Szenen sind gut gemacht, aber ansonsten ist die Story so dünn wie ein Blatt Papier, zeigt nur selten Tiefgang und ist für meinen Geschmack zu sehr auf den Mainstream zugeschnitten, was besonders deutlich an den komplett irrelevanten ersten Folgen erkennbar ist. Es fehlt außerdem an einem durchgängigen Plot und einem guten Pacing. Besonders bedauerlich ist, dass die Geschichte von "One Punch Man" sehr viel Potenzial gehabt hätte, welches leider nur in wenigen Szenen durchschimmert und als vager Schemen zu erkennen ist. Eine zweite Staffel, die dieses Potenzial voll ausnutzt, wäre also wünschenswert.
Bewertung: 2 von 5 Sternen

Die Charaktere:
Während die Story so ziemlich alles falsch macht, was ein Anime falsch machen kann, sind die Charaktere glücklicherweise eine positive Überraschung und eine der besten Aspekte von "One Punch Man".

Charaktertiefe oder nennenswerte Charakterentwicklungen gibt es zwar nicht zu bestaunen, dafür sind aber alle Charaktere durch die Bank weg sympathisch, schrullig und liebenswert. Besonders das Duo Saitama und Genos habe ich über die 12 Episoden hinweg in mein Herz geschlossen, da sie einfach unfassbar authentisch präsentiert werden. Hierbei verzichtet "One Punch Man" auf komplexe Charaktereigenschaften und verleiht seinen Protagonisten stattdessen lieber so viele Stärken und Schwächen, Ecken und Kanten, Kniffe und Spielereien, dass sie extrem menschlich und dreidimensional wirken.

Denn wenn es eine Sache gibt, die "One Punch Man" seinen Zuschauern gezeigt hat, dann ist es die Tatsache, dass selbst Helden nichts anderes sind, als normale Menschen. Dementsprechend ist die besagte lebensnahe und bodenständige Präsentation der Charaktere sehr passend gewählt und verleiht der Serie ihren ganz eigenen Charme.

Im Gegensatz dazu sind die Antagonisten von "One Punch Man" leider sehr, sehr schlecht gestaltet. Kein Gegenspieler ist länger als zwei Folgen zu sehen, keiner bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Dabei wird kein Klischee ausgelassen und alle 08/15-Rollen, die das Genre hergibt, werden bedient. Vom verrückten Wissenschaftler, über das riesige Monster und den dummen Muskelprotz bis hin zum arroganten See-König. Sie wirken alle unheimlich blass, charakterlos, zweitklassig und uninspiriert.

Ist das beabsichtigt? Vielleicht. Aber ich halte es nicht für den Sinn eines Bösewichts, direkt nach seinem ersten Auftritt wieder vergessen zu werden.

Trotz dieses einen Kritikpunktes schafft es "One Punch Man" in Sache Charaktere auf ganzer Linie zu gefallen. Der breit gefächerte Character-Cast weiß, durch vielerlei Sympathien, sowie Antipathien, zu überzeugen. Besonders die beiden Helden Saitama und Genos geben ein liebenswertes und authentisches Gespann ab, dem ich ewig beim Herumblödeln zusehen könnte.
Bewertung: 4 von 5 Sternen

Die Animationen:
Zu den Animationen von "One Punch Man" gibt es nicht viel zu sagen, denn die stammen von Madhouse und sind deswegen selbstverständlich auf höchstem Niveau.

Die Animationen sind haarscharf, verlaufen schnell und flüssig und bieten, besonders in den Kampf-Szenen, einige bildgewaltige Momente. Vorallem in den Action-Szenen merkt man "One Punch Man" an, dass viel Geld hineingesteckt wurde und sich das Studio mal wieder Mühe gegeben hat.

Auch am Zeichenstil kann ich nicht viel aussetzen, denn der ist qualitativ genauso hochwertig, wie die Animationen. Die Zeichnungen sind schön detailliert angefertigt und liebevoll gestaltet, obwohl manchmal zu wenig Farbkontrast geboten wird. Doch selbst das trägt auf gewisse Weise zum Charme von "One Punch Man" bei.
Genauso charmant sind auch die Charaktermodelle und die Individualität und Kreativität, mit der sie ausgearbeitet und gezeichnet wurden. Bravo!

Das Einzige, was mir negativ aufgefallen ist, sind ein paar nicht ganz flüssig erscheinende Bewegungsabläufe im Mittel- und Hintergrund in einer Handvoll Szenen.

Mehr gibt es an den Animationen und dem Zeichenstil nicht auszusetzen und ich kann nur mal wieder meinen Hut vor dem Studio Madhouse ziehen. Hier wurde bei "One Punch Man" ganze Arbeit geleistet und alle technischen Möglichkeiten, die es zur Zeit gibt, ausgenutzt. Ich persönlich finde zwar, dass Madhouse bereits bessere Arbeiten abgeliefert hat (besonders "Hunter x Hunter" ist qualitativ auf einem noch höheren Level), aber dennoch kann ich dem Anime in dieser Kategorie nur eine herausragende Wertung geben.
Bewertung: 4 von 5 Sternen

Die Musik:
Im Großen und Ganzen hat mir die Musik in "One Punch Man" gut gefallen. Oft kommen eher durchschnittliche Musikstücke zum Einsatz, aber es gibt auch ein paar richtig einprägsame, emotionale oder einfach nur ohrwurmverdächtige Themes, die ich mir sogar nach Beenden der Serie immer wieder anhören würde.

Sehr gefallen haben mir das rasante und actionreiche Opening, das perfekt zur Serie passt und das ruhige, entspannte, fast schon melancholische Ending, das die jeweilige Folge wundervoll ausklingen lässt.

Unterm Strich ist "One Punch Man" musikalisch nicht besonders abwechslungsreich, allerdings wissen das Opening und das Ending zu gefallen und mit einigen Musikstücken ist den Machern ein großer Wurf gelungen. Hätte es von diesen mehr gegeben oder wären sie öfter zum Einsatz gekommen, dann könnte ich mir sogar eine Wertung von 4 Sternen vorstellen. So wie es jetzt steht, ist die Musik aber noch (wie der gesamte Anime) zu generisch, um keinen Abzug dafür zu geben.
Bewertung: 3 von 5 Sternen

Fazit:
Alles in allem ist "One Punch Man" ein durchaus empfehlenswerter Shōnen-Anime. Er ist visuell beindruckend, actiongeladen, lustig, unterhaltsam und musikalisch mehr als solide unterlegt. In Euphorie ausbrechen werde ich aber nicht. Denn "One Punch Man" ist zu uninspiriert, zu konventionell, um seinem Hype gerecht zu werden. Die Tatsache, dass Saitama unbesiegbar ist, nimmt den meisten Kämpfen die Spannung und das Ende macht es auch nicht gerade besser. Die Story, wenn man sie überhaupt so nennen kann, tut sich selbst mit der 08/15-lastigen Inszenierung keinen Gefallen und erreicht nur in ein paar Momenten emotionale Tiefe.


Man könnte sagen, "One Punch Man" ließ bei mir den gewissen Funken nicht überspringen, obwohl der Anime handwerklich fast perfekt ist und ich über die 12 Folgen hinweg gut unterhalten wurde. Für gute, witzige und sympathische Unterhaltung an einem gemütlichen Abend ist "One Punch Man" genau das Richtige. Wer seine Erwartungen darauf ausrichtet, wird höchstwahrscheinlich sehr zufrieden mit diesem Anime sein. Mehr gibt es hier aber nicht. Nein, sicherlich nicht.

Gesamtbewertung: 3 von 5 Sternen

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Avatar: SwordNinja#7
One Punch Man – Große Unterhaltung mit kleinen Schwächen

Einer der Hits des letzten Jahres, denn eine simple aber innovative Idee sorgt mal für etwas Neues. Hobby-Held Saitama hat es durch hartes Training geschafft, unglaubliche Stärke zu entwickeln. Selbst die dicksten Kolosse halten einem einzigen seiner Schläge nicht stand. Bei One Punch Man handelt es sich wohlgemerkt nicht um einen Boxer-Anime, sondern vielmehr um größenwahnsinnige Action, die die komplette Stadt oder gar das gesamte Umfeld betrifft.

Cool, oder? Nicht für Saitama! Seine trockene Mimik und Gestik sorgen nicht nur für humorvolle Szenen, sondern sind zugleich ein Ausdruck purer Langeweile. Wo bleibt die Spannung, die Herausforderung, das Kämpfen bis ans Limit? Der Held ist sichtlich enttäuscht keine würdigen Gegner zu finden. Schließlich bemerkt er, dass er trotz seiner freiwilligen Taten kein bisschen bekannt bei den Bürgern ist. Die Stadt wimmelt nur so von Helden, was nicht zuletzt an einer speziellen Helden-Organisation liegt, der jeder beitreten kann. Diese sollte etwas frischen Wind in seinen Alltag bringen…

One Punch Man leidet allerdings unter seiner tollen Idee. So mögen die paar wenigen Kämpfe zwischen anderen Helden und Bösewichten, welche immer aus dem Nichts auftauchen, zwar halbwegs balanciert sein, die von Saitama sind dagegen reines Ausweichen und Warten bis zum einzigen Final-Schlag seinerseits. Unglücklicherweise fährt der Anime langfristig betrachtet zu sehr in der gleichen Schiene und mehr als 12 Folgen hätten womöglich überwiegend Nachteile mit sich gebracht, da in meinen Augen gegen Ende ein bisschen die Luft draußen war.

Der Unterhaltungsfaktor in Kämpfen wird eher durch den Schwerpunkt „Gags“ bestimmt. Der Humor spielt eine bedeutende Rolle und ist an sich sehr Shounen-typisch gehalten. Doch da insbesondere einige der dort vorhandenen Klischees bewusst ins Lächerliche gezogen werden, bleibt für gewöhnlich kein Auge trocken. Kombiniert mit geballter Action, rockigem OST und erstaunlich guten Animationen vom Studio Madhouse überzeugt der Anime in dieser Hinsicht dafür absolut.

Des Weiteren wird man mit einem bunten Haufen an Figuren konfrontiert. Sie durchlaufen keine Entwicklungen, bekommen im Normalfall nicht viel Screentime und lassen sich teilweise in bekannte Schubladen stecken. Nach Tiefgründigkeit und starken Bindungen zwischen Charakteren sucht man hier vergeblich, die Prioritäten wurden eher auf die Lockerheit gelegt. Nichtsdestotrotz gehen diverse Sympathien von ihnen aus, aber Saitama hebt sich einfach durch seine Außergewöhnlichkeit von den anderen ab und ist maßgeblich für den Erfolg der Serie verantwortlich.

Fazit:
Wenn man mich nach einem geeigneten Anime für einen Männer-TV-Abend fragen würde, dann wäre meine Antwort definitiv One Punch Man, denn besonders bei guter Stimmung kann man getrost über die Kleinigkeiten hinwegsehen. Ganz nach dem Motto „Hirn aus und zurücklehnen“ parodiert er gekonnt das Fighting-Shounen Genre und bietet gelungenes Popcorn-Kino.
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