• TypTV-Serie
  • Episoden12 (~)
  • Veröffentlicht06. Sep 2015
  • HauptgenresActionkomödie
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: One-Punch Man
© ONE・村田雄介/集英社・ヒーロー協会本部
One Punch-Man erzählt die Geschichte eines durchschnittlichen Helden, der jeden Kampf mit nur einem Schlag gewinnt. Seine Fähigkeiten scheinen ihn jedoch zu frustrieren, da er nicht länger den Nervenkitzel und die Erregung, einen harten Kampf zu führen, verspürt. Dies führt ihn dazu, sein Verlangen nach Kraft zu hinterfragen, was ihn in eine existentielle Krise führt.

Später gewinnt der Held Saitama den Cyborg-Teenager Genos als Schüler, der ihn für seine unglaubliche Stärke bewundert.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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  • Saitama
    I'll leave tomorrow's problems to tomorrow's me

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Anime Rezensionen

Avatar: Tesla
V.I.P.
#1

Das Anime-Flaggschiff der Herbstsaison 2015.

Eines war One-Punch Man sicher nicht: Ein Überraschungshit. Die Manga Vorlage erfreut sich seit mehreren Jahren immer größerer Beliebtheit und MADHOUSE als umsetzendes Produktionsstudio, gilt als Garant für mindestens gute Qualität. Umso erfreulicher ist es, dass die Geschichte um den One-Punch Man den hohen Erwartungen gerecht werden konnte...


Die eigentliche Geschichte ist dabei schnell auf den Punkt gebracht: Saitama ist in seiner Welt zwar nur ein Held unter vielen, der jedoch jeden Gegner mit nur einem einzigen Schlag besiegen kann.

Was sich als kaum mehr als ein witziges Konzept anhört, ist insbesondere als Parodie auf Fighting-Shounen ala Dragonball gedacht. Während es dort meist genau anders abläuft und die Protagonisten über dutzende Folgen hinweg ergebnislos aufeinander einprügeln, ist bei One-Punch Man nach einem Schlag alles vorbei. Meine Befürchtung bestand nach den ersten Folgen insbesondere darin, dass der witzigen Idee früher oder später die Tragkraft für eine ganze Staffel ausgehen würde. Weiterhin schien es mir kaum möglich, mit so einem "Überhelden" mitzufiebern, wenn das Ergebnis immer schon im Vorhinein fest steht. Zum Glück wurden meine Befürchtungen schnell widerlegt.

One-Punch Man entwickelt nach den ersten (erwarteten) "Monster des Tages" Episoden schnell eine spannende Welt und übergreifende Handlungsstränge. Das beginnt mit der Einführung von Genos, dem vermutlich mächtigsten Sidekick aller Zeiten, bis hin zu einer ganzen Helden-Organisation in der sich Saitama hocharbeiten muss. So leidet man im Laufe der Serie nicht mit dem Helden mit, weil er verdroschen wird, sondern an den vielen alltäglicheren Dingen des Lebens scheitert. Saitama wird in seiner Organisation nämlich von fast allen nur als Mittelklasse-Held angesehen, schafft es nie den Ruhm seiner Taten auch einzufahren und muss sogar immer wieder als Sündenbock herhalten. Viel schlimmer noch: Weil er jeden spielend besiegen kann, langweilt sich unser "Held" furchtbar...

Die parodistischen Elemente der Serie sind regelmäßig auf den Punkt, es gab kaum einen Witz der für mich nicht gezündet hat. Dieses Lob kann ich gar nicht genug hervorheben, da ich mit japanischem Humor nur selten etwas anfangen kann. Hier funktioniert er jedoch perfekt! Technisch ist die Serie ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Die für solch eine Serie essentiellen Kampfszenen haben den richtigen (Achtung Wortwitz) "Punch" und sind grandios in Szene gesetzt. Die Musikalische Untermalung ist solide, wobei sie für meinen Geschmack jedoch nicht besonders hervor sticht. Im positiven Sinne steht sie aber auch zu keinem Zeitpunkt im Wege.

Zu kritisieren gibt es sicher immer etwas. Da ich zu der Fraktion gehöre die den Manga im Vorhinein nicht gelesen hat, kann ich hier keine Umsetzungskritik führen, möchte das jedoch auch nicht. Was für mich zählt, ist der unheimliche Spaß, den ich beim Verfolgen der Serie hatte und die Vorfreude auf jede neue Episode. Daher bekommt One-Punch Man von mir die vollen 5 Sterne, da es keine wichtigen Kritikpunkte gibt, die das Gesamterlebnis für mich getrübt hätten.

Fazit: Auch wer normalerweise nichts mit japanischer Parodie und Comedy anfangen kann, sollte One-Punch Man gesehen haben. Alle anderen sowieso!

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Avatar: Xaardas
V.I.P.
#2
"Du musst trainieren, bis dir die scheiß Haare ausfallen"

Die äußerst gelungene Umsetzung des unterhaltsamen Mangas zu "One Punch Man" ist auch als 12 Folgen Anime eine Unterhaltung der Extraklasse.
Trotz des wirklich ungewöhnlichen Hauptcharakters Saitama, dem "One Punch Man", einem übermächtigen Shounen-Superhelden, der alle seine Gegner mit nur einem Punch besiegen kann, ist die Parodie auf so ziemlich das gesamte Genre eine erfrischende Abwechslung für den Zuschauer.


Setting:

Die Geschichte ist in in einer Welt angesiedelt, in welcher Monster, verrückte Wissenschaftler, Außerirdische, Cyborgs, Mutanten und Mythischen Wesen ihr Unwesen treiben. Verbrechen und Katastrophen stehen somit mehr oder weniger an der Tagesordnung.
Zum Glück gibt es die Heldenvereinigung und mutige Helden, welche sich den Gefahren stellen und so für die allgemeine Sicherheit sorgen.
Mittendrin ist ein einzelner Mann mit seinem Gelben Anzug, Rotem Cape und Handschuhen darum bemüht diesen Frieden ebenso sicherzustellen. Er ist ein selbsternannter Hobbyheld und bis an die Grenzen der Belastbarkeit von seiner Arbeit gelangweilt, denn er ist, anders als für das Genre typisch, nicht daum bemüht der Stärkste von allen zu werden, sondern er ist bereits der Stärkste und das mit weitem Abstand.
Ein Schlag, mehr braucht es nicht für den "One Punch Man", dem glatzköpfigen Retter der Menschheit, um eine Bedrohung für die Menschheit aus der Welt zu schaffen.
Der Stärkste zu sein kann aber auch zu einer Bürde und Fluch werden. Es wird mit der Zeit schlicht und ergreifend langweillig.
In einem weiteren Angriff eines Monsters trifft Saitama auf den Cyborg Genos welcher sich, nachdem Saitama ihn rettet an dessen Fersen heftet und irgndwie werden die beiden auch soetwas wie Freunde und streben es an, professionelle Helden zu werden.
Daraufhin bekommt der Zuschauer Stück für Stück einen Einblick in die schräge Welt von "One Punch Man", lernt neue Charaktere kennen und fiebert mit diesen bei ihren Abenteuern mit.
Spannende Kämpfe, gut platzierte Lacher und dramatische Wendungen wie man es zu den Glanzzeiten der Fighting-Sounen erlebt hat machen diesen Anime zu einer gelungenen Actionkomödie und zu einem der besten Animes dieses Jahr.


Animation:

Die Animationen sind sehr gut. Sind die Bewegungen und die Blickwinkel in normalen Situationen schon meistens sehr hochwertig animiert, so sind die Kämpfe eine wahre Augenweide. Extrem gut gemachte Kamerafahrten und Blickwinkel, gepaart mit flüssigen Animationen und dynamischen Effekten machen "One Punch Man" optisch zu einem der modernsten Animes auf diesem Gebiet, von dem sich Dragon Ball eine Scheibe abschneiden könnte (no offece, ich mag den Anime auch).


Charaktere:

Die Charaktere sind stereotypisch, verrückt, oft sehr gegensätzlich und nehmen sich selbst nicht immer ernst. Trotz dieser eigentlich erstmal negativ klingenden Aspekte, passen sie so gut in die ebenso verrückte Welt. Und dadurch, dass sie so verschieden sind, ist es jedes mal aufs neue spannend sie zu beobachten.

Saitama, ist ein 25 Jähriger Hobbyheld, der es sich durch ein Schlüsselereignis in seinem Leben zur Aufgabe gemacht hat, der stärkste Held überhaupt zu werden.
Sein Ziel hat er erreicht, aber niemand kennt ihn und seine großartigen Heldentaten und so lebt er mit diesen Alltag, voller Monster, Gewalt und fehlender Anerkennung.
Am verstörendsten für ihn ist aber, dass diese überwältigende Stärke seine Feinde zu keinem Gegner für ihn machen. Er ist kein Mann von großer Geduld und hört sich am wenigsten die langatmigen Erklärungen zu der tragischen Hintergrundgeschichte seiner Freunde und Feinde an. Eben ein sehr untypischer Hauptcharakter.

Genos, ist ein Cyborg mit tragischer Vergangenheit, welche er Saitama auch zu gerne, zu dessen Bedauern leidenschaftlich vorkaut. Er hat sich der Robotisierung seines Körpers unterzogen, um einen anderen Cyborg zu stellen, welcher seine Familie getötet hat. Er ist ein wahrer Verächter des Bösen und sehnt sich nichts so sehr herbei wie die Rache an seinem Erzfeind. Seine Begegnung mit Saitama verändert sein Leben grundlegend und er ernennt sich selbst zum Schüler Saitamas. Manchmal zusammen aber auch getrennt erleben die Beiden allerhand ungewöhnliche Abenteuer.

Neben der beiden interessanten Hauptcharaktere gibt es noch einen randvollen Eimer von ebenso interessanten und stereotypischen Nebencharakteren und Antagonisten, was ihnen nicht schadet. Sie können lustig und spannend zugleich sein, ohne dabei selbst an Glaubhaftigkeit zu verlieren. Manchmal lassen die Antagonisten eine tiefgreifende Hintergrundgeschichte vermuten, nur um in der nächsten Szene kommentarlos, mitten im Satz von einem Helden unterbrochen oder angegriffen zu werden. Diese Parodie auf alle Fighting-Shounen, welche sich sonst immer sehr viel Zeit nehmen, tiefer in den Hintergrund von Charakteren einzugehen, wie es bei Naruto, Dragonball, Fairy Tail oder One Piece (um die bekanntesten Vertreter dieses Genres zu nennen) zum Beispiel der Fall ist, war wirklich erfrischend Neu für mich und ist jedes Mal erneut einen Lacher wert.


Musik:

Der Soundtrack ist für sogut wie jede Situation, in der er eingebracht wird stimmig. Das Opening ist ein Ohrwurm, welcher noch lange in den Ohren seiner Fans verbleiben wird. Das Ending ist sehr entspannend und macht nicht weniger spaß es sich anzuhören. Die BGM reiht sich in meine Lobesgesänge für den OST ein, denn sie wartet mit spannungsgeladen und passenden Stücken auf, die sich ebenso wie das Opening und Ending immer wieder anhören lassen.


Fazit:

One Punch Man ist eines der großen Highlights 2015 und der beste Anime der Herbstseason. Eine Empfehlung für jeden, der gerne lacht, spannende Kämpfe und interessante Charaktere beobachtet. Einer meiner großen Favoriten für dieses Jahr, auf den ich zudem auch schon lange gewartet habe. Ich gebe diesem Anime mit freunden 4.5 von 5 Sternen mit einer 8 in der Unterbewertung und hoffe, dass der Anime eine zweite Staffel erhält, wenn der Manga entsprechend weit fortgeschritten ist.
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#3
"The strongest hero"

"One-Punch Man" erzählt die Geschichte von Saitama, wenn man so will vom Chuck Norris der Anime-Welt. Kein Gegner kann ihm auch nur im Ansatz das Wasser reichen, jedes noch so starke Monster wird mit einem einzigen Schlag zerlegt und anschließend wird wieder gemütlich vor dem Fernseher gefaulenzt. Er ist eben ein ganz normaler Typ, der nur so gegen die Langeweile gerne mal hin und wieder ein bisschen die Welt rettet. Dieses urkomische, vollkommen eigene Setting verhilft "One-Punch Man" zu einer nimmer endenden Gag-Fülle, die einen in keiner Episode im Stich lässt. Allein schon Saitamas Gesicht, welches einem wandelnden Meme gleicht, kann wiederholt zum herzlichen Lachen verleiten.

Davon abgesehen bekommt man hier von Madhouse fette Kämpfe von aller feinster Animationskunst geschenkt. Genau so wünscht man sich Action in Animes und speziell die letzte Episode eskaliert ohne Gleichen. Die Musik weiß ohne Frage genauso zu begeistern, was man schon am Opening festmachen kann, welches für meinen Geschmack das beste dieser Season war und welches ich mir jedes mal wieder gerne mit angeschaut habe.

Was die Handlung angeht muss "One-Punch Man" hingegen zumindest kleine Minuspunkte einstecken. Das Problem liegt darin, dass dem Setting geschuldet einiges zu repetitiv abläuft. Klar, man parodiert das Fighting-Shounen Genre, andererseits schlittert man aber auch etwas in die Schwächen eben dieses hinein. Das Schema bleibt nun mal fast immer das gleiche und immer wieder kommt das nächste fette Monster aus dem Nichts angelaufen, bedroht die Stadt, wird erst von kleineren Helden bekämpft und danach von Saitama entsorgt. Überraschen kann einen der Anime so nun mal nicht oft, da ist man als Zuschauer dann sehr dankbar dafür, wenn über die Heldenvereinigung und neue Charaktere für Abwechslung gesorgt wird.

Insgesamt ist "One-Punch Man" aber sicherlich trotzdem einer der Top-Titel des Jahres. Auf jede neue Folge war die Vorfreude wieder riesig und nie wurde man enttäuscht. Ich kann diesen Anime nur uneingeschränkt weiterempfehlen und jedem raten, ihn sich nicht entgehen zu lassen.
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Avatar: Yuuuuuuuuuu#4
Wir schreiben das Ende des Jahres 2015 – ein recht bescheidenes Anime-Jahr geht zu Ende und auch im Kino flimmert immer mal wieder der nächste Marvel, DC oder was auch immer Superheldenstreifen (wobei ich AntMan dufte fand). Selbstverständlich ist man von beiden irgendwann mal genervt. Diese Saison hat es die Anime-Industrie sogar tatsächlich geschafft zweimal den 99%-selben Highschool-Harem-Romance-Action-Anime parallel auszustrahlen. Passt zum bisherigen Jahr, denkt man sich, jedoch kann ich diese Entwicklung nur mit einem gelangweilten Blick verfolgen. Doch dann traf mich ein Schlag...

Irgendwann mal Mitte dieses Jahres las ich, dass ein Manga namens „One Punch Man“ einen Anime kriegen sollte. Mich lässt so etwas kalt, da ich erstens ein Mangamuffel bin, andererseits „überhypte“ Erwartung bei einer Anime-Umsetzung spätestens seit „Attack on Titan“ eher zur Enttäuschung münden können. Aber hey, ich kannte „One Punch Man“ nicht, ich hab es recht neutral angegangen und was soll ich sagen? Es ist der fuckin Anime des Jahres. Dazu gleich mehr...

Story und Charaktere:

Seid ihr auch gelangweilt von Superhelden, die erstmal hinfallen müssen, um am Ende des Filmes wiederauferstehen zu können? Superhelden, die dramatische, persönliche oder politische Gründe haben müssen, um Superheros zu werden? Superhelden, die irgendein quälendes Training von dubiosen Lehrern in Zeiten der Niederlage durchgehen müssen? Nervts euch? Dann kommt in mein Pfefferkuchenhaus, ich hab etwas Wunderbares für euch:

Einen Superhelden, der aus Spaß, aus Langeweile, aus Unterhaltung Superheld geworden und dazu noch der Stärkste von allen ist. Zudem ist er nicht nur der stärkste, sondern gleichzeitig auch der pragmatischte, einfachste und bodenständigste Superheld, den es je gab. Glaub ihr alles nicht? Doch es gibt ihn! Er nennt sich Saitama und seine Mittel sind *trommelwirbel* … Schläge.

Dazu noch eine verrückte, witzige, wunderbar banale Welt, einen netten, charismatischen Androiden-Sidekick, eine Superheldenliga, die gepickt ist von kurioser, schrägen Charakteren und schrille, irreale Action. Zack, feddich!

Ja, auch ich war anfangs ein bisschen verwirrt wie mich der Werdegang des einseitigsten, overpowersten Superhelden aller Zeiten unterhalten soll, aber das funktioniert dank Saitama einfach unfassbar gut. Versucht es selbst!

Animationen:

Ich habe nicht den Manga von OPM gelesen, aber im Internet findet man allerlei Vergleiche zwischen Manga und Anime. Dabei fallen zwei Sachen auf: Der Manga ist recht eigen von seinem Stil und vor allem, dass der Anime sich sehr detailliert diesen angenommen hat. Daraus resultiert ein richtig cooler Look, den ich vielleicht nicht als einzigartig bezeichnen würde, jedoch unfassbar gut passt und „One Punch Man“ etwas Epicness verleiht. Dazu noch unfassbar flüssige Kämpfe, detailliertes Krach-Bumm... ich könnte ewig noch weiter machen. Aber kurzgefasst – One Punch Man ist ein Augenschmaus.

Sound:

Vielleicht mein größte Kritikpunkt, dabei ist er nur winzig klein. Der Sound.
Das Opening passt zwar von seiner Art zum Anime, aber ist nicht mein Fall. Das ruhige Ending empfand ich als schönen Gegenpol am Ende der abgelaufenen Episode. Nichtsdestotrotz passt das Ganze gut zu OPM. Der OST dröhnt laut, auch wenn er mir persönlich gar nicht so stark auffiel, wenn ich ehrlich bin. Zudem passen die Seiyuus richtig gut zu den Charakteren und zum Ambiente, vor allem beim stoischen Saitama.

Fazit:

„One Punch Man“ ist der Anime, den die Anime-Welt braucht, aber eigentlich nicht verdient hat in Zeiten immer gleicher Serien. Es ist ein Masterpeece, ein unfassbar stimmiges Unterhaltungskonzept, das mich zum ersten Mal dieses Jahr aus den Socken gehauen hat. Natürlich ist der Anime nichts für Leute, die irgendetwas Tiefes oder Story-intensives suchen. Aber OPM ist beste Unterhaltung für den kleinen Mann. Für den Mann (sorry, natürlich auch die Frau) der/die vor dem 4K-TV einfach mit der Hand im Schritt in die Couch versinken will. Etwas für jeden, egal ob Anime-Rentnerin oder Neuling, egal ob 15 oder 49 Jahre.


Edit: Einzig das Ende ist für den halben Stern Abzug letztlich verantwortlich, weil das ganze recht abrupt endet. Daher hoffe ich inständig auf eine schnelle Fortsetzung, da ich sonst als Mangamuffel wirklich den Selbigen lesen muss :-(
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#5
Serien mit Helden, die von Beginn an überlegen sind, gibt es zwar nicht allzu häufig, aber sie kommen vor. Eine Serie mit einem Helden, der dermaßen übermächtig ist, dass er das selbst als Problem sieht, ist hingegen etwas Neues. One Punch Man zeigt bewusst das humoristische Potential einer derartigen Situation auf, zeigt unbewusst allerdings leider auch warum man normalerweise lieber vom Emporkämpfen eines Helden erzählt.

Gleich vorweg muss ich sagen, dass ich den Anime ohne Manga-Kenntnis vielleicht besser bewertet hätte. Ausnahmsweise liegt das aber nicht an einer mangelhaften Adaption (die ist gelungen, aber dazu später mehr), sondern am Umstand, dass mir durch den längeren Manga bereits das Problem dieser Serie weit stärker ins Bewusstsein gerückt ist und die damit verbundene persönliche Ermüdungserscheinung zweifellos auch auf den Anime rückgewirkt hat. Wer die Vorlage nicht kennt wird vom Anime deshalb wie ich meine automatisch besser unterhalten.

Prinzipiell liegt One Punch Man eine nette Idee zugrunde. Ein Held, der durch völlig banale Methoden zu übermächtiger Stärke gelangt ist, der aber nicht nur alles andere als wie ein Gott auf Erden aussieht, sondern sein Heldendasein auch mehr zum Zeitvertreib verfolgt. Kombiniert mit dem Umstand, dass er frustriert ist, weil er alle Gegner mit nur einem Schlag auslöschen kann und der ihm verweigerten Anerkennung seiner Leistungen, hat man eine gute Grundlage für eine Komödie. Und dieses Potential wird auch genutzt. Es gibt viele gute Gags, die aus diesem Setting entstehen, nur leider gibt es halt auch ein ABER… denn weder ist die Serie eine reine Komödie, noch ist der Humor so gut, dass er sie völlig tragen könnte. Es gesellt sich die Action zu ihm und hier spießt es sich dann merklich mit dem Setting. Kurz gesagt: Es ist eher langweilig, wenn ein Held jeden Gegner sofort auslöschen kann. So können keine spannenden Kämpfe entstehen. Das weiß der Autor natürlich auch und er begegnet diesem Umstand, indem er das Aufeinandertreffen Saitamas mit den diversen Bossen hinauszögert. In der Regel bedient er sich dabei einer Vielzahl von anderen Helden, die dann in ihre eigenen Kämpfe geraten. Hier gibt es dann schon spannendere Kämpfe, nur kommen die anderen Helden im Unterhaltungswert einfach nicht an Saitama heran, sondern sind meist minderwertigeres Ersatzprogramm. Dieser Umstand des ständigen Verzögerns wird im Anime allerdings noch nicht dermaßen deutlich, sondern macht sich erst im weiteren Verlauf des Manga immer stärker bemerkbar. Entsprechend weniger stören wird es dann alle Nichtleser der Vorlage.

Die Adaption selbst kann man dann allerdings nur als gelungen betrachten. Klarerweise kommt sie zeichnerisch nicht an den sehr detaillierten Stil des Manga heran, allerdings gleicht sie das mit der guten Animation der Actionszenen aus. Hier bekommt man weit mehr geboten als es in Action-Anime sonst üblich ist und die Serie platziert sich hierin sicher unter den Toptiteln des Jahres (wenn eben auch Saitamas Kämpfe das Manko haben schlicht in keiner Weise spannend zu sein).

Fazit:
Gemessen am Setting macht One Punch Man an sich wenig falsch, denn man nutzt dessen Potential und bringt es hier in Anime-Form auch technisch gut auf die Bühne. Nur leider ist die größte Besonderheit des Settings – Saitamas gottgleiche Übermächtigkeit – gleichzeitig auch seine größtes Manko, dessen negativen Folgen man schlicht nicht völlig ausgleichen kann. Insgesamt aber eine unterhaltsame Serie, die in Form dieser Anime-Staffel prinzipiell wohl sogar besser ist als der Manga.
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Anime Kommentare

Avatar: f44bian#1
Also mich hat der Anime recht gut unterhalten, aber warum einigen ihn so hypen bleibt mir trotzdem unverständlich. Saitama ist ein wirklich lustiger Kerl und sorgt immer wieder für Lacher, das Setting ist zwar im Grunde genommen billig (ein Typ der absolut JEDEN oneshotted (WTF?!)) und doch genial und auch Animationen und Musik fand ich sehr schön. Doch trotzdem bleibt es für mich nur ein unterhaltsamer Anime, der für ein paar Lacher sorgt, aber eben nicht mehr, der Hype der hier durch das Internet geht (siehe diverse Saitama memes) ist fragwürdig.
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Avatar: Deity#2
Habe ich mir ganz angeschaut.  

Trotz der Beliebtheit hatte ich keine großen Erwartungen an den Anime, aber naja, unverhofft kommt oft, ich hatte mich so kaputtgelacht, ich dachte, ich sterbe. xD Genau das ist der berüchtigte Überraschungseffekt. 

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass der Humor ab der zweiten Hälfte zu Gunsten der Storyqualität abnimmt. Finde ich etwas schade, weil der Humor meiner Meinung nach bei einer solchen Serie Priorität haben sollte, aber es war auch kein Weltuntergang. Und dann wurden dafür auch die Monster kreativer gestaltet und mit interessanten Details versehen. 

Eine Fortsetzung wäre toll und vielleicht werde ich mir bei Gelegenheit auch den Manga anschauen. 

Ich kann den Anime total empfehlen, jeder sollte mal reingeschaut haben. :)
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Avatar: TripleB#3
Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendjemand meinte der Anime wäre "Scheiße". Ich habe ihn zwar kritisiert und zum Ausdruck gebracht, dass ich ihn nicht unbedingt klasse finde, aber zu "Scheiße" ist da noch ein riesiger Unterschied. Dementsprechend würde ich behaupten, dass du "extrem lächerlich" bist.
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Avatar: Korath#4
Ja, als Nicht Japaner vertausche ich schon mal die ein oder andere Silbe oder Vokale, so dass ich meist die einfache übersetzte Vers benutze um nich ständig in den Datenbanken nachschlagen zu müssen damit ich den Namen richtig schreib.

@ King, Fubuki usw. Ja nervte mich auch, dass diese ausgelassen wurden, aber iirc tauchen sie nur teilweise auf bis zur Alien Arc (der Anime erzählt eigentlich fast Kanon) und können problemlos danach richtig vorgestellt werden. Ich würde mich ja stark wundern, wenn es keine zweite Staffel gibt bei dem Hype und den Viewerzahlen, aber auch wenn nicht wird denke ich der ein oder andere OVA rauskommen, wo die beiden sicherlich blendendes Unterhaltungs - Material für abgeben.

Gerade die Garou Arc persifliert das Fighting - Shounen Genre eigentlich am besten und ich wünsche mir hier wirklich, dass die Kämpfe animiert werden. Wie Saitama den Lightning Typen getrollt hat während die anderen Superhelden den Kampf ihres Lebens hatten, war schon ziemlich amüsant. ^^
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Avatar: Korath#5
ROFL, also ich finde den Anime nicht mies und bis auf das Auslassen von Blizzard habe ich auch nicht all zu viel ander Umsetzung zu meckern, aber IMDB #1 is doch ein wenig lächerlich. ;) https://www.youtube.com/watch?v=2dznrgmBesU
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